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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Leseratte10 » 03.04.2016, 00:57

Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 03.04.2016, 01:10

Leseratte10 hat geschrieben:Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.

Auch ne Idee. Aber dann würde man es dem Kunden ja zu einfach machen. UM ist jetzt wirklich nicht kundenorientiert in so Sachen : )
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 03.04.2016, 02:43

Leseratte10 hat geschrieben:Je nachdem wie viel manuelle Arbeit die allerdings mit dem freischalten eines eigenen Geräts haben kann ich mir vorstellen, dass zusätzlich auch der Bridgemodus in den UM-Geräten aktiviert wird, damit möglichst wenig Kunden einen Sinn darin sehen, ein eigenes Gerät anzuschließen.


Wenn der Kunde nicht in der Lage ist, einen eigenen Router im Bridge-Modus hinter dem UM-Gerät in Betrieb zu nehmen, ist das genau der selbe Support-Aufwand, als wenn jemand nicht in der Lage ist, einen selbst gekauften DOCSIS-Router in Betrieb zu nehmen. Von daher gehupft wie gesprungen.

Wenn jemand nicht inder Lage ist, DOCSIS-Hardware in Betrieb zu nehmen, kann Unitymedia allerdings das Gerät per TR-069 konfigurieren und vom Kunden verlangen, TR-069 zur Verarbeitung des Support-Falles zu aktivieren. Ein per LAN nachgeschaltetes Gerät ist für den Provider nicht so einfach erreichbar. Die Telekom macht übrigens auch als letztes Mittel eine Fernkonfiguration, sofern dies möglich ist.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 03.04.2016, 06:51

GoaSkin hat geschrieben:Wenn der Kunde nicht in der Lage ist, einen eigenen Router im Bridge-Modus hinter dem UM-Gerät in Betrieb zu nehmen, ist das genau der selbe Support-Aufwand, als wenn jemand nicht in der Lage ist, einen selbst gekauften DOCSIS-Router in Betrieb zu nehmen. Von daher gehupft wie gesprungen.

Nicht ganz:

Als ich den Beitrag von von "ervau" gelesen habe, habe ich genau so gedacht wie "Leseratte10":

Die Provider wollen nicht, dass man eigene Router oder Modems anschließt, da sie Angst vor Problemen haben. Was können sie also tun?

Die Möglichkeit wäre zum Beispiel, reine Modems auszugeben, damit die Kunden möglichst alle Freiheitsgrade haben, und möglichst wenige Kunden ein eigenes Modem haben wollen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon koax » 03.04.2016, 08:09

Nur mal als Beispiel wie ein anderer Provider das regelt bzw. teilweise noch nicht regelt.
Netcologne hat bisher sobald IP-Telefonie eingeschlossen war auch keine SIP-Daten herausgegeben sondern Zwangs-IADS oder Zwangsrouter verordnet.
Netcologne bietet verschiedene Techniken an, u.a. auch Anschlüsse über Kabelmodem.
Während die Voraussetzungen für die übrigen Techniken bereits genannt werden und dem Kunden beim Produktwechsel oder Neuanschluss genannt werden, sind sie mit einer Umsetzung beim Kabel auch noch nicht so weit.
https://www.netcologne.de/selbsteinrichten
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 03.04.2016, 09:49

MartinDJR hat geschrieben:Die Provider wollen nicht, dass man eigene Router oder Modems anschließt, da sie Angst vor Problemen haben. Was können sie also tun?

Die Möglichkeit wäre zum Beispiel, reine Modems auszugeben, damit die Kunden möglichst alle Freiheitsgrade haben, und möglichst wenige Kunden ein eigenes Modem haben wollen.

Dieser Vorschlag wurde von den Kunden gleich nach der Einführung der Gateways gemacht. Leider ging damals Kabelbw bzw. UM nicht darauf ein. Es wurde nichteinmal versucht, es zu erklären.
Der erste Versuch des Routerzwanggesetzes über die Bundesnetzagentur ging in die gleiche Richtung. Da mussten die Provider lediglich eine Liste mit ein paar Geräten veröffentlichen, die sie anschließen müssen. Kurz vor der Verabschiedung wurde damals die Verordnung schlicht ins Gegenteil getauscht. Ich wäre so gerne "Mäuschen" gewesen um zu erfahren, was sich da hinter den Kulissen abgespielt hat. Die Kabelprovider waren damals auch gegen diese Lösung.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 03.04.2016, 11:20

Die KNBs waren jahrelang gegen jeglichen Kompromiss, jetzt müssen sie eben mit der Maximalforderung leben und sogar kundeneigene Modems unterstützen.

