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Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

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Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon TheSi » 23.06.2009, 10:13

In der aktuellen Ausgabe der c't (14/2009) ist auf Seite 64ff. unter der Rubrik "Vorsicht, Kunde!" ein interessanter Artikel über Unitymedia zu finden. Grob zusammengefasst geht es dabei um das Problem des Anbieterwechsels von Unitymedia nach Netcologne.

Kurze Übersicht: http://www.heise.de/ct/inhalt/2009/14/64/
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon mischobo » 23.06.2009, 11:47

... in dem Artikel geht es darum, dass eine Mieterin plötzlich kein Internet und kein Telefon mehr hatte. Ursache war, dass der Vermieter den Kabelanbieter gewechselt hat ohne die Mieter im Vorfeld darüber zu informieren.

In dem Artikel haben sich auch Netcologne und Telekom nicht gerade mit Ruhm bekleckert ...
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon TheSi » 23.06.2009, 13:44

@mischobo: Dein Fazit aus dem Artikel ist doch etwas zu simpel. Daher hier mal einige Details:

Die Hausverwaltung hat bereits über ein Jahr vorher (Anfang 2008) den Vertrag aufgrund Preiserhöhungen bei Unitymedia kündigen wollen. Jedoch hat UM nie reagiert und auch bei telephonischen Nachfragen stets behauptet, daß eine Kündigung nicht vorliege. „Erst, als die Hausverwaltung die Zahlung für die Versorgung einstellte, habe Unitymedia im April 2009 die Kündigung zu Kenntnis genommen und schriftlich bestätigt.“ Dennoch wurde seitens Unitymedia kein Termin zur Abschaltung benannt, bevor dann tatsächlich die Versorgung abgeschaltet wurde.
Die Information über den Vorgang bekam die Kundin erst nachdem sie bei der Hotline angerufen hatte. Und diese Information war sogar noch vordatiert, damit es wie eine „Vorankündigung“ aussieht (Auf so eine Unverschämtheit und Dreistigkeit muß man erstmal kommen… :traurig: )

Ich sehe auch nicht wie Du darauf kommst, daß Netcologne und Telekom „nicht mit Ruhm bekleckert“ werden? Es werden keinerlei negativen Aspekte gegenüber diesen beiden Betreibern geäußert. Es gab nur die (wohl leider) üblichen Portierungsschwierigkeiten: Telekom bemängelt, daß Unitymedia auf die Portierungsanfragen nicht antwortet, und Unitymedia behauptet nie eine Portierungsanfrage von der Telekom bekommen zu haben. Wer nun recht hat wird man nie erfahren.

In einem Punkt gebe ich Dir aber recht: der Vermieter hätte schon ruhig vor dem ersten Versuch des Anbieterwechseln seinen Mietern eine Information geben könne, daß evtl. Änderungen anstehen werden (so wie das mein Vermieter vor Jahren gemacht hat).
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon gordon » 23.06.2009, 19:22

@TheSi
leider ist eine Kündigung durch die Hausverwaltung erstmal nur das, was Unitymedia erfährt. Was dann passiert, weiß man nicht. DVB-T? Sat-Anlage? Neuer Betreiber? Im ersten Fall wäre nämlich eine weitere Versorgung mit Internet und Telefon durch UM möglich. Im zweiten Fall vielleicht, nur im dritten geht es nicht.
Woher soll also UM erfahren, dass NC nun der Kabelnetzbetreiber ist? Und es gibt nicht mal einen klar kommunizierten Umschalttermin.... die Mieter sollten zu allererst von NC benachrichtigt werden. Ich stelle mir nämlich vor, dass ich in einer solchen Situation, in der die Kundin war, eben NICHT zu NC gewechselt wäre, weil ich deren Kommunikation mit ihren neuen Kunden auch teilweise dafür verantwortlich machen würde, plötzlich ohne Internet dazustehen. Eigentlich ja ein schlechter Start in einem Haus voller potenzieller Neukunden.
Und die Hausverwaltung hat auch nicht genau gewusst, wann der Umschalttermin ist.
Ich finde, da sind alle drei beteiligten Unternehmen in der Pflicht, nicht nur UM.

