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Umstellung von analog nach digital?

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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Voldemort » 17.07.2009, 00:30

std hat geschrieben:wie gesagt fand ich DVB-T schon auf meiner 32" (82cm) Röhre grottig. Sogar auf ner 70cm Röhre sehe ich die Fehler sofort. Selbst wenn die vergleichsweise guten ARD oder ZDF laufen
Auf nem Flachmann für mich unerträglich. Ich sitze hier 2,7m vor nem 42er, da geht das gar nicht. Selbst DVB-C ist da je nach Sender grenzwertig



So sieht die Realität (leider) aus, ja. Aber einer wie Immado wird das niemals nie nicht zugestehen. :zwinker: Lassen wir ihm seine Meinung und schmeissen alle zusammen - für einen Sehtest bei Fielmann :D

Übrigens Immado....: :dvbt:
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon TheSi » 17.07.2009, 08:44

inmado hat geschrieben:@ TheSi: Natürlich nimmt die Bildqualität mit der Entfernung zum Sendemast ab. Und zwar genau so, wie Du es beschrieben hast: Es treten dann abrupt Bildfehler, Artefakte, oder - wie der Volksmund sagt: - Klötzchen auf.

Das irgendwann Artefakte auftreten hat aber nichts mit der Bildqualität an sich zu tun, sondern sind dies Resultate von Empfangsstörungen. Ich hab Dir mal zwei Bilder gemalt (natürlich ohne Maßstab), um den Unterschied zwischen der (gleichmäßigen) Abnahme der Empfangsquälität in Abhängigkeit zur Entfernung vom Sendemast (z.B. analoge TV-Signale) und dem Auftreten von Artefakten bei DVB-T zu verdeutlichen:
Zunächst einmal die analoge Version:
Bild
Hier sieht man, daß die Empfangsqualität mehr oder minder proportional zu der Entfernung abnimmt. In der Praxis macht sich das durch immer mehr "Schneeanteile" im Bild bemerkbar.
Im Gegensatz dazu die Situation im DVB-T:
Bild
Im Bereich 1 hat man immer exakt die gleiche Empfangsqualität, d.h. in der Praxis bleibt dort die Bildqualität absolut konstant. In dem sehr schmalen Bereich 2 treten aufgrund von Empfangsproblemen Bildfehler bzw. Artefakte auf. Direkt danach, im Bereich 3, bleibt der Bildschirm schwarz.
Natürlich hängt in beiden Fällen die Empfangsqualität von der Umgebung (Häuser etc.) ab.
inmado hat geschrieben:@std: Ich habe nicht behauptet, daß die Bildqualität von DVB-T mit der von DVB-C oder DVB-S identisch ist. Ich sage nur, daß der Unterschied nicht sonderlich, wenn nicht sogar garnicht feststellbar wird.

Nur mal zur Verdeutlichung, wie groß der systembedingte Qualitätsunterschied zwischen DVB-T und -C ist, hier die Datenraten der beiden Systeme:
DVB-T:
Bild
(Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lex ... DVB-T.html)
DVB-C:
Bild
(Quelle: http://www.itwissen.info/definition/lex ... DVB-C.html)
Und was fällt dem Adlerauge auf? Die Maximale Bitrate bei DVB-T liegt noch unter der minimalen Bitrate bei DVB-C. Aber evtl. hast Du, inmado, es nicht gerade mit Adleraugen. Nichts für ungut :zwinker:
Zum Schluß noch eine kleine Korrektur einer Aussage, die ich anfangs gemacht habe: die unterschiedlichen Bitraten zwischen DVB-T und -C liegen nicht an der unterschiedlich genutzten Bandbreite, sondern daran, daß das Medium Luft bei DVB-T natürlich viel störanfälliger ist als das Medium Kabel bei DVB-C. Daher wird bei DVB-T stärker auf Übertragungssicherheit geachtet, was auf Kosten der für die Information verwendeten Bitrate geht.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon koax » 17.07.2009, 11:56

TheSi hat geschrieben:Das irgendwann Artefakte auftreten hat aber nichts mit der Bildqualität an sich zu tun, sondern sind dies Resultate von Empfangsstörungen.

Es gibt nicht nur Artefakte durch Empfangsstörungen sondern auch u.a. durch geringe Bitrate bei schnellen Bildinhaltswechseln.

Nur mal zur Verdeutlichung, wie groß der systembedingte Qualitätsunterschied zwischen DVB-T und -C ist, hier die Datenraten der beiden Systeme:
DVB-T:

Der systembedingte Unterschied ist richtig. Allerdings hat zur Zeit für die Praxis die Beschränkung vieler Sender im Kabel bei der übertragenen Bitrate eine weitaus größere Relevanz.

Und was fällt dem Adlerauge auf? Die Maximale Bitrate bei DVB-T liegt noch unter der minimalen Bitrate bei DVB-C.

Du solltest überall das Wort "möglich" dazu setzen. DBV-T wird zur Zeit durch technisch bedingte Gründe der maximal möglichen Bitrate beeinflusst.
Im Kabel ist und wäre es durchaus möglich, wesentlich höhere Biraten zu erzielen. Dies geschieht aber in vielen Fällen nicht. Schau Dir nur mal die jämmerlichen Bitraten der Sky-Select-Kino-Kanäle an.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 17.07.2009, 12:41

ja

sky ist natürlich für Bezahl-TV eine Unverschämtheit. Ebenso wie die UM Filme auf Abruf (haben die inzwischen wenigstens Mehrkanalton?)

Die ÖR sind im Kabel aber sehr gut. Bei den Privaten gibt es enorme Unterschiede

Bei DVB-T ist die Datenrate aber prinzipiell geringer was noch eher zu Blockartefakten und Mosquitos führt (zur Erklärung, das sieht aus wie Insektenschwärme um bewegte Objekte)
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Matrix110 » 19.07.2009, 22:03

Empfangsstörungen können zu Blockbildung führen, ebenso wie niedrige Bitraten.
Auch ist die Empfangsqualität von sehr vielen anderen Faktoren als der Entfernung abhängig, so können auch im "Bereich 1" Empfangstörungen auftreten durch andere Umwelteinflüsse, die zum Teil nicht konstant sind und unregelmäßig Störungen verursachen.

Das die Privaten nicht unbedingt ihr SD Programm mit 7MBit wie die ÖR rauspumpen liegt daran, dass Sie im Unterschied zu den ÖR ein recht knapp bemessenes Budget haben, und dort sparen, wo der Großteil der Zuschauer es nicht bemerkt. Ist zwar schade, aber kann man leider nichts dagegen machen. Sky verlangt zwar je nach Paket mehr als die ÖR hat aber den Nachteil, dass man nicht dazu genötigt wird dafür zu bezahlen wie bei den ÖR, wenn man einen Radio/TV/PC besitzt, und deswegen der Kundenstamm doch recht gering ist und eine Deutschlandweite Ausstrahlung halt recht aufwendig ist, wenn man per Kabel und Sat empfangbar sein möchte. Ich würde ja gerne wissen, wie es so ausschaut mit den Gebühren je MBit bei UM/KBW/KDG und SAT insbesondere wieviel UM im gegensatz zu SAT verlangt wäre sehr interessant...da darin der sehr wahrscheinlich der Grund für die Vernachlässigung zur Einspeisung von HD Programmen bei UM liegt :)
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