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110m Verlängerung möglich?

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110m Verlängerung möglich?

Beitragvon martin280 » 08.06.2016, 11:25

Hallo,
mein Nachbar hat einen Unitymedia Anschluss und ist damit einverstanden, dass ich mich mit anschließe.

Ziel ist es, dass ich hinterher 2play120 nutzen kann. Am Kupferbasierten Anschluss meines Nachbarn ist 3play400 möglich.

Es müsste eine Strecke von ca. 90 Metern mit einer Kabellänge von ca. 110 Metern überwunden werden. Das Kabel vom Anschlusspunkt des Nachbarn bis zu meiner Garage würde ich selbst legen. Anschluss an die Box des Nachbarn + legen der Anschlussbox bei mir dann durch Unitymedia. Ist dies technisch überhaupt möglich? Falls ja, welche Kabel sollte ich kaufen (Dicke, Dämpfung, Schutz)? Muss ein Verstärker beim Nachbarn eingebaut werden?

Muss die Anschlussbox von Unitymedia in einem geschlossenem Raum gelegt werden oder kann diese auch außen unter einem Terassendach angebracht werden?

Leider ist Unitymedia hier wenig auskunftsfreudig. Jedesmal wenn man anruft bekommt man einen anderen Mitarbeiter, der die bisherigen Abstimmung nicht kennt und ungefähr 70% sagen, dass es überhaupt nicht angeboten wird den Anschluss des Nachbarn zu verlängern, was aber wohl nicht stimmt.

Viele Grüße

Martin
martin280
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon MartinP_Do » 08.06.2016, 14:10

Die Kabelstrecken, die unter der Straße überbrückt werden, sind auch nicht viel geringer. Deshalb ist meine Vermutung, daß das hier auch ginge, wenn sauber und mit gutem Material gearbeitet wird.

Man sollte wohl sehen, daß man ein möglichst dämpfungsarmes Kabel hernimmt.

Ein Anbieter, der auch abgemessene Ware verkauft, wäre gut: Ich habe im Internet nur komplette Rollen von 100 und 250 Metern gefunden ...

http://www.antennenland.net/250-m-AKZ-75100-PE-KuSp

Das Schirmungsmaß ist aber nur Class A, ich meine, die Kabelbetreiber verlangen inzwischen A+....
MartinP_Do
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon martin280 » 08.06.2016, 14:44

OK, danke - ich habe gesehen das es dort auch ein A+ gibt. Allerdings nur 100m. Vielleicht kann ich die 10m Kabelstrecke noch irgendwie einsparen.

Offen ist dann nur noch ob ich einen Verstärker brauche - ich denke der Unitymediatechniker verbaut die nicht ggf. automatisch?
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon Hemapri » 08.06.2016, 21:59

martin280 hat geschrieben:OK, danke - ich habe gesehen das es dort auch ein A+ gibt. Allerdings nur 100m. Vielleicht kann ich die 10m Kabelstrecke noch irgendwie einsparen.

Offen ist dann nur noch ob ich einen Verstärker brauche - ich denke der Unitymediatechniker verbaut die nicht ggf. automatisch?


Ich würde mal vorab erkunden, was überhaupt möglich ist und wie man die Anlage errichten kann. Erst mal grundsätzlich: Es ist nicht ganz ohne, die Grundstücksgrenzen zu überschreiten. Solange ihr nur die eigenen Grenzen quert, ist das kein Problem, kompliziert wirde es, wenn weitere Grundstückseigentümer beteiligt sind. Wird irgendein öffentlicher Grund berührt, dann müsstet ihr euch bei der Bundesnetzagentur sogar als Kabelnetzbetreiber eintragen lassen.
Was das Kabel angeht: Für Längen von 90 bis 110 m sind RG59 oder RG6 Koaxialleitungen nicht mehr geeignet. Die Dämpfung, vor allem im oberen Frequenzbereich ist viel zu hoch. Hier ist RG11, iKx, nKx oder Cable4 angebracht. Die Frage ist auch, wie das Kabel verlegt werden soll. Ein Verstärker nach dem Übergabepunkt ist selbstverständlich zwingend notwendig, denn die Pegel am ÜP sind viel zu gering, um noch solche Strecken überbrücken zu können. Da es sich um Netzbereiche hinter dem Übergabepunkt handelt, ist Unitymedia dafür auch nicht zuständig. Was man machen muss, ist eine Mitversorgung der betreffenden Adresse auf die Adresse des ÜP-Standortes eintragen zu lassen. Nach dem ÜP ist die Netzebene 4 und da sind die Eigentümer des Objektes verantwortlich und das fängt bei einer normgerechten Verlegung an. Warum ist die Mitversorgung überhaupz notwendig. Ist eine eigene Erschließung nicht möglich?

