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Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Invisible » 22.05.2008, 19:54

Wieso bekommen die Kunden eigentlich kein Redundanz-Modem gestellt???? :fingerzeig:
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 22.05.2008, 20:10

Invisible hat geschrieben:Wieso bekommen die Kunden eigentlich kein Redundanz-Modem gestellt???? :fingerzeig:


Weil Leute wie du nicht wissen, was sie mit dem zweiten Modem anstellen sollen, sich vielleicht über Unitymedia kaputt lachen und dann das Modem eventuell bei Ebay verkaufen. :hirnbump:

Gruß
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Optimus_Prime68 » 23.05.2008, 01:11

Moses hat geschrieben:Übrigens waren die Leitungen, die in Frankfurt zerstört wurden nicht die Leitungen von UM selber. Es waren Leitungen, die bei der Telekom angemietet wurden und die Telekom hat auch die Reparatur durchgeführt... ob es dann die Aufgabe von UM ist Leitungen Redundant anzumieten oder die Aufgabe der Telekom Redundante Leitungen zu haben um die Kunden (hier UM) im Problemfall weiter versorgen zu können, lasse ich mal dahin gestellt...


Bei dem Satz fällt mir eigentlich nur auf, wer der wahre Monopolist in diesem Land ist. Unsere Liebe Teledoof! :sauer:
Da haben Milliarden Bürger über Jahrzehnte mit ihren Steuergeldern ein Telefonnetz finanziert was ein paar wenigen Aktionären geschenkt wurde.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Moses » 23.05.2008, 15:45

Redundanz = doppelte Kosten (im Normalfall). Kannst du als Privatkunde sehr leicht erreichen: einfach einen Anschluss mit Internet+Telefon beim Kabelanbieter bestellen und einen bei irgendeinem über's Telefonnetz, schon kannst du sicher sein, dass du die best mögliche Redundanz hast, die es im Privatkundenmarkt in Deutschland gibt. :P

Dein Beispiel für Redundanz bei 1&1 hinkt übrigens... dort ist kein Netz redundant, sondern nur das Rechenzentrum redundant angebunden. Wenn einer das Telekomnetz kaputt macht, haben 1&1 Kunden trotzdem kein Internet... der Vergleich hinkt noch mehr als der mit den Autobahnen... das Rechenzentrum von UM wird ebenfalls Redundant angebunden sein, aber das Hilft den Kunden in Südhessen oder Köln halt nicht, wenn einer die Leitungen zu denen nach Hause zerstört.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 23.05.2008, 18:01

Moses hat geschrieben:Redundanz = doppelte Kosten (im Normalfall). [...]

Redundanz = Mehrkosten = Höhere Ausfallsicherheit
[...] = Unsinn: Ich habe nicht vom Privatkunden-Endbereich gesprochen, sondern von zentralen Übertragungswegen. Wenn jemand anderes ein Beispiel aus dem Endkundensegment aufführt, dann soll er damit hausieren gehen.

Wenn einer das Telekomnetz kaputt macht, haben 1&1 Kunden trotzdem kein Internet...

Von welchem Netz sprichst du? ATM-Netz, DSLAM-Anbindungen, Kupferkabel (mit 2000 DA) oder Backbone-IP-Netz?
Das ATM-Netz ist redundant aufgebaut. Sollte es eine Firma geben, die ihre ATM-Knoten nicht im "Ring" schaltet, sollte sie das Netzkonzept überdenken. Die einzelnen DSLAMs sind meist im einfachen Glasfaser-Stich an das ATM-Netz angeschlossen. Die DSLAMs stehen aber in verschiedenen Lokationen. Also ist bei einem Glasfaserschaden der Ausfall "gering". Die Kupferadern sind ohne Redundanz zum Kunden geschaltet. Es sei denn, er bestellt zwei Leitungen. Das Problem wäre allerdings: Bei einem Baggerschaden, sind beide Leitungen weg. ;-)

der Vergleich hinkt noch mehr als der mit den Autobahnen...

Ich finde den Vergleich optimal.

das Rechenzentrum von UM wird ebenfalls Redundant angebunden sein, aber das Hilft den Kunden in Südhessen oder Köln halt nicht, wenn einer die Leitungen zu denen nach Hause zerstört.

Woher hast du diese Informationen? Woher weißt du, wie das Netz bei Unitymedia aufgebaut ist? Woher weißt du, welche Glasfasern gestört waren?

