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Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Mops21 » 08.02.2016, 16:13

Hallo ihr

Routerzwang-Ende: Kabelnetzbetreiber suchen Lösungen

http://www.digitalfernsehen.de/Routerzw ... 652.0.html

MfG
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Re: AW: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Toxic » 08.02.2016, 17:02

Bei dem Bericht könnte ich schon wieder in die Luft gehen.....

Es ist absolut falsch, dass der "freie Router" das Netz stören könnte.

Wenn überhaupt ein Modem, oder allenfalls ein Modem-Router.

Denn ein Router hat mit den Frequenzen rein gar nichts zu tun.

Hätten die Kabelbetreiber das alte System beibehalten, bei dem der Kunde ein einfaches Modem bekam und seinen eigenen Router nachschalten konnte, wären viele damit zufrieden gewesen. Aber durch diese Gängelung von kastrierten Modem-Routern wurde der Aufschrei doch erst so groß.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnnyboy » 08.02.2016, 17:49

Außerdem sieht es aus, als hätten die einfach bei Computerbase (wo es schon falsch stand!) abgeschrieben.
Denn dort wird auch von Möglichkeit 1 (Gerätezertifizierung) gesprochen oder Möglichkeit 2 (2-Geräte-Lösung; Modem vom Netzbetreiber und beliebiges Kundengerät nachgeschaltet).

Beide Möglichkeiten sind aber nicht mit dem neuen Gesetz vereinbar!! :nein:

Eine Zertifizierung durch den Netzanbieter wäre ja doch wieder ein Gerätezzwang durch die Hintertür! Dann könnte UM z.B. einfach sagen, "ach, die von AVM zertifizieren wir mal nicht, die haben uns damals keine guten Preise gemacht, mit denen wollen wir nicht mehr zusammenarbeiten ..." Ich sehe aber auch keine Notwendigkeit für eine Zertifizierung aufgrund des DOCSIS-Standards.
Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinP_Do » 08.02.2016, 18:02

johnnyboy hat geschrieben:Außerdem sieht es aus, als hätten die einfach bei Computerbase (wo es schon falsch stand!) abgeschrieben.
Denn dort wird auch von Möglichkeit 1 (Gerätezertifizierung) gesprochen oder Möglichkeit 2 (2-Geräte-Lösung; Modem vom Netzbetreiber und beliebiges Kundengerät nachgeschaltet).

Beide Möglichkeiten sind aber nicht mit dem neuen Gesetz vereinbar!! :nein:

Eine Zertifizierung durch den Netzanbieter wäre ja doch wieder ein Gerätezzwang durch die Hintertür! Dann könnte UM z.B. einfach sagen, "ach, die von AVM zertifizieren wir mal nicht, die haben uns damals keine guten Preise gemacht, mit denen wollen wir nicht mehr zusammenarbeiten ..." Ich sehe aber auch keine Notwendigkeit für eine Zertifizierung aufgrund des DOCSIS-Standards.
Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.


Wenn du auf das PASSIV abhebst, könnte sich aber der Kabelnetzbetreiber auch darauf versteifen, daß die gesamte Hardware nach dem Panzerkasten DEINE Verantwortung und DEINE Haftung ist....

Die Hardware, die bei mir zwischen Erdkabel und Fritzbox montiert ist sieht so aus, als ob sie für 150 EUR für den Endverbraucher wohl nicht habbar ist. Dazu hat der UM Techniker noch 3 Stunden gewerkelt und gemessen, bis er zufrieden war...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Reiner_Zufall » 08.02.2016, 18:07

Die wenigsten Kunden wird der Wegfall des Routerzwangs tangieren. Mir persönlich reicht es aus, dass alles funktioniert wie es soll. Ob ich da jetzt SIP Nr. eintragen kann... Wayne? In Zeiten von All Net Flats unter 10 eur... Drauf geschixxen. Wenn dann mal nach 4 Jahren der Router den Geist aufgibt... Who cares? Me not. Kurzer Anruf, dass die das Ding tauschen sollen und gut ist. Keine Kosten, kein Streß. Meine Fb 6340 kann alles, was ich brauche und ob da jetzt die neueste FW drauf ist. Mir doch egal, solange alles läuft. Ist fast genauso schlimm, wenn irgendein Android Handy nicht sofort ein Update erhält und die Leute am jammern sind. Immer locker bleiben.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnnyboy » 08.02.2016, 19:28

MartinP_Do hat geschrieben:... Wenn du auf das PASSIV abhebst, könnte sich aber der Kabelnetzbetreiber auch darauf versteifen, daß die gesamte Hardware nach dem Panzerkasten DEINE Verantwortung und DEINE Haftung ist....

