- Anzeige -

Umstellung von analog nach digital?

Hier geht es um alle digitalen TV- und Radioprogramme, die von Unitymedia ins Kabelnetz eingespeist und selbst vermarktet werden (inklusive ARD Digital und ZDFvision).

Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Obo » 13.07.2009, 07:57

Hallo!
Wir haben in unserer Wohnung einen analogen Kabelanschluss (haben wir nicht selbst bestellt, ist in der Miete mit drin). Jetzt hat mir auf der Arbeit jemand erzählt, dass demnächst alles von analog auf digital umgestellt wird und ich dann einen Digitalreciever bräuchte. Schlimmer noch, da sowohl ich als auch meine Mitbewohnering und ihre Tochter jeweils einen Anschluss (Fernsehgerät) nutzen, bräuchten wir drei Stück. Ist das Unsinn oder hat mein Kollege Recht?
Ich habe gar keine Lust auf diesen Kram und auf Unitymedia schon gar nicht. Bei jedem Gewitter habe ich Schnee in den meisten Programmen, einmal im Monat fällt der Empfang ganz aus. Dafür werden wir mit Reklame zugeschmissen. Einmal war sogar eine äusserst aufdringliche Trulla an der Türe, die mit auch noch Telephon und Internet via Kabel aufschwatzen wollte. Dabei bin ich froh, dass dies Störungsfrei läuft (Telekom), wenn die Glotze mal wieder streikt.
Da ich letztlich selber keinen Einfluss auf das Kabel habe (ich hätte es schon längst abgeschafft) würden mich Alternativen für den obigen Fall interessieren. Ist eine Schüssel oder DVBT besser oder günstiger? Habe leider nich viel Ahnung von diesen Dingen, wäre dahe dankbar für Eure Tips.
Obo
Kabelneuling
 
Beiträge: 2
Registriert: 13.07.2009, 07:25

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon identic » 13.07.2009, 08:54

Hallo Obo,
das alles auf digital Fernsehen bei UM umgestellt wird, ist momentan noch nicht aktuell, aber in deinem Fall kostet digitales Fernsehen 3,90 € im Monat weil dein Kabelanschluss in den Nebenkosten drin ist.
Also müsstest du 11,90 € für 3 Digitale Receiver zahlen, das ist eigendlich recht günstig, da Kunden die ihren Kabelanschluss nicht über die NK abgerechnet bekommen für 1 Digitalen Receiver schon 16,90 € im Monat zahlen müssen.
Ich hoffe die AW hat Dir geholfen.
identic
erfahrener Kabelkunde
 
Beiträge: 74
Registriert: 23.02.2009, 16:21

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Voldemort » 13.07.2009, 09:21

Natürlich hat eine Schüssel weitaus mehr Vorteile. Du bist ungebunden, die einmaligen Kostgen sind nach ein paar Monaten amortisiert und du hast bedeutend mehr Auswahl an HDTV-Sendern.

DVB-T ist abhängig davon wo du wohnst. Aufgrund der jeweiligen Topographie kann es da schon mal zu Ausfällen kommen. Hier in Wuppertal zB ist DVB-T in den meisten Stadtteilen nahezu unmöglich.
Bild
Benutzeravatar
Voldemort
Übergeordneter Verstärkerpunkt
 
Beiträge: 858
Registriert: 12.01.2009, 15:22
Wohnort: Wuppertal (42289)

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon inmado » 13.07.2009, 10:43

Hi Obo,

im Prinzip hat Dein Kollege recht. Unklar ist allerdings, was "demnächst" bedeutet. Die Abschaltung des Analog-TV ist zwar einerseits beschlossene Sache, andererseits immer wieder verschoben worden. Der mir zuletzt zu Ohren gekommene Zeit-"Punkt" für die Abschaltung, 2010, ist auch schon wieder hinfällig. Terristrisch ist das analoge TV ja bereits abgeschaltet und durch DVB-T ersetzt worden. Und per Satellit... hm ... hier weiß ich es nicht so genau. Gibt es noch analoges Satelliten-TV? Da die Kosten für die Übertragung pro Sender per Satellit analog viel höher sind, als bei digitaler Übertragung, haben die Sender natürlich ein massives Interesse an einer zügigen Umstellung.

Bleibt das Kabel. Noch immer sehen etwa 50% aller Zuschauer (alle, also inkl. Kable, Satellit, DBV-T) analog TV. Woraus leicht folgt, daß die überwiegende Mehrzahl der Kabelkunden nach wie vor analog schaut. Natürlich haben auch die Kabelnetzbetreiber ein Interesse an der Abschaltung des analogen Fernsehens im Kabel. Denn auch hier wird für die analogen Kanäle viel Bandbreite benötigt. Viel mehr, als für die digitale Übertragung. Andererseits ist die Not (anders als beim Satelliten-TV) nicht so groß, den Bandbreite ist im Kabel reichlich vorhanden. Die Sender übergeben ihre Programme an die Kabelnetzbetreiber ohnehin digital, so daß diese die digitalen Programme erst nach Analog wandeln werden müssen. Darauf könnte man leicht verzichten.

