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Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Lachomat » 17.02.2013, 19:13

Einleitung:

Die Leute die bei sich kein Glasfaser zu Hause liegen haben werden es wahrscheinlich kennen. Das DSL liefert nur 16 Mbit/s und mit jedem Meter den man von der Verteilerstelle wohnt, wird es weniger. So hat man Glück wenn man noch 10 Mbit/s bekommt (wir kriegen 10 Mbit/s). Nun haben wir immer wieder in letzter Zeit Werbung von Unitymedia bekommen und uns das mal genauer angeschaut. Und tatsächlich. Unitymedia verwendet ein von der Telekom unabhängiges Netz. Nämlich das alte TV-Kabelnetz. Und kann hierüber Geschwindigkeiten von bis zu 200 Mbit/s liefern, welche auch voll ankommen (Vorrausgesetzt das Netz ist nicht überlastet). Dies liegt daran, dass im Kabelnetz die Daten anders übertragen werden. Also haben wir bestellt.

Ausgangstechnik:

Unser Internet läuft über 1&1 mit Hilfe einer FRITZ!Box 7170, welche wir auch zum telefonieren nutzen. Eingehende Gespräche gehen über einen Festnetz-Vertrag der Telekom. Ausgehende Gespräche laufen über 1&1 über eine andere Rufnummer. Beim angerufenen wird jedoch unsere andere Rufnummer angezeigt. Dabei kommen zusammen: Telekom 18€ + 1&1 30€


Ablauf:
Samstag 26.1.13:

Wir haben gegen 22:00 Uhr uns entschieden und folgendes bestellt: Eine Internet Leitung von 50 Mbit/s sowie eine Telefonflat innerhalb von Deutschland + Rufnummermitnahme. Kosten: Da wir noch gebunden sind die ersten 6 Monate nichts. Danach ein Jahr lang 25€ und dann 33€.
Mittwoch 30.1.13:

Ein Sub-Unternehmer von UM ruft an, um einen Installationstermin zu vereinbaren. Leider niemand zu Hause. Am Nachmittag und am Abend versuchen wir zurückzurufen. Leider sin wir immer zwischen Position 2-7 in der Warteschleife und legen nach einer halben Stunde immer auf. Die Nummer war zum Glück eine Festnetz-Nummer.
Samstag 2.2.13:

Am Abend gegen 19:00 Uhr erreichen wir endlich den Sub-Unternehmer und machen einen Termin für Montag, den 4.2.13.
Montag 4.2.13:

Es ist halb-Zehn in Deutschland und bei uns parkt ein Auto vor der Haustür. Techniker kommt rein und sagt uns direkt, dass es etwas länger dauern wird, da wir nur einen Haus-Übergangspunkt haben, jedoch noch kein Kabel verlegt, geschweige den eine Dose irgendwo in der Wohnung. Macht nichts, "Unitymedia übernimmt gerne die Kosten für sie". Also geguckt ob man durch das Rohr des Telefonanschlusses ein Koaxial-Kabel durchkriegt. Fehlanzeige. Bleibt irgendwo immer hängen. Also gefragt ob Pläne mit Leitungkanälen vom Haus vorhanden sind. Sind sie nicht (Hätte man wahrscheinlich eh nicht nutzen können (Ich sag mal so, bei uns funktionieren einige Schlösser nur, da Zwischenräume mit Polnischen Münzen ausgebessert wurden.)). Also dachte man sich, da Zwischen Hausanschlussraum und geplanten Standort nur ein kleines Gästebad vorhanden ist, bohrt man einfach durch und verlegt das Kabel überputz, so dass man da wo das Kabel rauskommt direkt den Router an der Wand montiert (Währe dann zentral im Haus angebracht.). Erstes Loch bohren. Klappt nicht. Andere Stelle versucht. Klappt auch nicht. Also TAE-Dose abgenommen, Telefonkabel abgeklemmt und ne Art Plastik-Schlauch befestigt und durchgezogen. Dann wurde Koaxialkabel und Telefonleitung wieder zurückgezogen. Hat geklappt. Dose wieder angeschlossen und Kabeldose installiert. Danach sollte noch der Verstärker installiert werden, damit wir auch etwas rausschicken können. Gesagt getan. Denkste! Erdungsschiene nicht vorhanden. Der Techniker sagte zwar, dass man da wahrscheinlich etwas aus dem Sicherungskasten rausführen könne, jedoch dürfe er das nicht, da er kein Elektriker ist. Also hat er den Verstärker erstmal ohne Erdung angeschlossen und ein Zettel angeklebt, auf dem steht, dass wir uns mit unserem Elektriker in Verbindung setzen sollen, damit er einen "Potenzialausgleich" durchführt. Danach wurde noch der Router mit integriertem Kabelmodem (FRITZ!Box 6320 v2 Cable) angeschlossen und aktiviert.

