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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 25.05.2016, 02:10

Was MAC-Adressen betrifft, dürften bald eh längere Adressen vergeben werden: https://de.wikipedia.org/wiki/EUI-64

Dann hat es sich mit der Doppelungswahrscheinlichkeit erstmal erledigt.

Beim IPv6-Suffix wurden längere Mac-Adressen schon berücksichtigt. FF:FE in der Mitte ist für 48-Bit lange Mac-Adressen ein Lückenfüller.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 07.06.2016, 16:29

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 07.06.2016, 16:41

Auch wenn es die AVM-Geräte wohl bald frei erhältlich gibt, sei nach wie vor gesagt (bevor sich manche Leute damit falsche Hoffnungen machen): Bis dahin Finger weg von Kabel-Fritzboxen bei eBay und in Kleinanzeigen! Fritzboxen, die bislang im Umlauf sind, sind alle einmal von Kabelanbietern ausgegeben worden, um in deren Netz genutzt zu werden. Es ist anzunehmen, dass diese sich aufgrund von gebrandeter Firmware oder spezieller Konfigurationen nicht über ein Captive Portal provisionieren lassen und sich nicht in den selben jungfrühlichen Zustand versetzen lassen, wie eine frisch ausgepackte frei erhältliche Fritzbox.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Leseratte10 » 08.06.2016, 06:26

Die AVM-Kabelboxen werden - genau wie alle anderen AVM-Fritzboxen - über ein ganz normales Branding in die UM-Variante "verwandelt". Wenn es hoch kommt (bin mir gerade nicht sicher), noch über Provider-Additive. Beide dieser Veränderungen sind nur Ergänzungen, die von AVM für die Netzbetreiber in die Firmware eingebaut werden, d. h., AVM bastelt die ganze Software und UM teilt ihnen nur ihre Wünsche mit.

Ich habe (bzw. hatte, bis sie ausgetauscht wurde wegen Hardwaredefekt) auf meiner 6360 sowohl das Branding zurückgesetzt (= "avm" anstatt "unity") und eventuell vorhandene Additive entfernt, und das Recovery von AVM aufgespielt. An der Provisionierung hat das nix geändert - angeschlossen, läuft.

Udn wenn ich sämtliche Additive und Brandings deaktiviere und dann ein Recovery von AVM drüber laufen lasse, erklärst du mir, wie da dann noch Reste von Unitymedia drauf sein sollen, die da irgendwas manipulieren?

Es würde mich sehr wundern, wenn eine alte Provider-Box nicht genau wie eine neue AVM-Box genutzt werden kann. Außer natürlich, Unitymedia stellt sich stur und sagt: Hey, der MAC nach haben wir diese Box irgendwann mal nem Kunden vermietet und der hat sie nicht zurückgegeben also darfst du sie nicht benutzen. Aber ich denke mal, das dürfen sie auch nicht. Der Kunde hat ja dann diese Strafgebühr bezahlt (damit sollte die Box ja in sein Eigentum übergehen), und technisch würde alles funktionieren.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 08.06.2016, 07:33

Leseratte10 hat geschrieben:Die AVM-Kabelboxen werden - genau wie alle anderen AVM-Fritzboxen - über ein ganz normales Branding in die UM-Variante "verwandelt". Wenn es hoch kommt (bin mir gerade nicht sicher), noch über Provider-Additive. Beide dieser Veränderungen sind nur Ergänzungen, die von AVM für die Netzbetreiber in die Firmware eingebaut werden, d. h., AVM bastelt die ganze Software und UM teilt ihnen nur ihre Wünsche mit.

Im Artikel auf Heise.de heißt es:
Heise.de hat geschrieben:Die Hersteller brauchen die Spezifikationen, damit sie ihre Geräte für die Anmeldung in beliebigen Providernetzen anpassen können. ... Auf Nachfrage, wie es AVM anstellen will, trotzdem bis August geeignete Geräte in den Handel zu bringen, teilte das Unternehmen mit: "Wie andere Hersteller auch, warten wir täglich auf konkrete Infos. ..."

Sprich: Es ist durchaus möglich, dass die Geräte, noch nicht einmal die heutigen UM-Leihgeräte an einem "neuen" Anschluss funktionieren würden.

Daher würde ich auf gar keinen Fall ein Gerät kaufen, bevor die Provider ihre Spezifikation veröffentlicht haben und auch danach nicht, wenn der Hersteller nicht garantiert, dass das Gerät der Spezifikation entspricht, die es zur Zeit noch nicht gibt.

Leseratte10 hat geschrieben:Ich habe ... auf meiner 6360 sowohl das Branding zurückgesetzt ... und eventuell vorhandene Additive entfernt, und das Recovery von AVM aufgespielt. An der Provisionierung hat das nix geändert ...