Das Problem ist aber, daß die Kabelbetreiber meinen, der Endkunde müsse für eine Umstellung, die ohnehin im Interesse des Kabelnetzbetreibers liegt, auch noch extra zahlen. Und zwar nicht nur in Form einer einmaligen Investition eines Digitalreceivers, nein, vielmehr sollen monatliche Gebühren bezahlt werden. Und zwar pro Endgerät!

Wenn möglich, würde UM sicher gerne das analoge Kabel-TV anschalten. Nur würde diese bei der Mehrzahl der UM-Kunden zu einem schwarzem Bildschirm führen. Das würde nicht nur einen Sturm der Entrüstung bei den Zuschauern führen. Auch die Sender, vor allem die werbefinanzierten , wären nicht begeistert ob dieses plötzlichen Schwunds, denn weniger Zuschauer = weniger Werbeeinnahmen.

Um verhält sich daher eher abwartend und versucht möglichst viele Digital-Abos zu verkaufen. Wer weiß. vielleicht haben ja in wenigen Jahren 90% der Kabelkunden ein digital-TV-Abo? Dann fällt das Abschalten des analogen Signals natürlich leichter.

Der Wechsel auf digitales Kabelfernsehen ließe sich sicherlich drastisch beschleunigen, wenn es im Kabel keine Grundverschlüsselung gäbe und also auch keine monatlichen Gebühren, so daß die derzeit analog empfangbaren Sender auch in digitaler Form frei enpfangbar wären. Dann könnte man sich auch einen eigenen Kabereceiver am freien Markt kaufen. Sogar einen Twin-Receiver mit Festplatte und DvD-Brenner zum dauerhaften archiviern.

Das Geschäftsmodell von UM ist aber ein anderes. Es basiert auf der Kontrolle über die gesendeten Inhalte. Diese soll zu erhöhten Gebühreneinnahmen führen. Die Verschlüsselung von ansonsten (d.h., per Kabel/analog, Satelit, DVB-T) frei empfangbaren Sendern soll zu Gebühren nicht mehr nur pro Haushalt, sondern nun noch zusätzlich pro Endgerät führen. Aufnehmen digitaler Sendungen ist nicht erwünscht. Jedenfalls nicht, wenn UM daran nicht verdient: Den Festplattenreceiver von UM gibt es für 5€/Monat. Aber natürlich kannst Du aufgenommene Sendungen nicht etwa auf eine DVD brennen. Anstelle Dein eigenes kleines Archiv anzulegen, solltest Du wohl besser zusätzlichen, kostenpflichtigen Sender bei UM abonieren. Da gibt es so viele Wiederholungen auch von alten, guten Filmen, wozu dann noch selbst sammeln?

Ich (UM 3-play, aber nur wegen des Internets) habe mir gerade einen Twin-DVB-T Festplattenreceiver mit offerner USB-Schnittstelle (Datenübertragung vom Receiver zum Computer, brennen dort) gekauft. Und werde mir eher einige DVB-T Receiver Kaufen, als pro Monat pro Endgerät an UM zu zahlen.

Nein, identic, ich finde 11,70 zusätzlich ohne (!) erkennbaren Gegenwert nicht günstig, sondern unverschämt teuer.
inmado
erfahrener Kabelkunde
 
Beiträge: 56
Registriert: 12.01.2009, 15:33

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 13.07.2009, 12:25

Hi

grundsätzlich wurde ja schon alles gesagt
bezüglich der Empfangsprobleme würde ich mich mal an den Störungsdienst von UM wenden
Ich hatte früher weder die den genannten "Schnee" noch die regelmäßigen Ausfälle
Aber natürlich schaue ich auch nicht rund um die Uhr TV. Wenn ich früh von der Arbeit nach hause komme gibt es schonnmal kein Bild aufgrund von Wartungsarbeiten, einmal war der Empfang den ganzen Tag unterbrochen da ein Bagger ein Kabel gekappt hat
Ansonsten klappt das hier seit vielen Jahren rproblemlos
std
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1306
Registriert: 07.10.2007, 17:06

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Obo » 13.07.2009, 15:21

Vielen Dank für die qualifizierten und schnellen Antworten, jetzt sehe ich doch endlich klarer! Also eine ziemliche Abzocke, muss ich schon sagen. Und da wollte die Trulla an der Tür mir noch unterstellen, ich sei blöd und würde mein Geld zum Fenster raus werfen. Frechheit!
Ich werde mir dann wohl auch DVB-T Receiver zulegen, wenn´s beim Nachbarn klappt, wird das hier wohl auch gehen.
Apropos: Seit einer halben Stunde wieder kein Fernsehempfang. Wie gut, dass Telephon und Internet nicht übers Kabel läuft. Beschweren ist übrigens nicht so einfach. Eine Nummer von der Störungsstelle ist nirgendwo zu finden. Das einzige was ich fand war so eine Service-Hotline - für 14 Cent pro Minute. Da verdienen die auch noch an den Beschwerden mit!
Also nochmal vielen Dank euch allen!
Obo
Kabelneuling
 