Zu Beginn/früher (TM) von (damals noch T-)DSL war es üblich, dass dir die Telekom ein Modem gestellt hat, das einfach nur ein blödes Modem war. Groß, hässlich, weiß. Es hatte diverse LEDs um zu prüfen ob es mit der Vermittlungsstelle synchronisiert. Hat es dies nicht, dann war dies ein Fall für den Service des Anbieters, hat es synchronisiert wusste man es funktioniert grundsätzlich. Hinter dem Modem konnte man dann Anschließen was man wollte, Hauptsache der Router oder PC konnte eine PPoE Einwahl. Waren die angesprochen LEDs grün, wusste man der Fehler lag bei einem selbst.

Jahrelang hatten diese Lösungen niemand gestört, bist die Provider angefangen haben mit ihrem Routerzwang. Sollen sie am Supportaufwand ersticken.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon ervau » 03.04.2016, 11:53

MartinDJR:
Die Möglichkeit wäre zum Beispiel, reine Modems auszugeben, damit die Kunden möglichst alle Freiheitsgrade haben, und möglichst wenige Kunden ein eigenes Modem haben wollen.


Wäre doch fast das, was ich vorgeschlagen habe -> Freischalten des Bridge-Modus bei TC und Ubee? Nur daß bei meinem Vorschlag niemand Hardware durch die Gegend schicken muß.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 03.04.2016, 18:06

johnripper hat geschrieben:Die KNBs waren jahrelang gegen jeglichen Kompromiss, jetzt müssen sie eben mit der Maximalforderung leben und sogar kundeneigene Modems unterstützen.
...
Jahrelang hatten diese Lösungen niemand gestört, bist die Provider angefangen haben mit ihrem Routerzwang. Sollen sie am Supportaufwand ersticken.

Sollte es den Kabelprovidern zu bunt werden, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die ich in vorherigen Posts beschrieben habe: Es technisch so gut wie unmöglich zu machen, eigene Geräte anzuschließen.

Was den Supportaufwand angeht: Wenn du den Router nicht beim Provider mietest, ist der Provider auch nicht verpflichtet, irgendwelchen Support zu geben, wenn das Problem (aus Sicht des Kunden) vor der Multimedia-Dose und nicht dahinter liegt.

Router lässt sich nicht einrichten? Rufen Sie beim Hersteller an! UnityMedia ist nicht zuständig.

Oder noch besser:

Router lässt sich nicht einrichten? Für 2,99 Euro die Minute helfe ich Ihnen gerne weiter!

Bei 2,99 Euro die Minute erstickt jede Firma gerne im Supportaufwand!

ervau hat geschrieben:Wäre doch fast das, was ich vorgeschlagen habe -> Freischalten des Bridge-Modus bei TC und Ubee? Nur daß bei meinem Vorschlag niemand Hardware durch die Gegend schicken muß.

Zumindest was den/die/das TC7200 mit DS-Lite angeht, funktioniert das meines Wissens nicht:

Ich habe mal igrendwo das Handbuch des TC7200 gefunden, das die Kunden in Ländern ohne Routerzwang bekommen, die sich so ein Gerät ohne den Provider zu fragen im Laden kaufen.

Da stand drin, dass der Bridge-Modus nur im IPv4-only-Betrieb funktionieren würde...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 03.04.2016, 18:15

MartinDJR hat geschrieben:
johnripper hat geschrieben:Die KNBs waren jahrelang gegen jeglichen Kompromiss, jetzt müssen sie eben mit der Maximalforderung leben und sogar kundeneigene Modems unterstützen.
...
Jahrelang hatten diese Lösungen niemand gestört, bist die Provider angefangen haben mit ihrem Routerzwang. Sollen sie am Supportaufwand ersticken.

Sollte es den Kabelprovidern zu bunt werden, gibt es ja immer noch die Möglichkeit, die ich in vorherigen Posts beschrieben habe: Es technisch so gut wie unmöglich zu machen, eigene Geräte anzuschließen.


Was dazu führt, dass UM auf einmal eine ganze Reihe Kunden mit eigenem Router/Modem vor der Tür stehen hat und all diesen Kunden erklären kann/muss, dass das Gerät am UM-Anschluss nicht funktioniert? Mit der Gefahr, dass es hinterher doch wieder als Routerzwang ausgelegt wird?

Na den Shitstorm mag ich sehen: :ballett:
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