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UM: Verkabelung im Haus

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UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon Hütti » 06.06.2016, 11:07

Hi zusammen,

demnächst steht ein Umzug ins Eigenheim an. Lokaler Versorger wird UM werden. Nun habe ich ein paar Fragen zur technischen Realisierung, da ich die Verkabelung im Haus in Eigenregie machen werde:

UM setzt ja meines Wissens im Keller vom Hausübergabepunkt den Verstärker (siehe Abb.)
Bild
und führt das Koaxkabel auf eine Multimediadose (vermutlich folgenden Typs)
Bild.

Hier beginnt dann mein Job.
Zur Ausgangssituation:
Die Verkabelung Internet/TV/Telefon soll in ingesamt 5 Räumen erfolgen (1x EG, 2x OG, 2x DG). Leerrohre für alle 5 Räume (inkl. Zugdraht) sind vorhanden.
Die Horizon-Box und die Basis-Station für Telefone (DECT) sollen im EG stehen. Je ein Telefon soll es auch im OG und zwei im DG geben. Internet muss in alle 5 Räume, die Möglichkeit, Fernsehen zu schauen in mind. 2 weitere Räume (voraussichtlich die beiden im DG).
Vorhanden ist auch die Connect Box, die Bereitschaft einen anderen Kabel-Router anzuschaffen (z.B. Fritz!Box 6590) ist vorhanden.

Ich habe zwar bereits Ideen, wie ich die Verkabelung realisieren könnte, komme aber irgendwie bei allen Überlegungen nicht wirklich komplett dahinter.
Problematisch finde ich, dass ja sowohl die Coax-Leitungen (für die Multimediadosen) in jeden Raum müssen, das Telefonkabel aber ja auch zumindest ins EG muss. Die Lan-Kabel werden ja vermutlich vom Keller aus verteilt und müssen auch in alle Räume.

Ideen (die Ausführungen sind auch alle als Fragen gedacht):
Von einem Data-Anschluss der Multimediadose im Keller in die Connect Box (oder einen anderen Kabelrouter), von dort mit einem LAN-Kabel zu einem Switch, der auf ein Patchfeld führt. Von der anderen Richtung kommt aus allen Räumen je ein LAN-Kabel auf das Patch-Feld. Das Telefonkabel muss von der Connect Box einmal hoch ins EG. Da kann ich eine Basisstation (mit dem beigefügten Adapter auf DECT) anklemmen und dann noch zwei weitere Telefonstationen im OG und DG positionieren, die ja nicht noch einmal einen separaten Telefonanschluss benötigen.
Der andere Data-Anschluss der Multimediadose im Keller führt auf einen COAX-Switch (ebenfalls im Keller), von dem aus in alle Räume das COAX-Kabel an die Multimediadosen verteilt wird.
Wenn ich dann in einem anderen Raum als im EG TV sehen will, benötige ich einen Zweitreceiver (inkl. Zweitkarte).

Gibt es hier im Forum Experten, die mir sagen können, ob ich das so (oder wie ich das sonst) insgesamt realisieren kann?
Vielen Dank schon einmal.
Hütti
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon hajodele » 06.06.2016, 11:44

Du solltest jedes LAN-Kabel doppelt auslegen. Da gibt es Kabel die mit 2x8 Adern bestückt sind.
Damit kannst du dann auch ggf. deine Telefone abbilden. Ein extra Telefonkabel ist nicht notwendig.
Ich bin kein Freund davon, die ConnectBox/Fritzbox im Keller unterzubringen. Damit brauchst du in jedem Fall 1 Gerät mehr, weil du von unten weder DECT noch WLAN halbwegs versorgen kannst. Wenn du die ConnectBox/Fritzbox am vorgesehenen Ort im EG und im UG einen Switch plazierst, kannst du die Verbindung einfach über das LAN-Kabel mit dem Switch im UG verbinden und dort weiterverteilen.

Die MMDose zur Horizon und zur ConnectBox sind kostenfrei. Ich würde trotzdem in Erwägung ziehen, alle Dosen sofort upgraden zu lassen. Man kann ja einfach mal nach dem Preis fragen. Am besten nicht über UM sondern beim Techniker vor Ort.

