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Unitymedia lehnt Widerruf ab

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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Wasserbanane » 17.11.2015, 16:15

Um es nochmal klar zu stellen. Ein physisch vorhandener Kabelanschluss ist natürlich notwendig.

Der Vertrag für einen Kabelanschluss für reines Internet und Telefon allerdings nicht. Der ist rein buchhalterisch.
Das deutsche Fernsehprogramm ist das beste der Welt. Gäbe es sonst die vielen Wiederholungen? Jürgen von der Lippe

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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Joerg123 » 17.11.2015, 16:21

@LK111
das ist auch richtig, für 2play (Internet + Telefon) brauchst du eigentlich keinen Kabelanschluss/TV (diese ca 18 Euro Grundgebühr)
allerdings gibt es dann einen Sperrfilter = geht nix mehr TV über das Kabel, nur Internet + Telefon

ich war Anfang letzten Jahres in einer ähnlichen Situation:
2009 Vertrag abgeschlossen und 3play genommen, weil kostete (zumindest damals) exakt das gleiche wie 2play
Kabelgrundgebühr lief "unwiderruflich" über die Miete - also war mit 2play definitiv nix zu sparen und so hat man halt ein Backup für den Satempfang *g*

Anfang 2014 dann umgezogen, ebenfalls Kabel vorhanden und 2play bzw Home&Office nutze ich auch weiterhin (wie vorher TV wieder über Sat)
Kündigung/Änderung von 3play auf 2play war erst im folgenden September möglich (Vertragslaufzeit) und solange musste ich auch die Kabelgrundgebühr zahlen
hab mehrfach UM angeschrieben und tefloniert: nix zu machen, schliesslich steht im 3play/TV-Vertrag ja eindeutig, dass Kabelanschluss/Grundgebühr Pflicht ist :(

Geld einfach zurück buchen ist sicherlich keine Option, wenn man tatsächlich Internet&Telefon haben will
aber vorallem wenn es eine Preiserhöhung bedeutet (war bei mir der Fall, die 7 Wohnungen am alten Wohnort waren zusammen genommen über den Vermieter billiger als der Einzelanschluss, in der neuen Wohnung nutze nur ich Kabel), halte ich eine Kündigung für Rechtens - dich hat man ja sogar "gefragt" wie es rechtlich nötig ist (wenn auch nicht wirklich die Option zum Kündigen tatsächlich gelassen - da sieht man schon, dass UM sich auf sehr dünnem Eis bewegt)
kann man halt kein 3play mehr nutzen (bei mir hat es wie erwähnt eh keinen Unterschied gemacht, heutzutage ist das glaube ich anders)
aber auch egal, "freiwillig" akzeptiert UM das nicht = musst zum Anwalt gehen (denn wie gesagt: einfach Geld einbehalten/zurück buchen gibt garantiert Ärger bis zur Sperrung des Anschlusses)
ohne Rechtsschutz muss man sich das halt überlegen, bei mir wären es ca 170 Euro gewesen, wenn man da die Anwaltskosten und Zeit sieht...

ist völlig arschig von UM, könnte jetzt noch kotzen und daher rate ich auch keinem mehr auch nur Internet/Telefon von UM zu wählen, wenn via Telefonkabel/DSL ebenfalls möglich (bei uns wurde im letzten Jahr ausgebaut = auch Geschwindigkeits-mässig keine Nachteile, preislich eh nicht)

Wer Zeit, Lust und Geld (oder Rechtsschutz) hat, dem kann ich nur raten zu klagen, das Verhalten ist nicht nur moralisch verkehr, sondern in meinen Augen auch rechtswidrig. Sieht man ja bei dir: formell wird da erstmal ein Vertrag geschickt mit der Optionn diesen abzulehnen (weil das ist eben deutsches Recht !) und dann f!ckt man dich hinten rum mit "muss genommen werden". Solltest du mehr für 3play wie für 2play zahlen, wäre der Preisunterschied meiner Meinung nach "verloren"/zu zahlen, aber ein Zwang einen Vertrag über die Kabelgrundgebühr/TV abzuschliessen sehe ich nicht wirklich, lediglich, dass die zu zahlende Leistung (3play/TV) ohne diesen nicht wirklich erbracht werden kann (da könnt man sich dann "später" drüber streiten - nachweislich keine Leistung = kein Geld *g*)
Wenn UM ehrlich wäre, dann wäre die Kabelgrundgebühr bei den 3play-Verträgen direkt enthalten (mit der Option diese raus zurechnen, wenn es schon über die Miete läuft), aber wer würde dann dieses schrottige TV-Angebot zu horrenden Preisen überhaupt noch buchen ? dann ist es gegen Telekom/Entertain usw konkurrenzlos und völlig überteuert (kann man schon fast von Wucher sprechen). Daher verarscht UM seine Kunden mit Verträgen, welche andere Verträge mit verpflichten/voraus setzen, ohne diese wirklich im Preis mit anzugeben (auch hier rechtlich ganz ganz dünnes Eis auf dem sich UM bewegt - aber: wo bislang kein Kläger, da kein Richter)

Das Telefon+Internet, 2play, ohne Kabelgrundgebühr geht kannst du ja selber sehen, wenn du dir im Internet die UM-Werbung anguckst: nur bei 3play/TV steht dabei, dass ein Kabelanschluss Pflicht ist.
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon tq1199 » 17.11.2015, 18:44

LK111 hat geschrieben:... und erfahren, dass das automatische Erstellen eines Vertrags die übliche Vorgehensweise in meinem Fall ist.


