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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 04.04.2016, 09:00

Zudem müsste UM erst mal erklären, warum z.B. die Fritzbox 6490, die über UM gemietet wird läuft, die gleiche über Amazon bestellt nicht funktioniert.
UM müsste also ALLE beim Kunden befindlichen Geräte gegen Geräte mit einer speziellen Version austauschen.
An diesem Tag möchte ich kein Kunde bei UM sein. Und am "Day after" auch nicht.

Das hätte aber für die verbleibenden Kunden einen Vorteil: Es ständen wieder reichlich IPv4-Adressen zur Verfügung :D
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 04.04.2016, 14:39

hajodele hat geschrieben:Zudem müsste UM erst mal erklären, warum z.B. die Fritzbox 6490, die über UM gemietet wird läuft, die gleiche über Amazon bestellt nicht funktioniert.

Als es um die beiden Fragen ging ...
  • wie die Provider das mit der Provisionierung in Zukunft machen wollen
  • was die Provider denn machen wollen, wenn billige Fernosthersteller Modems verkaufen, die alle dieselbe MAC-Adresse haben (bei Netzwerkkarten ist das bereits heute der Fall)
... habe ich die Idee geäußert, die Provider könnten einfach definieren, dass die MAC-Adresse des Modems Bestandteil der Zugangsdaten ist, die dem Kunden bei Vertragsabschluss ausgehändigt werden. Dadurch müssen die Provider an ihren internen Abläufen (Modem-Provisionierung) nichts ändern und auch das Problem mit doppelten MAC-Adressen kann nicht auftreten.

Sofern die Modemhersteller in der Lage wären (wohlgemerkt: "wären", nicht: "wenn sie das tun"), Modems mit einstellbarer MAC-Adresse zu bauen, ist dies 100% mit der neuen Gesetzeslage konform. Wenn auch nur ein einziges Modell auf dem Markt ist, bei dem man das tatsächlich machen kann (z.B. ein Laborgerät für 10.000 Euro), dann ist das juristisch absolut wasserdicht.

Wenn du ein gemietetes Modem nimmst, sorgt UnityMedia natürlich dafür, dass das Modem "die korrekten Zugangsdaten eingestellt hat" (= dass dir die MAC-Adresse, die das Modem sowieso schon hat, als "Zugangsdaten" mitgeteilt wird).

Wenn du bei UnityMedia nachfragst, wie man denn die Zugangsdaten bei der FritzBox einstellt, wird dir lapidar gesagt, dass die für Großabnehmer bereits bei AVM korrekt eingestellt werden.

Ob einer der Kabelprovider das wirklich so handhaben wird, weiß ich natürlich nicht. Denkbar wäre es allerdings!
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 04.04.2016, 16:18

Wir sollten uns keine Gedanken über Probleme machen, die keine sind. Es gibt bereits Länder ohne Routerzwang (hier schon berichtet: Australien) und darüber hinaus kleine deutsche Kabelanbieter, bei denen man ein eigenes DOCSIS-Modem nutzen darf. Dort sind weder die Kabelnetze voller Störquellen, noch wird anderen Leuten der Zugang durch gefälschte MAC-Adressen geklaut.

Und ganz unabhängig davon: Man kann sich bei vielen einschlägigen Elektronikhändlern DOCSIS-Modems einfach so kaufen. Und auch wenn Unitymedia sie (noch) nicht freischaltet - anschließen und versuchen, damit Mist zu bauen, kann man schon immer.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Reiner_Zufall » 05.04.2016, 06:56

Ich glaube, ihr reitet euch in was hinein. Geht bitte bei den Nutzern nicht von Nerds aus. Die Mehrheit der Kunden wird wahrscheinlich noch nicht mal was vom Routerzwang wissen noch wissen, was das konkret bedeutet. Dann kommt UM irgendwann mit einem "kostenlosen Servicevertrag" für den Kunden, dass er mit dem Vertrag einen Rundum Service erhält, was den Router angeht. Dann gibt's den UM Router für umme. Den meisten wird es egal sein, da ja das Wort "kostenlos" drin vorkommt. Kostenlos zieht bei Kunden immer gut.

Hier wird es ja so dargestellt, als ob das große Chaos im August bei UM einbricht. Dem wird nicht so sein. Für die Nerds wird man ne Lösung haben, der Rest wird sich freiwillig nen Router von UM holen. Ganz ehrlich, wenn UM mir bei Abschluss ne FB für umme anbietet, wozu selbst einen Router kaufen? Das da Sip nicht geht... Geschenkt bei Flat auf dem Handy.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 05.04.2016, 11:55

Reiner_Zufall hat geschrieben:Ich glaube, ihr reitet euch in was hinein. Geht bitte bei den Nutzern nicht von Nerds aus. Die Mehrheit der Kunden wird wahrscheinlich noch nicht mal was vom Routerzwang wissen noch wissen, was das konkret bedeutet. Dann kommt UM irgendwann mit einem "kostenlosen Servicevertrag" für den Kunden, dass er mit dem Vertrag einen Rundum Service erhält, was den Router angeht. Dann gibt's den UM Router für umme. Den meisten wird es egal sein, da ja das Wort "kostenlos" drin vorkommt. Kostenlos zieht bei Kunden immer gut.