Du hast die Fritzbox 6590 angesprochen.
Zum Einen ist es völlig offen, wie das ab 1.8. weitergeht.
Zum Anderen wäre es gerade bei diesem Produkt schade, wenn man es im Keller unterbringen würde.
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon Hütti » 06.06.2016, 19:26

Danke für die schnelle Antwort.

LAN-Kabel doppelt auslegen, um an den Dosen direkt zwei Anschlüsse zu haben? Ist das der Grund?
Ich habe allerdings nur ein Leerrohr pro Zimmer, so dass ich auch jeweils pro Zimmer nur eine Dose setzen kann.
Hatte an eine Dose dieser Art gedacht:
Bild
Ginge die prinzipiell für mein Vorhaben?

Was mit "damit kannst Du dann ggf. auch Deine Telefone abbilden" gemeint ist, verstehe ich leider in dem Zusammenhang nicht. Vielleicht kann mir das bitte nochmal jemand erläutern.

Wenn die Connect Box (oder FritzBox) im EG stünde (was ich auch schöner fände), müsste ich aber doch erst ein COAX-Kabel aus dem Keller zur MM-Dose im EG ziehen und dann mit LAN wieder runter zum Switch, oder?! Wie mache ich das - z.B. mit der oben angegebenen Dose?
Und wie bekomme ich dann die COAX-Verteilung an die anderen Dosen im OG und DG?

Du hast die Fritzbox 6590 angesprochen.
Zum Einen ist es völlig offen, wie das ab 1.8. weitergeht.
Zum Anderen wäre es gerade bei diesem Produkt schade, wenn man es im Keller unterbringen würde.

Habe mich leider noch nicht so eingehend mit der MAterie befasst bisher. Was ändert sich denn zum 1.8.?
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon Leseratte10 » 06.06.2016, 20:55

Du darfst / kannst bei Umitymedia keinen eigenen Router anschließen (6590) sondern musst das teil nehmen, was du bekommst. Ab August ändert sich die Rechtslage und theoretisch kann man dann auch einen eigenen Router nutzen.
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon tovo » 07.06.2016, 07:45

Wo gibt es diese Dose zu kaufen?

Hütti hat geschrieben:Hatte an eine Dose dieser Art gedacht:
Bild
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon hajodele » 07.06.2016, 08:39

Das Thema "Telefon" kommt vom Eingangsthread.
Wenn wir jetzt mal vom HEUTE ausgehen, solltest du die Fritzbox 6490 im EG unterbringen. Das Telefon- und Internetsignal kommt über das Koaxkabel.
Da du nur DECT-Telefone nutzen willst, ist es sehr wahrscheinlich, dass das ohne weiteres Equipement funktioniert. Evtl musst du irgendwo einen DECT-Repeater unterbringen.
Das Gesamtkonzept sieht vor, dass du vom UG sowohl Koax als auch LAN in die Zimmer verlegst.
Das LAN endet im UG an einem Patchfeld. Dort brauchst du zusätzlich einen Switch der die Verteilung des Internetsignals macht.
Der Signalweg läuft wie folgt: Das Internet kommt im EG an der Kabelfritzbox via Koax an. Von dort wird das LAN an den Switch weitergeleitet, der das wiederum im Haus verteilt.
Das funktioniert auch mit 1 LAN-Anschluß. Wenn du aber später für irgendwas ein weiteres Signal benötigst, brauchst du ein zweites Kabel. Deshalb werden im professionellen Umfeld gerne Doppeldosen hinter Duplex-Kabeln verwendet. Solange alles über IP läuft, ist das nicht notwendig. Da kann man ggf. im Zimmer einen kleinen Switch verwenden.