Grundlegendes zum Aufbau eines NE3-Netzes, so wie es eigentlich auch bei Unitymedia vorhanden sein sollte:
"Dabei versorgen regionale Ringe ein großes Gebiet mit einem Einzugsbereich von Millionen Teilnehmern. Diese können von einem zentralen Netzwerkknoten die empfangenen Signale großflächig in beide Richtungen weiterleiten. Die über einen solchen Ring angeschlossenen Kopfstationen werden damit zu untergeordneten Netzwerkknoten und benötigen keine eigenen Empfangseinrichtungen mehr. Von diesen Stationen aus zweigen weitere Glasfaserringe ab, die die alten Koaxialstrecken ersetzen und die Knoten der einzelnen Stadtviertel miteinander verbinden. Um den Datentransport in Richtung der Teilnehmer zu optimieren, werden dahinter Stichleitungen aus Glasfaser bis zu den Straßenverteilern gelegt, in denen die Glasfaserstrecke endet und der Übergang zum bereits vorhandenen Koaxialnetz hergestellt wird. Diese Übergänge werden Glasfaserknoten, optische Knoten oder Fiber Nodes genannt. Hinter einem Glasfaserknoten liegen in der Regel zwischen 1.500 und 6.000 zu versorgende Wohneinheiten." Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Netzebene_3 --> "Netzaufrüstung und Ringstruktur"

Weiter heißt es dort:
"Zwei wesentliche Vorteile ergeben sich durch diese Struktur:
- Die Störanfälligkeit wird auf ein Minimum reduziert. Sollte ein Glasfaserring beschädigt werden, kann das Signal einfach den umgekehrten Weg nehmen und wird nicht mehr unterbrochen. Dadurch vermindern sich die Signalausfälle drastisch."

Hat Unitymedia Kosten gespart? Oder stimmen auch im Netzbetrieb die Abläufe nicht, so dass eine redundanter Glasfaserring zerstört wurde? Denn es waren definitiv mehr als 6.000 Kunden in Köln und Wiesbaden betroffen.

Gruß
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Moses » 24.05.2008, 10:13

Hast du die Kunden alle gezählt, ja?

Das Bild, auf dem die grobe Netzinfrastruktur von UM zu sehen ist, gibts hier schon öfter im Forum und auch bei UM auf der Homepage.. da kann man sehen, dass das Glasfaser Backbone von UM auch im Kreis läuft => Redundanz, wenn man es denn so nennen will (viel mehr als der Stau auf der Landstraße geht dann auch nicht mehr, wenn plötzlich ca das doppelte an Bandbreiten-Anforderung kommt).

Soweit ich weiß war bei Köln die Glasfaser Verbindung Köln / Bergisch Gladbach / Leverkusen betroffen. Was da genau dran hängt kann ich dir nicht sagen... aber wenn's nur 6.000 Kunden waren (nach deiner Schätzung / Zählung), kann es ja nicht allzu groß gewesen sein und das wirst du mit deinem Expertenwissen sicher besser einschätzen können, ob du das jetzt in deinem privaten Netz redundant machen würdest, oder nicht.

Redundanz = Mehrkosten = Höhere Ausfallsicherheit

das ist schon sehr schwammig, was du da schreibst... 100% Redundanz = 100% Mehrkosten = doppelte Ausfallsicherheit (was bei weitem nicht 100% Ausfallsicherheit bedeutet). Sobald man von den 100% auf einer Seite etwas wegnimmt, ändert sich das auch auf der anderen Seite... je nach Preisgestaltung muss das nicht unbedingt proportional sein, aber richtig groß wird der Unterschied nie sein... und die Ausfallsicherheit ändert sich dann schnell in "Aufrechterhaltung eines rudimentären Betriebs mit sehr starken Einschränkungen". Da fragt sich dann, ob sich die kosten noch rechnen.... also die Frage, ob es wichtig ist, dass man bei einem Ausfall wegen zu niedriger Bandbreite noch mit Störungen versuchen kann zu telefonieren, bis man doch zum Handy greift, oder ob man direkt zum Handy greift, weil das Netz komplett tot ist.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 24.05.2008, 11:23

Moses hat geschrieben:Hast du die Kunden alle gezählt, ja?

Nein, aber grob geschätzt. Wenn hier im Forum Ausfälle von mehreren rechtsrheinischen Kölner Stadtteilen, Bergisch Gladbach und Leverkusen gemeldet werden, dann sind definitiv mehr als 6.000 Kunden betroffen gewesen.

Das Bild, auf dem die grobe Netzinfrastruktur von UM zu sehen ist, gibts hier schon öfter im Forum und auch bei UM auf der Homepage.. da kann man sehen, dass das Glasfaser Backbone von UM auch im Kreis läuft => Redundanz, wenn man es denn so nennen will (viel mehr als der Stau auf der Landstraße geht dann auch nicht mehr, wenn plötzlich ca das doppelte an Bandbreiten-Anforderung kommt).

Wenn dem so ist, dann ist der Ring unterdimensioniert. Ich kann nicht von Redundanz sprechen, wenn im Störungsfall nicht ausreichend Bandbreite im Ring vorhanden ist. Dann ist es eine Pseudo-Redundanz, die dem Kunden hier vorgespielt wird. Jedenfalls nach deinen Aussagen.

