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Spezifikation 1,2 GHz

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.

Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitragvon Hemapri » 10.04.2016, 15:27

Bastler hat geschrieben:Objektbezogen würde das ein totales Chaos geben...


Nein, sollte es das analoge UKW-Band zwischen 85 und 110 MHz nicht mehr geben, wäre das problemlos möglich. man erweitert den Rückwegbereich entsprechend und dort, wo der Rückweg auf Grund der installierten Komponenten nur bis 65 MHz möglich ist, bekommt das Kabelmodem auch nur Kanäle unterhalb 65 MHz zugewiesen. Genauso verhält es sich oberhalb 862 MHz, wobei auch ältere Anlagen durchaus höhere Frequenz mitmachen. Hier gibt es aber schon wieder das nächste Problem. Viele Anlagen werden mit Einschleuseweichen für Sat und BK betrieben und diese Weichen lassen das BK-Signal nur bis 862 MHz durch und ab 950 MHz dann das Sat-Spektrum. Ältere Anlagen wären in jedem Fall abwärtskompatibel. Lediglich der Frequenzbereich von 65 MHz bis zur künftigen Trennung zwischen Vorwärts- und Rückweg bleibt ungenutzt.
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitragvon Bastler » 10.04.2016, 22:00

man erweitert den Rückwegbereich entsprechend und dort, wo der Rückweg auf Grund der installierten Komponenten nur bis 65 MHz möglich ist, bekommt das Kabelmodem auch nur Kanäle unterhalb 65 MHz zugewiesen.

Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.

Es gehen ja schon wesentlich einfachere Sachen bereits heute schief :zwinker: .
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitragvon Hemapri » 14.04.2016, 23:29

Bastler hat geschrieben:Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.


Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitragvon MartinP_Do » 15.04.2016, 09:14

Hemapri hat geschrieben:
Bastler hat geschrieben:Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.


Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG



DIe CMTS müssen aber wahrscheinlich noch von UM parametriert werden, oder kommen die bereits fertig konfiguriert vom Hersteller?
Bei den Stückzahlen wird es keine Spezialanfertigungen für jeden Kabelprovider geben, sondern die werden durch entsprechende Konfiguration den Erfordernissen des entsprechenden Kabelnetzes angepasst...

Er vermutet wahrscheinlich, daß beim Konfigurieren etwas schief gehen könnte ....
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Re: Spezifikation 1,2 GHz

Beitragvon Bastler » 15.04.2016, 10:10

Hemapri hat geschrieben:
Bastler hat geschrieben:Und genau das würde bei UMKBW (organisatorisch schon) zu 100% schief gehen.
Wie schon gesagt.


Glaube ich nicht. Das betrifft CMTS und Kabelmodem und diese Komponeneten werden von den Herstellern geliefert. Das funktioniert doch heute schon so. Daher kann man doch auch DOCSIS 2-Geräte am gegenwärtigen DOCSIS 3.0 verwenden oder Geräte mit 4 oder 8 Kanälen, obwohl 16 Kanäle im DS und 5 im US verfügbar sind. Die neuen Modems können 24 Kanäle verarbeiten, die gar nicht vorhanden sind. Alle diese Geräte einigen sich mit dem CMTS auf eben ganz bestimmte Kanäle und arbeiten mit diesen. Das Modem bekommt nur die Kanäle zugewiesen, welche es auch empfängt oder auf denen das CMTS die einzelnen Modems empfangen kann.

MfG

Das ist ja schön und gut, das meine ich aber auch gar nicht.
Sondern einfach das organisatorische, also die interne Kennzeichnung, in welchen Gebäuden Komponeneten (vor allem Verstärker) verbaut sind, die bis in das UKW-Band hinauf Rückkanalbetrieb zulassen.
Da wird dann in Gebäuden mit 65 MHz Rückwegverstärker ein MTA mit Rückkanälen über 65 MHz geschaltet und setzt (wegen Channelbonding) ständig aus und ähnliche Geschichten...

Ich bin mir ziemlich sicher, dass diese kennzeichnung nicht immer korrekt sein würde und dadurch noch mehrn (vermeidbares) Chaos entstehen würde als sowieso schon. Es klappen ja schon wesentlich einfachere Dinge nicht richtig. Beispielsweise die richtige Auswertung des "POA-Flags", das bei jedem Auftrag gesetzt werden muss...

Es gibt genügend andere "Baustellen" bevor man über sowas wie die Rückkanalerweiterung auch nur ansatzweise nachdenken könnte (z.B. kann ja immer noch nicht der Rückkanalbereich unter 18 MHz genutzt werden, weil viel zu viele der 18 oder 21 MHz Sperren verbaut sind (obwohl sie das eigentlich gar nicht sein dürften) und auch da nirgendwo dokumentiert ist, in welchem Gebäude so eine Sperre sitzt...

Ganz davon abgesehen ist die Abschaltung des UKW-Bandes im Kabel doch gar nicht im Gespräch, oder habe ich was verpasst? Es ist nur die Abschaltung des analogen TVs geplant.
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