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Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon SpaceRat » 28.06.2014, 02:04

Riplex hat geschrieben:Ich frag mich immer warum die Leute über Unitymedia herziehen. Die ÖR wollen keine Einspeisegebühren zahlen,
dann wird auch nichts gesendet in HD. So einfach ist das.

Diese Haltung können sich die KNB nur leisten, weil sie die zwangsverkabelten Kunden in Geiselhaft haben.

Ich verwette mein linkes Ei:
Eine Woche nach einem höchstinstanzlichen Urteil, daß Vermieter ab sofort Sat-Anlagen zu dulden haben, hätten alle KNB alle Free-TV- bzw. Zwangs-Pay-TV-Sender im Netz.

Es gibt keinen Grund für die ÖR, den KNB irgendwelche Einspeiseentgelte oder sonstigen Wegezoll zu bezahlen, denn den entrichtet bereits der Kabelkunde.
Ich kriege ja auch kein Geld vom WDR dazu, wenn ich einen Sat-Spiegel, einen LNB oder einen Multischalter erneuere.

Riplex hat geschrieben:Vielleicht sollte man sich mal fragen wo die 10 Milliarden Euro bleiben, die die ÖR jedes Jahr an Beitragsgebühren kassieren.
Da regt sich keiner drüber auf. Und nun kommt nicht mit WM 2014 kostet ja auch Geld usw. Da ist mehr Werbung als Fussball gezeigt wird.

Das ist ein völlig anderes Thema.

Mich nervt es auch, Zwangs-Pay-TV bezahlen zu müssen, damit unzählige Dritte mit leichtem Zeitversatz das selbe senden aber jedes davon seinen eigenen Wasserkopf bzw. seine Resterampe für Politiker, die nicht einmal mehr in Deutschland gewählt werden, unterhalten kann.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
  • 2xVu+ Solo² / OpenATV 6.0
  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
Pay-TV: Schwarzfunk, Redlight Elite Mega HD, Brazzers, XXL, HD-, Sky
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon satmark » 30.06.2014, 11:13

:wein: :sauer: Warum sind eigentlich bei der UM-Tochter in der Schweiz wesentlich mehr deutsche ÖR-Sender in HD eingespeist als in Deutschland? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die deutschen ÖR-Anstalten für die Schweizer ein Einspeiseentgelt zahlen, für die Deutschen jedoch nicht. Da würde ich gerne mal ein offizielles Statement lesen...

Nur mal für einen Eindruck... :http://www.upc-cablecom.ch/de/fernsehen/sender/
:wein: :sauer:
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon SpaceRat » 30.06.2014, 11:36

satmark hat geschrieben:Warum sind eigentlich bei der UM-Tochter in der Schweiz wesentlich mehr deutsche ÖR-Sender in HD eingespeist als in Deutschland? Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass die deutschen ÖR-Anstalten für die Schweizer ein Einspeiseentgelt zahlen, für die Deutschen jedoch nicht. Da würde ich gerne mal ein offizielles Statement lesen...


- Warum bekommt man als Arbeitnehmer in der Schweiz mehr Geld (Auch mehr Kaufkraft) als im Billiglohnland Deutschland?
- Wieso haben schweizer Krankenhäuser einen besseren Personalschlüssel als deutsche?
- Weshalb ist es für die Schweiz richtig anstrengend, dafür zu sorgen, daß der Schweizer Franken nicht zu wertstabil ist, während der Euro ganz von alleine hyperinflationär an Wert verliert?

Ganz einfach:
Weil die Schweizer anders als 90% der Deutschen keinen Haufen Hundekot zwischen den Ohren haben und nicht jeden Sch... mit sich machen lassen.

So arrogant und kundenfeindlich wie sich UPC/Unitymedia in Deutschland geriert können sie nur agieren, weil sie genug Zwangsverkabelte in Geiselhaft haben, die müssen das mitmachen.

Solange der Deutsche lieber sein Leben lang jemand anderem statt sich selber das Haus abbezahlt, sich dann auch noch von diesem Vorschriften machen läßt und deutsche Amtsrichter die Ausrede "optische Beeinträchtigung" gelten lassen, haben die KNB einen sicheren Kundenstamm (Und das ist in erster Linie der Vermieter, dem ist es egal, ob Du Klötzchen zählen kannst, er hat ja im eigenen EFH Sat).
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon satmark » 30.06.2014, 12:24

Das mag vielleicht eine Grundsatzerklärung sein. Es erklärt allerdings nicht, ob die ÖR Einspeisegebühren in der Schweiz bezahlen - und wenn nicht, warum sie dann damit nicht die Einspeisung in Deutschland öffentlich fordern.
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon mischobo » 30.06.2014, 13:02

magentis hat geschrieben:
Riplex hat geschrieben:Ich frag mich immer warum die Leute über Unitymedia herziehen. Die ÖR wollen keine Einspeisegebühren zahlen,
dann wird auch nichts gesendet in HD. So einfach ist das.

