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UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

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UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon kkarsten62 » 10.10.2013, 11:07

Hallo,

wir ziehen demnächst in eine neue Eigentumswohnung, die gerade gebaut wird und der Rohbau steht schon. Wir sind nun aufgefordert die Elektroanschlüsse zu überprüfen und ggf. Änderungswünsche einzubringen. Dazu gehört auch die Multimedia Verkabelung. Es drängt ein wenig. Der zuständige Techniker von der Baugesellschaft ist in Urlaub, so dass ich hier nun um weiteren Rat suche. Ich bin relativer Neuling in diesen Dinge.

Aktuell haben wir in unserer Mietwohnung schon 3rd-Play, dass an EINER MM-Dose standardmäßig verkabelt ist.

Was mit bekannt ist:
- Die gesamte Wohnanlage wird mit Unitymedia ausgestattet
- Jedes Zimmer kann mit einer oder mehreren Multimedia Dosen ausgestattet werden, diese werden fertig installiert.
- Zudem werden Leerrohre zu TK/EDV-Dosen in den Zimmern gelegt. In diese kann man dann selbst weitere Dinge verlegen
- Laut Grundrissplan befindet sich im Flur ein Schaltschrank für die MM-Verteilung und MM-Unterverteilung (TK-EDV Dosen?)

Ich möchte für die TK/EDV-Dosen 1GB Ethernet verlegen lassen, um die Computer/Drucker direkt ans LAN zu legen (nicht über WLAN).
WLAN verwende ich dann nur fürs Notebook auf der Coach um mal kurz zu surfen.

Meine Fragen:
Wie sieht die Verkabelung zwischen MM-Dosen und Ethernet aus?
Wie und wo wird das UM-Modem und der WLAN-Router/Switch untergebracht, kann man dies in den Schaltschrank legen?
Wenn man das UM-Modem in den Schaltschrank unterbringen kann, kann man dann das Telefon zu einer TK/EDV-Dose legen lassen?

Ich habe mir folgendes überlegt:
Im Schaltschrank wird das UM-Modem direkt an den UM-Zugang angeschlossen
Der WLAN-Router/Switch wird auch im Schaltschrank an das Modem angeschlossen
Die Ethernet-Kabel von den TK/EDV-Dosen werden dann an den WLAN-Router/Switch angeschlossen
Ein Telefon-Kabel geht vom UM-Modem zu einer TK/EDV-Dose

Oder wird ein separater Switch in dem Schaltschrank benötigt, bzw. wie ist das Ganze gedacht?
Aktuell habe ich den WLAN-Router/Switch DLINK DIR652. Dieser hat aber nur 6 Ethernet-Anschlüsse, ich benötige aber mindestens 8 Ethernet-Anschlüsse. Gibt es hier Alternativen?

Vielen Dank für eine Unterstützung und Tipps dazu.

Toto12
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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon Knifte » 10.10.2013, 12:00

Ethernet-Verkabelung und "UM-Verkabelung" sind 2 verschiedene Dinge.

Lass dir vom Elektriker am besten in jeden Raum (bzw. in jede gewünschte Ecke) 2 Cat7-Verlegekabel legen, die dann an entsprechenden Netzwerkdosen enden. Im Schaltschrank kommen dann alle Cat7 Kabel an und werden dann in einem Patchfeld "aufgelegt" (diese gibt es in unterschiedlichen Größen z.B. http://www.amazon.de/Mini-Patchfeld-Por ... +patchfeld oder http://www.amazon.de/Patchpanel-Cat6a-5 ... +patchfeld) Der Elektriker bzw. Installateur sollte das aber normalerweise wissen).

Du kannst dann über das Patchfeld die Schaltung der einzelnen Dosen selber vornehmen, indem du dir dann auch z.B. einen entsprechend großen Switch besorgst (groß im Bezug auf die Zahl der LAN-Ports) und diesen hinter deinen Router hängst. Router mit mehr als 4 LAN-Ports sind schon recht ungewöhnlich, deswegen ist der Einsat eines GBit-Switches auf jeden Fall sinnvoll. Diesen Switch kannst du auch direkt neben dem Patchfeld im Schaltschrank installieren.

Es gibt sowohl Switch als auch Patchfeld als "Einbau"-Variante, die man in eime Rack unterbringen kann, dann sieht das ganze auch sehr professionell aus. Hängt aber natürlich davon ab, ob der Schaltschrank den entsprechenden Platz bietet.

Vorteil an dieser Konstellation ist, dass du auch das Telefon normalerweise über das LAN-Kabel dann an einer bleibigen Dose anschliessen kannst. Alternativ kannst du fürs Telefon auch noch separat eine TAE-Dose installieren lassen, wo die Kabel eh vom Schaltschrank aus verlegt werden.