Zur Erklärung: Man kann nicht einfach ein neues Modem an die Kabeldose anschließen, da sich ein Modem mit seiner Mac-Adresse authentifiziert. Dadurch erkennt der Kabelnetzbetreiber, um welchen Kunden es sich handelt und welches Paket er gebucht hat. Würde man ein neues Modem anschließen, wüsste die Kopfstation nicht wer das ist, da mehrere Kunden sich immer ein Netz-Segment teilen. So empfängt jeder den Datenverkehr vom anderem und umgekehrt. Daher ist die Übertragung auch verschlüsselt und man hat nur eingeschränkten Zugriff auf sein Modem, damit man keinen Mist baut. Außerdem wird der Datenverkehr erst am Modem auf die gebuchte Geschwindigkeit gedrosselt.


Da wir die FRITZ!Box an einem anderen Ort haben wollten, schnitt der Technicker uns noch die nötige Länge + ca 2 Meter zu und gab es uns. Kostenlos. Nach geschlagenen 4 Stunden lief alles und der Techniker konnte zum nächsten Kunden.

Am Abend merkten wir dann, dass das Internet langsamer war und uns nieman erreichen konnte.
Dienstag 5.2.13:

Wir rufen bei 1&1 an, welche uns erklären wir sollen bei der Telekom anrufen. Wir rufen bei der Telekom an. Spracherkennung: "Nennen sie bitte ihr Anliegen. z.B. Störung." "Störung" "Sie sagten: Sex-Shop-Angebote". Nach kurzer Zeit wurden wir zu einem Mitarbeiter weitergeleitet (Azubi). Dieser hat erstmal die Standard-Messung gemacht und festgestellt irgendwo währe eine Störung und es würde ein Techniker rausgeschickt, der erstmal überprüft ob irgendwas außerhalb unseres Hauses falsch verkabelt ist.
Donnerstag 7.2.13:

Anruf bei der Telekom. Störung liegt irgendwo bei ihnen im Haus. Anruf bei Unitymedia. Nach dem wir unsere Probleme geschildert haben und nebenbei anmerkten, dass es eine Wiederrufsfrist gibt, wollte man uns zurückrufen.
Montag 11.2.13:

Wir rufen am Morgen nochmals bei Unitymedia an, da wir am Wochenende nicht zu Hause waren. Ergebnis: Es wurde ein Techniker-Termin noch für den selben Tag gemacht.

Am Nachmittag kam dann der selbe Techniker, der uns bereits alles installiert hat. Dieser stellt fest, dass er von Telefonanschlüssen keine Ahnung hat und deshalb natürlich auch keinerlei Messtechnik uns schwirrte wieder ab.
Dienstag 12.2.13:

Wir rufen bei der Telekom an: "Sie haben eine Störung, funktioniert ihr Anschluss gar nicht?" "Ja" "Rufen sie gerade von ihrem Anschluss an?" *facepalm* Nachdem wir dann mit einer jungen Dame verbunden wurden, wurde ein Termin für Donnerstag ausgemacht.
Donnerstag 14.2.13:

Telekomiker kommt. Der Techniker schließt sein Gerät an, nimmt die Dose ab und steckt beide Kabel um. Anschluss funktioniert wieder. Dauer: 3min. Er schreibt auf sein Protokoll, dass er die Dose ausgetauscht hätte, damit wir seinen Besuch nicht bezahlen müssen. Dauer: 7min.
Fazit:

