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Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon HNIKAR » 10.06.2012, 22:47

Zu meiner großen und positiven Überraschung ist KabelBW auf Platz 2 und Unitymedia auf Platz 3 hinter der Telekom und noch vor Vodafone gelandet;
http://www.connect.de/ratgeber/festnetz ... 79040.html

Auch wenn derartige Tests immer mit ein bisschen Vorsicht zu genießen sind, ist das - wie ich finde - ein durchaus respektables Ergebnis.
Zumindest befindet man sich auf einem guten Wege. Hoffen wir, dass dieser vom neuen Gemeinschaftskonzern auch weiterhin so konsequent beschritten wird.
Das geht aber nur, wenn endlich Geld in den Netzausbau gesteckt wird, nicht nur in die Neukundenakquise...

Besonders Interessant ist für mich das Ergebnis in Puncto Telefonie. Obwohl ich ein ausgesprochener NGN- und VoIP-Hasser bin,
nehme ich beruhigt zu Kenntnis, dass sich hier zumindest die Deutsche Telekom, die richtigen Gedanken gemacht und in die Realität umgesetzt hat.
Vor vier Jahren (da war ich Kunde bei der DTAG-Tochter Congstar) sah das wirklich noch katastrophal aus.
Doch gerade die KNB haben hier - zumindest theoretisch - alle Möglichkeiten noch aufzuholen oder sogar zu überholen, da sie hierfür aus meiner Sicht die bessere Technologie besitzen.
Es kommt jedenfalls nicht ganz von ungefähr, dass man derzeit vermehrt von der marketingwirksamen "First-Line-Qualität" bei VoC im Koaxkabelnetz liest.
Neben der grundsätzlichen Zuverlässigkeit und durchschnittlichen Verfügbarkeit kommt der höheren verfügbaren Mindestbandbreite in Zukunft die entscheidende Bedeutung zu!
Und hier kann bzw. könnte das Koaxkabel schon heute alle Vorteile für sich verbuchen und diese Ausnutzen. Doch die derzeitige Umsetzung ist leider noch ein wenig rückständig.

Wenn man mit NGN/VoC gegen konventionelles ISDN anstinken will, dann braucht man hierfür einen eignen Datenkanal, der mindestens 128 kbit/s pro Sprachkanal (das doppelte von ISDN) bietet.
Über diesen Datenkanal dürfen allerdings niemals Internetdaten laufen, damit für den Sprachkanal immer die voll bereitgestellte Bandbreite ausschließlich für VoIP-Telefonie zur Verfügung steht!
D. h. pro paralleler Sprachverbindung bzw. "Pseudoamtsleitung" muss diese Bandbreite rund um die Uhr (und am besten noch ohne Disconnect = echter "First-Line-QoS") zur Verfügung stehen.
Und damit kommen wir zum großen Problem für die konventionellen DSL-Anbieter;
Ein eigenständiger Datenkanal für die Telefonie ist natürlich nur dann sinnvoll bzw. überhaupt erst möglich, wenn dann immer noch ausreichend Bandbreite für den Internetzugang übrig bleibt.
Bei vielen DSL-Anschlüssen ist das aber nicht der Fall. Die o. g. 128 kbit/s gelten nämlich sowohl für den Up- als auch für den Downstream. Und da wird es dann haarig.
Um "Endverbraucher-ISDN" mit 2 Amtsleitungen vollwertig zu ersetzen benötigt es nämlich mind. 256 kbit/s Bandbreite im Up- und Download.
Von DSL light bis DSL 1k ist das ganze somit von vorn herein unrealisierbar. Darüber hinaus wäre es zwar denkbar, bedeutet aber einerseits einen schweren Schlag ins Bandbreitenkontor
und ist andererseits trotz theoretisch ausreichender Bandbreite oft nicht realisierbar, da die physikalischen Gegebenheiten des Anschlusses einfach zu schlecht sind.
Ich habe vor ein paar Monaten erst erlebt, wie VoIP von 1&1 gnadenlos am DSL 1,5k-Anschluss meines Bruders versagte. Und der hatte nur eine einzige Pseudoamtsleitung gebucht.
Der Ausweg für ihn - er wechselte auf meinen Rat hin zur Telekom und buchte sich das kleinste DSL-Paket mit klassischem Analoganschluss. Keine Probleme mehr mit Telefonie.
Inzwischen hat er VDSL 25 und behält seinen Analoganschluss auf seinen ausdrücklichen Wunsch trotzdem. VoIP kommt ihm nicht mehr ins Haus.
Ergo: Unter einer soliden DSL 2k-Leitung kann man das alles vergessen. Die KNB kennen solche Schmalspurprobleme nicht, da genügend Bandbreite zur Verfügung steht.

Ein ebenso wichtiger Punkt sind die Latenzen auf der Strecke zum SIP-Server. Alles über 10 ms ist für Telefonie absolut inakzeptabel.
Elektromagnetische Störeinflüsse, Übersprechen, sind weitere Probleme der Kupferdoppelader die im Koaxkabel grundsätzlich eine geringere Rolle spielen.
Optimal ist unter beiden Gesichtspunkten natürlich Glasfaser. Die Telekom ist hier mit FTTH ja schon fleißig dabei...

