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UM zu teuer?

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: UM zu teuer?

Beitragvon HariBo » 30.08.2009, 21:21

nee, nicht wirklich, siehe Gelsennet als weiteres Beispiel.
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon TheSi » 31.08.2009, 07:41

Naja, diese wenigen Trostpflaster überzeugen mich noch nicht wirklich. Selbst wenn sogar die Hälfte von NRW und Hessen (und das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen) die Möglichkeit hätte zwischen zwei Kabelanbietern zu wählen, hätte UM in den restlichen 50% immer noch die Monopolstellung. Aber auch (und gerade) in einem Duopol werden gerne Preisabsprachen unter den beiden Anbietern getroffen... aber das ist natürlich reine Spekulation.
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon Pitland » 31.08.2009, 08:17

Moin zusammen,

bezüglich der Anmerkung von TheSi:
Oder ist es nicht eher so, daß die verschiedenen Kabelanbieter Versorgungsgebiete unter sich aufgeteilt haben?


habe ich doch mal einen Verfügbarkeitscheck bei KD gemacht...

Bild

Also besteht da ja wohl eine klare Abgrenzung/Aufteilung des Versorgungsgebietes.

User in den entsprechenden Übergangsgebieten müssten doch wählen können, oder?

Gruß, Achim
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon Herbi » 01.09.2009, 08:38

Hier in Wiesbaden gibt es Internetzugänge von Arcor, Telekom, 1und1, Alice, weitere Anbieter und auch von Unitymedia. Wo ist da das Monopol. Und ist die Telekom nicht teuerer? Das ist in vielen (den meisten?) anderen Gebieten bestimmt nicht anders.

Hier geht es doch um den Internetzugang und nicht um TV. Dazu frage ich mich, wozu man 32GBit/Sek wirklich braucht. Gerade bei UM ist das doch zweitranging, weil das Fernsehen (hat man dann ja sehr wahrscheinlich auch von UM -> Monopol in Hessen?) ja über einen getrennten Kanal kommt und nichts von der Internetbandbreite nimmt. Kommt allerdings das komplette Multimediangebot samt Telefon über die Internetverbindung sieht das anders aus, aber bei UM ist das doch schön getrennt.

Muss man immer alles das haben, was angeboten wird oder tut's auch mal das Sinnvolle?

Grüße,
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon kecks » 01.09.2009, 09:48

Und was ist sinnvoll?

Ich habe just-4-fun mal in mein VWL-Skript geschaut. Dort habe ich unter anderem eine Tabelle gefunden.

ein Nachfrager + ein Anbieter = Bilaterales Monopol
wenige Nachfrager + ein Anbieter = Beschränktes Monopol
viele Nachfrager + ein Anbieter = Monopol
ein Nachfrager + wenige Anbieter = Beschränktes Monopson
wenige Nachfrager + wenige Anbieter = Bilaterales Oligopol
viele Nachfrager + wenige Anbieter = Oligopol
ein Nachfrager + viele Anbieter = Monopson
wenige Nachfrager + viele Anbieter = Oligpopson
viele Nachfrager + viele Anbieter = Polypol

Hm. Also wenn ich das jetzt mal so zusammenfasse, viele Nachfrager, aber nur ein Kabelanbieter, dann komme ich laut der Tabelle auf ein Monopol. Gibt es keinen NE4-Provider, der Unitymedia auch ins Netz weiterleitet, dann sehe ich beim Besten willen weder ein Oligopol, noch ein Polypol, sondern schlicht und einfach ein Monopol. Gibt es einen NE4-Provider, der Unitymedia aber nicht ins Netz leitet, dann hat der jeweilige NE4-Provider das Monopol.
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon kecks » 01.09.2009, 09:48

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Re: UM zu teuer?

Beitragvon TheSi » 01.09.2009, 10:35

Herbi hat geschrieben:Hier in Wiesbaden gibt es Internetzugänge von Arcor, Telekom, 1und1, Alice, weitere Anbieter und auch von Unitymedia. Wo ist da das Monopol.