Vielleicht sollte man sich mal fragen wo die 10 Milliarden Euro bleiben, die die ÖR jedes Jahr an Beitragsgebühren kassieren.
Da regt sich keiner drüber auf. Und nun kommt nicht mit WM 2014 kostet ja auch Geld usw. Da ist mehr Werbung als Fussball gezeigt wird.


Ok, aber warum bezahlt UM für RTL zB? Desweiteren, haben bis jetzt alle Gerichte zugunsten der ÖR entschieden, wo KNB weiter Geld von den ÖR haben wollten. Die einzigsten, die es bis zum Erbrechen auf Kosten der Kunden betreiben ist UM. Also ist es doch klar, das sich die Kunden deswegen aufregen, zumal jede Zusage von UM in den letzten Monaten nicht eingehalten wurde. Hat zwar nicht direkt damit zu tun, aber viele haben das im Hinterkopf.

Doch, ich rege mich auch drüber auf wie viel über die GEZ eingezogen wird. Doch leider läuft das unter dem Deckmantel des Rundfunkstaatsvertrag und daher müssen die Gesetze entsprechend geändert werden. Ich rege mich auch drüber auf, wenn ich Kopiergebühren für jedes Medium zahlen muß und trotzdem von meinen erworbenen Filmen, Spielen usw keine Kopie anfertigen darf. Verfahre aber nach dem Motto, keine Klage gegen mich, also auch keine Gegenklage in Brüssel. ;-)
... RTL zahlt, wie jeder andere Sender auch, die üblichen Einspeiseentgelte, erhalten aber bzgl. ihrer HD-Programme eine Beteiligung aus den Umsätzen der HD-Option. Auch bei z.B. UPC Nederland kommt dieses Geschäftsmodell zum Einsatz. Diese Geschäftsmodell steht jedem Sender offen, auch den deutschen ÖR-Sender.

Und wo wir schon bei unseren Nachbarn sind: wie schaffen es die Niederländer ein durchaus umfangreiches ÖR-Angebot auf die Beine zu stellen und das völlig ohne Rundfunkgebühren ?
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon magentis » 30.06.2014, 13:06

satmark hat geschrieben:Das mag vielleicht eine Grundsatzerklärung sein. Es erklärt allerdings nicht, ob die ÖR Einspeisegebühren in der Schweiz bezahlen - und wenn nicht, warum sie dann damit nicht die Einspeisung in Deutschland öffentlich fordern.


Meines Wissens zahlt in Europa quasi keiner Einspeisegebühren. Im Gegenteil, die Sender werden für die Einspeisung bezahlt. Nur hier in Deutschland läuft es teilweise anders. Verkaufssender zahlen, RTL-Gruppe wird bezahlt, SAT1Pro7 zahlt glaub ich noch und die öffentlich Rechtlichen sollen weiter zahlen, obwohl schon die ersten Gerichte anderslautende Urteile gefällt haben. Darum haben die anderen KNB auch "eingelenkt", nur UM meint Sie wären der große Zampano und wartet auf ein Urteil gegen sich, bzw wird es nach möglichkeit durch Einspruch immer wieder hinauszögern wollen.
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Die Moral von der Geschicht, traue keinen Versprechungen der UM-Hotliner.
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon SpaceRat » 30.06.2014, 13:39

satmark hat geschrieben:Das mag vielleicht eine Grundsatzerklärung sein. Es erklärt allerdings nicht, ob die ÖR Einspeisegebühren in der Schweiz bezahlen - und wenn nicht, warum sie dann damit nicht die Einspeisung in Deutschland öffentlich fordern.

Nun, Du denkst zu kompliziert.

Es ist einfach so, daß die Empfangswege normalerweise miteinander konkurrieren, das regelt also der Markt:

Bezogen auf mich als Eigenheimbesitzer konkurriert Unitymedia als potentieller TV-Versorger mit der eigenen Sat-Anlage.
Da Unitymedia extrem teuer und gleichzeitig extrem schlecht (Häufige Ausfälle, schlechtes Senderangebot) ist, wird aber kein klar denkender Kunde der die Wahl hat den TV-Kabelanschluß wählen.
Nun wird aber Unitymedia (Wie auch die anderen KNB) in Deutschland vor einem freien Markt beschützt, indem man ihnen einen Großteil der zur Miete wohnenden Bevölkerung als Kundschaft garantiert. Wenn Unitymedia der Marktanteil, den sie mit unfreiwilligen Kunden erzielen können, reicht, dann kannst Du nichts dagegen machen.
Gäbe es nur einen freien Markt, dann müßte Unitymedia sich dem auch stellen (oder untergehen) und z.B. das Senderangebot konkurrenzfähig gestalten, aber ohne Markt bzw. bei der Selbstbeschränkung auf den geschützten Teil des Marktes ist jede Verbesserung des Angebots für Unitymedia voll optional.

