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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Toxic » 21.02.2016, 19:06

Jein..

Denn miete/leihe ich mir ein Auto, muß ich mich vom ordnungsgemäßen Zustand überzeugen.
Ich muß zum Beispiel prüfen, ob Reifen und Beleuchtung in Ordnung sind, oder offensichtliche Anbauten eingetragen sind.

Was mir allerdings nicht angekreidet werden kann, sind Manipulationen, die nur von einem Fachmann offensichtlich entdeckt werden können.
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 21.02.2016, 19:33

Toxic hat geschrieben:Was mir allerdings nicht angekreidet werden kann, sind Manipulationen, die nur von einem Fachmann offensichtlich entdeckt werden können.

Entschuldigung.

Ich bin natürlich von Manipulationen ausgegangen, die nur für einen Fachmann erkennbar sind.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 21.02.2016, 21:10

MartinDJR hat geschrieben:Bei der Störerhaftung ist man laut BGH-Urteil nur dann haftbar, wenn - vereinfacht ausgedrückt - im "eigenen Bereich" etwas falsch gemacht wurde (und man zumindest theoretisch die Möglichkeit gehabt hätte, dasjenige zu verhindern - was aber fast immer der Fall ist).

Bei einem Zwangsrouter (wie es bei einem Mietrouter ist, weiß ich nicht) beginnt "der eigene Bereich" bei der Ethernet-Buchse des Routers, während der Router selbst noch Bestandteil des Netzes des Providers ist. Bei einem gekauften Router beginnt "der eigene Bereich" an der Dose an der Wand und der Router gehört voll dazu.

Wie kommst du darauf, dass "der eigene Bereich" an der Ethernet-Buchse beginnt?
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.
Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit und (eigentlich die Pflicht) die Zugangsdaten zum Router zu ändern.
Dies wird wenigstens von einigen Herstellern beachtet.
Es gibt nur einen Bereich, in dem man vom Provider abhängig ist: Firmwareupdates.
Diese kommen aber gerade bei diesem Provider extrem schleppend. Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.
Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.

Mehr als "eigene Passwörter" und "aktiuelle Firmware" verlangt der Richter dem Benutzer nicht ab.
Das Problem bei falschen IP-Adressen trifft aber alle.
hajodele
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 21.02.2016, 23:08

hajodele hat geschrieben:Wie kommst du darauf, dass "der eigene Bereich" an der Ethernet-Buchse beginnt?

Das ist ganz einfach:

Nach bisheriger Rechtslage waren Zwangsrouter und -modems nur möglich, wenn der Provider im Vertrag drin stehen hatte, dass der Router oder das Modem noch Bestandteil des Netzes des Providers ist und eben nicht zum "eigenen Bereich" gehört.

(Ab August ist so etwas eben nicht mehr möglich.)

hajodele hat geschrieben:Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.

Der Provider wird in diesem Fall wahrscheinlich in seinem Vertrag drin stehen haben, dass du verpflichtet bist, ein sicheres Passwort auszusuchen.

In diesem Fall würde der Vorgang "Aussuchen des Passworts" wieder zum "eigenen Bereich" gehören (nicht jedoch der Router als solcher) und man könnte dich wahrscheinlich wegen Strörerhaftung dran bekommen, wenn dein Router wegen eines zu einfachen Passworts gehackt wurde. Die Argumentation ist dann, dass du beim Aussuchen des Passworts (= eigener Bereich) nicht sauber genug gearbeitet hast.

Wenn der Provider dir das Passwort vorgibt und du ohne Zustimmung des Providers gar nichts an den Sicherheitseinstellungen ändern kannst, kann man so auch nicht mehr argumentieren und der Provider würde wohl die Störerhaftung zahlen müssen (wenn überhaupt).

hajodele hat geschrieben:Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.

Stimmt.