Und die Mindestvertragslaufzeit ab dem Zeitpunkt des "Abschlusses dieses Vertrages", ist 24 Monate für deinen 3play-Tarif?
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Joerg123 » 17.11.2015, 19:58

also so wollte man mir bei meinem Umzug auch erst kommen (wobei ich meine, dass man von 12 Monaten gesprochen hat Anfang 2014)
aber das haben se dann sogar am Telefon eingesehen: einen wegen 3play (in meinem Fall zum September kündbar) in den Kabel-Grundgebührvertrag zwingen mit dem Argument ist wegen 3play verpflichtend und dann eine Mindestvertragslaufzeit die 3play überdauert aufzwingen geht nun wirklich nicht :)
...aber versucht hat man selbst das :(
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Johnyy » 17.11.2015, 21:39

Zum Abschluss eines Vertrags kann man in aller Regel zum Glück niemanden zwingen. Eine andere Frage ist, was die Konsequenz für die Erbringung der Leistungen aus dem 3Play-Vertrag ist.

Für den TE interessanter ist aber vielleicht die Frage, ob der Vermieter einfach so den Kabelanschluss kündigen kann.
Wenn dieser im Mietvertrag aufgeführt ist, dann muss der Vermieter auch leisten.
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Baktosh » 17.11.2015, 23:57

Johnyy hat geschrieben:Für den TE interessanter ist aber vielleicht die Frage, ob der Vermieter einfach so den Kabelanschluss kündigen kann.
Wenn dieser im Mietvertrag aufgeführt ist, dann muss der Vermieter auch leisten.


Warum sollte er das nicht können ?

Wenn der Kabelanschluss in den Nebenkosten enthalten ist, dann hat der Vermieter i.d.R. einen "Mehrfachanschlussvertrag" (mir fällt aktuell das richtige Wort hierfür nicht ein) mit UM geschlossen.
Also einen Vertrag in dem entweder eine bestimmte Anzahl von Anschlüssen inkludiert sind oder wo ein Pauschbetrag mit UM vereinbart wurde.

Dies bedeutet das der Vermieter hier der rechtliche Vertragspartner von UM ist, Mieter sind nur die Nutzer, womit der Vermieter also auch das alleinige Entscheidungsrecht hat.
Entscheidet der Vermieter das er den Vertrag mit UM kündigen möchte, unter Einhalt aller Fristen natürlich, so kann er das tun. Ggf. muss jeder Mieter dann einen eigenen Einzelnutzeranschluss beantragen.
Auch der Wechsel von einem Kabelanbieter zu einem anderen ist durch den Vermieter möglich, ohne das der einzelne Mieter hier wirklich etwas wirksames ausrichten kann.

Ebenso könnte der Mieter ja auch etwas dagegen haben, einen Kabelanschluss zahlen zu müssen den er u.U. gar nicht nutzen will weil ihm DVB-T vollkommen ausreicht.

Bei einer ETG, wo zumeist dann eine HV die Position des Vermieters übernimmt, sind das ggf. etwas anders aus.


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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Micha2k » 18.11.2015, 00:05

Wenn der Kabelanschluss nicht in den Nebenkosten ist, erhöhen sich bei 3Play natürlich die Kosten - aber sollten gleichzeitig nicht auch die Nebenkosten sinken, da, nunja, der Kabelanschluss eben nicht mehr drin ist? Der Vermieter kann die kosten dafür ja wohl kaum weiter berechnen.
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon hajodele » 18.11.2015, 02:31

Micha2k hat geschrieben:Wenn der Kabelanschluss nicht in den Nebenkosten ist, erhöhen sich bei 3Play natürlich die Kosten - aber sollten gleichzeitig nicht auch die Nebenkosten sinken, da, nunja, der Kabelanschluss eben nicht mehr drin ist? Der Vermieter kann die kosten dafür ja wohl kaum weiter berechnen.

Es ist aber ein Unterschied, ob du z.B. 7 Euro in den Nebenkosten bezahlst oder 18,90

Johnyy hat geschrieben:Wenn dieser im Mietvertrag aufgeführt ist, dann muss der Vermieter auch leisten.

Das wurde, ich glaube letztes Jahr, gleich von mehreren großen Mietgesellschaften widerlegt.
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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon Henrik » 18.11.2015, 12:46

Hi @LK111,
in dem verlinkten Beispiel von Hajodele gab es eine einheitliche Regelung für diesen Fall.
Für Deinen Fall müssen wir uns das mal im Detail anschauen - Es sollte aber auf das selbe hinaus laufen.
Sprich, Du kannst den 3 Play Vertrag mit einer dreimonatigen Frist kündigen oder unter Berücksichtigung der selben Frist auf 2 Play downgraden.
Verbindlich können wir es Dir aber erst im Zusammenhang mit Deinen Kundendaten sagen.

Wenn Du möchtest, dass wir uns das mal für Dich anschauen, kontaktiere uns via Twitter oder Facebook (der Account heißt "Unitymedia-Hilfe) via Privatnachricht und Deinen Kundendaten.

MFG

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Re: Unitymedia lehnt Widerruf ab

Beitragvon LK111 » 18.11.2015, 22:05

Vielen Dank für eure Hilfe!

Die Kündigung des Kabelvertrags von Seiten meines Vermieters war übrigens in Ordnung. Mir war nur nicht bewusst, dass dasfür mich diese Konsequenzen haben würde.

@Henrik: Ich werde mich bei Facebook mit dem UM-Kundendienst in Verbindung setzen.
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