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Unitymedia Business als Privatkunde

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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon MartinDJR » 24.01.2016, 17:31

knurz hat geschrieben:Dem Vermieter war bekannt, dass ich einen "schnellen" Internetanschluss benötige. Dies war von Anfang an klar.

Hast du eine schriftliche Zusage vom Vermieter, dass Unitymedia im entsprechenden Haus funktionieren wird?

Falls nein, hast du Pech gehabt!

Falls ja, ist natürlich fraglich, ob du dich tatsächlich mit deinem Vermieter anlegen willst. Eine Zusage, die der Vermieter nicht einhält, könnte zu einer Mietminderung führen.

Falls es in deiner Wohnung gar nicht möglich ist, einen Festnetzanschluss zu bekommen (also weder einen DSL-Anschluss noch einen UM-Anschluss mit geringerer Bitrate) hast du laut einschlägiger Seiten im Internet prinzipiell ein Recht auf Mietminderung.
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon knurz » 24.01.2016, 18:00

Danke für die Antworten.

Ich versuche morgen mal Unitymedia zu erreichen. Vielleicht können die mir ein paar Dokumente geben, welche meinen Vermieter überzeugen.

Ist interessant, dass mit LTE verstärkt mit Problemen zu rechnen ist.

Nein ich habe keine schriftliche Zusage vom Vermieter. Zumindest nicht im Mietvertrag. Ich habe aber per Mail und mündlich mehrmals nachgefragt und mir wurde immer gesagt, dass ich mich an UM wenden soll. Es war aber nie eine Rede über die Geschwindigkeit. UM hat aber bestätigt das Geschwindigkeiten bis 150Mbit möglich wären.

Zu DSL hat er gesagt. dass es nicht möglich wäre. Vor ein paar Jahren wäre alles auf UM umgerüstet worden.

Mietminderung werde ich versuchen zu bekommen, wenn er am Technikertermin immer noch uneinsichtig ist. Obwohl ich mir da auch keine große Hoffnung mache.
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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon Toxic » 24.01.2016, 18:37

Das DSL nicht geht, lasse ich mal so dahin gestellt. Denn die Verkabelung von UM hat mir der Telefonleitung rein gar nichts zu tun.
Außerdem hast Du ein Recht auf Grundversorgung. Das bedeutet, Dir muss ein funktionierender Telefonanschluss durch die Telekom zur Verfügung gestellt werden können...

Klick mich

Geht das nicht, dann hat Dein Vermieter ein Problem...
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon knurz » 24.01.2016, 19:00

Ja da heißt es aber auch:

Breitband- bzw. Internetanschluss
Das Angebot von breitbandigen Internetanschlüssen, wie z. B. DSL, VDSL, UMTS oder LTE unterliegt nach dem Telekommunikationsgesetz nicht den Vorgaben der Grundversorgung. Damit ist kein Anbieter verpflichtet, Endkunden mit einem breitbandigen Internetanschluss zu versorgen.


Ich denke das hatte bis jetzt niemanden gestört, da das Haus mit UM versorgt wird. Aber damit fange ich jetzt nicht an. Aus Erfahrung kann man in "Telefonleitung" auch viel rein interpretieren und damit meine ich auch die Hausverkabelung.
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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon Toxic » 24.01.2016, 19:12

Grundsätzlich heißt dies, dass es eine Klingeldraht-Leitung in Deiner Wohnung geben muss....
Ist die vorhandenen, könnte man DSL bekommen.
Ist die nicht vorhanden, muss eine gelegt werden, oder aber Dein Vermieter stimmt der TV-Kabel-Modernisierung zu, damit Du darüber Telefon erhalten kannst.

So sehe ich das....
So oder so, muß Dein Vermieter zulassen, dass Du an einen funktionierenden Festnetzanschluß kommst, über den dann "möglicherweise" Highspeed-Internet geht.
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon MartinDJR » 24.01.2016, 20:11

knurz hat geschrieben:Ja da heißt es aber auch:

Breitband- bzw. Internetanschluss
Das Angebot von breitbandigen Internetanschlüssen, wie z. B. DSL, VDSL, UMTS oder LTE unterliegt nach dem Telekommunikationsgesetz nicht den Vorgaben der Grundversorgung. Damit ist kein Anbieter verpflichtet, Endkunden mit einem breitbandigen Internetanschluss zu versorgen.


Ich denke das hatte bis jetzt niemanden gestört, da das Haus mit UM versorgt wird. Aber damit fange ich jetzt nicht an. Aus Erfahrung kann man in "Telefonleitung" auch viel rein interpretieren und damit meine ich auch die Hausverkabelung.

Noch zu meiner Studiumszeit (um das Jahr 2003 herum) hat mir ein Bekannter erzählt, dass ein gesetzlicher Anspruch auf einen Internet-Anschluss mit >= 128kBit besteht.

Da es heutzutage keinen Provider mehr gibt, der 128kBit anbietet, hat man de-facto Anspruch auf einen Breitbandanschluss.
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon hajodele » 24.01.2016, 21:56

Details zum Thema Grundversorgung liefert die Bundesnetzagentur: http://www.bundesnetzagentur.de/cln_142 ... -node.html
Zusätzlich gibt es eine Absichtserklärung, bis 2018(?) Deutschlandweit mind. 50 Mbit anbieten zu können.
Das Maßnahmenpaket kann man hier weitervefolgen http://www.bmwi.de/DE/Presse/pressemitt ... 26108.html
Den konkreten Link habe ich jetzt nicht gefunden.
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Re: AW: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon Toxic » 24.01.2016, 22:13

Link wurde oben schon gepostet und besprochen..
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Re: Unitymedia Business als Privatkunde

Beitragvon MartinDJR » 25.01.2016, 06:30

hajodele hat geschrieben:Details zum Thema Grundversorgung liefert die Bundesnetzagentur: ...

Im entsprechenden Link heißt es:
Als Endnutzer haben Sie einen Anspruch auf Anschluss an ein öffentliches Telekommunikationsnetz und auf einen Zugang zu öffentlich zugänglichen Telefondiensten. Zurzeit erbringt die Telekom Deutschland GmbH die Grundversorgungsleistungen in der Bundesrepublik.

Heißt zu deutsch:

Die Telekom muss jedem einen Telfonanschluss anbieten, der das will.

Seit diesem Jahr liefert die Telekom Telefonanschlüsse aber nur noch über VoIP in Verbindung mit DSL!

In diesem Fall ist die Sache aber komplizierter: Wenn ich den ursprünglichen Beitrag richtig verstehe, gibt es in dem Haus gar keine Telefonleitung, sondern nur eine Kabelfernsehleitung und UnityMedia weigert sich, ohne Bauarbeiten einen Kabelanschluss zur Verfügung zu stellen.

Sollte das so stimmen, bedeutet das, dass man in diesem Haus gar keinen Festnetzanschluss bekommen kann.

Ich habe eine Seite im Internet gefunden, dass der BGH der Ansicht ist, dass das Fehlen eines Festnetz-Telefon- und -Internet-Anschlusses (von Breitband ist dabei aber nicht die Rede) inzwischen als gravierenden Mietmangel einstuft, bei dem prinzipiell ein Anspruch auf Mietminderung besteht.
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