... bis UnityMedia auf den eigenen Routern in ihrem Rechenzentrum ein Softwareupdate aufspielt und plötzlich sämtliche Home-Router ohne gepatchte Software nicht mehr funktionieren!

In diesem Fall hättest du ein echtes Problem bekommen: Sobald sich rausgestellt hätte, dass du an der Firmware rumgespielt hast, hätte UM deinen Anschluss kündigen können (wegen groben Verstoßes gegen die AGB) und/oder dir die Kosten in Rechnung stellen, die durch die Fehlersuche entstanden sind.

Mit einem eigenen Router könnte es ähnlich kommen. Zum Beispiel:

In der Schnittstellenbeschreibung der deutschen Provider könnte drin stehen, dass der Kabelrouter "EuroDOCSIS, IPv4, IPv6, 464xlat, DS-Lite und DabelKeutschland-1234" unterstützen muss.

Du kaufst dir eine FritzBox, die IPv4, IPv6, DS-Lite, aber kein DabelKeutschland-1234 und auch 464xlat unterstützt und das ganze funktioniert auch noch bis Oktober hervorragend.

Im Oktober kommt UnityMedia auf die Idee, von DS-Lite auf 464xlat umzustellen und du stehst mit deinem Router IPv6-only da. Im November wird ein weiteres Softwareupdate im UnityMedia-Netz gemacht und du bekommst gar kein Internet mehr, weil dein Router kein DabelKeutschland-1234 kann...

Da dein Router nicht der Schnittstellenbeschreibung deines Providers entspricht, ist das dann ausschließlich dein Problem...

Falls AVM kein Softwareupdate herausbringt, kannst du deine erst vier Monate alte FritzBox wegschmeißen. Verkauft wirst du sie nicht bekommen, denn sie ist ja mit keinem deutschen Provider kompatibel.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 08.06.2016, 08:16

Leseratte10 hat geschrieben: Der Kunde hat ja dann diese Strafgebühr bezahlt (damit sollte die Box ja in sein Eigentum übergehen), und technisch würde alles funktionieren.

Ich habe hier ein Schreiben aus 2011, als KabelBW mich mal wegen einer verloren Rücksendung abzocken wollte. Dort ist wirklich von Gebühr die Rede. In einem neueren Versuch durch Unitymedia (2014), der sich dann als Fehler herausstellte, ist von Schadenersatz die Rede. Es ist also nicht die Rede von einem Kaufvertrag oder Übereingungsvertrag, insofern sehe ich nicht, dass das Gerät in das Eigentum des Kunden übergeht.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 08.06.2016, 09:29

johnripper hat geschrieben:... insofern sehe ich nicht, dass das Gerät in das Eigentum des Kunden übergeht.

Da gab es aber mal den Fall, dass jemand ein gestohlenes Wohnmobil gekauft hat, es aber keine Möglichkeit gab, nachzuprüfen, dass das Wohnmobil geklaut war (die Kriminellen hatten gut gefälschte Fahrzeugpapiere).

Der BGH hat entschieden, dass der Käufer dadurch tatsächlich zum Eigentümer wird.

Wenn jemand ein Modem verkauft, für das er Schadensersatz bezahlt hat, dann könnte es tatsächlich sein, dass der Käufer dadurch Eigentümer wird.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinP_Do » 08.06.2016, 09:38

Udn wenn ich sämtliche Additive und Brandings deaktiviere und dann ein Recovery von AVM drüber laufen lasse, erklärst du mir, wie da dann noch Reste von Unitymedia drauf sein sollen, die da irgendwas manipulieren?

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Von einer vollständigen Entfernung der Brandings würde ich nur reden, wenn DVB-C auf dem Ding wieder funktioniert - und da könntest Du mit deinem Kabel-Provider zusätzlich noch das Problem bekommen, daß man rückwirkend von Dir Kabelfernsehgebühren verlangt, z. B. mit einem 2Play Vertrag, und Dein Kabelanschluss keinen "Nur Internet Filter" im Hausverteiler hat ...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 08.06.2016, 09:42

Bin ich froh, wenn es endlich September ist:
Dann ist die leidige Diskussion ums Eigentum vorbei. (Im August wird es wohl hefiger werden)
Und dann beginnt auch WiFiSpot. Der Sommer ist dann vorbei und man kann dann mal schauen, wie das so wird.

Die leidige Schwarzmalerei eines Mitglieds wird wohl nie aufhören.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Leseratte10 » 08.06.2016, 09:57

@MartinP kann ich nicht testen, habe keine 6490. Und die 6360 hat kein DVB-C.

Außerdem muss das ja keine Firmware-Einschränkung sein. Eventuell ist ja in der Firmware eingebaut, dass UM über die docsis config das aktivieren und deaktivieren kann - dann würde das auch bei einer eigenen Fritzbox so passieren.
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