Irgendwer hat einmal gefordert, eine EU-Verordnung einzuführen, dass die Standardeinstellung eines WLAN-Routers die allerhöchste Sicherheitsstufe sein muss (ggf. sogar "WLAN aus", so dass man für die erste Verbindung ein LAN-Kabel braucht) und der Benutzer, wenn er das will, ganz bewusst die Sicherheit runtersetzen muss.

hajodele hat geschrieben:Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.

Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, warum UM eine gepatchte Firmware verwendet. Das Patchen einer Firmware kostet extrem viel Geld - ich weiß das, da ich das beruflich im Automobilsektor mache.

Diese Geldmenge holt man normalerweise nicht dadurch wieder rein, dass man Features wie WLAN abschaltbar macht und dadurch kassiert. (Einige Leute behaupten ja, dass das der Grund dafür war; falls es wirklich der Grund war, dann hat sich UM wahrscheinlich massiv mit den Kosten verkalkuliert.)

Warum also die Firmware patchen?

Ich kann mir immer noch vorstellen, dass irgend Etwas im UM-Netz nicht 100% standardkonform ist und es ohne den Firmwarepatch irgendwelche Ausfälle im UM-Netz gegeben hätte. Sicher wissen kann ich es natürlich nicht. Aber mir fällt kein anderer Grund ein.

Wenn das stimmt, dann hätte UM nach der Veröffentlichung des AVM-Firmwareupdates erst einmal eine neue Software zusammenpatchen müssen, die sowohl die Änderungen von AVM als auch die Änderungen für das UM-Netz enthält. Wenn AVM irgend etwas geändert hat, was auch für das UM-Netz geändert werden musste, dann wird das Mergen besonders haarig. Und das dauert nun mal Zeit.

hajodele hat geschrieben:Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.

Bei selbstgekauften Routern würde AVM dann vielleicht ein Firmwareupdate herausbringen mit der Warnung:
Fiktive Warnung hat geschrieben:Achtung:
Nach der Installation läuft der Router nicht mehr in den Netzen von UnityMedia und KabelHintertupfingen!
Das Firmwareupdate für UnityMedia-Kunden bringen wir in einigen Wochen heraus, für KabelHintertupfingen haben wir kein Update geplant.

Selbst als Profi hast du dann keine Chance, als "einige Wochen" zu warten, bis das Softwareupdate für UnityMedia-Kunden verfügbar ist, während die Kunden von KabelDeutschland längst mit dem neuen Update am Netz sind.

Dabei würde es dir dann aber immer noch besser gehen, als dem Kunden von KabelHintertupfingen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 21.02.2016, 23:13

Ich bin zwar kein Moderator, aber vielleicht darf ich euch trotzdem bitten zum Thema zurückzukommen. Die Schließung wird sonst absehbar sein.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 21.02.2016, 23:29

Ich gebe johnripper recht, mache jedoch nur noch ein paar Anmerkungen:

Die "Zwangsrouter" bestehen eigentlich aus 2 Geräten:
Dem Modem, an dem man nichts ändern braucht/kann (wie z.B. dem Modem von MartinDJR) und dem Router.
Der einzige Unterschied liegt darin, dass man das Kabel nicht sehen kann.

Die Fritzboxen haben eine einheitliche Firmware nur gibt es zusätzlich eine Konfig-Datei, die die Einschränkungen definieren.
Der Upgrade auf 6.03 wurde von der eigenen Schwester Kabelbw etwa 2 Wochen früher veröffentlicht.

Der erwähnte Passus existiert in dieser Form bei keinem mir bekannten Provider.
Jedes Gerät ist in vielen Bereichen offen, lediglich die Schrottkisten die UM in den letzten Jahren als Standardgerät definiert hat, waren eine absolute Zumutung.

Kurz: Das, was du so von dir gibst, hat weder in der Vergangenheit, im Heute noch im Spätsommer irgendwelchen substantiellen Wert.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 22.02.2016, 10:21

johnripper hat geschrieben:Ich bin zwar kein Moderator, aber vielleicht darf ich euch trotzdem bitten zum Thema zurückzukommen. Die Schließung wird sonst absehbar sein.

