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Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden!

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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon JanR » 06.11.2015, 20:21

MSTFA hat geschrieben:leute viele haben das hier nicht verstanden... es geht nicht um reinen Speed. Die Geschwindigkeit von 200Mbit ist bei mir voll da, warum wollen es einige nicht verstehen und kommen immer noch mit Speedtest an... es geht darum sobald man bestimmte Online Dienste nutzt, setzt automatisch die Drosselung ein und sobald Ich von diesem Dienst sei es Uploaded.to oder oder raus bin habe Ich wieder voll meine Leitung.


Ich habe doch nur geschrieben bei mir ist alles überlastet. Oder es liegt alles an.

Vormittags zB. Eweka 100mbit/s. Abends Eweka 10-20mbit/s. Aber auch alle anderen Services, http Downloads von unbekannten Webseiten sind genauso langsam..

Meiner Meinung nach - die muss ja nicht deckungsgleich sein mit deiner - drosselt Unitymedia eben nicht aktiv OCHs oder das Usenet sondern hat generell mit überlasteten, überbuchten Leitungen zu kämpfen. Wobei auch kämpfen meiner Meinung nach das falsche Wort ist, sie wollen einfach maximalen Profit, ein maximum von Anschlüssen verkaufen ohne im selben Umfang auch die Netze mit auszubauen.
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon Schmidt » 07.11.2015, 20:45

Ich denke wir sollten hier mal definieren was eine Drosselung ist und etwas tiefer in die Diskussion gehen. In meinen Augen ist das die bewusste Selektion von gewissen Diensten z.B. Filesharing auf Basis von Ports oder Server-IPs die daraufhin bewusst in ihrer Bandbreite beschränkt werden. Das ist so ungefähr eine technische Definition einer bewussten Drosselung. Dies wäre allgemein anerkannt ein Verstoß gegen das Gebot der Netzneutralität.

Das gibt es so bei Unitymedia aber definitiv nicht.

Was ihr erlebt dürfte eher folgendes sein. Das Netz eines jedes Providers ist über viele viele Verbindungen an andere Netze, Provider, Rechenzentrenbetreibern usw. angebunden. Z.B. könnte Unity 2x10 Gbit/s Verbindung zu Uploaded.to und co. haben (ggf. indirekt; UL.to muss nicht direkt Vertragspartner sein). Es ist nicht unvorstellbar das die genannten Hoster wegen der rechtliche "Problemchen" und Kostengründen nur über wenige Netze "Backbones" verbreiten können und das sich da die ganzen (charmant ausgedrückt) "Grauzonendienste" tummeln z.B. auch **nox.to. Die teilen sich dann zwar vlt. 100 Gbit/s Anschluss aber sind eben auch alle "Großverbraucher" und am Ende bleiben nur 20% für die genannten OCH. Zu den Spitzenzeiten kann es nun sein das diese 20 Gbit/s nicht ausreichend sind und somit alle Nutzer dieser Dienste eine Einschränkung spüren weil Traffic nur begrenzt über andere Kabel geleitet werden kann (eine Frage des "wer mit wem einen Vertrag über was hat").
Damit nicht einzelne Kunden gar keine Verbindung kriegen kann es sein das hier die bestehenden Verbindungen Speedmäßig einbrechen weil Provider das Zustandekommen neuer Verbindungen höher gewichten als den Speed bestehender Verbindungen. Das verschleppen, verweigern oder einfach nur der Langsame Ausbau solcher Verbindungen ist keine Drosselung und kein Verstoß gegen die Netzneutralität nach der anerkannten Definition.

Das wäre ein denkbares Szenario. Es mag sich wie eine Drosselung anfühlen aber de facto ist es nur ein Engpass im Netz eines Providers. Wenn ihr jetzt vergleiche mit anderen Internetanbietern anstellen wollt ist das kein Beweis für eine Drosselung bei UM sondern eher Ausdruck das diese Provider andere / bessere Anschlüsse an die genannten OCH's haben - was ich mir jedoch nicht unbedingt vorstellen kann. Höchstens weil Unitymedia später in den Markt gekommen ist als Telekom und co.

