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Unitymedia und die EWT

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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon klaus1972 » 12.03.2009, 23:51

ich spekuliere auch mal wild *nachdenk*

bin zu der meinung gekommen das ihr alle keinen plan von tc anlagen habt .... :)


wenn es sich um tc großanlagen handelt, die nur auf 450 mhz laufen, werden diese komplett umgerüstet. dort ist es nicht möglich mal eben einen verstärker zu tauschen und schwupps sind die vollen 862 mhz da. da dort bis zu 2500 wohneinheiten über einen üp laufen können. und trotz der "hochwertigen" komponenten, müssen diese alle getauscht werden, da es sich meistens nicht um klasse a spezifizierte bauteile handelt.

oft werden diese anlagen begleitet von defekten querverkabelungen, nicht mehr ganz so frische erdkabel und uralten steckern, verbindern ect. pp.

der ganze schrott der da hängt neigt nur dazu störungen zu produzieren, und ist teilweise nicht mehr anständig einpegelbar, da die anlagen zu enormen schräglagen neigen, oder der s02 dort nicht richtig funktioniert, wegen den dosen oder einfach nur weil die digitalen signale kaputt sind.

kleine objekte, wo der techniker max. 2 verstärker setzen muss, darf dieser ohne abspache mit um umbauen. und ggf. darf auch eine neue we-zuleitung gezogen werden.

das mit den baumverkabelungen ist weiterhin so eine sache, funktionieren tun sie natürlich, allerdings ist alles mit mehr als 3 dosen kaum noch einzuschätzen, wenn nicht alle dosen im strang getauscht werden. und viel zu oft auch grund für störungen, weil mal wieder nen nachbar rumfummelt, oder weil die kabel aus dem baumverkabelungszeitalter mal wieder viel zu alt sind.

kurz gesagt, wenn da nen alter bosch kasten hängt und der üp nicht im haus ist, oder ein haus weiter, dann wirst du erstmal warten müssen bis der umbau wirklich kommt.
gruß klaus
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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon Stargunk » 13.03.2009, 12:07

Hallo Klaus,


danke für die Antwort. Also der HÜP liegt direkt bei uns im Haus. Es gehen 3 Kabel in Richtung Wohnungen, wobei insgesamt 7 Wohnungen im Haus sind. Also müsste doch eigentlich nur der HÜP getauscht werden und ein Verstärker gesetzt werden. Das neue Kabel von meiner Wohnung in den Keller will mir der Vermieter ziehen....

Gruß
Stargunk
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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon DigiBC » 13.03.2009, 21:10

klaus1972 hat geschrieben:(...) bin zu der meinung gekommen das ihr alle keinen plan von tc anlagen habt ....
wenn es sich um tc großanlagen handelt, die nur auf 450 mhz laufen, werden diese komplett umgerüstet. dort ist es nicht möglich mal eben einen verstärker zu tauschen und schwupps sind die vollen 862 mhz da. (...)

Na, na, wer wird denn so etwas behaupten... :nein:

Zumindest bei der hier vorhandenen soliden Verkabelung bin ich mir mehr als sicher, sofern alle 120 Wohneinheiten meines Vermieters ähnlich angeschlossen sind. Den Übergabepunkt und die Verstärkereinheiten habe ich zwar noch nicht sehen können (dürfen), aber von dem Rest der 1991 gebauten Anlage habe ich mir ein gutes Bild gemacht.
Ich werde die Verkabelung mal kurz beschreiben:
  • Entlang der Häuserreihe verläuft im Keller eine dicke Stammleitung, die pro Haus an jeweils zwei Stellen durch einen 2-fach Breitband-Abzweiger (Kathrein EAD 12) (bis 2.150 MHz ohne Rückkanalfähigkeit) unterbrochen wird.
  • Die abzweigenden Koaxkabel (mit Geflecht, Folie und Innenleiter aus Kupfer) versorgen in Reihe geschaltet jeweils 3 - 4 Wohneinheiten (Dosen).
  • Die verbauten Anschlussdosen (Kathrein ESD 44) sind bis 2.150 MHz spezifiziert und sogar eingeschränkt rückkanaltauglich (das heißt bis 47 MHz).
Die verwendeten passiven Komponenten wären somit prinzipiell für den vollen UHF-Frequenzbereich bis 862 MHz geeignet. (Für Telefon und Internet wären jedoch die Verteiler und wahrscheinlich auch die Anschlussdosen auszutauschen.)
S02 klappt bei mir übrigens auch wunderbar (allerdings verwende ich eine andere Anschlussdose)...