Wichtig ist meines Erachtens, dass du dir bei den Kabel Cat7-Kabel verlegen lässt und bei den übrigen Komponenten darauf achtest, dass diese mindestens der Cat6-Norm entsprechen. Alles andere ist nicht günstiger, entspricht aber nicht dem aktuellen Stand der Technik.
Viele Grüße

Knifte
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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon kkarsten62 » 10.10.2013, 12:50

Hallo "Knifte",

vielen Dank, dies bringt gleich schon Erhellung... :super:

Weitere Verständnisfrage:
Also ich verstehe es nun so:
Das UM-Modem kommt in den Schaltschrank. Vom Modem geht es dann in den Router. Vom Router geht es dann in den Switch. Vom Switch in das Patchfeld. Und vom Patchfeld dann zu den TK/EDV Dosen ?!

Danke für eine weitere Unterstützung.

Toto12


Knifte hat geschrieben:Ethernet-Verkabelung und "UM-Verkabelung" sind 2 verschiedene Dinge.

Lass dir vom Elektriker am besten in jeden Raum (bzw. in jede gewünschte Ecke) 2 Cat7-Verlegekabel legen, die dann an entsprechenden Netzwerkdosen enden. Im Schaltschrank kommen dann alle Cat7 Kabel an und werden dann in einem Patchfeld "aufgelegt" (diese gibt es in unterschiedlichen Größen z.B. http://www.amazon.de/Mini-Patchfeld-Por ... +patchfeld oder http://www.amazon.de/Patchpanel-Cat6a-5 ... +patchfeld) Der Elektriker bzw. Installateur sollte das aber normalerweise wissen).

Du kannst dann über das Patchfeld die Schaltung der einzelnen Dosen selber vornehmen, indem du dir dann auch z.B. einen entsprechend großen Switch besorgst (groß im Bezug auf die Zahl der LAN-Ports) und diesen hinter deinen Router hängst. Router mit mehr als 4 LAN-Ports sind schon recht ungewöhnlich, deswegen ist der Einsat eines GBit-Switches auf jeden Fall sinnvoll. Diesen Switch kannst du auch direkt neben dem Patchfeld im Schaltschrank installieren.

Es gibt sowohl Switch als auch Patchfeld als "Einbau"-Variante, die man in eime Rack unterbringen kann, dann sieht das ganze auch sehr professionell aus. Hängt aber natürlich davon ab, ob der Schaltschrank den entsprechenden Platz bietet.

Vorteil an dieser Konstellation ist, dass du auch das Telefon normalerweise über das LAN-Kabel dann an einer bleibigen Dose anschliessen kannst. Alternativ kannst du fürs Telefon auch noch separat eine TAE-Dose installieren lassen, wo die Kabel eh vom Schaltschrank aus verlegt werden.

Wichtig ist meines Erachtens, dass du dir bei den Kabel Cat7-Kabel verlegen lässt und bei den übrigen Komponenten darauf achtest, dass diese mindestens der Cat6-Norm entsprechen. Alles andere ist nicht günstiger, entspricht aber nicht dem aktuellen Stand der Technik.
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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon Knifte » 10.10.2013, 13:02

Genau so.

Das Patchfeld ist nichts anderes, wie viele Netzwerksteckdosen in einem Kasten.

Und den Switch brauchst du, um die maximale Anzahl an per LAN angeschlossenen Geräte von derzeit max. 6 (wenn dein Router 6 LAN-Ports hat) zu erhöhen.

Um herauszufinden, wieviele Ports dein Switch haben sollte, kannst du wie folgt vorgehen:

1. Anzahl der aktuell per LAN zu verbindenden Geräte ermitteln.
2. Switch und Router werden mit einem LAN-Kabel verbunden, weswegen bei beiden Geräten je ein Port wegfällt, damit die Verbindung untereinander funktioniert.

Also rechnest du wie folgt:

Ergebnis aus 1. muss kleiner oder gleich der Anzahl an LAN-Ports von Switch und Router - 2 LAN-Ports sein.

Wenn du später mal erweitern willst, ist das auch kein Problem. Kannst den Switch einfach gegen einen größeren austauschen. Du musst auch nicht zwingend einen Switch nehmen, der direkt alle Netzwerkdosen mit Signal versorgt, es reicht ja auch, wenn die Dosen mit Signal versorgt werden, an welche auch Geräte angeschlossen werden.

Das Patchfeld solltest du hingegen direkt ausreichend groß kaufen, weil man das nur einmal installiert (da werden die Kabel auch fest angeschlossen (aufgelegt)) und dann fummelt man an den Anschlüssen zumindest nicht mehr rum.