Zu letzterem: es gibt teilweise Auflagen wenn man neu in ein bestimmtes Glasfasernetz einspeißen möchte. Z.B. nimmt ein großer Backbone-Provider (ich glaube Aorta) keine neuen Kunden auf die maßgeblich Traffic in die Telekomnetze leiten wollen. Wieso? Weil die Auslastung dort am Anschlag ist und die Telekom der Meinung ist sich für jeden weiteren Anschluss bezahlen lassen zu müssen. Das ist z.B. für Rechenzentren ein riesiges Problem denn wenn ihre Kunden mehr als nur 500 kbit/s (ja, das ist kein Tippfehler) pro Server in Richtung Telekom schicken wollen müssen die Betreiber massiv Kohle an die Telekom bezahlen. Das ist eine Schweinerei aber ISPs können wenn sie denn nur entsprechend geldgierig sind ihre Kundenanschlüsse als Faustpfand in die Vertragsverhandlung werfen. Bei Hetzner (RZ-Betreiber) ist es jetzt seit kurzem so das Kunden die eine gute Verbindung zur Telekom haben möchten entsprechend ein paar Euro mehr pro TB Traffic zahlen müssen und in alle anderen Netze sehr sehr günstigen Traffic. Ich schweife vlt. ab aber ich möchte hiermit aufzeigen das wir in der Zukunft verstärkt sehen werden das einzelne Dienste etc. Probleme bekommen. Die Provider (primär tritt eigtl. nur die Telekom aggressiv auf, aber alle anderen werden sicher eines Tages nachziehen um keinen Wettbewerbsnachteil zu erleiden) wollen ein Stück ab vom Kuchen und nutzen ihre Anschlüsse als Druckmittel.

Von außen kann da kaum einer reinschauen. Wer weiß, vlt. weigert sich Unitymedia den besagten Diensten kostenlos die Anbindung auszubauen, weil sie ja immense Kosten für Unitymedia verursachen und vermutlich nicht angemessen dafür zahlen. Ich kann mir vorstellen das die OCH's traditionell Verträge mit der Telekom haben und entsprechend dafür blechen aber keine Lust haben mit jedem Regionalprovider weitere teure Deals abzuschließen. Umgekehrt hat Unitymedia nichts davon diese Links auszubauen, erst recht nicht wenn es außerhalb der Abendstunden keine Einschränkungen für User gibt.
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon Schmidt » 07.11.2015, 21:01

JanR hat geschrieben:Ich habe doch nur geschrieben bei mir ist alles überlastet. Oder es liegt alles an.

Vormittags zB. Eweka 100mbit/s. Abends Eweka 10-20mbit/s. Aber auch alle anderen Services, http Downloads von unbekannten Webseiten sind genauso langsam..

Meiner Meinung nach - die muss ja nicht deckungsgleich sein mit deiner - drosselt Unitymedia eben nicht aktiv OCHs oder das Usenet sondern hat generell mit überlasteten, überbuchten Leitungen zu kämpfen. Wobei auch kämpfen meiner Meinung nach das falsche Wort ist, sie wollen einfach maximalen Profit, ein maximum von Anschlüssen verkaufen ohne im selben Umfang auch die Netze mit auszubauen.



@JanR: Was du beschreibst deutet auf eine Überlastung des Straßenverteilers hin oder eine ungünstige Konfiguration. Das musst du nicht akzeptieren. Meld zunächst mal eine Störung (gleich drauf Hinweisen das es Tageszeitenabhängig ist), verlang eine Langzeitmessung des Anschlusses. Entweder Unity sieht Möglichkeiten das zu beseitigen oder sie vertrösten dich auf einen irgendwann in Zukunft geplanten Ausbau. Bei letzterem kannst du aber offen eine Gutschrift fordern was die Hotliner eigtl. machen (auch mehrfach) oder falls sie sich sperren schickst du schriftliche eine Störungsmeldung und setzt 2 Wochen Frist zur Beseitigung bei Androhung von Kürzung der monatlichen Zahlung um 50%. Dann werden sie die Sache etwas ernster behandeln weil auch Unity's Supporter teilweise erst mal versuchen Kunden möglichst zu vertrösten. Wenn Sie merken das jemand am Ball bleibt tut sich aber was.

Habe erst heute einen weiteren Anschluss entstört bekommen. Unity hat insgesamt 33 Verteilerkästen neu eingestellt (weg. "Schräglage" - natürlich nicht nur für mich gemacht sondern alle 10.000 Kunden die davon betroffen waren), Einstrahlungen geortet & beseitigt (irgendein Anschluss hat Störungen verursacht), den Straßenverstärker getauscht, hat den Hausübergabepunkt getauscht, hat mit Tiefbauarbeiten den Hausabzweiger ausgebuddelt und ersetzt und schlussendlich mehrfach Techniker zum messen & einpegeln geschickt. Das alles in den letzten 2 Wochen um meinen B2B-Anschluss in einem 2.-Büro ans laufen zu kriegen (habe insgesamt 3 Anschlüsse).
Die Verwandlung ist enorm: von gar keine Synchronisation möglich über instabile 20 mbit/s mit 60% Packet-Loss (!) über 60mbit/s auf 30% Packet loss zu volle 160mbit/s mit 0.000xx% Packetloss und normalem Ping von 15ms.

