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Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitragvon SpaceRat » 17.11.2013, 03:36

hankift hat geschrieben:Weißt du da zufällig auch ob dann die Prozesskosten (egal wie dieser ausgeht) prinzipiell übernommen werden oder nur wenn man gewinnt?

Der passive Rechtsschutz greift normalerweise in den Fällen, in denen die eigene Versicherung die gegnerische Forderung
- dem Grunde nach (Also komplett)
oder
- der Höhe nach
in Zweifel zieht.

Beispiel:
Versicherungsnehmer A beschädigt beim Zurücksetzen seines PKW das abgestellte Fahrzeugwrack des B. B macht gegenüber der PKW-Haftpflichtversicherung des A einen Schaden von 2000 EUR geltend. Die Versicherung von A zieht nun in Zweifel, daß an einem abzuwrackendem Fahrzeug (Uralt und Motorschaden) überhaupt noch ein Schaden dieser Höhe entstehen kann und wehrt sich gegen die Höhe der Forderung, z.B. indem sie einen Gutachter einschaltet und/oder Ermittlungen wegen Versicherungsbetruges gegen B veranlaßt.
In diesem Fall schützt die Versicherung des A den Versicherungsnehmer indirekt (Denn einen Schaden von 50 EUR kann A natürlich einfach zurückkaufen, um die Rückstufung zu vermeiden, bei 2000 EUR nicht). Das ist also passiver Rechtsschutz, auch wenn die Versicherung natürlich in erster Linie sich selber schützt.

Zweites Beispiel:
Die Betreiberin X eines Sonnenstudios fordert von der Kundin Y Schadensersatz für eine bei sachgemäßer Benutzung beschädigte Liegefläche (Glasbruch). Die Versicherung der Y verweigert die Zahlung und schützt Y vor der Forderung, ganz einfach weil diese nicht berechtigt ist: Das Risiko eines Ausfalles bei sachgemäßer Benutzung liegt nun einmal beim Betreiber selber.

In beiden tatsächlich (mir) passierten Fällen ist der passive Rechtsschutz so oder so für den Versicherten "kostenlos":
Entweder hat die Versicherung mit ihrem Standpunkt Recht und hat damit die zu erstattenden Kosten vermieden/gedrückt, was ja in ihrem Sinne war; oder sie unterliegt, was nichts anderes bedeutet, als daß der Versicherungsnehmer tatsächlich und in der ursprünglich geforderten Höhe schadensersatzpflichtig ist, was wiederum bedeutet, daß tatsächlich ein Versicherungsfall zu bejahen ist.
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Re: Kosten Tiefbau wegen selbst verschuldetem Kabelbruch

Beitragvon Bastler » 23.11.2013, 17:00

Normalerweise kann man ein solches Kabel an der schadhaften Stelle abschneiden und dann einen Kompressionsstecker drauf quetschen.

Auf die Erdkabel (ikx, nkx usw.) kann man keine Kompressionstecker quetschen, weil es dafür keine gibt. Es geht auch nicht wegen der starren Abschimrung der Erdkabel (manche "Helden" von Technikern haben ja schon RG11-Kompressionsstecker auf ikx-Kabel gequetscht - was dann meist so ca. einen Tag lang tatsächlich gehalten hat^^).
Für solche Kabel gibt es Schraubmuffen oder halt KES-Steckverbinder. Aber für beides bräuchte man viel freie Arbeitsfläche um das Kabel herum, sprich in einem aufgestemmten Wandloch wird das sowieso nichts...
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