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Umstellung von analog nach digital?

Hier geht es um alle digitalen TV- und Radioprogramme, die von Unitymedia ins Kabelnetz eingespeist und selbst vermarktet werden (inklusive ARD Digital und ZDFvision).

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 14.07.2009, 00:51

bei DVB-T siehst du beim Fussball, selbst bei der ARD, lauter Klötzchen. Der Bildhintergrund ist gar nicht mehr zu erkennen. Nur noch irgendeine farbige Masse
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon inmado » 14.07.2009, 11:19

Ich sehe zwar nicht allzu oft Fußball im Fernsehen, aber "Klötzchen" habe ich dabei noch nie gesehen. Aber folgendes ist mir aufgefallen: Folgt die Kamera mit einem Schwenk über das Spielfeld dem Ball, so wird der Hintergrund - etwa die Bandenwerbung - während des Schwenks unscharf. Endet der Kameraschwenk, wird also wieder ein fester Ausschnitt des Platzes gezeigt, so scheint der Hintergrund wieder "einzurasten": Plötzlich erscheint er wieder schärfer.

Meinst Du das?

Tja, diesen Effekt beobachte ich aber bei DVB-T und DVB-C gleichermaßen.

Auch Fußballübertragungen im ach so hochgelobten DVB-S sind oft gruselig. Hier scheint mir Premiere auf wenig Bandbreite pro Kanal zu setzen, um gleichzeitig mehrere Spiele übertragen zu können. Soll heißen: Auch technisch theoretisch vorhandene Vorteile gereichen in der Praxis zum Vorteil des Zuschauers.

Sicher könnte DVB-C groß auftrumpfen mit HDTV in der Kombination groooooßer Display. Aber zum einen sind diese noch recht teuer, zum anderen gibt es ja praktisch keine Inhalte in HDTV.

Und es würde mich bei UM nicht wundern, wenn HDTV dann nur über ein Extra-Abo, also mit Extra-Gebühren zu haben sein würde. - Was wieder zum klassischen Henne-Ei Problem führt und die Einführung dieser Technik behindert. Ich persönlich kann auf HDTV gut verzichten. Jedenfalls wäre ich nicht bereit, dafür extra zu zahlen.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Voldemort » 14.07.2009, 11:38

Unter uns Gesangsschwestern...: Du hast einfach Glück das du zum Sendemast spucken kannst. Es ist definitiv in der Regel gruselig, DVB-T zu schauen - im Vergleich zu DVB-C und DVB-S. Fussball zB ist schlimm per DVB-T. Da denkst du echt die spielen nicht auf Rasen sondern auf grüner Soße :brüll:

Da zahl ich lieber ein paar Dukaten. Abgesehen davon gibts Sky nicht via DVB-T - also ist die Diskussion eh sinnfrei :D
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon inmado » 16.07.2009, 16:25

Voldemort, es mag ja sein, daß die Singnalqualität von DVB-T mit zunehmender Entfernung deutlich abnimmt und es dann aufgrund des schlechten Empfangs zu schlechten Bildern kommt. Aber um fair zu sein, sollte wir doch Gleiches mit Gleichem vergleichen. Auch bei einer schlecht justierten Satellitenschüssel, mangelhafter Sicht nach Süden oder schlechtem Wetter (Schnee, Regen), kann es bei DVB-S zu schlechten Bildern kommen. Und bei DVB-C führt oft eine unzureichende Verkabelung im Haus zu schlechter Bildqualität (diesbezügliche Beiträge finden sich ja auch hier im Forum). Und so, wie man im Falle von DCB-C zu einer Prüfung / Überarbeitung der Verkabelung rät, muß man bei DVB-T ggf. auch mal auf die Möglichkeit einer Außenantenne verweisen. Ja, es stimmt: Diese "Überall-Fernsehen" ist gar nicht überall, jedenfalls nicht überall in hinreichender Qualität. Aber deshalb kann man nicht einfach ein ideales DVB-C oder DVB-S Bild mit einem DVB-T Bild bei schlechter Empfangslage vergleichen und erklären, daß DVB-T grundsätzlich schlecht sei.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon TheSi » 16.07.2009, 16:37

