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Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Invisible » 22.05.2008, 15:30

Höppemötzjer hat geschrieben:Ich kenne es nur so, dass man Netze so plant und aufbaut, dass möglichst große Ausfallsicherheit gegeben ist. Und gerade weil Glasfaserarbeiten nicht innerhalb von 30 min behebbar sind, sollte ein Netz redundant aufgebaut werden.


Klar.
Dann brauchen wir auch redundante Autobahnen für den Fall das eine gesperrt ist.
Besitzt du auch einen redundanten Wohnsitz für den Fall das deine jetzige Wohnung einmal abbrennen sollte?
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 22.05.2008, 16:03

Invisible hat geschrieben:Dann brauchen wir auch redundante Autobahnen für den Fall das eine gesperrt ist.
Besitzt du auch einen redundanten Wohnsitz für den Fall das deine jetzige Wohnung einmal abbrennen sollte?

Du hast das schon richtig erkannt.

Wenn die Autobahn gesperrt ist, dann gibt es - bis für diejenigen, die gerade hinter dem Unfall stehen - die Möglichkeit über alternative Fahrwege zum Ziel zu kommen. Sei es nur die Landstraße, aber der Verkehr läuft. Nochmal zum Vergleich: Für zig-Tausend Unitymedia-Kunden ging gar nichts mehr.

Bezüglich des redundanten Wohnsitzes: Den Vergleich finde ich haarspalterisch. Bei Redundanz wägt man Kosten, Nutzen und Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles ab. Und wenn du es genau siehst, hast auch du wahrscheinlich eine indirekte Redundanz zu deiner Wohnung "aufgebaut". Nicht umsonst wird den Mitbürgern empfohlen, eine Hausratversicherung abzuschließen. So kommst du im Notfall in den "Genuss", vorübergehend im Hotel schlafen zu können.

Ich kenne Provider, die Wert auf Ausfallsicherheit legen. Denkst du, dass Unitymedia, die Haupt-Glasfaserverbindungen nicht redundant schaltet?

Gruß
Thomas
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Invisible » 22.05.2008, 16:13

Höppemötzjer hat geschrieben:Bei Redundanz wägt man Kosten, Nutzen und Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles ab.


Eben. Genau darum geht es. Bist du bereit für eine Redundanz 30% mehr zu bezahlen? Wenn ja, dann bist du eine verschwindend geringe Minderheit. Beim Produkt "Telekommunikation" geht alles über den Preis und die Geschwindigkeit. Wir reden hier vom Privatkundenbereich.

Höppemötzjer hat geschrieben:Ich kenne Provider, die Wert auf Ausfallsicherheit legen. Denkst du, dass Unitymedia, die Haupt-Glasfaserverbindungen nicht redundant schaltet?

Natürlich hat jeder Provider die Möglichkeit kurzfristig zu switchen. Dieses alternative routing kostet aber bei einem Ausfall richtig Geld. Wie gesagt: wir befinden uns im Bereich von Privatkunden. Nicht umsonst schließt UM eine berufliche/ geschäftliche Nutzung des Anschlusses aus.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Moses » 22.05.2008, 16:37

Höppemötzjer hat geschrieben:
Clyvanth hat geschrieben:Bei Baggerarbeiten wird ein zentrales Glasfaserkabel durchgeschlagen. Die Baggerarbeiten wurden NICHT von UM in Auftrag gegeben.

Wenn Unitymedia die Baggerarbeiten nicht in Auftrag gegeben hat, dann schätze ich mal, dass Unitymedia einen Wohnbereich von mehreren 10.000 Kunden nicht nur einfach über Glasfaser versorgt, sondern eine alternative Glasfaserstrecke über eine andere Strecke - ggf. auch anderen Provider - angemietet hat. Ich kenne es nur so, dass man Netze so plant und aufbaut, dass möglichst große Ausfallsicherheit gegeben ist. Und gerade weil Glasfaserarbeiten nicht innerhalb von 30 min behebbar sind, sollte ein Netz redundant aufgebaut werden.

Aber das unterscheidet vielleicht Unitymedia von anderen Anbietern, wo man dann ein bisschen mehr im Monat bezahlt. Aber man hat dann ein ausfallsichereres Netz und kompetenten Service, der auch im Störungsfall erreichbar ist.

