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Wechsel von 1und1 zu Unitymedia > IPv6 Problem

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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon GoaSkin » 22.12.2015, 18:24

MartinDJR hat geschrieben:Ein wesentlich größerer Anbie-T-er (dessen Namen ich nicht nennen will), soll damals hingegen über 4 Millionen IPv4-Adressen von der RIPE bewilligt bekommen haben, obwohl diese Firma wohl keinen Bedarf dafür hatte...


Meinst du diesen, der auch als Einziger auf der ganzen Welt einen /8-er Präfix an IPv6-Adressen besitzt: 2003::/8, aber trotzdem noch haufenweise weitere /16er Präfixe dazu?
Es gibt drei Fleischsorten: Beef, Chicken und Veggie. Von welchem Tier die kommen? Von garkeinem, sondern aus der Packung.
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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon MartinDJR » 22.12.2015, 18:57

GoaSkin hat geschrieben:Es gibt zwar IPv6-Adressen wie Sand am Meer. Wenn man aber weiter so mit IPv6-Adressen um sich schmeisst, dann dürften in einigen Jahren wieder alle Adressen vergeben sein, aber nur der Bruchteil eines Prozentes an möglichen Adressen wirklich genutzt werden. Die Sinnigkeit von SLAAC und die Tatsache, dass jeder Privatkunde mindestens für jede mögliche MAC-Adresse eine IPv6-Adresse hat, kann man wirklich anzweifeln. Genauso die Frage, warum außer Telekommunkationsanbietern auch andere Organisationen /32-Präfixe bekommen.

Nur mal zum Rechnen:

Theoretisch könnte man jedem, der jetzt ein Klasse-C-Netzwerk hat (also 256 Adressen) ein /27-Präfix verpassen, jedem, der jetzt ein Klasse-B-Netzwerk hat ein /19-Präfix und jedem, der jetzt ein Klasse-A-Netzwerk hat (z.B. HP) ein /11-Präfix.

Dann wäre der Adressbereich 2000::/3 zu 3/4 aufgebraucht und man müsste entweder mit dem verbleibenden 1/4 sparsamer umgehen oder damit beginnen, den Bereich 4000::/2 zu vergeben (der doppelt so groß ist).

Nur, so verschwenderisch ist man nicht: Die Firmen mit einem /8-Subnetz (HP, GE, ...) haben keinen /11-Präfix bekommen und die Provider, die jetzt mehrere hundert /16-Subnetze haben, haben nur einen Bruchteil an /19-Subnetzen davon.

Wenn alle Internet-Provider versorgt sind, werden noch über 100 Millionen /32-Präfixe übrig bleiben (selbst wenn man nur 2000::/3 verwendet)!

Dass es auf der Welt jemals 100 Millionen Organisationen geben wird, die einen Präfix anfordern, ist bei gerade einmal 20 Milliarden Menschen auf der Welt doch mehr als unwahrscheinlich.
Zuletzt geändert von MartinDJR am 23.12.2015, 00:14, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon MartinDJR » 22.12.2015, 19:02

GoaSkin hat geschrieben:
MartinDJR hat geschrieben:Ein wesentlich größerer Anbie-T-er (dessen Namen ich nicht nennen will), soll damals hingegen über 4 Millionen IPv4-Adressen von der RIPE bewilligt bekommen haben, obwohl diese Firma wohl keinen Bedarf dafür hatte...


Meinst du diesen, der auch als Einziger auf der ganzen Welt einen /8-er Präfix an IPv6-Adressen besitzt: 2003::/8, aber trotzdem noch haufenweise weitere /16er Präfixe dazu?

Genau den meine ich.

Allerdings kann 2003::/8 schon mal nicht richtig sein, denn 2003 ist eine 16-Bit-Zahl.

Ich habe im Whois der nachgeschaut: Die betreffende Firma hat "nur" den /19-er Prefix 2003::/19 (und dazu wohl noch ein paar kleinere Bereiche).
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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon GoaSkin » 23.12.2015, 11:52

Meinte natürlich einen 16er Präfix und dachte, was mit 2003 beginnt gehört der Telekom komplett.
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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon tq1199 » 12.01.2016, 19:34

Joerg123 hat geschrieben:Wenn Unity FORTSCHRITTLICH mit der IPv6-Technik umgehen würde, dann würde man auch IPv4-Kunden (Altkunden/Businesskunden) ebenfalls eine ECHTE IPv6 zuweisen ...


BTW: Für Business-Kunden gibt es eine 6to4-IPv6-Adresse von Unitymedia. Z. B.:
:~$ whois 2002:2e05:a28e:8000:c225:6ff:fe2b:52de | grep -iE 'abfrage|address'

Abfrage des IPv4-Endpunkts 46.5.162.142 einer 6to4-IPv6-Adresse.

address: Kabel BW GmbH
address: Hedelfinger Str. 60
address: 70327 Stuttgart
address: DE
Office Internet & Phone 50, AVM FRITZ!Box 6360 Cable (kbw) - FRITZ!OS 06.52 - , an Arris-CMTS, zusätzlich eine feste (statische, nicht per DHCP) IPv4-Adresse für meinen Server, am Bridge-Anschluss (kein Bridge-Modus, FB6360-cable wird ohne feste IPv4-Adresse als Router verwendet.)
Konfigurationsdatei der FritzBox: b2b-staticip1_50000_5000_ipv4_sip_wifi-on.bin
NTP_Provider_Interface_Spec_Unitymedia

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Re: Wechsel von 1und1 nach Unitymedia,IPv6 Problem

Beitragvon Piet_unity » 13.01.2016, 13:02

MartinDJR hat geschrieben:... ist bei gerade einmal 20 Milliarden Menschen auf der Welt doch mehr als unwahrscheinlich.


*klugscheißermodus an*

... es sind derzeit ca. 7,4 Mrd. Menschen auf unserer Erde ...

*klugscheißermodus aus*
Zuletzt geändert von Piet_unity am 13.01.2016, 22:53, insgesamt 1-mal geändert.
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Fritz!Box 6360

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Re: Wechsel von 1und1 zu Unitymedia > IPv6 Problem

Beitragvon Leseratte10 » 13.01.2016, 13:57

Sagen wir mal so: es gibt eine 6to4 Adresse. Die bekommt man aber von jedem Provider, das hat nix mit Unitymedia zu tun.
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Re: Wechsel von 1und1 zu Unitymedia > IPv6 Problem

Beitragvon tq1199 » 13.01.2016, 14:16

Leseratte10 hat geschrieben:... eine 6to4 Adresse. Die bekommt man aber von jedem Provider, ...


OK, d. h. jeder IPv4-Internetanschluss ist jetzt auch per IPv6 erreichbar, wenn man den geeigneten Router hat.
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Re: Wechsel von 1und1 zu Unitymedia > IPv6 Problem

Beitragvon Leseratte10 » 14.01.2016, 13:42

Nein. Nur IPv4-Anschlüsse mit geeignetem Router (der 6to4 kann) sind von Ipv6-Anschlüssen erreichbar - wenn man die 6to4-Adresse nimmt. Ist quasi das gleiche wie ein Ipv6-Tunnel, nur ohne Anmeldung.
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Re: Wechsel von 1und1 zu Unitymedia > IPv6 Problem

Beitragvon tq1199 » 14.01.2016, 14:21

Leseratte10 hat geschrieben:Nein.


Warum nein, ... denn ich habe doch geschrieben, "wenn man den geeigneten Router hat"?
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