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FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelanschlus

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelanschlus

Beitragvon Marshel » 01.04.2014, 10:40

Hallo und guten Morgen!

Ich beziehe 3-Play von Unitymedia und bislang lief alles gut, ausser dass das Signal an anderen Dosen als der Hauptdose zu schwach war (liegt wohl an den sehr alten Kabeln und der verhunzten Verkabelung...). Das soll hier aber nicht das Thema sein, sondern hier geht es mehr um Strom und ob es was mit dem Techniker und seinen Änderungen zu tun haben könnte.

Folgende Situation:

Seit gestern springt der FI unserer Wohnung unregelmäßig raus, also nicht bei bestimmten Geräten oder Aktionen.

Gestern hatten wir einen Kabeltechniker wegen unserem TV-Kabelanschluss im Haus, da dort wohl die 'Ingris' (so hat er es glaube ich genannt) zu hoch war. Dafür hatte er in unserer Wohnung (2 Familien Haus) die Kabeldose im Wohnzimmer abgeklemmt um zu prüfen ob diese die Störung verursacht - dem war nicht so. Dann sind wir eine Etage tiefer in die 2. Wohnung und dort hat er eine alte vergammelte/übermalte Kabeldose ausgetauscht und diese Störung war behoben. Bis dahin war noch alles in Ordnung meine ich.
Als nächstes meinte er dann noch, dass die Kabelanlage im Keller, wo Hauptanschluss, Unitymediabox und son Kram hängt, gar nicht geerdet sei und wir dies noch machen müssten. Da wir durch 3 Wände hätten bohren müssen haben wir uns für die Methode "Galvanische Trennung" entschieden. Wärend oder nachdem er diese im Keller eingebaut hat flog uns das erste mal in unserer Wohnung der FI raus, die andere Wohnung war nicht betroffen. Wir haben diesen wieder eingeschaltet und er hat die Anlage fertig gesichert. Dabei/danach flog der FI wieder raus. Zunächst konnten wir uns das nicht erklären und der FI blieb dann auch drin wärend alles eingeschaltet war. Getestet hatten wir auch die 2 Steckdosen neben dem Kabelanschluss in unserem Wohnzimmer - weil er diesen Kabelanschluss ja kurzzeitig abgeklemmt hatte.

Dann verlies uns der gute Herr wieder und leider blieben die unregelmäßigen Stromausfälle. Wir haben in der Wohnung nichts an Geräten geändert. Dann stellten wir die Spühlmaschine in der Küche an. Diese lief ca. 3-5 Minuten und dann flog der FI wieder raus, ohne dass wir etwas anderes eingeschaltet hatten. Da ich vermutete, dass es evtl. an einer der Steckdosen im Wohnzimmer liegt habe ich dort die Netzwerkgeräte (Switch, FritzBox) und den TV sowie Playstation von den zwei Steckdosen genommen. Nach ca. 30 Minuten passierte nichts und ich steckte die FritzBox wieder ein. Wieder schien nichts zu passieren. Danach war eine etwas komische Situation: meine Freundin schaltete die Schreibtischlampe ein (andere Steckdose als die zuvor genannten) und ich steckte zeitgleich den TV in den Mehrfachstecker an einer der 'Problemdosen'. *zack* FI raus. Nun dachte ich erstmal es könne vll am TV liegen. FI reingedrückt und TV mehrfach abgezogen - gewartet bis er keinen Reststrom mehr hat - eingesteckt. FI blieb drin... Auch wenn wir versuchten es wieder gleichzeitig mit der Lampe zu machen, wir haben den FI nicht raus bekommen. Also ließ ich vorsichtshalber den TV mal über nacht ab. Mit abgestecktem TV haben wir dann die Spülmaschine wieder eingeschaltet, die lief dann auch 2 Stunden ohne Probleme durch. Über nacht waren dann Internet und der TV im Schlafzimmer sowie der Kühlschrank am Strom angeschlossen ohne dass der FI rausflog.
Heute Morgen dann das neue Erwachen. TV noch abgesteckt, Fritzbox angesteckt. In der Küche habe ich die Senseo angeworfen. Wärend diese das Wasser aufkocht wird das Licht in der Küche minnimal dunkler - das war aber schon immer so! Dann lies ich diese durchlaufen und als die Senseo fertig war und der Strom "wiederkommen" sollte flog der FI raus (Spannungsspitze?).
Da dies mit abgestecktem TV passierte habe ich diesen heute Morgen auch noch eingesteckt und von ca. 07:15-08:30 Uhr lief auch der TV sowie Internet problemlos...

