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Änderungen bei ISH/iesy

Unitymedia und rüstet das Kabelnetz immer weiter auf, um auch in weiteren Gebietern schnelles Internet anzubieten. Hier gibt es die Infos dazu.

Beitragvon jaetho » 07.03.2007, 21:07

mischobo hat geschrieben:... ein Beitrag voller Vorurteile. 12 Sender pro Kanal und mehr sind bei ish die Ausnahme. Außerdem sind die von Tividi genutzten Kanäle 256QAM moduliert und wodurch gegenüber 64QAM ca. ein Drittel mehr Platz zur Verfügung steht. 11 - 12 Programme auf einem 256QAM modulierten entspricht in etwa der Qualität von 8 Programmen auf einem 64QAM modulierten Kanal.
Ein DVB-S-Sattransponder hat die gleiche Bandbreite wie ein 64QAM modulierter Kanal im Kabel. Der Sat-Transponder, über den z.B. ProSieben und DSF übertragen werden, ist beispielsweise mit 10 Programmen belegt wovon 2 noch insg. knapp 1 Mbit/s für die Dolby Digital Spuren benötigen. Hier ist bereits der Sattransponder überbelegt und hier wird schon die Bildqualtität für die Kabelverbreitung bestimmt.
Bei ish und iesy sind die Kanäle dagegen nicht überbelegt und wenn sich auf Kanal S37 13 Programme befinden, dann nicht zuletzt weil die darüber verbreiteten Programme schon von Hause aus eine geringe Bandbreite haben. Die Belegungsrate bei den 64QAM modulierten Premiere-Kanäle ist nicht anders, wobei man auch die einzelnen Streams von Premiere Sport, Premiere Fußball, Premiere Direkt, Premiere Erotik, Blue Movie und arena (Premiere), die auf 4 Premiere-Kanälen verteilt verbreitet werden, nicht unberücksichtigt lassen sollte. Durch die Portale werden zwar weniger Programme angezeigt aber die sind trotzdem vorhanden, wenn auch nicht mit eigener Service-Kennung. Damit sind auch die meisten Premiere-Kanäle "überbelegt". Nur suggeriert die Verwendung von Portalen eine vermeintlich bessere Bildqualität ...

...BTW: es geht hier um ish und iesy und nicht um Kabel Deutschland, die sich qualitätmässig eher an DVB-T orientieren ...


Hallo, volle Zustimmung! Wo ist das Problem 12 Träger auf einen QAM256 Kanal zu modulieren? Es gibt kein's. Möchte mal gerne wissen ob sich hier auch jemand beschweren würde, wenn man einen Sat-Transponder in 8psk moduliert und den mit 12 SD-Programmen SD belegt.

Geht mal zu euren türkischen Nachbarn und schaut euch mal die Programme an. Super-Qualität, weil eben die Qualität von oben schon
i.O. ist. Alles QAM256!

Und zu dem Thema das die Qualität bei den RTL Leiersendern so schlecht ist. Liegt an RTL! Schaut Sie euch auf dem Sat-Transponder an. Grotten Schlecht! Wie soll UM da die Qualität rausholen ?
jaetho
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Beitragvon mischobo » 07.03.2007, 21:15

@dyewitness

... hatte am 19.2.07, also vor der Umstellung "James Bond 007 - Goldfinger" auf Kabel Eins gestreamt. ProjectX protokollierte folgende Video-Bitrate:
Code: Alles auswählen
-> durchschnittl. nom. Bitrate 3397827bps (min/max: 488800/9108000)
also durchschnittlich 3,4 Mbit/s, minimum 0,5 maximum 9,1 Mbit/s.
Kabel Eins liegt demnach voll auf Premiere-Niveau :zwinker:

Anders auch nicht Stolz und Vorurteil auf Passion:
Code: Alles auswählen
-> durchschnittl. nom. Bitrate 3461373bps (min/max: 1257600/7005600)


Davon träumen auch Premiere Abonnenten:

Tatort - Der König kehrt zurück auf NDR-Fernsehen (!):
Code: Alles auswählen
-> durchschnittl. nom. Bitrate 6326805bps (min/max: 2183200/7797200)
also durchschnittlich 6,3Mbps. Eine solche Bitrate ist auf NDR-Fernsehen die absolute Ausnahme.

Dagegen eher normal -> James Bond - Goldeneye auf ZDF:
Code: Alles auswählen
-> durchschnittl. nom. Bitrate 6243408bps (min/max: 3802400/8266000)


eher unakzeptabel: James Bond - Moonraker auf hr-Fernsehen:
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-> durchschnittl. nom. Bitrate 2300196bps (min/max: 1260800/6985200)
durchschnittlich 2,3 Mbps ist doch schon etwas mager.

Unterirdisch: Tatort - Der Lippenstiftmörder auf SWR-Fernsehen:
Code: Alles auswählen
-> durchschnittl. nom. Bitrate 1787719bps (min/max: 748800/5046800)
... das bleibt aber zum Glück, zumindest was SWR-Fernsehen angeht, in NRW nur DVB-T-Nutzern vorbehalten :zwinker:
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Beitragvon dyewitness » 07.03.2007, 23:08

Gut, ich würde sagen, "Beweisführung abgeschlossen". XD

Es mag zwar möglich sein, dass die verschiedenen Sender verschiedene Codierungsverfahren einsetzen, aber die Qualitätsgewinne werden nicht so umhauend sein und wohl kaum mehr als einen Datenratenunterschied von 0,1 oder 0,2 MBit/s darstellen.