Es ist also einfach nur wahrscheinlich, daß UPC in der Schweiz keinen geschützten Markt zur Verfügung hat und sich deshalb auf dem freien Markt behaupten muß. Dementsprechend müssen sie beim Senderangebot konkurrenzfähig sein, indem sie die Sender bieten, die der Kunde wünscht.
Das ZDF ist in der Schweiz nicht einmal ein Must-Carry-Programm, daran kann es also nicht liegen: Must-carry-Programme Schweiz


Das Problem ist ein rein politisches, eine Änderung könnte nur erzielt werden, wenn die Absätze 1 und 3 des Artikels 5 des Grundgesetzes in Kraft gesetzt würden:

Artikel 5 GG

(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3) Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.

Solange man mit Richterrecht die Verfassung brechen kann (Praktisch jedes Haus war früher mit solchen grätenförmigen Taubensitzanlagen - Antenne genannt - verschandelt, aber eine fachgerecht montierte Sat-Anlage stellt eine optische Beeinträchtigung des Wohnsilos dar, ja ne, is klar.) und die KNB deutschen Zensurgesetzen (Getarnt z.B. als "Jugendschutzgesetz") unterworfen sind, kann sich weder ein freier Markt mit echter Konkurrenz zwischen Kabel und Sat entwickeln, noch sind die KNB in der Gestaltung des Programmangebotes auch nur annähernd frei.

Die Zensur in Deutschland stellt übrigens ein Problem dar, das nicht den KNB angelastet werden kann:
In freien Ländern gehört zu einem Pay-TV-Angebot auch wie selbstverständlich mindestens ein echter Erotik-Sender (Wer's nicht mag ist ja nicht gezwungen ihn einzuschalten):
AustriaSat: Hustler TV und Dorcel TV inklusive
UPC Austria: Hustler TV buchbar
Canal Digitaal: Dorcel TV und Brazzers TV Europe enthalten im Paket EntertainmentHD
Ziggo (NL): Brazzers TV Europe u.a. enthalten im Paket "Erotiek"
UPC NL: Brazzers TV Europe, Hustler TV, Dorcel XXX HD enthalten im Paket "Xotix"
usw. usf.

Nur im deutschen Reich ist es den KNB über Zensurgesetze unmöglich, dem Kunden ein komplettes Sortiment an Sendern anzubieten. Stattdessen sind diese gezwungen mit "Hustler TV Deutsches Reich" (Einer Variante von Hustler TV extra für das Deutsche Reich), "Beate Uhse Fummelfilm" usw. usf. rumzumurksen.
Trotzdem müssen diese immer noch den Zuschauer mit Gängelreceivern belästigen, die diese vor den gar nicht vorhandenen jugendgefährdenden Inhalte schützen. Selbst für die animierten Stern-Titelseiten "Hustler TV Deutsches Reich" und "Beate Uhse GähnTV" ...

In diesem Punkt könnten die KNB (und auch die IPTV-Anbieter) also gar nicht mit dem Angebot per Sat (Das im Deutschen Reich streng genommen mindestens in einer Grauzone liegt) konkurrieren, selbst wenn sie wollten.

Vielleicht sind die KNB ja auch aus diesem Grunde schon demotiviert, in einen ernsthaften Wettbewerb einzutreten. Wer gesetzlich verpflichtet ist, den Zuschauer schon bei stinknormalen Krimiserien pausenlos mit "Jugendschutz-PIN"s zu belästigen, hat doch eh keine Chance und weiß das auch.
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon SpaceRat » 30.06.2014, 14:11

mischobo hat geschrieben:Und wo wir schon bei unseren Nachbarn sind: wie schaffen es die Niederländer ein durchaus umfangreiches ÖR-Angebot auf die Beine zu stellen und das völlig ohne Rundfunkgebühren ?

  • Die Niederlande hatten bis 2000 den "omroepbijdrage", also ein Gegenstück zur GEZ
  • Seitdem werden die dortigen ÖR Sender aus Steuermitteln bezahlt, also auch wie bei uns, denn der "Rundfunkbeitrag" erfüllt alle Merkmale einer Steuer, heißt nur nicht so.
    Ob man die Steuer direkt zu diesem Zweck erhebt oder die Steuersätze irgendwelcher allgemeinen Steuern entsprechend hoch hält - z.B. in Form einer Mehrwertsteuer in Höhe von 21% - ist eine reine linke Tasche/rechte Tasche Scheindiskussion.
  • Niederländer sind generell bescheidender als Deutsche (Sieht man schon beim Hausbau)
    Über das was Niederländern technisch geboten wird (Datenraten), würden sich deutsche Zuschauer beschweren. Da hat ein SD-Sender auch mal nur 2 MBit/s.
    Direkter Vergleich:
    Nederlande 1: 3.17 Mbit/s
    Das Erste: 6.00 Mbit/s
    (Quelle: Satindex.de)
    Wer ein schlechteres Bild in Kauf nimmt, braucht auch weniger Transponder.
  • Niederländer spulen mehr einfach nur ab
    Nirgendwo außer bei uns wird so viel TV-Programm übersetzt. Aufwendig synchronisierte Sendungen wie bei uns sind aber nicht nur angenehmer zu gucken, sondern auch teurer als primitive OmU-Übersetzungen.