Wie man das wegen der Dosenwahl macht, kann ich nicht beantworten. Ich kenne es nur so, dass LAN und Koax auf extra Dosen gehen.
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon Hütti » 07.06.2016, 13:27

Danke für die ausführliche Hilfe. :smile:

Nur, um nochmal sicher zu gehen, dass ich alles richtig verstanden habe:

1) Im UG brauche ich neben der MM-Dose (die UM für mich setzt) außerdem einen LAN-Switch, ein Patchfeld und einen COAX-Switch
2) Von der MM-Dose im UG gehe ich auf den COAX-Switch und von dem hoch in alle Räume (1x EG, 2 X OG, 2 x DG) auf die jeweilig von mir gesetzten MM-Dosen
3) Von allen Zimmern aus führe ich die (evtl. doppelt belegten) LAN-Kabel auf das Patchfeld im UG
4) Den LAN-Switch schließe ich dann an das Patchfeld an
5) IM EG kann ich dann die Connect Box (oder FRITZBox) mit dem COAX-Kabel über die von mir gesetzte MM-Dose verbinden und das Telefon sowei "LAN-Geräte" dort direkt verkabeln

Insgesamt müsste ich also durch alle 5 Leerrohre jeweils 2 Kabel (1x COAX, 1x LAN) ziehen.

@tovo:
Hatte nur nach einem Bild gegooglet. War aus einem Artikel von tomshardware.de (allerdings aus dem Jahr 2003). Vermutlich nicht mehr aktuell.
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon hajodele » 07.06.2016, 14:39

So wie ich es beschrieben habe, brauchst du im UG keine MM-Dose. Diese wäre nur dann erforderlich, wenn du die Fritzbox im UG anschließen willst.
Wenn du die Fritzbox im UG anschließt, brauchst du mit Sicherheit Geräte für die Telefonie und fürs WLAN im EG und vielleicht im OG.
Wenn du die Fritzbox im EG anschließt brauchst du am gewünschten Ort eine MM-Dose. Standardmäßig wird diese an der Dose mit der Horizon zusätzlich angeschlossen. Das wollen aber viele wegen der Ästhetik nicht. Bei mir hängt die Fritzbox am Treppenaufgang unter der Treppe (In der Maisonette-Wohnung). Dadurch ist sie aus dem Wohnbereich verschwunden und ich habe noch akzeptable WLAN-Geschwindigkeiten im OG.

Ob man tatsächlich einen Coax-Switch braucht, oder ob das der Techniker direkt am Verstärker anschließt, weiss ich nicht. Da würde ich lieber warten, was der Techniker so anschließt.

Deine LAN-Kabel im UG werden an einem Patchfeld angebracht. Das ist zwar nicht zwingend erforderlich, macht aber deutlich mehr her. Sonst kommen unbenutzte Kabel lose aus der Wand. Von diesem Patchfeld wird die Verbindung über kurze Patchkabel zum Switch gemacht. Es ist dabei nicht ungewöhnlich, wenn mehr Kabel verlegt sind, als der Switch aufnehmen kann. In meiner Firma sind z.B. ca. 450 Kabel verlegt, von denen nur 150 wirklich aktiv sind. 240 Anschlüsse könnten technisch geschaltet werden. 10x24er Switches. Wir haben einfach durchgängig alle ca. 5m einen Doppelanschluß. Wenn irgendwo in einem Konferenzraum kurzfristig LAN gebraucht wird, ist das eine Sache von 5 Minuten. Die meiste Zeit geht dabei fürs vorherige Palaver drauf.
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon MartinP_Do » 07.06.2016, 15:14

tovo hat geschrieben:Wo gibt es diese Dose zu kaufen?

Hütti hat geschrieben:Hatte an eine Dose dieser Art gedacht:
Bild



Viel wichtiger: Wo gibt es einen Techniker, der diese Dose mitsamt Zuführungskabeln in eine Standard-Einputzdose bekommen, ohne die Vorgaben über minimale Biegeradien der verwendeten Kabel zu verletzen :kratz:

Die Dose habe ich möglicherweise gefunden: Hager Multimediasystem "D" http://hager.ch/files/download/0/198559_1/0/HMS_D.pdf

Die BK-Einsätze sind aber nur Class A und nicht Class A+ geschirmt...
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Re: UM: Verkabelung im Haus

Beitragvon Hütti » 07.06.2016, 22:09

@ hajodele:
Denke, dass ich soweit alles verstanden habe. Danke.

Den COAX-Switch habe ich deshalb für nötig gehalten, da vom Verstärker ja standardmäßig nur drei Anschlüsse rausführen (siehe Foto im ersten Post). Ich brauche aber in jedem der fünf Zimmer eine MM-Dose, also auch eine COAX-Zuleitung. Oder irre ich mich da?
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