Damit wäre ja aber niemandem geholfen (außer dem Netzbetreiber! :D), nicht den Geräteherstellern und auch nicht dem Kunden, denn dann würde das natürlich niemand nutzen wollen. In dem Fall müsste wohl der Gesetzgeber nachbessern.

Aber nachdem, was ich so gelesen habe, soll es wohl in anderen Ländern, wie z.B. USA auch funktionieren und zwar ohne die hier heraufbeschworenen Horrorszenarien, in denen der gemeine Endnutzer auf Millionen verklagt wird o.ä., weil er mit seinem nicht netzkonformen Gerät das Netz lahmgelegt hätte.

Des Weiteren - und das war dann neu in dem Artikel - scheint UM ja aber auch schon in die "richtige"* Richtung zu arbeiten:
... Auf Nachfrage von DIGITAL FERNSEHEN gab die Kölner Unitymedia bekannt, eine freie Routerwahl zu ermöglichen, wie das geschehen soll, ist jedoch noch offen. ...

*Wenn ich jetzt mal davon ausgehe, dass das gesetzeskonform umgesetzt wird (Stichwort: passiver Netzabschlusspunkt).
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon hajodele » 08.02.2016, 20:30

Reiner_Zufall hat geschrieben:Die wenigsten Kunden wird der Wegfall des Routerzwangs tangieren. Mir persönlich reicht es aus, dass alles funktioniert wie es soll. Ob ich da jetzt SIP Nr. eintragen kann... Wayne? In Zeiten von All Net Flats unter 10 eur... Drauf geschixxen. Wenn dann mal nach 4 Jahren der Router den Geist aufgibt... Who cares? Me not. Kurzer Anruf, dass die das Ding tauschen sollen und gut ist. Keine Kosten, kein Streß. Meine Fb 6340 kann alles, was ich brauche und ob da jetzt die neueste FW drauf ist. Mir doch egal, solange alles läuft. Ist fast genauso schlimm, wenn irgendein Android Handy nicht sofort ein Update erhält und die Leute am jammern sind. Immer locker bleiben.

Ich sehe das schon etwas anderst:
Eine eigene SIP eintragen brauche ich schon wegen Telefongesprächen nach Thailand. Dass ich so nebenbei für ~1ct/min in deutsche Festnetz telefonieren kann, um so besserl. Ich möchte doch nicht permanent darüber nachdenken, mit welchem Gerät ich jetzt am billigsten telefoniere.
Zusätzlich hat das auch noch was mit Sicherheit zu tun: Ich konnte so alle kostenpflichtigen Gespräche schon bei UM sperren lassen. Ein Fritzboxhack kostet mich max. 10 Euro Prepaid-Guthaben. Da brauche ich mir zumindest finanziell keinen Kopf zu machen.

Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass deine 6340 beim Defekt gegen ein TC7200, ConnectBox oder was sonst noch so rummliegt, getauscht wird.

Die Zwangsgeräte werden ja wegen des Gesetzes nicht abgeschafft, du kannst nur eigene, besser passende Geräte benutzen.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon MartinDJR » 08.02.2016, 20:43

johnnyboy hat geschrieben:Und die zweite Möglichkeit (2-Geräte-Lösung) geht schon mal gar nicht, weil der Netzabschlusspunkt eindeutig passiv (also kein Modem) sein muss.