Manchmal bin ich sooo müde....
Siehe weiter oben, Stichwort "Substitutionskonkurrenz". Unitymedia hat in seinem Verbreitungsgebiet als Kabelanbieter größtenteils ein Monopol. Offenbar gibt es nur in kleinen Bereichen evtl. eine Auswahl zwischen zwei Kabelanbietern, was aber eine Ausnahme ist und höchstens, wie bereits oben beschrieben, zu einem Duopol führen kann.

@kecks:
Mit Definitionen kommt man hier offensichtlich bei einigen Leuten nicht weit. Was ein Monopol ist und daß UM als Kabelanbieter eines inne hat wurde hier schon mehrfach richtig erklärt. Wenn aber der ein oder andere mit seinem "gefühlten Polypol" ("Internet bekomme ich doch überall her..") zufrieden ist, ist es doch auch in Ordnung.
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon Matrix110 » 01.09.2009, 19:50

Es hängt immer vom Blickwinkel ab ;) (Ich lasse jetzt mal TV außen vor, das kompliziert die Sache nur noch)

Die einen betrachten vom Blickwinkel:
Wer liefert mir einen physikalischen Internetzugang. Hier hat UM ganz klar kein Monopol, hier besteht ein Oligopol zwischen je nach Standort verschiedenen Anbietern.

Die anderen betrachten es vom Blickwinkel:
Wer liefert mir einen physikalischen Internetzugang über meine Kabel Leitung. Hier hat UM ganz klar in großen Teilen(die anderen (mini)Betreiber mal außenvorgelassen) Hessens/NRW ein Monopol, da gibt es auch nichts zu argumentieren.

Die Frage ist, welcher der beiden Blickwinkel ist hier der bessere.
Auch hier gibt es meiner Meinung nach keine eindeutige Antwort. Wohnt man in der Stadt bekommt VDSL/ADSL/Kabel problemlos macht es absolut keinen Sinn über ein Monopol von UM zu argumentieren....
Wohnt man auf dem Land und hat die Wahl zwischen ISDN/DSL Light oder Krüppel DSL/Kabel hat UM dort ein Monopol auf (Breitband)Internet an diesem Standort. Die Preise sind jedoch keineswegs "Monopolistisch" deswegen finde ich die Diskussion hinfällig :P

Übrigens hat jeder Hausbesitzer die Möglichkeit seinen Kabelanbieter zu wählen, das Problem ist bezahlen kann man meist nur den Anschluss von Unitymedia, Wohnungsbaugesellschaften z.B. können auch andere nehmen.
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon TheSi » 01.09.2009, 20:06

Matrix110 hat geschrieben:Die Preise sind jedoch keineswegs "Monopolistisch"

Das vielleicht nicht, aber ich würde schon von einem "monopolistischen Service" sprechen :zwinker: :D
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Re: UM zu teuer?

Beitragvon Herbi » 01.09.2009, 20:23

TheSi hat geschrieben:
Herbi hat geschrieben:Hier in Wiesbaden gibt es Internetzugänge von Arcor, Telekom, 1und1, Alice, weitere Anbieter und auch von Unitymedia. Wo ist da das Monopol.

Manchmal bin ich sooo müde....
Siehe weiter oben, Stichwort "Substitutionskonkurrenz". Unitymedia hat in seinem Verbreitungsgebiet als Kabelanbieter größtenteils ein Monopol. Offenbar gibt es nur in kleinen Bereichen evtl. eine Auswahl zwischen zwei Kabelanbietern, was aber eine Ausnahme ist und höchstens, wie bereits oben beschrieben, zu einem Duopol führen kann.


Das macht mich auch müde - ich denke da an Korinthen. Es ist für den Endverbraucher doch völlig egal, ob er sein Internet von einem Kabelanbieter oder einem Telekommunikationsanbieter bekommt. Ob es sich hier jetzt um Substitutionskonkurrenz handelt oder nicht, ist doch absolut Latte, weil der Endverbraucher absolut nichts davon merkt.
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