Beiträge: 2
Registriert: 13.07.2009, 07:25

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon std » 13.07.2009, 16:09

Hi

DVB-T auf nem Flachbildschirm ist ja mal gar nix. Ich pers. finde es schon auf recht kleinen Röhren-TVs unerträglich, und die Röhrentechnik kaschiert die Bildfehler noch etwas

Die recht eingeschränkte Senderauswahl ist dann das endgültige KO
std
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1306
Registriert: 07.10.2007, 17:06

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon Voldemort » 13.07.2009, 16:13

Sehe ich genauso.
DVB-T hat zB auch meine Schwester. Grottenschlecht auf einem 32"-LCD im Vergleich zu DVB-C und DVB-S.
Bild
Benutzeravatar
Voldemort
Übergeordneter Verstärkerpunkt
 
Beiträge: 858
Registriert: 12.01.2009, 15:22
Wohnort: Wuppertal (42289)

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon inmado » 14.07.2009, 00:22

Hi!

Also: Ich habe einen 32" LCD. Einen recht guten, wie ich meine. Als ich mir den gekauft habe dachte ich: "Jetzt gibt es die ersten bezahlbaren LCD. Schon ab 500 Euro. Es muß ja nicht der billigste sein. Für vielleicht 800-1000 Euro werde ich schon 'was orderntliches bekommen". Dann habe ich mir beim Händler Geräte angesehen. Das Bild war eingentlich überall gut. Klar, Quelle war auch eine BR-Disk. Auf meine Nachfrage schaltete der Verkäufer mal um auf ein analoges Signal... - Da standen drei Geräte eines Hersteller nebeneinander: Eines für 500 Euro, eines für 800, und eines für 1200. Und bei analogem Signal hat man wirklich jeden Euro gesehen, der in den Geräten steckte. Offensichtlich gelingt es nur mit erheblichem, technischen Aufwand, auf einem Digital-TV ein analoges Bildsignal gut darzustellen. Ich habe mir dann ein Gerät für 1600 Euro gekauft. - Und bin später dann von Freunden angesprochen worden, was für ein ausgezeichnetes Bild ich doch hätte. - Es war analog.

Dann habe ich meinen Internet-Anschluß - 2000 Mbps für 20 Euro / Monat - gegen einen 10.000 Mbps für 25 Euro / Monat aufgerüstet. Obendrein gab's noch einen Telefonanschluß mit Flatrate ins Festnetz (brauche ich eigentlich nicht, habe ja 'ne Flat auf dem Handy) und einen digitalen Fernsehanschluß hinzu.

So habe ich nun alles parallel: Digitales TV per Kabel, DVB-T und auch analoges TV per Kabel. Und ich verstehe Eure Kommentare nicht, Voldemort und std.

DVB-T hat wirklich ein exellentes Bild. Deutlich besser, als das analog-Bild aus dem Kabel. Und kaum zu unterscheiden vom digitalem TV.

Vielleicht wohnt Deine Schwester ja am Rand des DVB-T Sendegebiets? Ich wohne - zugegebenermaßen - nur ca. 1 km entfernt vom Sendeturm. Und es ist mir ein völliges Rätsel, wie man ein DVB-T Bild als "grottenschlecht" bezeichnen kann.

Und den Begriff "eingeschränkte Senderauswahl" finde ich auch unpassend. Ich habe hier 25 Sender per DVB-T und vermisse nichts. Es ist mir noch nie passiert, daß ich einen Sender per DVB-C hätte ansehen "müssen", weil er per DVB-T nicht verfügbar wäre. Ich schaffe es ja nicht einmal so, die Sendungen zu sehen, die mich ggf. interessieren würden. Es gibt ja auch noch ein Leben neben dem Fernsehen. Wozu mehr Sender? Brauche ich nicht.
Zuletzt geändert von inmado am 14.07.2009, 11:01, insgesamt 2-mal geändert.
inmado
erfahrener Kabelkunde
 
Beiträge: 56
Registriert: 12.01.2009, 15:33

Re: Umstellung von analog nach digital?

Beitragvon psychoprox » 14.07.2009, 00:33

Das Problem bei DVB-T ist die geringe Bandbreite. Diese führt oft zur Klötzchenbildung, vorallem bei schnellen Bildwechseln/Bewegungen (z.B. Sport, Actionfilm).Der Vorteil ist halt das es kein analoges rauschen gibt. Dadurch wirkt das Bild klarer, vorallem auf einem Flachbildfernseher.
ENDLICH DVB-S Bild
Der Kabelanschluss bleibt trotzdem :D
Benutzeravatar
psychoprox
Übergeordneter Verstärkerpunkt
 
Beiträge: 855
Registriert: 07.04.2006, 09:53
Wohnort: Oberhausen

Nächste

Zurück zu Digitaler Kabelanschluss und Premium TV-Pakete

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste