- Anzeige -

Selber Kündigen wegen Ablauf der Kündigungsfrist

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Selber Kündigen wegen Ablauf der Kündigungsfrist

Beitragvon ElvisP » 27.07.2013, 00:49

Hallo,

ich beschäftige mich gerade für eine Bekannte mit dem Thema Portierung zu Unitymedia. Jene Bekannte würde gerne mit ihrem Telefon- und Internet-Anschluss von der Telekom zu Unitymedia wechseln, allerdings verlängert sich ihr Telekom-Vertrag in wenigen Tagen automatisch um ein weiteres Jahr. Aus Sicherheitsgründen würde meine Bekannte daher ihren Vertrag mit der Telekom gerne so schnell wie möglich selbst kündigen.

Ist meine Idee, dass die Kündigung durch Unitymedia der Telekom am schnellsten zugestellt wird, wenn man in einem Unitymedia Store direkt das Vertragsformular unterschreibt, richtig?
Wie lange würde es ab Unterschrift des Vertragsformulars(z.B. heute am Samstag gegen Mittag) wohl maximal dauern, bis Unitymedia der Telekom die Kündigung zustellt?

In ihrer Portierungs-Anleitung(PDF) schreibt Unitymedia bezüglich der Kündigung folgendes:
„Bitte kündigen Sie nicht selbst, da Sie sonst ggf. Ihre Rufnummer(n) nicht zu Unitymedia mitnehmen können“

Ich habe gelesen, dass der neue Anbieter bei der Portierungsanfrage angeblich oft nicht die Möglichkeit vorsieht, dass der Anschluss vom Kunden selbst gekündigt wurde und daher eine "falsche" Anfrage(inklusive einer fatalen erneuten Kündigung des Kunden) an den alten Anbieter stellt. Angeblich soll eine "nachträgliche Portierung" problemlos möglich sein, auch wenn der Kunde selber kündigt. Sollte also alles an einem unflexiblen Vertrags-Formular liegen, welches einfach nicht den Fall vorsieht, dass der Kunde selbt kündigt?
Wobei der Begriff "nachträgliche Portierung" bei mir sofort die Alarmglocken schrillen lässt, weil ich dann instinktiv an Nicht-Erreichbarkeit unter der alten Rufnummer denke. Ich kann mir gerade nur nicht so recht vorstellen, dass man bei eigener Kündigung sämtliche Rechte auf eine "normale" Portierung verliert(mit "normal" meine ich die Portierung, die normal verläuft, weil man den neuen Anbieter für sich kündigen lässt). Wer bekommt da im Portierungs-Ablauf jetzt was genau nicht auf die Reihe?

Kann meine Bekannte bei eigener Kündigung die Telekom nicht darauf hinweisen, dass sie ihre Rufnummer zu Unitymedia portieren möchte und das entsprechende Portierungsanträge von Unitymedia - selbst wenn sie eine erneute Kündigung enthalten - nicht abgelehnt werden sollen?

Bekommt man bei einem Wechsel zu Unitymedia in jedem Fall am Anschlusstag Internet und Telefon(z.B. eine vorübergehende Ersatzrufnummer) und hat dann 3 Monate lang zeit, um sich in Ruhe um die Portierung zu kümmern?

Und gibt es bezüglich der Dauer einer Portierung Fristen, welche die am Wechsel beteiligten Provider einhalten müssen(z.B. Portierung der Rufnummer innerhalb x Tagen)?

Ich selbst bin übrigens zufriedener Kunde bei Unitymedia, allerdings hing ich damals auch nicht an meiner Rufnummer und habe den Wechsel ausreichend früh in die Wege geleitet, was das Ganze vermutlich stark vereinfacht hat. In diesem Fall hatte ich nur während des Gesprächst mit meiner Bekannten so etwas wie ein Déjà-vu, da ich schon vor vielen Jahren immer wieder gehört habe, dass man blos nicht selbst kündigen soll, um die "komplizierten" Portierungs-Prozesse nicht zu "stören". :zerstör:
Hat sich nach all den Jahren im Festnetz immer noch nichts am Portierungs-Wahnsinn geändert?

