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Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integrier

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon QuackDack » 03.05.2016, 23:31

Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Gizeh775 » 04.05.2016, 00:12

QuackDack hat geschrieben:Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?



Wenn es eine extra Vebindung mit eigner IPv6 zum CGN ist dann gibt es so gesehen ja keine Verbindung zu dir?
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon QuackDack » 04.05.2016, 00:37

Die extra IP Adresse ist dem Modem/Router in deiner Wohnung zugeordnet. Anders würden die Datenpakete ja nicht ihren Weg finden. Ein Gerät kann mehrere IP-Adressen haben. Irgendein Abmahner kann Unitymedia dann auf Herausgabe deiner Anschrift verklagen.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Knifte » 04.05.2016, 00:51

Warum sollte UM dann deine Anschrift rausrücken, wenn irgendwas im Hotspot-Netz passiert?

Für die IP dürfte UM dann wohl selbst verantwortlich sein bzw. durch die Anmeldung am Hotspotnetz den entsprechenden Verursacher problemlos identifizieren können.

Das was ich bisher zum Thema Wifispots gelesen habe, hört sich für mich sehr interessant an:

Es wird ein separates WLAN für die Nutzung des Wifispots eingerichtet, welches vollkommen getrennt von deinem eigenen Netz ist. Und UM schaltet dafür sogar zusätzliche Bandbreite auf, so das man keinerlei Einbußen zu befürchten hat.

Und jeder WIfispot-Nutzer kann doch durch UM problemlos identifiziert werden, weil er ja zwangsläufig auch UM-Kunde ist und sich entsprechend ggü. dem Hotspot zu erkennen geben muss. Da sehe ich ehrlich gesagt keinerlei Gefahr in Bezug auf eine mögliche Störerhaftung.
Viele Grüße

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Wasserbanane » 04.05.2016, 06:24

Ich weiß nicht wie so dieser Irrglaube überhaupt entstehen kann. Das sagt mir doch mein gesunder Menschenverstand, dass dieser Account dann nicht über mich laufen wird und ich damit ich in Störerhaftung trete. Wenn die das tun würden, könnte sich UM vor Klagen und Kündigungen wohl kaum mehr retten. Ausserdem müssten die dann auch nicht solche Scherze einführen, sondern könnten einfach die Kunden-WLANs öffnen.

Stellt sich mir die Frage nach der Geschwindigkeit. Im Zweifelsfall könnte ich ja meinen Internetvertrag komplett runterschrauben und dann über das WLAN des Nachbarn ins Internet gehen.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon hajodele » 04.05.2016, 06:37

Wasserbanane hat geschrieben:Stellt sich mir die Frage nach der Geschwindigkeit. Im Zweifelsfall könnte ich ja meinen Internetvertrag komplett runterschrauben und dann über das WLAN des Nachbarn ins Internet gehen.

Mit max. 10/1 :smile:
Im Garten oder anderer exponierter Stelle könnte das tatsächlich eine Alternative sein. Zuhause nicht.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Knifte » 04.05.2016, 06:57

Bzgl. der Geschwindigkeit steht ja ganz klar auf der Webseite, dass, je nach gebuchtem Tarif an öffentlichen Hotspots mit bis zu 150 MBit und in den freien WLANs anderer Privatkunden mit bis zu 10 MBit gesurft werden kann.

Ich kann aber auch in keinster Weise verstehen, woher diese Paranoia wegen der Störerhaftung kommt.
Viele Grüße

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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon MartinDJR » 04.05.2016, 09:02

QuackDack hat geschrieben:Ja, schon lustig. Irgendwer behauptet, dass man nicht als Störer haftet und (fast) alle glauben das und plappern es nach. Wo sind denn bitte die Gerichtsurteile dazu?
...
Irgendein Abmahner kann Unitymedia dann auf Herausgabe deiner Anschrift verklagen.

Du musst zwischen verschiedenen Personen unterscheiden:
  • Anschlussinhaber des Internet-Anschlusses
  • Betreiber des WLAN-Netzes
  • Wohnungseigentümer
  • Mieter der Wohnung
  • (Weitere) Bewohner der Wohnung
... wobei es sich natürlich auch um ein und dieselbe Person handeln kann.

Es gibt ein BGH-Urteil ("Sommer unseres Lebens", Az. 1 ZR 121/08), das besagt, nach welchen Kriterien der "Betreiber" eines WLAN-Netzes Störerhaftung bezahlen muss.