MfG

MfG
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon wwerner » 09.06.2016, 22:45

Hi,
bei mir dürfte das "Mitversorgungskoaxkabel" ca 70 m lang sein und würde vom Signal auch für 400/20 langen.

Der Fallstrick ist folgender:
Deine UM Lieferadresse ist die des Anschlussinhabers. Wenn der Techniker kommt und Deinen Namen - der im Auftrag steht - nicht am Klingelschild des Nachbarn liest, wird er wieder ohne getane Arbeit wegfahren und für Dich ist ggf. ein extra dafür genommener Urlaubstag futsch. Samstagstermine rücken die äußerst ungern raus.
So war es bei mir. Bei der zweiten Anfahrt hatte ich einen Hinweiszettel am Klingelschild angebracht und es klappte.

Als Rechnungsadresse kannst Du dann Deine angeben.

Das Kabel habe ich selbst verlegt - vom Anschluß im Nachbarkeller bis zu mir in die Wohnung wo die Dose hinsollte. Der Techniker hat dann den Anschluß gemacht, durchgemessen und die mitgebrachten Fritzbox angeschlossen.

Dabei habe ich erfahren, dass er die Verkabelung auch gemacht hätte (gehört anscheinend bei der Mitversorgung so wie das Anbringen einer Anschlussdose dazu) aber dann nur mit neuem Termin da die Zeit sonst zu knapp geworden wäre.
Gruß
Wolfgang
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon elo22 » 10.06.2016, 14:33

wwerner hat geschrieben:Der Techniker hat dann den Anschluß gemacht, durchgemessen und die mitgebrachten Fritzbox angeschlossen.

Wie ist denn der Potenzialausgleich gemacht worden?

Lutz
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon wwerner » 10.06.2016, 16:17

elo22 hat geschrieben:
wwerner hat geschrieben:Der Techniker hat dann den Anschluß gemacht, durchgemessen und die mitgebrachten Fritzbox angeschlossen.

Wie ist denn der Potenzialausgleich gemacht worden?
Lutz



Beim Nachbarn im Keller am Übergabepunkt gibts einen, an meiner Multimediaanschlußdose wurde kein Erdungskabel angebracht obwohl ein Heizungsrohr weniger als 10 cm von der Dose entfernt ist.
Nachrüsten kann ich das bei der versiegelten Dose nicht.
Gruß
Wolfgang
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon robbe » 10.06.2016, 17:15

An eine Dose wird auch keine Erdung angebracht
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon roth » 11.06.2016, 01:51

Also so weit ich das verstehe möchten sie eine Private Mitversorgung herstellen.
Das habe ich gerade hinter mir.
Zu erst muss man einen Zettel schreiben worin der Nachbar bestätigt das er damit einverstanden ist. (Halt formlos. Wichtig ist halt das er unterschreibt. Und es sollte halt schon verständlich sein was man meint)
Den dann an Unitymedia senden mit der bitte deine Adresse in die Datenbank einzutragen. (Einfach einscannen)
Das an bauherren@unitymedia.de senden.
Kann man aber auch an den Kundenservice per Mail senden.
Auch wenn man am Telefon schon mal behauptet hat, das man dafür nicht zuständig wäre hat es bei mir die Bauherren Abteilung eingetragen. Das Problem ist am Telefon bekommt man die Mitarbeiter die die Aufträge bearbeiten nicht zu sprechen.
War ziemlich schwer das hinzubekommen (Weil ich eben nicht wuste wer es eintragen muss.Und das es überhaupt eingetragen werden muss..), da ich erst auch einmal auf die Adresse des Nachbarn bestellt hatte, weil jemand beim Kundenservice fälschlicherweise gesagt hat das ich das so bestellen soll.
Die Techniker Firma hat auch deshalb den Auftrag direkt storniert. (Was richtig ist)
Es wird erst deine Adresse im System freigeschaltet dann kann man bestellen.
Sollten noch Fragen sein ich habe die Schreiben von unitymedia noch und dort steht auch wer das bearbeitet hat. (In NRW)
Dann mir einfach eine PN senden.