Bei einem Mobilfunk-Anbieter habe ich selbst schon einige negative Erfahrungen bezüglich fehlerhafter interner Portierungs-Prozesse gemacht(hinter vorgehaltener Hand haben mir Ende letzten Jahres erfahrene Hotline-Mitarbeiter meines neuen Mobilfunk-Anbieters bestätigt, dass es genau daran gelegen hat). Beim Mobilfunk soll es aber angeblich wohl inzwischen besser geworden sein, ich bin damals wohl noch das Opfer eines sogenannten "Interims-Verfahrens" geworden.

Ich bitte um Entschuldigung für die vielen Fragen, aber das Thema ist für einen Otto-Normal-Verbraucher einfach zu komplex.

Viele Grüße,
Elvis
ElvisP
Kabelneuling
 
Beiträge: 1
Registriert: 26.07.2013, 22:27

Re: Selber Kündigen wegen Ablauf der Kündigungsfrist

Beitragvon Baktosh » 28.07.2013, 00:31

Hi,

ElvisP hat geschrieben:Hallo,

ich beschäftige mich gerade für eine Bekannte mit dem Thema Portierung zu Unitymedia. Jene Bekannte würde gerne mit ihrem Telefon- und Internet-Anschluss von der Telekom zu Unitymedia wechseln, allerdings verlängert sich ihr Telekom-Vertrag in wenigen Tagen automatisch um ein weiteres Jahr. Aus Sicherheitsgründen würde meine Bekannte daher ihren Vertrag mit der Telekom gerne so schnell wie möglich selbst kündigen.


Was heist genaue wenige Tage ?
Welche Kündigungsfristen hat die Bekannte ?

Bitte beachte das bei FNP (Festnetzportierung) die Rufnummer immer erst zum Vertragsende portiert werde kann.

ElvisP hat geschrieben:Ist meine Idee, dass die Kündigung durch Unitymedia der Telekom am schnellsten zugestellt wird, wenn man in einem Unitymedia Store direkt das Vertragsformular unterschreibt, richtig?
Wie lange würde es ab Unterschrift des Vertragsformulars(z.B. heute am Samstag gegen Mittag) wohl maximal dauern, bis Unitymedia der Telekom die Kündigung zustellt?

In ihrer Portierungs-Anleitung(PDF) schreibt Unitymedia bezüglich der Kündigung folgendes:
„Bitte kündigen Sie nicht selbst, da Sie sonst ggf. Ihre Rufnummer(n) nicht zu Unitymedia mitnehmen können“


Da es sich bei diesen "Unitymedia Stores" um freie Vertriebspartner (aka Partnershops) handelt, werden Verträge die dort erfasst werden, meiner Ansicht nach mit gleiche Priorität behandelt wie wenn man diesen selbst online macht. Wie lange es genau dauert, wird dir wenn überhaupt nur Hotline sagen können.
Wenn der Auftrag weitergeleitet wurde steht es im Serviceportal


ElvisP hat geschrieben:Ich habe gelesen, dass der neue Anbieter bei der Portierungsanfrage angeblich oft nicht die Möglichkeit vorsieht, dass der Anschluss vom Kunden selbst gekündigt wurde und daher eine "falsche" Anfrage(inklusive einer fatalen erneuten Kündigung des Kunden) an den alten Anbieter stellt.


Quelle ?