Außerdem gibt es wohl Gesetze, nach denen man den Provider auf Herausgabe der Daten des "Anschlussinhabers" verklagen kann.

Wohnungseigentümer, Mieter und Bewohner sind noch nie wegen Störerhaftung verklagt worden. Es gäbe rechtlich wohl auch keine Grundlage dazu, den Mieter der Wohnung zu verklagen, wenn der Internet-Anschluss nachweislich dem Untermieter oder Mitbewohner gehört.

Du hast sowohl technisch als auch rechtlich gesehen zwei Internet-Anschlüsse in deiner Wohnung liegen:

Sowohl "Betreiber" der WLAN-HotSpots als auch "Anschlussinhaber" des zugehörigen Anschlusses ist UnityMedia. Daran besteht absolut kein Zweifel.

Sofern du einen Zwangsrouter hast (was ja der Fall ist), endet das UnityMedia-Netz hinter dem Router, so dass der WLAN-Router noch - genau so wie die Elektronik in den grauen Schaltkästen an der Straße - Bestandteil des UnityMedia-Netzes ist und nicht deines privaten Netzwerks.

Knifte hat geschrieben:Ich kann aber auch in keinster Weise verstehen, woher diese Paranoia wegen der Störerhaftung kommt.

Fehlinformation der Leute?!

Wer kennt schon die Rechtsgrundlagen zur Störerhaftung?
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon Just » 04.05.2016, 09:20

Zustandsstörer? Geht auch mittelbar auf meinen Willen zurück ...ich hätte ja einen Widerspruch einlegen können ...ganz so einfach sehe ich das nicht und Eigentümer muss ich nicht sein ...Besitzer reicht und das bin ich ja hier.
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Re: Unitymedia: Router der Kunden werden ins WLAN-Netz integ

Beitragvon johnripper » 04.05.2016, 09:40

MartinDJR hat geschrieben:Du musst zwischen verschiedenen Personen unterscheiden:
  • Anschlussinhaber des Internet-Anschlusses
  • Betreiber des WLAN-Netzes
  • Wohnungseigentümer
  • Mieter der Wohnung
  • (Weitere) Bewohner der Wohnung
... wobei es sich natürlich auch um ein und dieselbe Person handeln kann.

Es gibt ein BGH-Urteil ("Sommer unseres Lebens", Az. 1 ZR 121/08), das besagt, nach welchen Kriterien der "Betreiber" eines WLAN-Netzes Störerhaftung bezahlen muss.

Außerdem gibt es wohl Gesetze, nach denen man den Provider auf Herausgabe der Daten des "Anschlussinhabers" verklagen kann.

Wohnungseigentümer, Mieter und Bewohner sind noch nie wegen Störerhaftung verklagt worden. Es gäbe rechtlich wohl auch keine Grundlage dazu, den Mieter der Wohnung zu verklagen, wenn der Internet-Anschluss nachweislich dem Untermieter oder Mitbewohner gehört.

Du hast sowohl technisch als auch rechtlich gesehen zwei Internet-Anschlüsse in deiner Wohnung liegen:

Sowohl "Betreiber" der WLAN-HotSpots als auch "Anschlussinhaber" des zugehörigen Anschlusses ist UnityMedia. Daran besteht absolut kein Zweifel.

Sofern du einen Zwangsrouter hast (was ja der Fall ist), endet das UnityMedia-Netz hinter dem Router, so dass der WLAN-Router noch - genau so wie die Elektronik in den grauen Schaltkästen an der Straße - Bestandteil des UnityMedia-Netzes ist und nicht deines privaten Netzwerks.

Technisch und inhaltlich einer der besten Beiträge in diesem Thread.

Jedoch nochmal klargestellt:
- Für den Anschluss "WLAN-Hotsport" ist UM rechtlich verantwortlich.
- Für den Anschluss "Endkunde lt. Vertragsunterlagen" bleibt man natürlich selbst verantwortlich -> Dies gilt dann auch für alles was über die WLAN-SSID der Router läuft, die man selbst "benennen"/konfigurieren kann und natürlich auch für den Gastzugang der FritzBox.

Wie auch immer, wer sagt mir, dass das alles so läuft wie UM sich das vorstellt? Und wer sagt mir, dass es nicht doch irgendwo eine Sicherheitslücke ist, für die ich hinterher wieder verantwortlich gemacht werde?
In den Geräten von UM wäre es ja nicht die Erste ...
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