Außerdem gibt es weitere Anzeichen dafür, dass der Austausch weniger aktiver Komponenten (Verstärker) genügen würde, denn oberhalb von 470 MHz ist nicht abrupt Ende. Die Signalstärke nimmt darüber zwar fast logarithmisch ab, aber bis etwa 530 MHz (K28) reicht es noch für störungsfreien Digital-Empfang; bei 538 MHz (K29) kommt es zu Aussetzern, darüber ist praktisch Schluss. Wären mehrere veraltete Verstärkerstufen hintereinander geschaltet, wäre das so bestimmt nicht möglich...

Aber was soll's: Der "Wegelagerer" TeleColumbus (EWT) kann es sich leisten, die Preise drastisch zu erhöhen und keinen Cent für Modernisierung auszugeben... :motz:

Grüße - DigiBC

:hate-hav:
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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon klaus1972 » 14.03.2009, 01:44

hi digi :)

das problem ist nicht die bandbreite der bauteile, sondern die klasse a spezifizierung. diese ist bei den bauteilen aus dem baujahr mit sicherheit nicht gegeben. und wenn dann die anlagen nur plump auf 862 mhz aufgerüstet werden, wäre die anlage längst nicht rückkanalfähig, was dann wiederum doppelte kosten und aufwand bedeuten würde. und bei dem neubau der anlagen werden genaue planungen erarbeitet, welche nach einem erneuten umbau auch wieder hinfällig wären.
die verstärker haben z.b. alle die eigenschaften das nicht bei punkt 450 mhz oder 606 mhz schluss ist, sondern meistens geht die bandbreite noch etwas weiter. alte fuba verstärker die bis 450 mhz ausgelegt sind, haben teilweise die eigenschaft die vollen 862 mhz mit zu verstärken. dummerweise kann dann aber niemand den fehlerlosen betrieb in diesen frequenzbereich gewährleisten.

ist zwar doof für den einzelnen, aber es geht leider nicht anders, zum einen um arbeit zu sparen und zum anderen um die kosten niedrig zu halten. ausserdem würd jedes andere vorgehen nur dafür sorgen das störungen vorprogrammiert sind.

und grundsätzlich wird bei neuen anlagen eine sternverkabelung gebaut, damit man jeweils die leitung den wohneinheiten zuordnen kann, und damit man im notfall auch sperrungen vornehmen kann, die z.b. durch die alten kathrein dosen ausgelöst werden können, in form einer einstrahlung, die diese dosen nicht verhindern.

und laut dibkom sind mehr als 3 dosen in einer baumverkabelung nicht erwünscht und schon gar nicht in verschieden wohneinheiten, gibt immer mal nen nachbar der renoviert und meint er muss die dose beim tapezieren ausbauen und danach geht ein stockwerk höher nix mehr.

@stargunk

wenn eh nen neues kabel von euch gezogen wird, dann wird der üp getauscht, die anlage umgebaut, und eine sogenannte 2fach 4fach lösung eingebaut, das heisst das signal wird gesplittet und die altverteilung per rückkanalsperre gefiltert. das neue kabel wird dann auf einen 4fach verteiler aufgelegt. bei tc-objekten ist diese bauweise vorgegeben. das du ein neues kabel ziehst kommt der qualität zu gute und sorgt dafür das der techniker nicht in versuchung kommt, eines der alten kabel nimmt.


wenn irgendwas sein sollte, steh ich gern zur verfügung. ich seh nämlich leider viel zu viel mist den irgendwelche "techniker" machen.
gruß klaus
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Re: Unitymedia und TC (vormals EWT)

Beitragvon DigiBC » 14.03.2009, 11:48

Hallo klaus1972!

Ob Du's glaubst oder nicht, die hier verbauten Verteiler und Dosen von 1991 sind laut Kathrein Klasse A. Den Kabeltyp kann ich zwar nicht identifizieren, es macht aber einen sehr soliden Eindruck. Ich habe einige viel neuere Inhouse-Kabelanlagen gesehen, bei denen deutlich schlechteres Material verbaut ist. Und ich persönlich kenne auch kein Gebäude, wo das Netz derart gut abgeschirmt ist (der nahe starke Sender vom Bonner Venusberg kommt nicht durch und auf UKW kann ich in meiner Wohnung kein Kabelleck empfangen), wobei das natürlich auch sehr von der Qualität der Geräteverkabelung der anderen Bewohner abhängt.