Nach dem ihre Adresse dann freigeschaltet ist (Online steht dann das unter der Adresse ein Unitymedia Produkt verfügbar ist)
Kann man dann das Kabel verlegen. Oder auch vorher. Ich würde aber warten ob das auch klappt.
(Bei mir ist es halt so der Nachbar hat im Haus den Verstärker neben der Elektroverteilung an der Wand (wegen der Erdungsschiene))
Von da an geht das Kabel halt nach uns ebenfals zur Erdungsschiene.
Und von da an habe ich es im Haus an den Platz gelegt wo ich die Fritzbox haben wollte.
Ist man damit fertig ganz normal bei Unitymedia auf die eigene Adresse bestellen.
Es steht dann in der Datenbank wo der Up (Übergabepunkt ist)
Direkt nach dem ich Online bestellt hatte rief die Techniker Firma an. (Termin)
An dem Termin hat der Techniker alles installiert auch beim Nachbarn. (Die Kabel sollten aber schon verlegt sein vom UP an.. Und es sollte Strom da sein für den Verstärker (Steckdose))
Er schießt alle Kabel an und installiert auch die Fritzbox und mist auch die Kabel durch.
Auch die Erdung der Kabel erledigt er an den Erdungsschienen.
Und eine Dose installiert er auch in der die Fritzbox gesteckt wird. Er hat Unterputz Dosen und Aufputzdosen mit.

viewtopic.php?f=10&t=33411
Mein Post.
Ich habe benutzt http://www.antennenland.net/50-m-Sytronic-AKZ-75100-PE.
Hatte aber auch keine über 100 Meter.
Ich habe genau 100 m bestellt und verlegt.
Mit der Strecke vom UP zum Verstärker.
Ohne die waren es also weniger als 100 m zu mir.
Ich habe halt alles neu gelegt auch die Kabel beim Nachbarn. (30 Jahre alte ausgetauscht)
Der Techniker hat die alte Post Dose am Up auch getauscht obwohl sie noch gut aussah.

Was noch wichtig ist an dem Tag wo der Techniker kommt sollte er auch beim Nachbarn überall in die Räume kommen.
Dort hatte ich selber vorgesorgt.(Schlüssel) UM hat dort keinen Extra Termin gemacht. Und es dem Nachbarn nicht mitgeteilt.
Später als der Nachbar auch noch UM bestellt hat und der Verstärker schon da war hat sich der Techniker gewundert er dacht das mehr zu tun ist als nur die Box und ein Kabel zu stecken.

Nochmal zur Strecke also schauen wie Lang es ist nach dem Verstärker beim Nachbarn bis zur Erdungsschiene bei Euch. Sollte da keine Box installiert werden kommen halt noch ein paar Meter hinzu.
Wobei er aber auch glaub ich gesagt hat er könnte bei mir auch noch einen Verstärker installiern. War halt nicht nötig.
roth
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Re: 110m Verlängerung möglich?

Beitragvon elo22 » 11.06.2016, 15:24

wwerner hat geschrieben:
elo22 hat geschrieben:
wwerner hat geschrieben:Der Techniker hat dann den Anschluß gemacht, durchgemessen und die mitgebrachten Fritzbox angeschlossen.

Wie ist denn der Potenzialausgleich gemacht worden?

Beim Nachbarn im Keller am Übergabepunkt gibts einen, an meiner Multimediaanschlußdose wurde kein Erdungskabel angebracht obwohl ein Heizungsrohr weniger als 10 cm von der Dose entfernt ist.

Klasse, wieder einer der keine Ahnung hatte. (Ich bezweifle immer noch das die UM Nachunternehmer nach NAV §13 beim VNB eingetragen sind und an der Elektroanlage arbeiten dürfen) Von beiden Häuser ist der Potenzialausgleich zu verbinden. So fliessen ggf. Ausgleichsströme über die Schirmung.

Lutz
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