Und wenn man ein paar Stunden ohne TV nicht überlebt ... au weia

Es gibt Kunden, die auch Telefon und Internet über das Kabel gebucht haben. Und bei Telefonservices ist es sehr ärgerlich, wenn diese für mehrere Stunden down sind.


Ich weiß ja nicht, auf welches Netz du da abzielst, aber das der Telekom kann es nicht sein. Ich kenne zwei Beispiele in meiner unmittelbaren Umgebung, wo die Telekom fast eine Woche gebraucht hat um Netzsegmente mit mehreren 1000 Kunden wieder ans Netz zu bringen... einmal war auch "nur" ein Glasfaserkabel beschädigt worden, allerdings hat die Telekom das nicht so sehr interessiert, oder war mit der Reparatur überfordert oder was auch immer. Für die Kunden hieß es dann kein Telefon & kein Internet... TV-Kabel gibt's in der Region auch nicht => alle Kommunikation tot, da es auch die Leitungen zum Handymast erwischt hatte. Redundanz = 0.

Im anderen Fall hat ein Autofahrer einen Zentralen "Verteilerkasten" (was es jetzt genau war, weiß ich nicht, aber scheint wichtig gewesen zu sein) umgefahren. Da standen die Telekom Techniker vor ein paar Kabeln im Boden, der Rest war einfach weg. Das hat zwar nur ein Dorf (ca 2.000 Einfwohner) und ein großes Einkaufszentrum für die Region getroffen, aber auch das hat ein paar Tage gedauert, in denen das Einkaufszentrum einfach zu gemacht hat, da Telefon & Internet nicht mehr möglich waren (damit auch keine EC Zahlung, Bestellungen usw.). Auch hier gab es keine Redundante Anbindung.

Übrigens waren die Leitungen, die in Frankfurt zerstört wurden nicht die Leitungen von UM selber. Es waren Leitungen, die bei der Telekom angemietet wurden und die Telekom hat auch die Reparatur durchgeführt... ob es dann die Aufgabe von UM ist Leitungen Redundant anzumieten oder die Aufgabe der Telekom Redundante Leitungen zu haben um die Kunden (hier UM) im Problemfall weiter versorgen zu können, lasse ich mal dahin gestellt...

Und wenn die Autobahn gesperrt ist, bist du wohl auch noch nie auf ne Landstraße ausgewichen, oder? Ich durfte das bis jetzt genau 3 mal in meinem Leben erleben (bin noch recht jung, ja) und jedesmal war der Unterschied, ob man jetzt auf der Autobahn stand oder auf der Landstraße eigentlich eher theoretischer Natur... innerhalb kürzester Zeit waren die Straßen so überlastet, das so gut wie gar nichts mehr ging... in einem Fall bin ich sogar fest davon überzeugt, dass es deutlich besser gewesen wäre auf der Autobahn einfach stehen zu bleiben, anstatt auf die überfüllte Landstraße umgeleitet zu werden... vom deutlich erhöhten Spritverbrauch wollen wir auch nicht reden. Solche Umleitaktionen kann man fast mit der Aktion vergleichen, dass UM an der Bruchstelle analog TV ins Kabel eingespeist hat. ggf. kann man für den Ausfall auch eine Gutschrift erreichen und damit dann seine gestiegenen Handykosten decken. Besser ist die Umleitung auf die Landstraße keinesfalls, wenn du das wirklich Redundanz nennen willst.
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Conrad » 22.05.2008, 17:02

Fazit : Umstieg auf Sat-TV :D
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Moses » 22.05.2008, 17:10

Wenn der Satellit abstürzt, siehst du auch nur noch schwarz. Auch da gibt es keine Redundanz. ;)
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Clyvanth » 22.05.2008, 17:12

Moses hat geschrieben: Solche Umleitaktionen kann man fast mit der Aktion vergleichen, dass UM an der Bruchstelle analog TV ins Kabel eingespeist hat. ggf. kann man für den Ausfall auch eine Gutschrift erreichen und damit dann seine gestiegenen Handykosten decken. Besser ist die Umleitung auf die Landstraße keinesfalls, wenn du das wirklich Redundanz nennen willst.


Ich bezweifele, das für diesen Fall Gutschriften erstellt werden
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 22.05.2008, 17:56

Invisible hat geschrieben:Eben. Genau darum geht es. Bist du bereit für eine Redundanz 30% mehr zu bezahlen? Wenn ja, dann bist du eine verschwindend geringe Minderheit. Beim Produkt "Telekommunikation" geht alles über den Preis und die Geschwindigkeit. Wir reden hier vom Privatkundenbereich.

