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Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integrier

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Berofunk » 15.05.2016, 06:45

hajodele hat geschrieben:Mir geht zur Zeit einfach die Presseberichterstattung auf den Senkel.
Die nehmen den offensichtlich oranisatorischen Mangel (ich glaube eher an Absicht) auf und machen die Sache sowas von nieder, ...

Das hat nichts mit Niedermachen zu tun.
Du siehst die ganze Sache recht unkritisch. Andere eben nicht. Und das ist gut so.

Diese dreiste Masche von Unitymedia ist hanebüchen.
Man drückt den Kunden eine neue Vertragsoption auf, indem man ganz bewusst auf die Vergesslichkeit, Bequemlichkeit oder Unerfahrenheit der Kunden setzt.
Die meisten Kunden werden das Kleingedruckte dazu nämlich gar nicht lesen, den Schrieb abheften und gar nicht merken, wofür sie "missbraucht" werden.

Warum wählt Unitymedia nicht den seriösen Weg und bittet um eine aktive Zustimmung zu der neuen Vertragsoption?
Genau: Weil die meisten Kunden aktiv gar nicht zustimmen würden. Aber die Sache deshalb mit der Brechstange einzuleiten und die mündigen Kunden die einer aktiven Gegenreaktion zu nötigen, geht gar nicht.
Deshalb ist es genau richtig, dass dieses Geschäftsgebaren von Verbraucherschützern und staatlichen Kontrollstellen untersucht wird.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon hajodele » 15.05.2016, 09:55

Ich war und bin gegen die Vorgehensweise von UM (mit dem Widerspruch)
Es herrscht jetzt das absolute Chaos bei UM. Irgendwie bekommen sie es nicht gebacken, etwas lautlos über die Bühne zu bringen.
z.B. Das Thema WLAN abschalten. Lt. AGB müssen die durchlaufen. Nur was ist die Folge, wenn ich mein WLAN trotzdem abschalte?
Das und viele andere Themen werden von der Presse völlig wirr gegen UM in Stellung gebracht. Das sind Themen, die bei anderen Anbietern identisch gelten. Da wird ein nicht existierender Zusammenhang zur Dritthaftung hergestellt uvm.

Es gibt nur genau die zu kritisierende Methode Opt-out.
Und plötzlich ist alles schei..e - aber nur bei UM nicht bei der Telekom, die dabei noch Geld verdient.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon johnnyboy » 15.05.2016, 10:14

hajodele hat geschrieben:... Mich würde mal interessieren, wie das die Telekom und Vodafone gemacht haben. Bei denen ging das sehr geräuschlos ab. ...

Ja, mich auch! :)
Ich war dazu vor kurzem über einen Artikel von Focus gestolpert, aus dem geht aber auch nur ansatzweise hervor, wie andere Netzbetreiber das gemacht haben.
...
Bei der Telekom heißt es auf Anfrage, dass WLAN-Router von Kunden bereits seit 2013 als Hotspots genutzt werden. WLAN TO GO heißt das Angebot. Das Prinzip funktioniert ähnlich: Kunden geben ihren Router frei und können im Gegenzug die Router anderer Telekom-Kunden mit nutzen.
...
Aber Achtung: Wer Vodafones DSL (ehemals Kabel Deutschland) über einen Kabelrouter oder die oder HomeBox FRITZ!Box 6490 nutzt, wird automatisch freigeschaltet. Sprecherin Andrea Deutschmann führt hierzu aus: „Auf Wunsch kann der Service jederzeit im Vodafone Kabel-Kundenportal deaktiviert und wieder aktiviert werden.“ In Sachen Datenschutz, Geschwindigkeit und Haftung gilt das gleiche wie bei Telekom und Unitymedia.
...