Wobei es aber im Endeffekt auf die 2-Geräte-Lösung hinauslaufen könnte:

Der Provider könnte das Anschließen eines Modems oder einer Modem-Router-Kombination so gestalten, dass es so umständlich ist, dass selbst Fachleute das nicht problemlos schaffen. Das wäre zum Beispiel dadurch möglich, indem man sich nicht an gängige Standards hält und dadurch nur Modems und/oder Router mit einer modifizierten Firmware funktionieren. Laut Gesetz ist das zulässig.

Wenn die Kabelmodems dann noch zu einem günstigen Preis vermietet werden (z.B. 0,10 Euro/Monat), wird niemand auf die Idee kommen, ein eigenes Modem anschließen zu wollen.

hajodele hat geschrieben:Eine eigene SIP eintragen brauche ich schon wegen Telefongesprächen nach Thailand. Dass ich so nebenbei für ~1ct/min in deutsche Festnetz telefonieren kann, um so besser. Ich möchte doch nicht permanent darüber nachdenken, mit welchem Gerät ich jetzt am billigsten telefoniere.

Bei einer 2-Geräte-Lösung wäre das allerdings auch möglich.

hajodele hat geschrieben:Dir ist aber hoffentlich schon klar, dass deine 6340 beim Defekt gegen ein TC7200, ConnectBox oder was sonst noch so rummliegt, getauscht wird.

Ich dachte, für den Luxus, eine Fritz!Box anstatt einem TC7200 zu bekommen, müsste man extra bezahlen!?

Falls das stimmt, kann man natürlich nicht einfach einen anderen Router bekommen - schließlich bezahlt man ja dafür, einen hochwertigeren Router zu haben.

Ps.: Ich kenne den TC7200 nicht. Was ist so schlecht an dem Ding?

Hintergrund: Ich gehe davon aus, dass auch Bestandskunden mit Altvertrag wie ich irgendwann auf DS-Lite umgestellt werden. Logischerweise werde ich dann neue Hardware benötigen, da weder mein DOCSIS 2.0-Modem noch mein Router IPv6 kann...
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon Dinniz » 08.02.2016, 20:48

Es gab auch FritzBox'en für normale Verträge - zB die 6320 die aber schnell wieder zurückgezogen wurde.
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Re: Noch keine konkreten Pläne für Routerzwang-Ende

Beitragvon johnnyboy » 08.02.2016, 21:02

MartinDJR hat geschrieben:... Wobei es aber im Endeffekt auf die 2-Geräte-Lösung hinauslaufen könnte:

Der Provider könnte das Anschließen eines Modems oder einer Modem-Router-Kombination so gestalten, dass es so umständlich ist, dass selbst Fachleute das nicht problemlos schaffen. Das wäre zum Beispiel dadurch möglich, indem man sich nicht an gängige Standards hält und dadurch nur Modems und/oder Router mit einer modifizierten Firmware funktionieren. Laut Gesetz ist das zulässig.

Wenn die Kabelmodems dann noch zu einem günstigen Preis vermietet werden (z.B. 0,10 Euro/Monat), wird niemand auf die Idee kommen, ein eigenes Modem anschließen zu wollen. ...

Ich sehe das nicht so schwarzmalerisch.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, die Anbieter (wie UM) haben den Schuss gehört und entwickeln da was Anständiges.
Wie gesagt, in anderen Ländern geht's ja auch.
Außerdem denke ich, wäre es viel zu teuer und umständlich, extra einen abweichenden Standard zu entwickeln. Ob das derzeitige Gesetz das zuließe weiß ich nicht (hab jetzt keine Lust, mich da durch zu wühlen), jedenfalls wäre es nicht im Sinne des Erfinders. Wenn es dieses Schlupfloch tatsächlich gibt und es genutzt wird, denke ich, wird auch hier der Gesetzgeber eben nachbessern.

Aber, wie hier auch schon richtig angemerkt wurde, letztlich werden wir's abwarten müssen ... :kafffee:
In diesem Sinne - auch, wenn's mich immer wieder reizt - werde ich jetzt auch versuchen, mich mit weiteren Spekulationen zurückzuhalten!
Zuletzt geändert von johnnyboy am 08.02.2016, 21:07, insgesamt 1-mal geändert.
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