So weit vom Thema sind wir meiner Meinung nach gar nicht abgewichen:

Es geht in diesem Thread laut Überschrift sehr allgemein um das Ende des Routerzwangs. Die Überschrift lautet nicht: "Noch keine konkreten Pläne für die Herausgabe von Zugangsdaten nach dem Ende des Routerzwangs" oder ähnlich. Somit ist dies ein sehr, sehr, sehr, sehr weites Thema.

Und die Frage, was sich nach dem Ende des Routerzwangs rechtlich ändert, gehört nun mal auch zum Thema "Ende des Routerzwangs".

Die "Zwangsrouter" bestehen eigentlich aus 2 Geräten:

Was für die Haftungsfrage allerdings keine Rolle spielt: Derjenige, der die Möglichkeit hat, die Sicherheitseinstellungen entsprechend einzustellen, haftet, wenn der Router gehackt wurde.

Allerdings bist du in der Beweispflicht, dass dein Router gehackt wurde und nicht du selbst am Rechner gesessen bist. Das ist allerdings auch dann so, wenn der Router im Rechenzentrum des Providers gehackt wurde.

Die Fritzboxen haben eine einheitliche Firmware nur gibt es zusätzlich eine Konfig-Datei, die die Einschränkungen definieren.

Angeblich haben die TC7200-Boxen bei UM eine massiv gepatchte Firmware.

Laut bestimmter Foren sind die Firmware-Patches der Grund dafür, dass die TC7200 nicht so stabil läuft, wie es die "Original-TC7200" tut, die angeblich im Gegensatz zu den UM-TC7200 ein sehr guter Router sein soll.

Woher bist du so sicher, dass die Firmware der UM-FritzBoxen nicht gepatcht ist?
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 22.02.2016, 13:04

hajodele hat geschrieben:
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit (und eigentlich die Pflicht) z.B. ein eigenes komplexes WLan-Passwort zu generieren.
Mich wundert in diesem Zusammenhang, dass nicht die Routerhersteller hier in die Pflicht genommen werden, weil dieser Teil von allen mir bekannten Routern nicht deutlich hervorgehoben wird.
Jeder Benutzer hat die Möglichkeit und (eigentlich die Pflicht) die Zugangsdaten zum Router zu ändern.
Dies wird wenigstens von einigen Herstellern beachtet.
Es gibt nur einen Bereich, in dem man vom Provider abhängig ist: Firmwareupdates.
Diese kommen aber gerade bei diesem Provider extrem schleppend. Wenn ich da nur an das hochkritische Update der Fritzboxen auf 6.03 denke, bei der sich UM die goldene Schnecke geholt hat.
Ich bin aber davon überzeugt, dass genau der Usertype, der auf eigene Router pocht, genau das im Griff hat. Und wenn nicht, habe ich auch kein Bedauern mit ihm.

Mehr als "eigene Passwörter" und "aktiuelle Firmware" verlangt der Richter dem Benutzer nicht ab.
Das Problem bei falschen IP-Adressen trifft aber alle.


Wie kommst du darauf, dass der Benutzer solche Pflichten hat? In welchem Gesetz steht das?

Der Benutzer haftet zwar für gewissen Unfug, den man mit seinem Internet-Zugang anstellen kann, aber ob und wie er diesen verhindert, bleibt sein Bier.
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 22.02.2016, 13:21

Dies wollte ich mit dem Wörtchen "eigentlich" ausdrücken.
Er darf sonst in fast jedem Fall seine Biersuppe persönlich auslöffeln.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GeeBee » 01.04.2016, 19:28

Gibt es hier mittlerweile Neuigkeiten? Man hat ein wenig das Gefühl Unitymedia möchte die Situation ein wenig aussitzen, aber vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Zumindest würde ich mich sehr darüber freuen :super:
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