Ich habe leider den Feler gemacht, nur auf den Preis zu schauen. Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen, dass ich gerne 5 EUR mehr im Monat zahle und dafür ein stabiles Netz und guten Service bekomme.

Natürlich hat jeder Provider die Möglichkeit kurzfristig zu switchen. Dieses alternative routing kostet aber bei einem Ausfall richtig Geld. Wie gesagt: wir befinden uns im Bereich von Privatkunden. Nicht umsonst schließt UM eine berufliche/ geschäftliche Nutzung des Anschlusses aus.


Es gibt auch Provider, die entsprechende Redundanz für Privatkunden im Netz haben.
Beispiel, dass es auch anders geht:
"mehrfach redundante Glasfaser-Anbindung: Keine Staus beim Datentransfer!" --> Quelle: http://www.dsl-informationen.de/1und1_informationen.php

Gruß
Thomas
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Invisible » 22.05.2008, 18:03

Höppemötzjer hat geschrieben:Mittlerweile bin ich zum Schluss gekommen, dass ich gerne 5 EUR mehr im Monat zahle und dafür ein stabiles Netz und guten Service bekomme.

Du vielleicht, mag sein. Mit dem feature Redundanz kannst du im Privatkundengeschäft keine Werbung machen. Zudem das es die wenigsten Laien verstehen werden.

Und die ganze Redundanz nützt dir nichts wenn ein Bagger deine Hausanschlussleitung erwischt.

Oder soll die auch redundant ausgelegt werden? Dann brauchen wir aber noch Redundanz-Computer, Redundanz-Tastatur, Redundanz-Maus, Redundanz-Stromversorgung.....und, und und....

Und das alles weil man mal ne Nacht nicht im web daddeln kann?

Wers braucht......
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Re: Kündigung Unitymedia - Absolute Katastrophe

Beitragvon Höppemötzjer » 22.05.2008, 18:13

Moses hat geschrieben:Ich weiß ja nicht, auf welches Netz du da abzielst, aber das der Telekom kann es nicht sein. [...] einmal war auch "nur" ein Glasfaserkabel beschädigt worden, allerdings hat die Telekom das nicht so sehr interessiert, oder war mit der Reparatur überfordert oder was auch immer.


Das ist genauso ärgerlich, wie die Störungen bei Unitymedia.

Im anderen Fall hat ein Autofahrer einen Zentralen "Verteilerkasten" (was es jetzt genau war, weiß ich nicht, aber scheint wichtig gewesen zu sein) umgefahren. Da standen die Telekom Techniker vor ein paar Kabeln im Boden, der Rest war einfach weg. Das hat zwar nur ein Dorf (ca 2.000 Einfwohner) [...]


Du sprichst hier von "Weiß-ich-nicht"-Kabeln. Deiner Beschreibung nach wurde hier ein Kupfer-Verteiler umgefahren, der die letzte Meile zum Kunden realisiert. Ich habe von Glasfaser-Redundanz gesprochen. Im Gegensatz zu 2000 Telekomkunden, waren vor ein paar Tagen mehrere 10.000 Kunden betroffen!

Übrigens waren die Leitungen, die in Frankfurt zerstört wurden nicht die Leitungen von UM selber.

Das ist mir Latte. Der Dienst von Unitymedia lief darüber.

Es waren Leitungen, die bei der Telekom angemietet wurden und die Telekom hat auch die Reparatur durchgeführt... ob es dann die Aufgabe von UM ist Leitungen Redundant anzumieten oder die Aufgabe der Telekom Redundante Leitungen zu haben um die Kunden (hier UM) im Problemfall weiter versorgen zu können, lasse ich mal dahin gestellt...


Weshalb lässt du es dahin gestellt? Im Business-Bereich bekommt der Kunde - in diesem Falle Unitymedia (weil: sie haben ja scheinbar die Glasfaser bei Telekom angemietet) - das, was er bestellt. Wenn er eine Glasfaser ohne Redundanz bestellt, dann bekommt er die genauso, wenn er sie mit Redundanz bestellt. Der Unterschied macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar. Und es ist eine Frage des Firmenkonzeptes, wie viel Netzsicherheit man dem Kunden bieten möchte.

Gruß
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