Also liegt hier wohl eher ein Fall von "selbsterfüllende Prophezeihungen" vor.

Wer glaubt das Programm X bessere Datenraten hat als Programm Y, dann sieht da sProgramm auch automatisch besser aus.

Placebo für den TV Gucker... .

Ob nun wahrlich gebrachte Fakten(berge) diesen zahn ziehen, sei nunmehr dahingestellt.

In diesem Sinne... .

Un nun nach diesem Exkurs möchte ich anmerken, dass ich es recht schade finde, dass in den unausgebauten ISH Gebieten K21 recht "leer" geblieben ist, nach de rUmstellung.

So ein iM1 , France 24 oder Al Jazeera International wäre da fein aufgehoben gewesen. Aber wahrshcienlich geht das wegen dem Zentralmultiplexing in Kerpen nicht. So müssen sich eben K38 und K21 gleichen. Schade drum.
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Beitragvon mischobo » 08.03.2007, 03:45

@dyewitness

... es geht hier um die Mär, dass die Kabelnetzbetreiber die Kanäle überbelegen und darunter die Qualität der Programme leiden würde. Dabei werden die Programme von ARD und ZDF als vorbildlich hervorgehoben und die beste Bildqualität wird Premiere unterstellt. In der Praxis sieht das aber anders aus.
Dass das ZDF überproportional hohe Bitraten hat , ist unbestritten. Allerdings haben die einen kompletten Sattransponder gemietet und dürfen gem. deutschem Recht nur ihre eigenen Programme, bzw. die Programme, an denen das ZDF beteiligt ist, über diesen Sattransponder. Damit stehen natürlich mehr Bandbreite als nötig zur Verfügung und das nutzt man beim ZDF aus. Warum sollte man auch die vorhanden und bezahlten Kapazitäten nicht ausnutzen ? Anders auf dem Transponder, über den "Das Erste" übertragen wird. Auf diesem Transponder werden 8 Programme übertragen was einer guten Video-Bandbreite zuträglich ist. Allerdings wird "Das Erste" priorisiert, womit dann bei den restlichen Programmen es aber mitunter an Bandbreite fehlt. Insbesondere Bayerisches Fernsehen und WDR Fernsehen fallen desöfteren durch sehr niedrige Videobandbreite auf. Auf arte wird immer fleissig das 16:9-Logo eingeblendet. Bisher hat man es bei der ARD nicht geschafft, dass arte auch in 16:9 verbreitet wird.
RTL Television hat meiner Ansicht nach eine bessere Bildqualität als die im Kabel verbreiteten dritten Programme der ARD.
Viele "Experten" zählen dann noch die Kanäle pro Transponder. Da Premiere auf Portale setzt, erscheinen pro Kanal weniger Programme woraus dann eine überragende Bildqualität gefolgert wird.
Die Bildqualität von arena ist in den Netzen von ish und iesy überragend, weil den Übertragungen ordentlich Bandbreiten zur Verfügung stehen. Kabelkunden anderer Kabelnetzbetreiber kommen nicht in den Genuss dieser Bildqualität, weil eben dort die benötigten Bandbreiten nicht zur Verfügung stehen. In den Kabelnetzen, in denen arena über den Kabelkiosk verbreitet wird, steht nur ein einziger 64QAM modulierter Kanal zur Verfügung. Bei ish und iesy stehen dafür 2 komplette 64QAM modulierte Kanäle zur Verfügung.

Die Bitrate ist auch nicht allein für die Bildqualität ausschlaggebend. Ältere Filme, die noch analog aufgenommen wurden, haben meist ein leichtes Bildrauschen und dieses Bildrauschen erfordert eine verhältnismässig hohe Bandbreite. Der von mir erwähnte "Tatort - Der König kehrt zurück" hatte ganz ordenliches Bildrauschen, was eben auch diese aussergewöhnlich hohe Bitrate verursacht hat.
Auch das Laufband auf z.B. EinsExtra erhöht die erforderliche Bandbreite erheblich.
Letztendlich bestimmt auch der Inhalt des Programms die notwendige Bandbreite eines Programms. Ein Sportprogramm braucht mehr Bandbreite als ein Cartoon. Das die Bildqualität auf DSF bei Sportübertragungen miserabel ist, ist völlig nachvollziehbar, dann das Programm teilt sich mit 9 weiteren Programmen einen Sattransponder. Bei z.B. ProSieben wird auch ganz gern gemogelt, denn die setzen offensichtlich eine recht starke Rauschunterdrückung ein, was ein recht weiches Bild verursacht womit dann das Bild subjektiv als besser empfunden wird. Bei den neuen RTL-Spartenkanälen wird das nicht gemacht, denn insbesondere die älteren Sendungen sind doch recht grieselig. Damit wird die Bildqualität trotz eigentlich ordentlicher Bitraten als schlechter empfunden.
Im Kabel kann aber ein Programm nur so gut weiterverbreitet werden, wie es vom Programmanbieter zugeliefert wird ...
mischobo
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