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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon strelnikov » 01.04.2016, 21:37

GeeBee hat geschrieben:Gibt es hier mittlerweile Neuigkeiten? Man hat ein wenig das Gefühl Unitymedia möchte die Situation ein wenig aussitzen, aber vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen. Zumindest würde ich mich sehr darüber freuen :super:


Was für ein Quatsch - :brüll:

Ein Mitarbeiter wird sich hüten, etwas konkretes zu sagen, wenn er den etwa wüßte :schnarch:
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 02.04.2016, 01:44

Wie dem auch sei - es wird viel über den Irrglauben diskutiert, dass sich in Bezug auf die Leihgeräte, die mit den laufenden Verträgen ausgegeben sind, etwas ändern muss.

Das neue Gesetz verpflichtet aber nicht dazu, dass alle Leihgeräte ab dem Sommer offen sein müssen, vom Benutzer mit eigener Firmware bespielt werden können und nur noch ungepatchte Firmware läuft. Das ist ein völlig anderes Thema.

Es ist lediglich gefordert, dass man sich als Nutzer sein eigenes DOCSIS-Modem (oder Router) erwerben kann und nutzen darf. Und dafür gibt es auch nicht viel vorzubereiten. Ob Horizon, Fritzbox oder ein im Nerd-Großhandel gekauftes Bastler-Modem: Die Prozedur ist für den Netzanbieter, dort ein DOCSIS Configfile aufzuspielen, immer die selbe. Gedanken muss sich Unitymedia da eher in die Richtung machen, wie das verwaltungstechnisch am besten umgesetzt wird (Webseite? Anpassung in der Callcenter Software notwendig? Änderungen an der Kundendatenbank notwendig?). Themen, die für die Öffentlichkeit und die Nutzer vollkommen langweilig sind. Darum gibt es dazu auch nichts zu erzählen und zu verkünden.

Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!

Wer einen Router mit Narrenfreiheit möchte, muss ihn sich im Einzelhandel kaufen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 02.04.2016, 08:05

GoaSkin hat geschrieben:Es ist lediglich gefordert, dass man sich als Nutzer sein eigenes DOCSIS-Modem (oder Router) erwerben kann und nutzen darf.

... und die Bundesregierung weist darauf hin, dass dies auch nur für Neuverträge gilt!

Wenn man sich also einen eigenen Router anschaffen will, bleibt nichts anderes übrig, als den bestehenden Vertrag zu kündigen und einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Leute, die noch einen IPv4-Altvertrag haben, bekommen dann DS-Lite (viewtopic.php?f=10&t=33128) oder müssen einen Buissiness-Vertrag nehmen.

(... wobei DS-Lite in mittlerer Zukunft ein echter Vorteil gegenüber IPv4-only (nicht gegenüber echtem DualStack) sein könnte:

Die ersten IPv6-only-Webseiten gibt es bereits (z.B. eine Universität in China und auch eine Deutsche Website, die aber eher als Spielerei zu betrachten ist) und es gibt davon immer mehr und gleichzeitig beginnen Tunnel-Broker (konkret: SixXS) lansam, den Dienst einzustellen (http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 60822.html).

Während man mit DS-Lite dann alle Websites der Welt (egal ob IPv4-only, DualStack oder IPv6-only) ansurfen kann, werden immer mehr Websites für Leute mit IPv4-only nicht mehr erreichbar sein. Spätestens, wenn es so weit ist, werde ich - Altvertrag - mich auch ebenfalls auf DS-Lite umstellen lassen.)

GoaSkin hat geschrieben:Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!

Wer einen Router mit Narrenfreiheit möchte, muss ihn sich im Einzelhandel kaufen.

Völlig korrekt erkannt!
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon un1que » 02.04.2016, 13:45

MartinDJR hat geschrieben:Wenn man sich also einen eigenen Router anschaffen will, bleibt nichts anderes übrig, als den bestehenden Vertrag zu kündigen und einen neuen Vertrag zu unterschreiben.

Leute, die noch einen IPv4-Altvertrag haben, bekommen dann DS-Lite

Woher stammt denn diese Info, hast du eine zuverlässige Quelle? Oder bist du dieser "UM Mitarbeiter", der sich hier melden sollte?

GeeBee hat geschrieben:vielleicht kann ein Mitarbeiter ja hier etwas mehr Klarheit und Transparenz schaffen
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Leseratte10 » 02.04.2016, 14:57

GoaSkin hat geschrieben:Wie dem auch sei - vergesst den Gedanken, dass man ab Sommer auf einer Leih-Fritzbox 6490 plötzlich einen Telnet-Zugang hat, dort selbst Update-Files einspielen kann und die Freetz-Firmware installieren!


Auf einer Leih-Fritzbox vielleicht nicht; aber dann hindert mich keiner mehr dran, mir ne eigene 6490 zu kaufen. Und wenn die dann mir gehört, dann kommt man auch an Telnet - notfalls, indem man sie aufschraubt und sich direkt an die serielle Konsole hängt um einen Telnet-Dienst da drauf zu kriegen. Wenn man dann Telnet hat, kann man sich auch die Update-Funktion wieder freischalten; und AVM wird mit Ende des Routerzwangs wohl auch Firmware veröffentlichen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 02.04.2016, 16:37

un1que hat geschrieben:Woher stammt denn diese Info, hast du eine zuverlässige Quelle?