Wir bleiben bei Unitymedia, da wir von den gebuchten 50 Mbit/s 49,7 Mbit/s bekommen und weil die Hotline stets freundlich und hilfsbereit war. In dem Erfahrungsbericht fehlen ein paar Sachen, welche nicht ganz wichtig sind, da der Bericht sonst zu lang wäre. Sämtliche Techniker-Besuche und Leistungen waren für uns kostenlos (Jedeglich Zeitaufwendig). Eventuell habe ich etwas falsches zur Technik gesagt, aber da ich darin kein Spezialist bin und ich meine Informationen nur durch Google und erfragen habe, sei mir das verziehen. Da ich alles aus dem Kopf geschrieben habe, kann es ein, dass ich mich teils um 1-2 Tage vertan habe, aber das dürfte ja egal sein.
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Wetter » 17.02.2013, 19:34

Schön und gut. Ich verstehe jetzt nur nicht, wieso ihr nicht schon über UM das Telefon nutzt. Gibt doch entsprechende Pakete. Dieser Tcom-1&1 Mischmasch kann doch nie lange gut gehen, auch wenn der Techniker das Problem knapp 1 Woche danach lösen konnte :kratz:
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Vollmilchtrinker » 17.02.2013, 19:41

Lachomat hat geschrieben:In dem Erfahrungsbericht fehlen ein paar Sachen, welche nicht ganz wichtig sind, da der Bericht sonst zu lang wäre.


Hallo.

Ist nicht wirklich schlimm. Der Bericht ist auch so schon lang genug. :schnarch:
Und etwas verworren ist er auch. :kratz:
Und das Wort "wäre" bitte in Zukunft ohne "h". Es ist ein Tätigkeitswort und kommt nicht als Ableitung von dem Wort "Wahrheit". :streber:
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Lachomat » 17.02.2013, 19:59

Vollmilchtrinker hat geschrieben:
Lachomat hat geschrieben:In dem Erfahrungsbericht fehlen ein paar Sachen, welche nicht ganz wichtig sind, da der Bericht sonst zu lang wäre.


Hallo.

Ist nicht wirklich schlimm. Der Bericht ist auch so schon lang genug. :schnarch:
Und etwas verworren ist er auch. :kratz:
Und das Wort "wäre" bitte in Zukunft ohne "h". Es ist ein Tätigkeitswort und kommt nicht als Ableitung von dem Wort "Wahrheit". :streber:

Sorry hab noch nicht Korrektur gelesen. Leider ist das mit dem Eintragen der Telefondaten in die Fritz!Box nicht ganz möglich, da eingehende Anrufe über Festnetz ankommen und nicht über VoIP.
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Knifte » 18.02.2013, 09:55

Naja und mit dem eigentlichen Produkt "Internet und Telefon über UM" hat die Rezension auch nicht wirklich viel zu tun, ausser dass ihr anfangs bestellt habt und am Ende zufrieden seid :zwinker:

Das beim anklemmen der hausinternen Verkabelung offensichtlich ein Fehler aufgetreten ist, das kann ja mal passieren, zumal das ja nich die originäre Aufgabe von UM ist, euer Haus zu verkabeln.

Aber freut mich, dass es alles gut geklappt hat und das ihr zufrieden seid.
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon boba » 25.02.2013, 16:31

Etwas durcheinander, dein Erfahrungsbericht. Du vermischst relevantem mit irrelevantem, und du vermischst auch etwas deinen alten und deinen neuen Provider.

