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Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

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Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Electro » 25.08.2016, 10:52

Hallo!

Da man jetzt bis nächsten Sommer gezwungen ist auf Digital umzustellen, habe ich das nun mal gemacht. Röhren-TVs weg und moderne Flachbildschirme geholt.

Ich habe 4 Dosen in Reihe geschaltet und analog ging immer alles. Jetzt sieht es so aus:
1. Dose -> Flachbildschirm
2. Röhren TV
3. Flachbildschirm
4. nix

Nun habe ich komischerweise an der ersten Dose Fragmente/Kästchenbildung im Digital TV (n-TV, DMAx usw.).
Dachte eigentlich, die Dose sei kaputt.

Subunternehmer war eben da. Der Techniker hat das alte HÜP von 1983 gegen ein neues getauscht (anscheinend ging beim alten nicht einmal die Signalstärke ablesen)
Diagnose: An der ersten Dose 40dB aber auch am HÜP nur 54 dB
Einen Verstärker habe ich nicht.

Jetzt kommt morgen Unitymedia direkt um nochmal die Werte zu verifizieren und dann wird wohl außerhalb des Hauses was gemacht.

Der Techniker sagte mir, sollte ich einen Verstärker brauchen, müsse ich den selbst zahlen und der koste 89 Euro.
Erstens dachte ich, die kosten maximal 30,- und stimmt das überhaupt, dass ich den selbst zahlen muss?
Mit wie viel Eingangs-dB am HÜP muss ich mich denn zufrieden geben? Habe mal was von 75 oder 78dB gelesen. Stimmt das?
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Reiner_Zufall » 25.08.2016, 11:44

Ja, für die Installation ist der Eigentümer verantwortlich, also musst du alles zahlen.

Könntest natürlich Internet via UM bestellen, dann wird alles bis zur ersten Dose kostenfrei installiert.
Bild

Seit 01.04.2013
Clever Internet 50 Mbit DL und 5 Mbit UL inkl. Telefonflat ins Festnetz
Fritz Box 6340 + Fritz Box 7490
Dual-Stack
TV Plus
Für insgesamt 28,76 EUR / Monat
Sky Komplett-Abo für 29,99 EUR
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Bastler » 25.08.2016, 18:16

Eine Pegelangabe ohne Nennung des Kanals und ohne Nennung des Frequenzbereiches ist sinnlos, es gelten je nach Frequenzbereichund Signalart andere Pegel als Minimalpegel am ÜP.
Daher müsste man zunächst mal wissen, auf wlecher Frequenz die "40dB" und "54dB(µV)" gemessen wurden.
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Hemapri » 25.08.2016, 22:47

Das die analogen Programme ohne Verstärker funktioniert haben, ist mehr oder weniger Zufall gewesen. Es gibt keine besondere Installation für analog oder digital. Dein Glück war, dass die analogen Programme im unteren Frequenzbereich angesiedelt sind und das Signal am Übergabepunkt wohl recht hoch war, sonst wäre auch analog kein störungsfreier Empfang möglich gewesen. Der alte ÜP war wohl noch nicht für ein Spektrum bis 862 MHz ausgelegt, darum wurde er getauscht.

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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon elo22 » 26.08.2016, 05:06

Hemapri hat geschrieben: Der alte ÜP war wohl noch nicht für ein Spektrum bis 862 MHz ausgelegt, darum wurde er getauscht.

Da frage ich mich warum die alten Strassenabzweiger von 1986 (die das ebenfalls nicht können) nicht flächendeckend getauscht werden. Hier nur ab und an wenn die Werte nicht passen oder eine Störung gemeldet wird. Bei mir nur am Strassenanfang und am Ende, der in der Mitte ist noch drin.