Scheint also so, dass man sich bei der Telekom selbst um eine Freischaltung bemühen müsste. Bei Vodafone hingegen wäre es das gleiche Verfahren wie bei UM. Inwieweit das damals "geräuschlos" ablief, weiß ich nicht. Ich habe die Angewohnheit, News & Nachrichten teils sehr selektiv zu lesen, heißt, ich überfliege Überschriften und wenn dann da irgendwas von Vodafone steht (von denen ich eh nix halte!), dann wird das im Geiste sofort abgehakt, weil ich nicht bei Vodafone bin und (hoffentlich!) auch nie sein werde und mich daher nur ganz am Rande interessiert, was die so treiben.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Berofunk » 15.05.2016, 11:18

hajodele hat geschrieben:z.B. Das Thema WLAN abschalten. Lt. AGB müssen die durchlaufen. Nur was ist die Folge, wenn ich mein WLAN trotzdem abschalte?
Das und viele andere Themen werden von der Presse völlig wirr gegen UM in Stellung gebracht.

Und wer hat das zu verantworten? Nur Unitymedia selbst. Sonst niemand.
Warum formuliert Unitymedia die neuen ABG so schwammig und nebulös? Da darf sich diese Firma nicht wundern, wenn sich alle anderen nun auch wundern.
Keinerlei klare Informationen zu den Konsequenzen, wenn man nun doch mal sein WLAN für eine Stunde, einen Tag oder gar drei Wochen lang (im Urlaub) abschaltet.
So gehts nicht!

hajodele hat geschrieben:Es gibt nur genau die zu kritisierende Methode Opt-out.

Nein, auch die AGB sind viel zu schwammig. Manchmal fragt man sich, ob in der juristischen Abteilung von UM nur Laien sitzen. :kratz:

hajodele hat geschrieben:Und plötzlich ist alles schei..e

Nein, bitte nicht pauschalisieren. Aktuell sind nur die neuen AGB und die Art und Weise der Einführung dieser WLAN-Option nicht akzeptabel und eventuell sogar gesetzwidrig. Das wird jetzt anscheinend überprüft. Alles völlig normal und legitim.

Bekommt man eigentlich eine schriftliche Bestätigung des Widerspruchs? Ich habe vor einer Woche Widerspruch (per Fax) eingelegt und eine schriftliche Bestätigung gewünscht, aber bisher ist nichts angekommen.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon johnnyboy » 15.05.2016, 12:13

johnripper hat geschrieben:So liebe Unitymedia, eurer seltsames und offensichtlich höchst umstrittene Geschäftsgebaren wird jetzt mal überprüft:
http://www.golem.de/news/automatische-a ... 20848.html

Wobei in dem Artikel auch nicht wirklich viel Handfestes steht.
Zum einen bemängeln das Verbraucherzentralen -> das juckt Unternehmen in der Größenordnung von UM ungefähr so wie eine Mücke ein Krokodil! Auch Abmahnungen wegen vertragswidrigem Verhalten oder so interessieren Unternehmen eher nicht. Das könnte nur über den Klageweg geklärt werden.
Zum anderen wird die Bundesnetzagentur nur mit dem m.M.n. merkwürdigen Satz zitiert: "Nach Rückmeldung durch Unitymedia wird die Bundesnetzagentur das weitere Vorgehen festlegen."
Welche Rückmeldung? Wessen weiteres Vorgehen, das von UM oder der Bundesnetzagentur? (Vermutlich letzteres, aber was könnte das dann bedeuten?)
PS: Und ich muss auch sagen, wenn sich z.B. die Bundesnetzagentur jetzt für UM interessiert, warum haben sie sich dann nicht auch 2013 für Kabel Deutschland interessiert, die das damals genauso gemacht haben oder interessieren sich wenigstens jetzt auch für andere Unternehmen mit gleichen Geschäftspraktiken?
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Stiff » 15.05.2016, 13:40

Hier ruft im Sturm der mündige Bürger nach Verbraucherschützern und staatlichen Kontrollstellen, weil er gezwungen, nein, genötigt wird von diesem unseriösen Wirtschaftsunternehmen mal für 5 Minuten sein Hirn einzuschalten und selber aktiv zu werden, unglaublich.