Weil ich Business gebucht habe musste ich zugegebenermaßen wenig bis gar keinen Druck machen, aber Unity würde solch einen Aufwand für jeden Anschluss betreiben solang sich der Tiefbau in Grenzen hält. Das war bei mir aber auch nur eine Aktion von 1,5 Stunden. Wenn man entsprechend hartnäckig ist und versucht die Informationen des einen Technikers an die nächsten weiterzugeben kann man sehr gute Resultate erzielen. Man darf einfach nicht entnervt aufgeben wenn die ersten Störungsmeldungen nicht gleich zum Erfolg führen (bei mir z.B. besagte 20mbit/s mit dem Kommentar "so, ab jetzt funktionieren ihre Telefonanschlüsse).
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon 64bit » 08.11.2015, 01:15

Schmidt hat geschrieben:Ich denke wir sollten hier mal definieren was eine Drosselung ist und etwas tiefer in die Diskussion gehen....


Lieber Herr Schmidt,

das mag alles sein, aber wenn eine Firma ein Produkt anbietet und sagt es fährt 200, dann ist es mir letztendlich völlig egal warum es BEI MIR nicht 200 fährt. Ich habe 200 gekauft und will 200 haben und nicht 100 oder 120. Es ist nicht mein Problem warum es nicht 200 fährt, es ist das Problem des Verkäufers.
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon MSTFA » 08.11.2015, 01:20

und das krasse ist ja noch wenn es mal keine 200 fährt versuchen die es in dem die Dienste Drosseln um die Geschwindigkeit konstant halten zu könne und nicht noch mehr Kunden Anrufe zu bekommen aber damit schaden die Kunden die diese Dienste nutzen. Guter Freund in der selben Stadt hat 3Play 200 und bei ihm ist es genau so wie bei mir... Internet OK! Streaming u.s.w alles OK! sobald es an die OCH´s geht oder ähnliches geht es bei uns nicht über max 800Kb/s bei Download.
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon Joerg » 08.11.2015, 01:30

Glaube ich nach wie vor nicht, wäre aber sinnvoll: Streaming fällt in die Klasse Realtime, OCH definitiv in Bulk. Somit sollte Streaming natürlich höher priorisiert sein.

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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon 64bit » 08.11.2015, 01:31

Hey MSTFA, ich glaube, das du mal ein Thema hattest in dem es darum ging, das der Speedtest immer die volle Leistung zeigt, aber deine OCHs nicht full speed bringen. Bei mir ist das genau anders herum. Der UM speedtest zeigt wenig und der DL bei SO geht ab wie Sau.

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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon MSTFA » 08.11.2015, 01:35

Ich kann es selbst nicht glaube, weil Ich sehr zufrieden war mit Unitymedia.

Wie gesagt Internet (Webseiten) + Streaming + Download von (Chip.de & Co) + VideoChat u.s.w alles wirklich keine Probleme, aber sobald Ich Multi-OCH´s oder ähnliches öffne und darüber etwas Downloaden mit Tools oder Direkt ist mein Internet auf ein schlag im Ars**.
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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon MSTFA » 08.11.2015, 01:43

@64bit

das ist das was sehr oft an Speed erreiche! Ich kann mich an andere Geschwindigkeiten erinnern die jenseits gut und böse lagen und jetzt sowas und beim Kollegen genau das selbe Problem. Das ist seit 1 Monat bei schon so.

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Re: Unitymedia drosselt One-Click-Hoster in den Abendstunden

Beitragvon conscience » 08.11.2015, 08:52

64bit hat geschrieben:
Schmidt hat geschrieben:Ich denke wir sollten hier mal definieren was eine Drosselung ist und etwas tiefer in die Diskussion gehen....


Lieber Herr Schmidt,

das mag alles sein, aber wenn eine Firma ein Produkt anbietet und sagt es fährt 200, dann ist es mir letztendlich völlig egal warum es BEI MIR nicht 200 fährt. Ich habe 200 gekauft und will 200 haben und nicht 100 oder 120. Es ist nicht mein Problem warum es nicht 200 fährt, es ist das Problem des Verkäufers.


Wie die kleinen Kinder im Sandkasten oder an der Kasse :zwinker:


Mal einen tracert oder pathping auf den Server gemacht?

Gibt's eventuell Unterschiede bei kleineren Dateien?
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