Leider denken viele Vermieter auch nicht daran, dass es eben nicht nur das analoge Kabelfernsehen ist, was da über die Leitung kommt.
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon TheSi » 23.06.2009, 20:51

Ich versetze mich einfach mal in die Position von Unitymedia:
- Ich (UM) bekomme eine Kündigung von einem Hausvermieter.
- Ich (UM) schaue in meiner Datenbank nach, ob ich (UM) an dieser Adresse Kunden habe, die einen weiteren Vertag mit mir (UM) haben.
- Wenn ja, schreibe ich diese Kunden extra frühzeitig an, um mit ihnen das weitere Vorgehen (Kündigung, weitere Versorgung etc.) zu besprechen.
So einfach kann die Welt des guten Service sein. Aber UM hat in diesem Fall ja noch nicht mal geschafft, den Vermieter den Eingang der Kündigung zu bestätigen, geschweigedenn einen Termin zur Abschaltung zu nennen.

Aus dem Artikel geht außerdem nicht hervor, ob sich Netcologne an die Mieter gewendet hat. Und falls doch heißt das noch lange nicht, daß den betroffenen Mietern auch sofort klar war, daß es dann Probleme mit den eigenen UM-Verträgen geben wird. Als mein Haus auf Unitymedia umgestellt wurde, sind wir auch "nur" vom Vermieter Monate vorher schriftlich darüber informiert worden. Von UM kam da nichts... außer Werbung in der letzten Zeit.
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon gordon » 23.06.2009, 21:12

es gibt da ein Standardschreiben von Netcologne, wo es erklärt wird. es muss jedoch von denen auch verschickt werden...

da NC sehr ambitioniert die UM-Bestände angeht, sollten sie doch bitte auch den Fallout berücksichtigen, und den Leuten rechtzeitig Angebote machen. Und nicht dann noch nach der Umschaltung den Leuten ewig lange Wartezeiten zumuten.
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon mischobo » 24.06.2009, 00:26

gordon hat geschrieben:@TheSi
leider ist eine Kündigung durch die Hausverwaltung erstmal nur das, was Unitymedia erfährt. Was dann passiert, weiß man nicht. DVB-T? Sat-Anlage? Neuer Betreiber? Im ersten Fall wäre nämlich eine weitere Versorgung mit Internet und Telefon durch UM möglich. Im zweiten Fall vielleicht, nur im dritten geht es nicht.
...
... und dann gibt es auch noch die Fälle, wo die Hausverwaltung die Verträge kündigt und es jedem Mieter selbst überlässt mit Unitymedia einen eigenen Vertrag abzuschliessen ...
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon TheSi » 30.07.2009, 08:15

Man kann den ganzen Artikel jetzt auch unter http://www.heise.de/ct-tv/Hintergrund-E ... de/140653/ lesen.
Wer nicht so viel lesen möchte, kann sich auch das Video dazu anschauen, mit zusätzlichem Kommentar:
http://www.heise.de/ct-tv/Video-Einfach ... nde/140653
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Re: Unrühmlicher Artikel über Unitymedia

Beitragvon Lorash » 30.07.2009, 08:41

Ganz ehrlich: Ich finde nicht das Unity in dem Bericht besonders schlecht da steht. Wenn man das ganze mehr oder weniger von der Meinung des Autors befreit könnte man den Namen Unitymedia durch so gut wie jeden anderen ISP ersetzen. Klar, UM hätte die Kundin vom Wegfall ihrer Vertragsgrundlage berichten müssen, aber zunächstmal hätte doch der Hausverwalter seine Mieter über den Wechsel in Kenntnis setzen müssen, oder nicht? Zudem hätte Netcologne ja auch eine "Willkommen bei uns wir sind viel toller als der Rest" Mail schicken können.. Meiner Meinung nach ist der initiale Fehler von der Hausverwaltung begangen worden, die Reaktionen von UM sind zwar teilweise etwas merkwürdig (vorzeitige Information wird nach Stichtag versandt ;) ) aber dennoch durchaus verständlich, da die meisten Dinge fast ohne menschliches zutun ablaufen.

Ganz klar ein Negativbeispiel für den Service von Unity, wobei ich bezweifle das es irgendwer ser viel schneller gelöst hätte. Von Musterbeispielen würde man allerdings auch keinen Artikel in der ct lesen :smile:

Gruß,
Daniel
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