ElvisP hat geschrieben:Angeblich soll eine "nachträgliche Portierung" problemlos möglich sein, auch wenn der Kunde selber kündigt. Sollte also alles an einem unflexiblen Vertrags-Formular liegen, welches einfach nicht den Fall vorsieht, dass der Kunde selbt kündigt?
Wobei der Begriff "nachträgliche Portierung" bei mir sofort die Alarmglocken schrillen lässt, weil ich dann instinktiv an Nicht-Erreichbarkeit unter der alten Rufnummer denke. Ich kann mir gerade nur nicht so recht vorstellen, dass man bei eigener Kündigung sämtliche Rechte auf eine "normale" Portierung verliert(mit "normal" meine ich die Portierung, die normal verläuft, weil man den neuen Anbieter für sich kündigen lässt). Wer bekommt da im Portierungs-Ablauf jetzt was genau nicht auf die Reihe?


Sobald dein Bekannte bei UM einen Anschluss mit Telefon bucht wird ihr eine Rufnummer aus dem Festnetzpool von UM zugewiesen. Bei einer Portierung wird dann zum zwischen Anbieter alt und Neu ausgehandeltem Datum diese "Übergangsnummer" durch alte zu portierende Rufnummer ersetzt. Dies passiert am Portierungstag innerhalb von wenigen Stunden, wenn keine Störungen im Ablauf passieren.

Bitte beachte hier wie schon oben geschrieben, dass Portierung immer nur zum Vertragsende. Also kann vorkommen das die Übergangsrufnummer für viele Monate vorhanden ist. Wenn Telefon bei der Telekom kein IP-Anschluss ist sondern noch reales Analog oder ISDN Festnetz dann könnte weiterhin unabhängig so lange genutzt werden bis Portierung.

Wenn IP-Anschluss dann 2 - 3 Möglichkeiten...

1. Alle sagen das für bestimmte Zeit andere Rufnummer
2. Rufumleitung von alte Rufnummer auf neue Rufnummer für ankommende Anrufe legen (ist aber kostenpflichtig). Leute bitte sagen das Anrufe für bestimmte Zeit von andere Rufnummer kommen
3. Endgeräte der Telekom zusätzlich zu denen von UM aufgebaut lassen. Internet dann über UM und Telefon noch über Telekom

ElvisP hat geschrieben:Kann meine Bekannte bei eigener Kündigung die Telekom nicht darauf hinweisen, dass sie ihre Rufnummer zu Unitymedia portieren möchte und das entsprechende Portierungsanträge von Unitymedia - selbst wenn sie eine erneute Kündigung enthalten - nicht abgelehnt werden sollen?

Die Portierungsprozesse und Bearbeitungen laufen vollautomatisch ab, sind daher in 1st Grade nicht zu bearbeiten.
Problem ist hier manchmal das verschiedene Anbieter machen einen Unterschied zwischen Kündigung und Kündigung mit Portierung.
So eine Interaktion wäre höchstens dann möglich wenn bereits Fehler vorgekommen. Dann kann Bekannte der Telekom sagen das bitte das zu prüfen ist.

Vorgehensweise soll auch eher Leute davon abhalten bei mehreren Anbieter Verträge zu machen mit Portierung und sich dann plötzlich um entscheiden und doch lieber einen anderen neuen Anbieter haben wollen. Vielleicht weil günstiger oder aus andere Grund.

Dieser neue Anbieter kann aber nun nicht anfragen da bereits Portierungsanfrage von Anbieter 1 im System von alte Anbieter.
Manchmal passiert auch ein Fehler bei der Stornierung eines Auftrags und die Portierungsanfrage wird daher nicht gelöscht.
Es gibt aber auch Kunden welche bei Anbieter 1 bestellen. Dann feststellen "Ist mir doch zu teuer" und dann stornieren. Diese warten dann aber nicht die Bestätigung von Anbieter 1 ab, sondern bestellen direkt oder ein paar Stunden später bei Anbieter 2 und wundern dann warum Portierung dort abgelehnt wird.

ElvisP hat geschrieben:Bekommt man bei einem Wechsel zu Unitymedia in jedem Fall am Anschlusstag Internet und Telefon(z.B. eine vorübergehende Ersatzrufnummer) und hat dann 3 Monate lang zeit, um sich in Ruhe um die Portierung zu kümmern?

