Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

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Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon Lisbeth3001 » 25.01.2015, 18:38

Hallo,
ich ziehe zum 1.September von meiner eigenen Wohnung zurück zu meinen Eltern und habe einen Vertrag bei Unitymedia über 24Monate (Kabelanschluss,TV,Internet,Telefon). Meine Eltern haben dort schon seit Jahren einen Vertrag für Internet, Telefon, Tv, usw), also benötige ich Unitymedia nicht mehr und würde es umsonst bezahlen. Habe ich nun wie bei anderen Anbietern ein Sonderkündigungsrecht, weil ich in einen Haushalt mit schon vorhandenem Anschluss von einem anderen Anbieter ziehe!? :confused:

Lg. :zwinker:
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon Dinniz » 25.01.2015, 19:53

Du kannst Unitymedia um Kulanz bitten aber solange es ansich Verfügbar ist kommst du aus dem Vertrag nicht raus.
Hier eher keine Rechtsberatung :D
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon hajodele » 25.01.2015, 20:33

Ein RECHT hast du übrigens bei keinem - immer nur Kulanz
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon Marcus-Peter » 26.01.2015, 12:00

Hallo Lisbeth3001,

ein Sonderkündigungsrecht bei Umzug gewähren wir nur in 2 Fällen.

Entweder bei Umzug in ein nicht durch Unitymedia versorgtes Gebiet / Haus, oder wenn Du mit einem anderen Unitymedia Kunde zusammen ziehst (hier bliebe der höherwertigere Vertrag bestehen).

Der Umzug in eine Wohnung mit Anschluss bei einem anderen Anbieter ist kein Grund für ein Sonderkündigungsrecht, da beide Anschlüsse technisch gesehen parallel laufen können (Telefonleitung, Kabel TV Leitung).

Beste Grüße
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon jube50 » 29.01.2015, 14:45

Man muss nicht immer alles abnehmen, was einem Firmen als ihr Recht darbieten.

Es dürfte wohl kaum gerichtlich zumutbar sein, zwei parallele Fernsehanschlüsse in einer Wohnung betreiben zu müssen.

Auch muss nicht immer der höherwertige in Frage kommen, wenn damit z. Bsp. bauliche Veränderungen verbunden sind.

Bezieht eine Person eine Wohnung im Haus der Eltern, sieht die Sache anders aus, als wenn sie direkt in den Haushalt zieht.

Es gibt inzwischen zahlreiche Urteile, nach denen in solchen Härtefällen kurzfristig gekündigt werden konnte.
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon mauszilla » 29.01.2015, 16:22

jube50 hat geschrieben:Man muss nicht immer alles abnehmen, was einem Firmen als ihr Recht darbieten.

Es dürfte wohl kaum gerichtlich zumutbar sein, zwei parallele Fernsehanschlüsse in einer Wohnung betreiben zu müssen.

Wieso nicht? Genauso wie es erlaubt ist soviele Verträge wie man bekommt abzuschließen (kann ja sogar Kabel und DSL Parallel in der Wohnung haben) kann kein Gericht entscheiden, das es unzumutbar ist.

jube50 hat geschrieben:Auch muss nicht immer der höherwertige in Frage kommen, wenn damit z. Bsp. bauliche Veränderungen verbunden sind.

Bezieht eine Person eine Wohnung im Haus der Eltern, sieht die Sache anders aus, als wenn sie direkt in den Haushalt zieht.

Es gibt inzwischen zahlreiche Urteile, nach denen in solchen Härtefällen kurzfristig gekündigt werden konnte.

Das man in solchen fällen den einen Kündigen Darf bzw das Unternehmen die Kündigung des geringeren Akzeptiert ist Kulanz und kein Recht. Also kannst auch nicht drauf pochen welchen du behälst, denn dann darfst beide behalten ;)

Wenn dir die Aussagen der Firmen nicht schmecken, hier mal ein Artikel dazu von der Verbraucherzentrale ;)
http://www.verbraucherzentrale-sachsen. ... erechtigen
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon jube50 » 29.01.2015, 18:51

Die Verbraucherzentrale zeigt hier nur die gestärkten Rechte der Verbraucher an.

