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Unitymedia-Vertrag vom Verwalter aufgezwungen

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Unitymedia-Vertrag vom Verwalter aufgezwungen

Beitragvon lipptown » 16.04.2009, 15:31

Hallo,

mich würde mal interessieren, ob wir hier von einer Eigentumswohnung oder von einer Mietwohnung sprechen, die von der HV verwaltet wird?
Bei Eigentumswohnungen wird über solche Modernisierungsmaßnahmen doch in einer Eigentümerversammlung darüber gesprochen und abgestimmt, oder?
Wer hat denn der HV den Auftrag erteilt sich bei UM über Angebote zu informieren?

Bei einer Mietwohnung sieht das anders aus. Der Vermieter (oder auch HV) darf die Wohnung zwar mordernisieren, also Anschluss bis in die Wohnung etc, darf dem Mieter aber nicht die Nutzung aufzwingen.(freie Wahl auf Informationsgewinnung heist das glaube ich). So wie ich verstanden habe, hast Du ja jetzt schon Sat. Also hat Dir jemand erlaubt SAT zu nutzen bzw anzubringen.
Wenn Du Kabel nicht nutzen willst muss Du als Mieter es kostenpflichtig verblomben lassen. Dann brauchste auch nicht für zahlen.
Ist Kabel bereits in der Wohnung nutzbar man will aber SAT muss das der Vermieter/HV nicht akzeptieren.

Von den Preisen, die angegeben wurden halte ich es auch für kein Wucher. Im Gegenteil.

Wenn Du Eigentümer bist , sehe ich das auch locker. Wenn Du nicht willst muss Du nicht, es sei denn Du hast dafür unterschrieben das Sich die HV um alles kümmern soll.
Der Weg zur HV und danach vielleicht zum Anwalt wird bestimmt beidseitig eine Einigung finden.

so long
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Re: Unitymedia-Vertrag vom Verwalter aufgezwungen

Beitragvon mischobo » 17.04.2009, 10:16

@Alcudi

... woher nimmst du die Erkenntnis, dass der erste Satz eine Lüge ist, zumal der sich nur auf Sat bezieht. Im zweiten Satz heisst es, dass Unitymedia diese digitalen Programme b.a.w. in analoge Programme umwandeln wird.

Ist das denn überhaupt das komplette Schreiben ? Denn in dem, was du hier verlinkt hast, geht gar nicht hervor, dass ein MMA-Vertrag abgeschlossen wurde. Vielmehr sehe ich in diesem Schreiben 3 Optionen zur Auswahl:

  1. analoger Kabelanschluss im Mehrnutzervertrag für jährlich 3.408,08 € -> Vertrag beinhaltet lediglich die Signalzulieferung der analogen Programme am Hausübergabepunkt. Alles darüber hinaus geht zu Lasten der WEG. Jede WE hat die Möglichkeit für mtl. 3,90 € das digitale Upgrade "Digital TV BASIC" zu beauftragen
  2. digitaler Kabelanschluss im Mehrnutzervertrag für jährlich 4.488 €-> Vertrag beinhaltet lediglich die Signalzulieferung der analogen und digitalen Programme. Pro Wohneinheit wirdvon Unitymeida ohne mtl. Zusatzkosten ein DIgital-Receiver zur Verfügung gestellt. Auch hier geht alles nach dem Hausübergabepunkt zu Lasten der WEG
  3. Multimediaanschluss für jährlich 5.114,88 - > Vertrag beinhalltet Modernisierung der Hausverteilanlage zu Lasten Unitymedia. Unitymedia ist bis einschliesslich der Anschlussdose(n) in den jeweiligen Wohneinheiten zuständig. Im Gegensatz zu den beiden vorgenannten Vertragsarten gibt es eine kostenlose 24h- Störungshotline. Ein Digital-Receiver und ein Modem pro WE ist Vertragbestandteil. Eine Internetflatflatrate ist inkl. und es besteht die Möglichkeit für mtl. 10 € (Preis letztendlich Verhandlungssache zwischen Hausverwaltung und Unitymedia) einen Telefonanschluss mit minutenbasiertem Tarif zu beauftragen (2,5 Ct/Min. ins deutsche Festnetz; Gespräche innerhalb des Unitymedianetzes sind grundsätzlich kostenlos). Darüberhinaus beschränkt Unitymedia mögliche Preiserhöhungen auf max. 1,5 %. Bei den beiden vorgenannten Vertragsarten sind Preiserhöhung um bis zu 5 % / Jahr möglich

Unitymedia macht der Hausverwaltung Angebote. Der Hausverwalter unterbreitet diese Angebote der WEG und die WEG entscheidet bei der nächsten Wohneigentümerversammlung darüber, welches Angebot angenommen wird. Abzocke sieht anders aus und der Hausverwalter zwingt hier nichts auf, sondern leitet lediglich die Agbete an die Wohneigentümer weiter. Für sowas bekommt der Hausverwalter auch keine Provision und ich wage zu bezweifeln, dass der Hausverwalter einen entsprechenden Vertrag hat, Unitymedia-Produkte auf Provisionsbasis zu vertreiben.
Was eine Gemeinschaftssatanalge angeht, solltest du dich mal richtig infomieren, denn die Preise entsprechender Leasingverträge liegen auf ähnlichem Niveau wie das Angebot von Unitymedia für den Mulitmediaanschluss. Auch sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass der Umstieg auf eine Gemeinschaftssatanlage zwangsläufig eine Erneuerung aller Kabel erforderlich macht. Das ist i.d.R. mit Schmutz und Lärm verbunden. Wenn du Wohnungseigentümer bist, steht es dir frei, Angebote für die Installation einer Gemeinschaftssatanlage einzuholen und das auf der nächsten Wohneigentümerversammlung als Alternative vorzuschlagen. Per Mehrheitsbeschluss wird dann entschieden, wie das Wohnobjekt zukünftig mit TV versorgt wird.

Wenn du Mieter bist, hast du hier keinen direkten Einfluss und musst dich an den Wohnungseigentümer wenden.

BTW: Kabel hat den Vorteil, dass nur eine Zuleitung zu den Wohneinheiten erfolgt. In der Wohneinheit selbst können die Empfangsgeräte, notfalls mit Verwendung von Mehrgeräteverstärkern, kaskadiert werden. Jedes Empfangsgerät kann völlig unabhänigig von anderen Empfangsgeräten genutzt werden. Bei einer Gemeinschaftssatanalge mit jeweils nur einer Zuleitung zu den Wohneinheiten ist das nur eingeschränkt möglich, denn alle Empfangsgeräte können gleichzeitig nur die Programme empfangen, die auf der gleichen Polarisationsebene gesendet werden ...
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