Soweit ich weiß war bei Köln die Glasfaser Verbindung Köln / Bergisch Gladbach / Leverkusen betroffen. Was da genau dran hängt kann ich dir nicht sagen... aber wenn's nur 6.000 Kunden waren (nach deiner Schätzung / Zählung) [...]

Ich habe nie behauptet, dass nur 6.000 Kunden betroffen waren. Es waren nach meiner Einschätzung mehr. s. o.

das ist schon sehr schwammig, was du da schreibst... 100% Redundanz = 100% Mehrkosten = doppelte Ausfallsicherheit

Kann ich so nicht bestätigen. Wie hast du das berechnet?

Sobald man von den 100% auf einer Seite etwas wegnimmt, ändert sich das auch auf der anderen Seite... je nach Preisgestaltung muss das nicht unbedingt proportional sein, aber richtig groß wird der Unterschied nie sein... und die Ausfallsicherheit ändert sich dann schnell in "Aufrechterhaltung eines rudimentären Betriebs mit sehr starken Einschränkungen".

Wenn man einfach nur eine Ringschaltung realisiert und den Ring dann im Regelbetrieb voll auslastet, dann kommt es natürlich im Störungsfall zu einem Engpass. So plant man allerdings keine Redundanz. Ich gebe dir Recht, dass es eine Frage des Firmenkonzeptes ist, wie viel Ausfallsicherheit man dem Kunden anbieten möchte.

Gruß
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Optimus_Prime68 » 24.05.2008, 11:50

Das hier wird (oder ist schon) langsam lächerlich und hat mit Kündigung schon lange nichts mehr zu tun. :gsicht:

Jedoch um mal dein Beispiel mit der Autobahn aufzugreifen.
Es gibt Orte (Bei der Datenautobahn sogar nur Straßenzüge) die nicht an die Autobahn angeschlossen sind ;)
In so einer Str. Wohne ich zz noch. Rechts von mir DSL links von mir DSL und in meiner kleinen str. sieht es keiner ein DSL zu ermöglich (aus Kostengründen).
Andernorts sind ganze Gemeinden betroffen in denen es der Telekom zu Teuer ist EINE Leitung hin zu legen. Jedoch von UM dort wenigstens die Chance auf Breitband erhalten.
Wo ist denn hier Deine Redundanz?
Keine betriebswirtschaftlich arbeitende Firma wird immer und alles Redundant sichern, nur die Wichtigsten Zentren um sich im Breiten Markt behaupten zu können.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 24.05.2008, 12:07

Optimus_Prime68 hat geschrieben:Andernorts sind ganze Gemeinden betroffen in denen es der Telekom zu Teuer ist EINE Leitung hin zu legen. Jedoch von UM dort wenigstens die Chance auf Breitband erhalten.
Wo ist denn hier Deine Redundanz?

Du redest hier von möglicher Redundanz für den privaten Endkunden.
Ich rede von Redundanz im Übertragungsnetz der Unitymedia. Das letzte Teilstück zum Endkunden wird meistens ohne Absicherung realisiert. D. h. wenn das Kabel vom Fibernode zum Endkunden defekt ist, dann ist eben der Abschluss tot - und für ca. 1.500 - 6.000 andere Kunden ebenfalls.
Wenn ein Kabel im Unitymedia-eigenen Backbone zerstört wird, sollte dieses Kabel redundant geschaltet sein. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich, wenn man einen Totalausfall für mehr als 6.000 Kunden in Kauf nimmt.
Und das war scheinbar vor einigen Tagen der Fall.

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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Optimus_Prime68 » 24.05.2008, 12:32

Wenn ein Kabel im Unitymedia-eigenen Backbone zerstört wird, sollte dieses Kabel redundant geschaltet sein. Aus meiner Sicht ist es unverantwortlich, wenn man einen Totalausfall für mehr als 6.000 Kunden in Kauf nimmt.


Woher nimmst du das wissen das die Backbone Leitung von UM betroffen war und nicht die Zuleitung zu den Kunden?
Und ich sprach nicht von den letzten Metern zum Haus sondern der Anbindung von ein bis mehreren Gemeinden die über ein Überlandkabel stattfindet (wenn überhaupt) da reicht auch ein Baggerstreich und von 100 bis mehreren tausend haben weder Telefon noch DSL und das dann (wie bei der Telekom üblich) über mehrer Wochen.
Deswegen jetzt ne Welle zu machen das bei UM mal ein Ausfall von mehreren Stunden geschehen ist finde ich lächerlich. Sorry

Vielleicht sollte man mal vergleichen, wieviele Kunden bei den einzelnen Unternehmen von den Schäden durch Kyrill betroffen waren ;) ich denke mal das UM da verdammt gut bei abschneiden wird ;)

Eddy
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