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UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehensweise?

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.

UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehensweise?

Beitragvon setje » 05.02.2016, 14:24

Hallo zusammen,

in der Parallelstraße ist durchgehend Unitymedia lt. Verfügbarkeitsprüfung verfügbar (High Speed Internet, TV, Telefon, Mobil).
Zum besseren Verständnis haben ich ein Screenshot angefügt.
Das Gelb umrandete Grundstück zeigt das Haus, was keinen Anschluss verfügt, wie auch alle anderen Häuser in dieser Straße lt. Verfügbarkeitsprüfung (Straße ist nicht lang, hat ca. 20 Hausnummern). Die Straßen ohne Anschluss habe ich rot gefärbt, die mit Anschluss grün.
Meine Frage zum besseren Verständnis, bevor ich bei Unitymedia anrufe lautet:
Wie kann hier generell Tiefbautechnisch vorgegangen werden? Kann vom Haus gegenüber das Kabel durch den Garten gelegt werden, um das gelb umrandete Grundstück zu versorgen?
Oder muss immer an bzw. unter der Straße/Bürgersteig gelegt werden?
Dies würde den Kabelweg und die damit verbundenen Kosten ja enorm verlängern.

Bild

Danke im Voraus!
setje
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon deca » 06.02.2016, 13:35

Hallo,

prinzipiell ist es der UM egal wie Kabel gelegt werden und wo dann der ÜP sitzt. Die übliche Vorgehensweise ist, dass man an der Linie einen Abzweiger setzt und von dort das Haus anbindet. Wenn du dich mit deinem Nachbarn einig wirst und ihr das untereinander ausmacht, kann man mit einer Anlage beide Häuser betreiben. Du wirst dann als Kunde angelegt und die ÜP Adresse ist eben dein Nachbar.

Grüße
deca
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon setje » 08.02.2016, 13:50

Vielen Dank @deca für die Antwort!
setje
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon Hemapri » 20.02.2016, 11:50

deca hat geschrieben:Hallo,

prinzipiell ist es der UM egal wie Kabel gelegt werden und wo dann der ÜP sitzt.


Nein, ist es nicht. Die Erdkabel dürfen nur über öffentlichen Grund verlegt werden. Nur die D-Linie darf in privaten Grund laufen und endet am Hausübergabepunkt. Mitversorgungen werden bei Neuerschließungen heute nur noch in Ausnahmefällen geduktet (z.B. Wohnanlage mit mehreren verbundenen Einzelgebäuden bei gleichem Eigentümer, Doppelhäuser mit zwei Eingängen). Wenn die Straße noch nicht erschlossen ist, sieht es grundsätzlich erst mal schlecht aus. Hier kann man auch nicht einfach ein Kabel legen. Möglicherweise hat es einen Grund, dass nicht weiter erschlossen wurde, z.B. weil die Reichweite des Verstärkerpunktes oder die maximale Anzahl an C-Linien erreicht ist. Es muss für die Sraße mindestens eine zusätzliche C-Linie verlegt werden. Möglicherweise ist ein weiterer Verstärkerpunkt notwendig. Auf jeden Fall geht das Bauvorhaben mindestens in die zehntausende, möglicherweise auch mehr. Anfragen kostet nichts, die Wahrscheinlichkeit für eine erschließung ist aber gering.

MfG
Hemapri
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon Hemapri » 20.02.2016, 11:54

Hemapri hat geschrieben:
deca hat geschrieben:Hallo,

prinzipiell ist es der UM egal wie Kabel gelegt werden und wo dann der ÜP sitzt.


Nein, ist es nicht. Die Erdkabel dürfen nur über öffentlichen Grund verlegt werden. Nur die D-Linie darf in privaten Grund laufen und endet am Hausübergabepunkt. Mitversorgungen werden bei Neuerschließungen heute nur noch in Ausnahmefällen geduktet (z.B. Wohnanlage mit mehreren verbundenen Einzelgebäuden bei gleichem Eigentümer, Doppelhäuser mit zwei Eingängen). Wenn die Straße noch nicht erschlossen ist, sieht es grundsätzlich erst mal schlecht aus. Hier kann man auch nicht einfach ein Kabel legen. Möglicherweise hat es einen Grund, dass nicht weiter erschlossen wurde, z.B. weil die Reichweite des Verstärkerpunktes oder die maximale Anzahl an C-Linien erreicht ist. Es muss für die Sraße mindestens eine zusätzliche C-Linie verlegt werden. Möglicherweise ist ein weiterer Verstärkerpunkt notwendig. Auf jeden Fall geht das Bauvorhaben mindestens in die zehntausende, möglicherweise auch mehr. Anfragen kostet nichts, die Wahrscheinlichkeit für eine Erschließung ist aber gering. Grundsätzlich besteht noch die interne Möglichkeit, sich mit dem Nachbarn zu einigen. Dann müsstet ihr aber intern für eine geeignete Kabellösung sorgen, z.B. Erdkabel zwischen den beiden Grundstücken selbst verlegen. Das ist dann eure eigene Netzebene 4 und geht UM nichts an.