Zurück zum eigentlichen Thema:

Ich verstehe Deine Punkte, keine Frage. 8)

Trotz meines Optimismus kann ich natürlich nicht behaupten, dass die vorhandene Anlage bei fachgerechter Einpegelung an der oberen Bandgrenze bei 862 MHz (also bei fast doppelter Frequenz) noch fehlerfrei arbeiten würde.
Ich denke aber schon, dass neue Verstärker die nutzbare Frequenzbandbreite deutlich erhöhen würden, was ein spürbarer Fortschritt bei geringem Kostenaufwand wäre.
Dass sich TC scheut, in eine Modernisierung mit kompletter Neuverkabelung und Rückkanalfähigkeit investieren zu wollen, mag irgendwo ja noch nachvollziehbar sein (zumal der Vermieter entsprechenden Umbauten zustimmen muss), aber wenn TC dann für den überholten "Analoganschluss" (diesen Status hat die Anlage laut TC-Hotline) eine massive Preiserhöhung (von € 6,90 auf € 12,14) durchsetzt, halte ich das für sehr dreist... :sauer:

Da Du offenbar "Insider-Erfahrungen" mit TC hast, würde mich mal interessieren, unter welchen Voraussetzungen sich TC überhaupt um Modernisierungen seiner NE4-Netze kümmert (beispielsweise bei einer Größenordnung von ca. 120 Haushalten), wenn ein Signallieferungsvertrag mit UM besteht? :question:
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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon klaus1972 » 14.03.2009, 17:47

prioritäten werden da kaum gesetzt, aber wenn euer gebiet im rückkanalfähigen bereich liegt, kann es durchaus helfen, mal zu klären wieviel interesse an telefon und internet besteht, um ggf. konkrete vorbestellungen laufen zu lassen.

sowas wird dann auch an die verantwortlichen personen heran getragen und kann durchaus dazu führen das anlagen vorgezogen werden, evtl. sollte man dies auch zeitgleich bei der wohnungsverwaltung tun, damit diese beiden dann alles abklären können, weil evtl. kosten geteilt werden, oder um die anlagen baut und die verwaltung z.b. das kabel verlegen in auftrag gibt.

meistens wissen die bewohner kaum etwas von den möglichkeiten, oder kümmern sich halt nicht drum, weil ja alles schon so lange läuft und geben sich dann auch mit minderwertigen dsl-anschlüssen zufrieden. und oft ist das interesse groß sobald sie erfahren was machbar wäre und man dabei noch sparen kann.

ich hab da schon erlebt das jemand aus eigener initiative was aus den boden gestampft hat, so das der umbau recht flott lief und nach fertigstellung der anlage beinahe 50% der leute zu um wechselten, das ganze war in einer anlage von ca. 250 wohneinheiten.

ist halt wie im normalen verkaufsmarkt, wo angebot und nachfrage bestimmen was passiert, und solang die nachfrage niedrig ist, wird man sich erst um gebiete kümmern in denen mehr potenzielle kunden vorhanden sind.

vielleicht klärst du mal ab, wieviel kundenpotenzial vorhanden ist, um ein sehr entscheidenes druckmittel zu haben, unterm strich gewinnt um kunden dadurch und für die verwaltung ist die modernisierung auch eine wertsteigerung der objekte.
gruß klaus
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Re: Unitymedia und TC (vormals EWT)

Beitragvon DigiBC » 15.03.2009, 11:24

Danke für Deine Hinweise.

Tja, vielleicht sollte ich wirklich eine "Bürgerinitiative" gründen... :roll:
Ich bezweifle aber, dass ich genügend Interessenten zusammenbekommen würde: Der Rentner-Anteil ist sehr hoch und für die Freaks wäre sogar VDSL verfügbar. Außerdem ist mein eigenes Interesse an 2play / 3play derzeit gering, da mein DSL-Vertrag noch über 1 Jahr läuft (und mir meine knapp 12 Mbit vorläufig noch reichen).
Wie gesagt, mir geht es primär um die technische Empfangbarkeit aller vorhandenen Kabel-Programme. (Irgendwie kann es ja nicht sein, dass ich für "ausgeblendete" Digital-Programme mitbezahle, die ich über DVB-T kostenfrei und ohne Aufwand hereinbekomme...)

Auch wenn ich befürchte, dass meinem Vermieter aufgrund eines langjährigen Vertrages mit TC die Hände gebunden sind, werde ich es mal über diesen Weg versuchen. Vielleicht reagiert er ja auf das Schlüsselwort "Wertsteigerung des Objekts"...
:trippeln:
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Re: Unitymedia und die EWT

Beitragvon derfalk » 14.05.2009, 07:04

So, UMS haben nun die Leitungen "gekappt" für ca. 500 Haushalte in der Genossenschaft. Wir bekommen zwar noch TV aber sind nun offiziell vom Netz Vertraglich getrennt und haben alle ein Sonderkündigungsrecht (ein Mitarbeiter bestätigte mir das nun in einer E-Mail!). Schade, aber bei uns wollten die scheinbar nicht ausbauen, und wir liegen Mitten in Wuppertal :(
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