Du bist auch nicht gezwungen bei einem Zuzug zwei Hausratversicherungen zu führen.
Du kannst auch 3x deine GEZ abführen.
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon Dummer Weise » 29.01.2015, 19:55

jube50 hat geschrieben:Es gibt inzwischen zahlreiche Urteile, nach denen in solchen Härtefällen kurzfristig gekündigt werden konnte.

Na dann, Links zu den Urteilen bitte.
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon jube50 » 29.01.2015, 20:58

Ich selbst bin bei einem Zusammenzug immer aus solchen Verträgen herausgekommen. Die Verbraucherzentrale wird ebenfalls ggf. zu einem Gerichtsgang raten.
Bei Bekannten erst kürzlich geschehen.

Man muss nicht immer alles als reine Kulanz darstellen.

Man muss nur die Sachen einmal zu Ende denken. Bei einem Zuzug in die elterliche Wohnung könnten diese einen zusätzlichen Anschluss problemlos ablehnen. Bei einem zukünftigen Partner verhält es sich ähnlich.

Für die Firmen eine mehr als vage Sache, auch wenn es zu einem Einzelurteil kommt.

An Grundsatzurteile sind sie überhaupt nicht interessiert. In der Regel belässt man es bei einer sogenannten Kulanz, behält den Kunden und zeichnet sich noch durch Freizügigkeit aus.

Andere Firmen üben natürlich erst einmal Druck aus, weil sie genau wissen, dass der Kunde solche Gänge scheut.

Warum ist eine GEZ wohl ähnliche Wege gegangen. Sicher um auch in jedem Haushalt zu kassieren. Garantiert aber auch, damit ähnliche Gerichtsgänge aufgrund doppelter Abkassierei zukünftig unterbleiben.
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Re: Sonderkündigungsrecht, ja oder nein!?

Beitragvon mauszilla » 29.01.2015, 21:16

Lustig, was du gerade so absonderst.
GEZ gibt es nicht mehr und muss auch nicht mitgenommen werden, da sie durch eine Haushaltsabgabe ersetzt wurde. Also schon mal null vergleichbar.

Demgegenüber steht das Vertragsrecht und das Telekommunikatonsgesetz in dem es unter anderem in § 46 heißt
(8) Der Anbieter von öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdiensten, der mit einem Verbraucher einen Vertrag über öffentlich zugängliche Telekommunikationsdienste geschlossen hat, ist verpflichtet, wenn der Verbraucher seinen Wohnsitz wechselt, die vertraglich geschuldete Leistung an dem neuen Wohnsitz des Verbrauchers ohne Änderung der vereinbarten Vertragslaufzeit und der sonstigen Vertragsinhalte zu erbringen, soweit diese dort angeboten wird. Der Anbieter kann ein angemessenes Entgelt für den durch den Umzug entstandenen Aufwand verlangen, das jedoch nicht höher sein darf als das für die Schaltung eines Neuanschlusses vorgesehene Entgelt. Wird die Leistung am neuen Wohnsitz nicht angeboten, ist der Verbraucher zur Kündigung des Vertrages unter Einhaltung einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats berechtigt. In jedem Fall ist der Anbieter des öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdienstes verpflichtet, den Anbieter des öffentlichen Telekommunikationsnetzes über den Auszug des Verbrauchers unverzüglich zu informieren, wenn der Anbieter des öffentlich zugänglichen Telekommunikationsdienstes Kenntnis vom Umzug des Verbrauchers erlangt hat.


Wen es also irgendwer geschafft hat aus dem Vertrag zu kommen, dann ist das Kulanz gewesen und kein Recht!
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