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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon robbe » 26.08.2016, 05:58

Den HÜPs und Abzweigern ist die Frequenz ziemlich egal, die lassen alles durch. Es gibt noch mehr als genug Objekte, teilweise auch große Linienanlagen, wo noch ein über 30 Jahre alter HÜP verbaut ist.
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Bastler » 26.08.2016, 18:20

elo22 hat geschrieben:
Hemapri hat geschrieben: Der alte ÜP war wohl noch nicht für ein Spektrum bis 862 MHz ausgelegt, darum wurde er getauscht.

Da frage ich mich warum die alten Strassenabzweiger von 1986 (die das ebenfalls nicht können) nicht flächendeckend getauscht werden. Hier nur ab und an wenn die Werte nicht passen oder eine Störung gemeldet wird. Bei mir nur am Strassenanfang und am Ende, der in der Mitte ist noch drin.

Lutz


Weil die Verstärkerpunkte den Pegel ab etwa 450 MHz aufwärts vorverzerren (also mit stärker steigender "Kennlinie" als im Bereich darunter) um die erhöhte Dämpfung im oberen Frequenzbereich der alten Abzweiger in der Straße "auszugleichen".
Den ÜPs ist der Frequenzbereich tatsächlich mehr oder weniger egal, die Abzweiger in der Straße haben aber durchaus einen starken Abfall oberhalb von 450 MHz.
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Electro » 27.08.2016, 16:30

Unitymedia hat jetzt selbst nochmal gemessen und die Öffentlich Rechtlichen haben um die 70dB, dann sinkt die Kurve aber stark, so dass die meisten Sender 38-53 dB haben am HÜB. Nächste Woche wird der Gehweg aufgesissen.
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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon elo22 » 28.08.2016, 05:37

Bastler hat geschrieben:
elo22 hat geschrieben:
Hemapri hat geschrieben: Der alte ÜP war wohl noch nicht für ein Spektrum bis 862 MHz ausgelegt, darum wurde er getauscht.

Da frage ich mich warum die alten Strassenabzweiger von 1986 (die das ebenfalls nicht können) nicht flächendeckend getauscht werden. Hier nur ab und an wenn die Werte nicht passen oder eine Störung gemeldet wird. Bei mir nur am Strassenanfang und am Ende, der in der Mitte ist noch drin.


Weil die Verstärkerpunkte den Pegel ab etwa 450 MHz aufwärts vorverzerren (also mit stärker steigender "Kennlinie" als im Bereich darunter) um die erhöhte Dämpfung im oberen Frequenzbereich der alten Abzweiger in der Straße "auszugleichen".
Den ÜPs ist der Frequenzbereich tatsächlich mehr oder weniger egal, die Abzweiger in der Straße haben aber durchaus einen starken Abfall oberhalb von 450 MHz.

1986 ging es nur bis 300 MHz.

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Re: Verstärker selber zahlen und Signalstärke am HÜP?

Beitragvon Hemapri » 28.08.2016, 13:13

elo22 hat geschrieben:Da frage ich mich warum die alten Strassenabzweiger von 1986 (die das ebenfalls nicht können) nicht flächendeckend getauscht werden. Hier nur ab und an wenn die Werte nicht passen oder eine Störung gemeldet wird. Bei mir nur am Strassenanfang und am Ende, der in der Mitte ist noch drin.


Es gab in den 80er Jahren schon ÜP´s, welche die 862 MHz konnten und es gibt keinerlei Aufzeichnungen, wo welche ÜP´s eingebaut wurden. So müssen, z.B. alle Übergabepunkte der Firma Stewing grundsätzlich getauscht werden, wenn diese angetroffen werden, weil diese Herstellungsfehler aufweisen. Selbst alte ÜP´s bis 450 MHz sind noch sehr gut geeignet, wenn sie in der Nähe eines Verstärkerpunktes stehen. Hier liegen die oberen Frequenzen am ÜP in der Regel zu hoch an, was die alten Bauteile kompensieren. Neue ÜP´s haben dafür Jumper, um die hohen Frequenzen zu dämpfen.

MfG
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