Hier wird es ja so dargestellt, als ob das große Chaos im August bei UM einbricht. Dem wird nicht so sein. Für die Nerds wird man ne Lösung haben, der Rest wird sich freiwillig nen Router von UM holen. Ganz ehrlich, wenn UM mir bei Abschluss ne FB für umme anbietet, wozu selbst einen Router kaufen? Das da Sip nicht geht... Geschenkt bei Flat auf dem Handy.


Mich hatte aus der Nachbarschaft schonmal jemand hergeholt, weil er seinen alten ARCOR-Router nicht am UM-Anschluss zum Laufen bekommen hat. Manche Leute denken sich halt auch, sie haben doch schon Router.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 05.04.2016, 22:35

GoaSkin hat geschrieben:Es gibt bereits Länder ohne Routerzwang und darüber hinaus kleine deutsche Kabelanbieter, bei denen man ein eigenes DOCSIS-Modem nutzen darf.

Das ist völlig korrekt, bedeutet aber noch lange nicht, dass die beiden großen Anbieter das ab dem 1. August alles genau so machen werden.

Insbesonders dann, wenn sie aus welchem Grund auch immer nicht haben wollen, dass die Kunden eigene Modems anschließen, werden sie sich bestimmt nicht an den Anbietern orientieren, wo alles reibungslos klappt.

Das Umstellen von den jetzigen Abläufen ("Zwangsmodem wird einmalig vom Provider provisioniert") auf andere Abläufe ("Modem des Kunden muss - wenn es dumm läuft - mehrmals am Tag neu provisioniert werden, da der Kunde 10 verschiedene Modems ausprobieren will") kostet den Provider auf jeden Fall Geld. Egal, wie diese Umstellung technisch gelöst wird. Geld, dass sich jeder Provider gerne sparen würde.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 05.04.2016, 23:39

MartinDJR hat geschrieben: Geld, dass sich jeder Provider gerne sparen würde.

Wo wir wieder beim Thema wären. :glück:
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 06.04.2016, 13:45

Ist es eigentlich schwierig, auf einem eigenen Linux-Router DS-Lite so zu konfigurieren, dass es funktioniert?
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon BSDUSER » 09.04.2016, 10:54

GoaSkin hat geschrieben:Ist es eigentlich schwierig, auf einem eigenen Linux-Router DS-Lite so zu konfigurieren, dass es funktioniert?

Das versuche ich seite einiger Zeit herauszufinden.
Allerdings mit *BSD basierenten Systemen.
Es gibt darüber relativ wenig konkrete Dokumentation. Oder ich suche nicht nach den richtigen Schlüsselwörtern.

Interessant ist was für eine Netzwerkkonfiguration von UNM an den Kunden provisioniert wird.
Was für ein IPv6 Netz erhalte ich denn z.B. von UNM? ein /56?
Ich bräuchte ein Test Szenario, d.h. einen Anschluss im "bridge-modus".

Und es muss doch DOCSIS 3.0 fähige Modems geben, mit einem Terminator für Telefonie.

Mein Anschluss ist noch ein Altanschluss und ich fahre seit Jahren mit SIXXS.
In den letzten Wochen zerschlägt UNM immer mal wieder meine Uptime. Ich hatte eine SIXXS Uptime von etwas über 172 Wochen.
Das geht auch mit Updates des Routers, die sind in der Regel innerhalb einer Stunde durchzuführen.
Aber seit Anfang Januar diesen Jahres fällt die Verbindung gerne in der Nacht für mehrere Stunden aus. Kein Internet, kein Telefon, kein TV.

Und *NEIN* ich will keinen Provider Router, ich möchte eine DOCSIS 3.0 fähiges Modem mit einem Terminator für die Telefonie!
Kann ja nicht so kompliziert sein.

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 11.04.2016, 18:25

Das DOCSIS-fähige Modem übernimmt den DS-Lite Tunnel per Definition nicht. Da nutzt es auch nichts, wenn das Router Telefonie kann. Auch ist zu unterscheiden zwischen DOCSIS-Telefonie und Voice Over IP. DOCSIS-Telefonie ist nicht IP-basiert, sondern setzt direkt auf der Kabelverbindung auf. Das ist das, was viele Modems können. Geht halt nur mit einer Nummer, wird aber von UM bei manchen Kunden so realisiert. Was hingegen VOIP betrifft, wird die Telefonie bei DS-Lite Kunden per IPv6 realisiert; die SIP-Server von Unitymedia sind über IPv6 erreichbar.

Demnach hat der Telefonie-Aspekt (wahrscheinlich) keinen Nutzen, wenn es um die Realisierung von AFTR geht.
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