Solltest du an einer der Netzwerkdosen, (wo ja 2 Kabel ankommen) mal mehr als 2 Geräte anschliessen, dann hast du 2 Möglichkeiten:

1. Du weisst bereits heute, dass du an einer Stelle mehr als 2 LAN-Geräte hast und planst dort eine entsprechend höhere Anzahl von Netzwerkdosen ein - also z.B. 4 oder 6 Anschlüsse
2. Du schliesst an einer der Netzwerkdosen einfach noch einen weiteren Switch an und hängst dann dort die entsprechenden Geräte dran.

Ich persönlich finde hier Variante 2 ganz ok, da man da nicht so viele Netzwerkdosen an der Wand hat und man mit dem Switch natürlich auch sehr flexibel ist. Für Variante 1 spricht, dass man hier an jedem Strang bzw. Netzwerkport die volle Leistung von aktuell 1 GBit bekommt. Bei Variante 2 Teilen sich dann die am Switch angeschlossenen Geräte diese Bandbreite.
Viele Grüße

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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon hajodele » 10.10.2013, 13:10

Noch ein Hinweis:
Verwende grundsätzlich Dosen mit 2 LAN-Anschlüssen.
Das kostet nicht viel mehr und man weiß nie, für was man es brauchen kann, z.B.

- 1 LAN und 1 Telefon
- 1 LAN für PC und 1 LAN für Drucker
- usw.
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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon Knifte » 10.10.2013, 13:33

Ja, und zu Dosen mit 2 Anschlüssen müssen auch 2 Kabel gehen. Also nicht die Dosen einfach "durchverbinden".

Und verleg die Kabel am besten in Leerrohren, dann kann man die ggf. mal später austauschen, wenn die mal kaputt gehen sollten oder wenn der technische Fortschritt neue Kabel erfordert.
Viele Grüße

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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon kkarsten62 » 10.10.2013, 14:51

Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe. Ist doch klasse, wie schnell man hier gute Informationen bekommt. :smile:

Noch weitere Fragen, die mich bei der Grundriss-Planung gerade beschäftigen.
In den Bauzeichnungen sind keine konkreten Maße für den Schaltschrank vorgegeben, nur der ungefähre Ort.
Wie groß ist denn so ein Schaltschrank im Normalfalle in den Abmessungen, Höhe, Breite, Tiefe?
Kann man unterhalb noch einen Schuhschrank unterbringen?
Oder kann man einen Einbauschrank mit freier Rückwand davor setzen?

Wie viele Stromanschlüsse braucht man im Schaltschrank, 1 x UM-Modem, 1 x Router, 1 x Switch, also 3 mal Strom? Oder braucht das Patchfeld und das UM-Patchfeld auch Strom? Ich frage, weil in der Bauschreibung von 2 Steckdosen im Schaltschrank die Rede ist. Oder kann man in dem Schaltschrank noch eine Steckerleiste unterbringen?

Danke für eine weitere Unterstützung.

Toto12


Knifte hat geschrieben:Ja, und zu Dosen mit 2 Anschlüssen müssen auch 2 Kabel gehen. Also nicht die Dosen einfach "durchverbinden".

Und verleg die Kabel am besten in Leerrohren, dann kann man die ggf. mal später austauschen, wenn die mal kaputt gehen sollten oder wenn der technische Fortschritt neue Kabel erfordert.
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Re: UM-Ethernet Verkabelung in neuer Wohnung

Beitragvon Knifte » 10.10.2013, 16:41

Wieviel Platz man da braucht, kann ich dir leider nicht genau sagen, da ich so einen Schrank bei mir leider nicht im Einsatz habe (wurde bei der Planung meines Hauses nicht berücksichtigt), weswegen ich alles einfach Aufputz installiert habe. Sprich Router, Switch und Patchfeld sind einfach direkt an der Wand befestigt. Das geht auch, sieht aber nicht schön aus und ist auch nicht besonders praktisch.

Meiner Meinung nach sollte man das direkt ordentlich machen.

Frag am besten mal, was dein Installateur da für Möglichkeiten hat, evtl. hat der ja was günstiges und auf deine Bedürfnisse abgestimmtes.

Man könnte da z.B. sowas nehmen: http://www.amazon.de/Assmann-Digitus-DN ... l+rackoder irgend einen anderen von hier http://www.amazon.de/s/ref=sr_pg_2?rh=i ... 1381416042. Da sind auch entsprechende Steckerleisten angegeben.

Dann z.B. in Kombination mit einem dieser Patchfelder: http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_ ... ld+19+zoll
und einem dieser Switche: http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?_ ... oll+switch

Ich würde mindestens 3 Steckdosen einplanen, lieber eine zuviel als zu wenig. Eine Steckerleiste geht zwar auch immer, nur hast du dann wieder zusätzliches Kabelwirrwarr, was kein Mensch braucht.
Viele Grüße

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