MfG
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon umshdo » 22.03.2016, 08:59

Unabhänig von allen eine Anfrage an die Bauherren Abteilung stellen. Heisst ja nicht das du die Summe da alleine tragen musst. Da ist die Frage wieviele deiner Nachbar mit machen würden.
Dementsprechend können die Kosten für den Ausbau wie Hemapri geschrieben hat geteilt werden.
Mehrere 10.000 Tausend glaube ich nicht. Je nach Lage der VrP und Einspeispunkte.

Gruß
Marc Zweier
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon Hemapri » 22.03.2016, 17:24

UnitymediaSystemhaus hat geschrieben:Mehrere 10.000 Tausend glaube ich nicht. Je nach Lage der VrP und Einspeispunkte.


Also ich kenne persönlich einen Fall, da wurden 40 m nkx verlegt, einschließlich einer Straßenquerung und das hat den Bauherrn 12000 € gekostet, inklusive Oberfläche. Da ist man nur von der C-Linie auf der anderen Straßenseite abgezweigt. Muß ein neuer Verstärkerbereich erschlossen werden, so kann das auch schnell fünfstellig werden. Die wichtigste Frage ist, wo der nächste Verstärkerpunkt steht.

MfG
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon mernas » 22.03.2016, 21:59

Am einfachsten kommt man wahrscheinlich hin, wenn man sich selber drum kümmert. Welche Leistungen sollen denn gebucht werden? 1play 2play 3play?

Doch Vorsicht: Ich habe es so gelernt, dass man Gebäude tunlichst nicht mit Kupferkabel miteinander verbinden soll, damit keine Ausgleichsströme fließen können. Und wenn doch, dann zumindest galvanisch getrennt.

Wenn nur Internet gebraucht wird, wird's easy: Beim Nachbar das Modem hinstellen und entweder eine WLAN-Funkstrecke oder eine Glasfaserleitung einrichten. Kostet dann je nach Ausführung ca. 80 bis 250€ inkl. Medienkonverter. Fernsehen ist dann natürlich nur über Sat oder Youtube möglich. IP-Telefonie dürfte dank dem neuen Router-Gesetz bald auch grenzenlos möglich sein, ich selber nutze IP-Tel schon jetzt über einen Drittanbieter. Wenn der Nachbar mitsurft, kann man langfristig sogar ordentlich sparen.
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon umshdo » 22.03.2016, 23:46

Hemapri hat geschrieben:
UnitymediaSystemhaus hat geschrieben:Mehrere 10.000 Tausend glaube ich nicht. Je nach Lage der VrP und Einspeispunkte.


Also ich kenne persönlich einen Fall, da wurden 40 m nkx verlegt, einschließlich einer Straßenquerung und das hat den Bauherrn 12000 € gekostet, inklusive Oberfläche. Da ist man nur von der C-Linie auf der anderen Straßenseite abgezweigt. Muß ein neuer Verstärkerbereich erschlossen werden, so kann das auch schnell fünfstellig werden. Die wichtigste Frage ist, wo der nächste Verstärkerpunkt steht.
MfG


Bleibe bitte bei realistischen Zahlen. Ich werde jetzt hier keine Tatsächlichen Zahlen einzelner Komponeten schreiben, aber 5 Stellig werden ganze Straßenzüge erschlossen.

Gruß
Marc Zweier
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Re: UM in Parallelstraße verfügbar, wie ist die Vorgehenswei

Beitragvon Hemapri » 23.03.2016, 04:20

UnitymediaSystemhaus hat geschrieben:Bleibe bitte bei realistischen Zahlen. Ich werde jetzt hier keine Tatsächlichen Zahlen einzelner Komponeten schreiben, aber 5 Stellig werden ganze Straßenzüge erschlossen.


Ja klar, was ist denn eine C-Linie? Sollte es wirklich dazu kommen, dass ein neuer Verstärkerbereich geplant werden muss, dann benötigt man Hauptkabel vom benachbarten Verstärkerpunkt, möglicherweise sogar eine Stromversorgung, wenn es mit der Gleichstromspeisung nicht mehr ausreicht. Das kann schon teuer werden. Ich habe den Spaß mehrere Jahre gemacht. In dem Fall hier würde ich mich mit dem Nachbarn einigen, ein privates Kabel von Haus zu Haus legen und eine Mitversorgung eintragen lassen. Ohne Erschließung der gesamten Straße ist es wirtschaftlich unsinnig, ein einzelnes Haus zu versorgen.

MfG
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