Mein "Erfahrungsbericht" würde in etwa so aussehen:
2.2.2012: Telefonische Bestellung 3play gegen 20:00 Uhr bei unitymedia
3.2.2012: Anruf 10:00 Uhr von unitymedia zwecks Terminabsprache für Technikerbesuch
6.2.2012: (ein Montag, ich hatte den Eindruck am liebsten hätten sie noch am Wochenende installiert): nach 2 Stunden Kabelerneuerung und Messungen durch den Techniker läuft die Leitung 64000/5000. 3 Temporäre Telefonnummern von unitymedia erhalten.
ca. 13.2.2012: Auftragsbestätigung von unitymedia kommt herein inkl. Anweisungen, wie Kündigung+Rufnummerübernahme vom alten Anbieter abläuft. Ich beauftrage weisungsgemäß nochmal Rufnummerübernahme bei unitymedia und schreibe die Kündigung für die Telekom.
ca. 20.2.2012: Telekom bestätigt Kündigung und nennt Termin 18.5.2012 für Vertragsende und Rufnummerübernahme
18.5.2012: Telekom Leitung tot und Rufnummerübernahme erfolgt. Fritzbox wurde von unitymedia remote von den temporären Nummern auf die mitgenommenen Nummern umgestellt. Zeitraum, in der meine Nummern nicht erreichbar waren: allerhöchstens 2 Stunden.

Ich schätze, das war nahe am Optimum was den reibungslosen Ablauf angeht.

Ich habe dann in der Zeit, in der meine Nummern noch bei der Telekom festhingen, folgendes getan: ich habe im Telekom Kundencenter Weiterleitungen auf die temporären unitymedia Nummern eingerichtet. So habe ich meine ganze Telefonie zuhause gleich komplett über die Fritzbox abgewickelt und die bisherige DSL Hardware plus altem ISDN-Telefon direkt nach unitymedia-Aufschaltung außer Betrieb genommen. Das alte ISDN-Telefon habe ich an die Fritzbox angestöpselt und ein neues DECT Mobilteil zusätzlich angemeldet.
So gab es bei mir zuhause keinerlei Parallelbetrieb und damit zusammenhängende technische Klimmzüge.
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Baktosh » 25.02.2013, 23:27

Zu bedenken gebe ich hier allerdings, dass Rufumleitungen i.d.R. nicht in Telefon-Flatrates eingerechnet sind und daher zusätzlich bepreist werden. Bedeutet... Jedesmal wenn du auf einer der alten Rufnummern angerufen wirst, zahlst du für das Gespräch.

Bei abgehenden Gesprächen werden u.U. die temporären Rufnummern übertragen anstatt der altgewohnten. Könnte evtl. zu Mißverständnissen führen, wenn es Leute vom Schlag "Die Rufnummer kenn ich nicht, da geh ich nicht dran sind". Mögliche Abhilfe hier natürlich deaktivierung der Rufnummernübertragung.
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon Vollmilchtrinker » 26.02.2013, 09:10

Baktosh hat geschrieben: Mögliche Abhilfe hier natürlich Deaktivierung der Rufnummernübertragung.


Nö, nicht wirklich eine Anhilfe. Meine Erfahrungen: Dann gehen noch weniger oder gar keiner dran. :mussweg:
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Re: Der Wechsel zu Unitymedia. Ein Erfahrungsbericht.

Beitragvon boba » 26.02.2013, 12:24

Stimmt, den Zusatzkosten der Weiterleitung (hier zahlt man die Gesprächskosten vom Telekom-Anschluß zum Unitymedia-Anschluß) und der Anzeige der temporären Nummer bei abgehenden Gesprächen muß man sich natürlich bewußt sein. Sorry, daß ich vergessen habe das zu erwähnen. Bei mir habe ich das in Kauf genommen. Daß Weiterleitungen nicht immer in Flatrate-Tarifen dabei sind, ist mir neu. Das ist ja Beschiss! Da ich eh keine Flatrate hatte, habe ich da aber auch nicht drauf geachtet.

Aber so oft werde ich jetzt auch nicht angerufen, daß mich das in den Ruin gestürzt hätte, außerdem hatte ich von unitymedia 6 Monate Gebührenbefreiung bekommen, da mein Kündigungstermin bei der Telekom mehr als 3 und weniger als 6 Monate hin war - im Endeffekt hatte ich 2 Monate lang kostenloses Telefon und Internet, mit den gesparten Kosten lassen sich schon viele Umleitungen finanzieren.
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