Zunächst einmal nimmt die Bildqualität eines digitalen Signals nicht mit der Entfernung zum Sendemast ab. Entweder das Signal kann noch fehlerfrei decodiert werden... oder halt nicht. Erst dann treten (abrupt) Bildfehler auf bzw. das Bild ist gleich ganz weg.
Die Qualitätsunterschiede zwischen DVB-T,-S und -C liegen systembedingt an der unterschiedlich genutzten Bandbreite und der daraus resultierenden Datenrate. Diese ist bei DVB-T eher gering, daher die grundsätzlich schlechte Bildqualität im Vergleich zu DVB-C und -S.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 16.07.2009, 17:50

und gerade das bestreitet "inmado" Bei schätzungsweise halber Bitrate kann DVB-T aber gar nicht so gut sein wie -S und -C
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon baum500 » 16.07.2009, 19:41

also ich empfehle dir den digitalen Kabelanschluss zu nehmen. 3,90€ im Monat wirst du doch wohl noch übrig haben.
Das sind für ein Jahr gerademal 46,80€. Und du bekommst über 70 Programme. Digital TV Family ist auch noch 3 Monate gratis. :super:
Bedenke auch, dass ein DVB-T Receiver ca. das gleiche kostet. :streber: Digital TV Basic ist viel besser als das DVB-T.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon inmado » 16.07.2009, 22:50

@ TheSi: Natürlich nimmt die Bildqualität mit der Entfernung zum Sendemast ab. Und zwar genau so, wie Du es beschrieben hast: Es treten dann abrupt Bildfehler, Artefakte, oder - wie der Volksmund sagt: - Klötzchen auf. Ich hatte Voldemort so verstanden, daß er diesen Effekt bei DVB-T beklagt. Wer nur grenzwertige Empfangsqualität hat und eben diese Klötzchen sieht, der mag meinen, die Qualität von DVB-T sei (grundsätzlich) mies. Ich wollte hier nur darauf hinweisen, daß eine so entstandene Meinung falsch begründet ist.

@std: Ich habe nicht behauptet, daß die Bildqualität von DVB-T mit der von DVB-C oder DVB-S identisch ist. Ich sage nur, daß der Unterschied nicht sonderlich, wenn nicht sogar garnicht feststellbar wird.

@baum: Ich habe DVB-C (UM 3-play). Aber tatsächlich habe ich mir zB gerade einen Twin DVB-T Festplatten-Receiver gekauft, weil ich bei diesem freien Zugang zu den aufgenommenen Filmen auf der Festplatte habe und diese ggf. auch auf einer DVD archivieren kann. Ich wechsele nach belieben zwischen analog TV, DVB-C und DVB-T. Und die Unterschiede sind wirklich nicht so weltbewegend. Klar erkenne ich sofort einen Unterschied zwischen analogem und digitalem TV. Aber eine Unterscheidung zwischen DVB-C und DVB-T finde ich schwer. Jedenfalls auf meinem 32" LCD.

Und das mit den 70 Programmen bei UM digital Basic Packet ist auch kaum mehr als ein schlechter Witz. Die kommen auch nur zusammen, weil die 3. Programme jeweils gleich mehrfach eingespeist werden (zB WDR 3 Köln, WDR 3 Essen, WDR 3 Dortmund, etc. pp), obwohl die Inhalte der Sender praktisch identisch sind. Der Rest sind dann irgendwelche Dauer-Werbe-Sender a la QVC oder so. Mir fällt ehrlich gesagt nicht ein Sender ein, den ich per DVB-C sehen kann und will, aber nicht per DVB-T.
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Voldemort » 17.07.2009, 00:10

Ich glaube du willst es nicht verstehen oder !?

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inmado hat geschrieben:(...) Mir fällt ehrlich gesagt nicht ein Sender ein, den ich per DVB-C sehen kann und will, aber nicht per DVB-T.


Mir dafür umso mehr :roll:
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Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 17.07.2009, 00:21

wie gesagt fand ich DVB-T schon auf meiner 32" (82cm) Röhre grottig. Sogar auf ner 70cm Röhre sehe ich die Fehler sofort. Selbst wenn die vergleichsweise guten ARD oder ZDF laufen
Auf nem Flachmann für mich unerträglich. Ich sitze hier 2,7m vor nem 42er, da geht das gar nicht. Selbst DVB-C ist da je nach Sender grenzwertig
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