Das sind gleich drei Aspekte auf einmal:

  • Die Information, dass Bestandskunden keinen Anspruch auf Anschluss eines eigenen Routers haben, stammt aus einer Stellungnahme der Bundesregierung. Die Gesetzesänderung gilt demnach nur für Neukunden. Die Bundesregierung ist eine zuverlässige Quelle.
  • Natürich könnte UnityMedia sich auch dazu entscheiden, Bestandskunden freiwillig zu erlauben, einen eigenen Router anzuschließen. Zugegeben, das wäre möglich. Wenn die das wirklich vorhätten, frage ich mich aber, warum die das nicht schon jetzt ihren Kunden erlauben. Daher bin ich mir zu 99% sicher, dass es für Bestandskunden zumindest dieses Jahr nicht möglich sein wird, einen eigenen Router anzuschließen.
  • Dass du als Neukunde bei UnityMedia einen DS-Lite-Anschluss bekommst (oder einen Bussines-Vertrag nehmen musst), konnte man oft genug lesen. Im von mir verlinkten Beitrag eines DS-Lite-"Geschädigten" zum Beispiel.

Sobald den beiden Firmen (UM und KD) die IPv4-Adressen ausgehen, könnte ich darauf wetten, dass sie den alten (IPv4-only) Bestandskunden erlauben werden, eigene Modems anzuschließen: Dadurch können sie die Kunden auf DS-Lite umstellen, ohne die gemietete Hardware gegen IPv6-fähige Hardware austauschen zu müssen!
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon GoaSkin » 02.04.2016, 16:44

Leseratte10 hat geschrieben:Auf einer Leih-Fritzbox vielleicht nicht; aber dann hindert mich keiner mehr dran, mir ne eigene 6490 zu kaufen. Und wenn die dann mir gehört, dann kommt man auch an Telnet - notfalls, indem man sie aufschraubt und sich direkt an die serielle Konsole hängt um einen Telnet-Dienst da drauf zu kriegen. Wenn man dann Telnet hat, kann man sich auch die Update-Funktion wieder freischalten; und AVM wird mit Ende des Routerzwangs wohl auch Firmware veröffentlichen.


Wenn AVM seine Produktpolitik ändert und die Fritzbox 6490 über den Einzelhandel vertreibt, dann kann man natürlich auch eine eigene Fritzbox 6490 mit normaler Firmware kaufen.

Bislang sieht es aber so aus, dass AVM die Kabelfritzboxen nur an Kabelanbieter ausliefert. Manche Kabelanbieter (u.A. Kabel Deutschland) verkaufen diese Router dann zwar an die Endkunden weiter; dabei handelt es sich aber dann nicht um jungfräuliche Boxen, sondern welche mit Provider-Branding und kastrierter Firmware drin.

[quote="DS-Lite-Spekulationen allgemein"]

Nicht nur der Kunde hat ein Kündigungsrecht zum Vertragsende. Auch der Anbieter hat nicht die Pflicht, nach dem Vertragsende dem Kunden eine Verlängerung zu den selben Konditionen zu bieten. Dass man IPv4-Kunden nicht bei Tarifänderungen oder dem Ablauf der Mindestvertragslaufzeit auf DS-Lite umstellt, ist einfach nur Kulanz.

Ob Kunden mit eigenem Modem dann DS-Lite verpasst bekommen oder Bestandskunden unter anderen Umständen zukünftig IPv4 verlieren werden, ist ein Blick in die Glaskugel. Das einzige was klar ist, dass es eine Frage der Zeit ist, bis alle Kunden auf IPv6 umgestellt werden - bei allen Providern und zwar weltweit.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 02.04.2016, 16:52

MartinDJR hat geschrieben:[*]Natürich könnte UnityMedia sich auch dazu entscheiden, Bestandskunden freiwillig zu erlauben, einen eigenen Router anzuschließen. Zugegeben, das wäre möglich. Wenn die das wirklich vorhätten, frage ich mich aber, warum die das nicht schon jetzt ihren Kunden erlauben. Daher bin ich mir zu 99% sicher, dass es für Bestandskunden zumindest dieses Jahr nicht möglich sein wird, einen eigenen Router anzuschließen.[/list]

Die Frage ist, ob bzw. wieviel extra Mühe es kostet, den Bestandskunden dies (ebenfalls) zu erlauben oder ob ggf. sogar einfach ist, die Plattform komplett für alle Kunden umzustellen.
Bevor am 1. August die Hotline explodiert bzw. das Netz zusammenbricht, würde ich als KNB erst mal versuchen Erfahrungen mit den Neukunden zu sammeln und mir dann erst später nicht mehr die Mühe machen zwischen Neu- und Altkunde zu unterscheiden.
Eventuell führt man auch einfach einen neuen Tarif für die Altkunden ein um die Hemmschwelle etwas zu erhöhen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon ervau » 02.04.2016, 18:18

Wäre aber doch richtig toll, wenn UM/KBW bei den bisher verteilten Kisten den Bridge-Modus freischalten würde!
Mir ist allerdings klar, daß man dazu die Kunden fragen müßte, wer's mag und wer nicht.
Technisch wäre das einfach, denn es gibt's; verwaltungstechnisch vermutlich zu aufwändig und damit zu teuer.
Eigentlich Schade.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnripper » 02.04.2016, 19:32

ervau hat geschrieben:Wäre aber doch richtig toll, wenn UM/KBW bei den bisher verteilten Kisten den Bridge-Modus freischalten würde!
Mir ist allerdings klar, daß man dazu die Kunden fragen müßte, wer's mag und wer nicht.
Technisch wäre das einfach, denn es gibt's; verwaltungstechnisch vermutlich zu aufwändig und damit zu teuer.
Eigentlich Schade.

Ich glaube (!!!) das werden sie am wenigsten machen, denn damit erfüllen Sie nicht die gesetzlichen Anforderungen und es macht nur Arbeit & Ärger mit dem "doofen" Kunden.
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