Das alles bekommt man heute und in Zukunft aber nicht von VoIP-Anbietern wie 1&1, Vodafone, Telefonica O² & Co., sondern höchstens von willigen Breitbandkabelanbietern und T-FTTH.
Sobald Privathaushalte an Datenleitungen angebunden sind, deren Eigenschaften Qualitäten mit denen von LAN-Verbindung vergleichbar sind, hat NGN/VoIP eine echte Chance.
Bis es so weit ist, bleibt es allerdings lediglich eine billige Sparlösung für Anbieter, die kein Geld für gescheite TK-Technologie haben oder sich scheuen, dafür Geld in die Hand zu nehmen.

Ich persönlich möchte mich jedenfalls nicht mit einer Telefoniequalität abgeben, vor der sich schon meine Groß- und Urgroßeltern mit ihrem state-of-the-art Analoganschluss gescheut hätten.
Und wenn ISDN irgendwann mal Geschichte ist, dann erwarte ich von UPC Germany, dass mir gefälligst ein zu 100 % adäquater Ersatz dafür geboten wird!
Auch wenn mir das dann - dank Zwangsöffnung des Kabelnetzes :zwinker: - via Komplettpaket von Telekom oder Vodafone angeboten werden sollte. :naughty:

Will sagen:
Liebe KNB - macht bitte im Telefoniebereich weiter und bleibt nicht stehen! Ihr wärt heute schon in der Lage eine Telefonieleistung anzubieten, die mit ISDN mindestens mithalten kann.
Congstar bietet z. B. heute schon - ohne Aufpreis - bei DSL 8k - 16k vier parallele Gespräche gleichzeitig an. Warum nicht auch im Kabel?
Der Upload muss halt mal auch im Kabel hoch. Wenn man unter der Prämisse nur 1-2 % der Kabel-Kapazität für Telefonie freihalten würde, dann könnte man die Festnetzer doch alle einsacken.
Nur als Beispiel: In 'nem 150er-Paket von Unitymedia wären so für einen Privathaushalt unauslastbare 15 parallele Telefongespräche möglich. Das entspricht einem halben ISDN-PMX! :brüll:
MfG,
HNIKAR

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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon Loktarogar » 14.06.2012, 02:42

Mich verwundert es nur, das die T-COM auf #1 gelandet ist. Ich war vor UM bei so ziemlich jedem Provider, der EIGENE Leitungen bei uns am Ort hat. Das waren dann T-Online, respektive Telekom und danach VERSATEL. Schlußendlich Unitymedia.
Man muss sich doch fragen, was zählt? Für mich am Ende das hier: Ich habe 100mbit/s down + 5 mbit/s up, muss nur für Tarifwechsel die Hotline in Anspruch nehmen ( Und lustigerweise scheine ich einer der Glückspilze zu sein, die IMMER sehr freundliche und kompetente Mitarbeiter am Telefon hatten) . Ich kann zu jeder Zeit meinen Rechner einschalten und bin dann auch online ohne irgendwelche Dinge einzuschalten oder zu klicken.
Es mag sein, das ich bzw. ich mit meiner Familie ein Einzelfall bin und bisher KEINERLEI Probleme hatte, aber dennoch verstehe ich immernochnicht, das die Telekom auf #1 ist. Wir hatten mehr "Probleme" mit T-Online resp. T-COM als mit Unitymedia.
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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon Dinniz » 14.06.2012, 10:03

Loktarogar hat geschrieben:Mich verwundert es nur, das die T-COM auf #1 gelandet ist. Ich war vor UM bei so ziemlich jedem Provider, der EIGENE Leitungen bei uns am Ort hat. Das waren dann T-Online, respektive Telekom und danach VERSATEL. Schlußendlich Unitymedia.
Man muss sich doch fragen, was zählt? Für mich am Ende das hier: Ich habe 100mbit/s down + 5 mbit/s up, muss nur für Tarifwechsel die Hotline in Anspruch nehmen ( Und lustigerweise scheine ich einer der Glückspilze zu sein, die IMMER sehr freundliche und kompetente Mitarbeiter am Telefon hatten) . Ich kann zu jeder Zeit meinen Rechner einschalten und bin dann auch online ohne irgendwelche Dinge einzuschalten oder zu klicken.
Es mag sein, das ich bzw. ich mit meiner Familie ein Einzelfall bin und bisher KEINERLEI Probleme hatte, aber dennoch verstehe ich immernochnicht, das die Telekom auf #1 ist. Wir hatten mehr "Probleme" mit T-Online resp. T-COM als mit Unitymedia.