Soweit zu den Tatsachen bzw. den Faktoren, die die ÖR-Sender in Deutschland nur indirekt beeinflussen könn(t)en, denn Dubbing und eine anständige Bildqualität wird bei uns einfach vorausgesetzt.

Dann gibt es natürlich einen Punkt, mit dem sich vielleicht Geld sparen ließe, ohne auch nur einen einzigen der prinzipiell viel zu vielen ÖR Sender in D abzuschalten:
Wie auch die Österreicher und Schweizer verschlüsseln die Niederländer ihr Programm, bezahlen also auch keine Lizenzgebühren für die gesamte Astra-Ausleuchtzone, sondern nur für ihr eigenes Land.

Die Frage ist nun aber, was das prinzipiell zu teure Propaganda-Fernsehen des Deutschen Reiches mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, nämlich dem, daß die KNB doppelt abkassieren wollen, einmal beim Kunden und ein zweites Mal beim Programmanbieter.
Receiver/TV:
  • Vu+ Duo² 4xS2 / OpenATV 5.3@Samsung 50" Plasma
  • AX Quadbox HD2400 2xS2 / OpenATV 6.0@Samsung 32" TFT
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  • DVBSky S2-Twin PCIe@SyncMaster T240HD (PC)
  • TechniSat SkyStar HD2@17" (2.PC)
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon SpaceRat » 30.06.2014, 14:36

Der Kernpunkt ist doch folgender:

Wenn ich über Sat fernsehe, dann bezahle ich als Kunde alles für den Empfang benötigte selber:
- Spiegel
- LNB
- Multischalter
- Verkabelung
- Receiver

Der KNB ist nichts weiter als ein Dienstleister, der mir anbietet, einen gewissen Teil davon für mich zu übernehmen, dafür aber ein monatliches Entgelt zu erheben.
Bevor der KNB ernsthaft glauben kann, daß jemand auf dieses Angebot freiwillig eingeht, müßte er also eigentlich sicherstellen, daß er mindestens aus Sicht der Mehrheit der Kunden ein vergleichbares Ergebnis anbieten kann.

Dies tun die KNB aber nicht (Außer NetCologne speist meines Wissens kein größerer Kabelnetzbetreiber alle Zwangs-Pay-TV-HD-Sender und alle Sky-Sender ein), während gleichzeitig sogar immer mehr wieder aus ihrem Aufgabenbereich herausfällt:
Seitdem immer mehr Fernseher einen DVB-C-Tuner schon drin haben, ist das reine "Signal anlegen" zunehmend das einzige, das der KNB für das monatliche Grund-Entgelt noch leistet, trotzdem wird auch der nackte Anschluß immer teurer.

Um das und nichts anderes geht es hier.
Ob die KNB unter den Programmanbietern Dumme gefunden haben, die den KNB ein zweites Mal für die Einspeisung bezahlen, ist dabei völlig sekundär. Es ist der Endkunde, der den KNB bereits dafür bezahlt.

Auf die Spitze getrieben:
Würde kein Programmanbieter den KNB für die Einspeisung bezahlen und gäbe es keine must-carry-Regeln und würde Unitymedia trotzdem konsequent nur die Sender einspeisen, deren Anbieter bezahlen, dann hätten sie gar kein Produkt ... wofür bezahlt also der Kunde? Eben.
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Re: Verbraucherzentrale NRW kritisiert Unitymedia

Beitragvon satmark » 30.06.2014, 15:26

Darum gehts doch gerade gar nicht. Ich habe gefragt, warum alle ÖR-Sender in der Schweiz eingespeist sind. Für mindestens einen Teil davon bezahlen die Schweizer separat, aber diese Möglichkeit gibt es hier ja noch nichtmal. Ich als bekennender Privat-TV-Hasser würde lieber etwas dafür bezahlen als gar nicht die Möglichkeit zu haben ÖR-HD zu empfangen.

Und ich habe ein Haus ohne Sat-Ankage, weil ich zum Einen zum Bezug die BK-Anlage schon drin hatte und mir zum Anderen nicht die Ansivht auf mein schönes, 300 Jahre altes Haus mit einer Sat-Antenne verschandeln will.


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