Jetzt ist keiner zu Hause, ich hoffe es läuft noch alles - sonst ist das gefrohrene hinüber...^^
Aber was könnte das sein?! Kann das mit der Trennung von dem Techniker im Keller zu tun haben? (der Kabelanschluss der FritzBox war bei einem Ausfall abgesteckt, lediglich der Kabelanschluss des TV war immer angeschlossen)
Oder woher kann das auf einmal rühren? Es wurde ja am Strom eigentlich nichts geändert. Oder kann sich diese Trennung dennoch auswirken?

Hoffe es hat evtl. jemand einen Tipp oder eine Idee was ich noch probieren könnte - weil so richtig reproduzieren lässt sich das ganze nicht.. es passiert bislang sehr sporadisch :/

Viele liebe Grüße
Marcel

PS.: ich habe es so gut wie mir möglich beschrieben, leider bin ich nicht vom Fach Fall etwas unklar oder doch unvollständig sein soll geb ich mein Bestes dies nachzutragen
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Dinniz » 01.04.2014, 16:52

Ich würde jetzt gerne erstmal klären warum er ein galvanisches Trennglied setzt wenn er die Anlage nicht erden kann .. somit ist auch die letzte Rettung futsch (Verstärkerpunkt draussen ist geerdet).
Es kann durchaus vorkommen, dass nach erfolgter Erdung der FI bei bestimmten Geräten fliegt.
Das liegt dann allerdings an der 230V Verkabelung bzw Endgerät die immer schon einen Fehler hatten - dieses aber erst nach korrekter Erdung auffällt.
Bei dir wurde jedoch die Erdung mehr oder weniger getrennt ...
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Bastler » 01.04.2014, 18:47

Ich würde jetzt gerne erstmal klären warum er ein galvanisches Trennglied setzt wenn er die Anlage nicht erden kann

Weil manche UM-Installationsfirmen das (intern) so vorschreiben und sogar den Techniker bemängeln oder gar "bestrafen" wenn sie das nicht machen.

Und das, obwohl das so lebensgefährlich und absoluter Unsinn ist und meines Wissens auch in keinem offiziellen Dokument von UM beschrieben wird dass das so gemacht werden soll, auch wenn das von manchen behauptet wird.

Wahrscheinlich muss erst mal was passieren bis die Verantwortlichen verstehen wie gefährlich das ist.


Fahre in bestimmte Gegenden von NRW oder Niedersachsen und du wirst täglich um die 5 fahrlässig (!) falsch verbaute Trennglieder ausbauen im Tagesgeschäft...
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Mephisto666 » 02.04.2014, 08:24

Bei uns ist Spannung auf dem Kabel, hab schon mehrfach beim Kabel in den Receiver stecken einen gewischt bekommen, brummen im Ton über die Stereoanlage hab ich mit nem Mantelstromfilter wegbekommen.
Techniker meint wäre so in Ordnung, glaube ihm kein Wort.
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Marshel » 02.04.2014, 09:25

okay, nach etwas hin und her war der gute Mann nochmal da und hat den Fehler auch recht zügig gefunden.
Beim Einbau der galvanischen Trennung hat er irgendein Erdungskabel vergessen rauszunehmen, sodass die Anlage, so glaube ich das verstanden zu haben, doppelt geerdet war? Auf jedenfall hat er von einer Potentialverschleppung gesprochen. Bislang läuft alles wieder Rund :)
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Cablemen » 05.04.2014, 11:25

Mephisto666 hat geschrieben:Bei uns ist Spannung auf dem Kabel, hab schon mehrfach beim Kabel in den Receiver stecken einen gewischt bekommen, brummen im Ton über die Stereoanlage hab ich mit nem Mantelstromfilter wegbekommen.
Techniker meint wäre so in Ordnung, glaube ihm kein Wort.


Je nach Aufbau der Kabelanlage muss dann halt zwischen HÜP und Verstärker bzw. in Linienanlagen am Eingangskabel im Keller eine galv. Trennung erfolgen sofern überhaupt die Kabelanlage geerdet ist, weil wenn das schon nicht erfolgt ist dann bringt die galv. Trennung auch nix mehr. Im analogen Bild kann man das dann sogar sehen wenn Fehlerströme fließen, dann hat man waagerechte Streifen im Bild.