Was hier teilweise für Angst-und Horrorszenarien aufgerufen werden ist echt abenteuerlich.
Massenaufläufe dunkler Gestalten vor deutschen Vorgärten, Stromverbrauchsexplosionen und Strahlenopfer in deutschen Wohnzimmern.
Den mündigen deutschen muss man hofieren, ihn sanft um Erlaubniss fragen, natürlich nicht ohne ihn vorher über alle Gefahren und Nachteile für sich und sein privates Gut ausführlich zu informieren. Es könnte ja sein dass...

Und was ist mit all den hilflosen, die nicht soviel Ahnung haben wie ich, die sich nicht so kümmern wie ich, die Briefe und Zeitungen nicht lesen, wie kommen die mit ihrem teuflischen Provider ins reine?

Du hast die Wahl zwischen JA und NEIN, wenn Du nicht NEIN sagst sagst Du JA.
Und kannst später aber jederzeit NEIN sagen. Und dann wieder JA. Ganz wie Du möchtest.

Wo ist das fuckin.g Problem?
Wie kann man sich über so einen Kleinkram wochenlang online Aufregen?
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Re: AW: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz i

Beitragvon Toxic » 15.05.2016, 14:02

Es ist ganz einfach:

Stell Dir vor, täglich würden irgendwelche Verträge von irgendwelchen Firmen in Deinem Briefkasten landen und auf jedem würde stehen:

"Wenn Sie nicht binnen 14 Tagen widersprechen, gilt der Vertrag als akzeptiert und geschlossen."

Das ist überspitzt, aber beschreibt das, was ich fühle, wenn mich jemand zwingt, aktiv zu werden, wenn ich etwas "NICHT" will.

Wenn ich etwas will und dann selber aktiv werde, um es zu bekommen, erst dann wird ein Schuh daraus..
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon johnnyboy » 15.05.2016, 14:04

@stiff:
Dein Kommentar zieht sinnfrei alle Bedenken ins Lächerliche.:hirnbump: Hier ein Wörtchen vertauscht, da (hemmungslos) übertrieben und pauschal mal behauptet, die Wurzel allen Übels wären nicht eingeschaltete Gehirne ... Da lohnt es nicht, drauf einzugehen!
Bleib doch weg, wenn du die Thematik nicht verstehst! :mussweg: Hauptsache mal rumgetrollt!
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Joerg » 15.05.2016, 14:09

@Toxic Sehr schlechter Vergleich, denn Du hast bereits einen bestehenden Vertrag mit UM. Es handelt sich also letztlich um eine AGB-Änderung, und sowas kriege ich dauernd von PayPal, eBay, div Online-Banken usw. Jedesmal steht drin, dass die Änderung "aktiv" wird wenn ich nicht fristgerecht widerspreche. So what?

Jörg
Zuletzt geändert von Joerg am 15.05.2016, 18:43, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: AW: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz i

Beitragvon MartinDJR » 15.05.2016, 14:39

Toxic hat geschrieben:Stell Dir vor, täglich würden irgendwelche Verträge von irgendwelchen Firmen in Deinem Briefkasten landen und auf jedem würde stehen:

"Wenn Sie nicht binnen 14 Tagen widersprechen, gilt der Vertrag als akzeptiert und geschlossen."

Nun ja: Ganz so einfach ist es nicht.

Die Zwangsrouter sind Eigentum von UnityMedia und der eigentliche Internet-Anschluss beginnt an der Ethernet-Dose des Routers (und nicht an der Multimedia-Dose an der Wand), wenn man einen Zwangsrouter hat.

Die Zwangsrouter werden bei vielen Providern (auch UM ?) nicht an den Kunden vermietet, sondern gelten als Bestandteil des Netzes.

Wenn es im Vertrag nicht anders geregelt ist, hat man bei einem Zwangsrouter als Kunde eigentlich kein Mitspracherecht, so dass der Provider mit seinem Eigentum machen kann, was er will.

Lediglich die Geschichte mit dem Stromabschalten ist kritisch, da der Kunde dabei zu etwas verpflichtet wird, wozu er vorher nicht verpflichtet war. Ich gehe davon aus, dass UM diese Klausel aus den AGB streichen wird.
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