Wie oben schon geschrieben.
BTW... Was meinst du mit 3 Monate ?

ElvisP hat geschrieben:Hat sich nach all den Jahren im Festnetz immer noch nichts am Portierungs-Wahnsinn geändert?

Dieser Wahnsinn sind fest vorgeschriebene Prozesse, die von allen beteiligten eingehalten werden müssen.

ElvisP hat geschrieben:Bei einem Mobilfunk-Anbieter habe ich selbst schon einige negative Erfahrungen bezüglich fehlerhafter interner Portierungs-Prozesse gemacht(hinter vorgehaltener Hand haben mir Ende letzten Jahres erfahrene Hotline-Mitarbeiter meines neuen Mobilfunk-Anbieters bestätigt, dass es genau daran gelegen hat). Beim Mobilfunk soll es aber angeblich wohl inzwischen besser geworden sein, ich bin damals wohl noch das Opfer eines sogenannten "Interims-Verfahrens" geworden.


Bitte nicht mischen von MNP (Mobilfunkportierung) und FNP (Festnetzportierung). Sind verschiede Prozesse und Abläufe.

Wenn du damit die Verfahren zur "vorzeitigen Portierung" meinst, dann ist die Antwort mal mehr mal weniger.

Problematik kann hier an sowohl Anbieter als auch Kunde liegen. Denn mit diese Verfahren kommen sowohl Händler als auch Kunde oft durcheinander.
Problem ist hier die richtige Art von Kündigung... Denn nun gibt es Kündigung zum Vertragsende und es gibt Kündigung mit sofortige Portierung.

Hier erklären manche Händler falsch, aber auch manche Kunde wissen nicht richtig was diese wollen.

Kündigung zum Vertragsende, heißt reguläre Kündigung zum nächstmöglichen Termin (Kündigungsfrist beachtet?)

Kündigung mit vorzeitiger Portierung bedeutet das der Vertrag beim alten Anbieter per sofort (zum Datum der Portierung zum neuen Anbieter) geschlossen wird. Der Kunde muss aber die Differenz zwischen diesem Datum und dem regulären Kündigungsdatum als Ausgleich sofort (mit nächste Rechnung) an den alten Anbieter zahlen. Gleiche Procedure wie bei Endabrechnung. Zusätzlich muss der Kunde bei seiner Kündigung explicit Kündigung mit sofortiger Portierung angeben.
[/Quote]

Ich bitte um Entschuldigung für die vielen Fragen, aber das Thema ist für einen Otto-Normal-Verbraucher einfach zu komplex.

Viele Grüße,
Elvis[/quote]
Baktosh
Kabelexperte
 
Beiträge: 220
Registriert: 10.05.2011, 20:58

Re: Selber Kündigen wegen Ablauf der Kündigungsfrist

Beitragvon HariBo » 28.07.2013, 11:24

die Kündigung selbst vor zu nehmen ist in diesem Fall sinnvoll.
Die Portierung der Nummer kann bis zu 90 Tagen nach Ablauf des Altvertrages beantragt werden.

Den Auftrag selbst empfehle ich dir online oder über die HL zu machen, bzw machen zu lassen.

Das Portierungsformular und die entsprechende Anleitung zum ausfüllen findest du auf der HP von UM unter Hilfe und Services, das ausgefüllte Formular faxt, mailst oder per Post schickst du an den UM Kundendienst zusammen mit der Kündigungsbestätigung der Telekom.

Sollte der UM Anschluss aus welchen Gründen auch immer nicht funktionieren, kann die Kündigung wieder zurückgenommen werden.

Wenn alles hinhaut hat deine Bekannte für ein paar Tage eine Interimsnummer bis zur Portierung.
HariBo
Network Operation Center
 
Beiträge: 5606
Registriert: 16.03.2007, 11:16
Wohnort: tief im Westen


Zurück zu Unitymedia allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 23 Gäste