Generell bin ich eh dafür jede Kabelanlage galvanisch von der NE 3 zu trennen, schließlich beugt man dann solchen Problemen schon mal vor aber UM besteht ja unbedingt darauf den HÜP mit zu erden. Was dann passieren kann durfte ich ja selbst schon erleben siehe oben bei einen Kunden!
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Bastler » 05.04.2014, 13:24

weil wenn das schon nicht erfolgt ist dann bringt die galv. Trennung auch nix mehr.

Doch, die bringt dann immerhin die Möglichkeit, die ganze HVA unter Spannung zu setzen ohne dass der FI fliegt, weil kein Fehlerstrom mehr zustande kommt.
Also Lebensgefahr.

ÜP erden finde ich völlig ok und ist eigentlich auch "normal", galvanische Trennungen vermeide ich wo es nur geht (wenn man sich an die Richtlinie hält gibt es aber eh so gut wie nie den Fall, dass man ein Trennglied verbauen müsste, und die Begründung, dass man zu faul ist den ÜP zu erden zählt bei Prüfungen von UM gottseidank nicht).
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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon elo22 » 19.05.2014, 18:09

Cablemen hat geschrieben:Generell bin ich eh dafür jede Kabelanlage galvanisch von der NE 3 zu trennen, schließlich beugt man dann solchen Problemen schon mal vor aber UM besteht ja unbedingt darauf den HÜP mit zu erden.


Wenn mir jemand leitfähiges Potenzial ins Haus bringt ist das auszugleichen. Wenn da unbedingt galv. getrennt weden muss dann vor der Tür.

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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon elo22 » 19.05.2014, 18:11

Hier gehört die Elektroinstallation gemessen.

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Re: FI fliegt sporadisch raus nach Entkopplung des Kabelansc

Beitragvon Bastler » 19.05.2014, 22:23

Der Teil, der durch das (bescheuerte und von 90% der UM-Techniker falsch, oftmals lebensgefährlich montierte) doppelt galvanische Trennglied auf "Außenpotential" liegt, ist ja komplett Berührungsgeschützt, sofern nach Herstellerangabe gearbeitet wurde.
Bringt einem nur nichts, wenn die eigentliche Kabelanlage im Haus nicht geerdet ist. Im Gegenteil, diese kann man so schön unter 230 V setzen, ohne dass da ein FI fliegt oder eine Sicherung fliegt, weil es so im schlimmsten Fall (der gar nicht so unwahrscheinlich ist) gar nicht zu einem fließenden Fehlerstrom kommt (erst dann, wenn Jemand die Platte anfasst, was aber zu Spät ist :zwinker: ).
Wäre die Anlage nicht von der NE3 durch dieses Trenngleid getrennt, wäre die Anlage zwar immer noch nicht geerdet, aber es wäre zu einem Fehlerstrom gekommen der den FI abschalten lässt. In irgendeinem Haus in der C-Linie oder im Verstärkerpunkt ist das Kabel nämlich immer geerdet.
Klar, darauf darf man sich nicht verlassen und es gehört jede Anlage inkl. ÜP lokal geerdet. Aber das man bei den nicht geerdeten Anlagen (die es in NRW sehr häufig gibt weil sich nie Jemand drum gekümmert hat und die Techniker in der Regel auch einfach bauen durften, wenn sie keine PAS gefunden haben oder diese absichtlich nicht gefunden haben) den allerletzten Behelfs-PA über die NE3 auch noch "wegsperrt" ist eigentlich grob fahrlässig und es ist nur noch eine Frage der Zeit bis da mal was passiert (ist bestimmt schon längst).
Ich kenne aber Firmen, die machen das sogar generell so. Nicht geerdete Anlagen werden da grundsätzlich mit einem Trennglied versehen. Was denken die sich dabei???
Die Trennglieder sind eigentlich nur für absolute Ausnahmefälle gedacht, wo man den ÜP aus baulichen gründen nicht mit in den PA einbeziehen kann.
In einer nicht geerdeten Anlage haben die Dinger überhaupt nichts verloren - gerade da werden sie aber (eigentlich nur auffällig in bestimmten Gegenden, also wahrscheinlich auf immer die gleichen Firmen zurück zu führen) hauptsächlich verbaut. Selbst wenn der ÜP direkt neben dem Verstärker ist :wand: . Ich glaube fast, dass manche das irgendwie komplett falsch verstanden haben...

Davon ab darf es eine nicht geerdete Anlage eigentlich gar nicht geben :zwinker: . Aber wir sind im UM-Land, nicht im KDG-Land :zwinker:
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