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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon TelTel » 14.06.2012, 10:56

HNIKAR hat geschrieben:Liebe KNB - macht bitte im Telefoniebereich weiter und bleibt nicht stehen! Ihr wärt heute schon in der Lage eine Telefonieleistung anzubieten, die mit ISDN mindestens mithalten kann.
Congstar bietet z. B. heute schon - ohne Aufpreis - bei DSL 8k - 16k vier parallele Gespräche gleichzeitig an. Warum nicht auch im Kabel?
Der Upload muss halt mal auch im Kabel hoch. Wenn man unter der Prämisse nur 1-2 % der Kabel-Kapazität für Telefonie freihalten würde, dann könnte man die Festnetzer doch alle einsacken.
Nur als Beispiel: In 'nem 150er-Paket von Unitymedia wären so für einen Privathaushalt unauslastbare 15 parallele Telefongespräche möglich. Das entspricht einem halben ISDN-PMX! :brüll:

Die technische Realisierbarkeit mal völlig außen vor - wenn Du 15 Telefongespräche an Deinem Anschluss parallel führen möchtest, wird der Anbieter dafür auch einen ordentlichen Preis verlangen. Denn Du kannst theoretisch dauernd 15 Telefongespräche gleichzeitig führen, die den Anbieter alle (außer im eigenen Netz) Interconnection-Gebühren kosten. Das wird über den heutigen Preis einer Festnetz-Flat (mit maximal zwei parallelen Gesprächen) kaum darstellbar sein!
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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon Pauling » 14.06.2012, 17:48

Mal sollte den Test mal genauer betrachten und erkennen, dass praktisch nur in Großstädten und Ballungszentren getestet wurde. Auf dem platten Land würde Tcom sicherlich nicht gewinnen.


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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon HNIKAR » 18.06.2012, 15:41

TelTel hat geschrieben:
HNIKAR hat geschrieben:Liebe KNB - macht bitte im Telefoniebereich weiter und bleibt nicht stehen! Ihr wärt heute schon in der Lage eine Telefonieleistung anzubieten, die mit ISDN mindestens mithalten kann.
Congstar bietet z. B. heute schon - ohne Aufpreis - bei DSL 8k - 16k vier parallele Gespräche gleichzeitig an. Warum nicht auch im Kabel?
Der Upload muss halt mal auch im Kabel hoch. Wenn man unter der Prämisse nur 1-2 % der Kabel-Kapazität für Telefonie freihalten würde, dann könnte man die Festnetzer doch alle einsacken.
Nur als Beispiel: In 'nem 150er-Paket von Unitymedia wären so für einen Privathaushalt unauslastbare 15 parallele Telefongespräche möglich. Das entspricht einem halben ISDN-PMX! :brüll:

Die technische Realisierbarkeit mal völlig außen vor - wenn Du 15 Telefongespräche an Deinem Anschluss parallel führen möchtest, wird der Anbieter dafür auch einen ordentlichen Preis verlangen. Denn Du kannst theoretisch dauernd 15 Telefongespräche gleichzeitig führen, die den Anbieter alle (außer im eigenen Netz) Interconnection-Gebühren kosten. Das wird über den heutigen Preis einer Festnetz-Flat (mit maximal zwei parallelen Gesprächen) kaum darstellbar sein!


Mann, Mann, Mann,
ich schwadroniere hier vergnügt über die großartigen technischen Möglichkeiten für Telefonie im Koaxkabel und du kommst mir mit den Terminierungsentgelten... :sauer:

Warum sollte mir der Anbieter einen "ordentlich Preis" dafür verlangen? Zeig mir mal einen Privathaushalt, der so viele Endgeräte und Personen bereithält, die das überhaupt bewerkstelligen können. Ich schrieb doch schon, dass das blanke Theorie ist. Für einen kleines Büro oder einen kleinen Mittelständler der 'nen Kabelanschluss hat, wäre das allerdings eine sehr attraktive TK-Lösung. Vor allem preislich.

Die IC-Gebühren im Festnetz sind so lächerlich gering - wir reden hier von Beträgen i. H. v. 0,32 Cent bis maximal 1,03 Cent - dass die gesamten IC-Kosten über einen Monat hinweg verteilt nur sehr gering ins Gewicht fallen würden.
Erst recht im Privathaushalt. Constar ermöglicht 4 parallele Telefonate ohne Aufpreis für den Kunden und nimmt ihm dafür insgesamt magere 25 € bzw. 30 € (mit Flatrate) und du willst mir erzählen, dass bei einem - insgesamt wesentlich teureren - Kabelanschluss die IC-Gebühren am Ende durchschlagen? :kratz:
Für 'nen Priavthaushalt mit Kindern, Großeltern + Hund, Katze, Maus sind doch 4 Paralleltelefonate schon aureichend.
Selbst wenn man zwei, drei Töchter hat, braucht man für volle Erreichbarkeit und höchsten Comfort maximal 6. :D
(Nix gegen Frauen, aber das is nunmal so. Ich bin heilfroh, dass wir daheim ISDN haben. Die 4 € mehr im Monat haben sich dank meiner Freundin, ihrern Freundinnen und ihrer Mutter schon schon längst amortisiert. Und zwar an ein meinen Nerven. So kann sie von mir aus tagelang durchtelefonieren. Hauptsache ich hab meine freie Leitung, wenn ich sie brauche!)

Bei einem gewerblichen Kunden der tatsächlich mind. 15 Parallelgespräche benötigt und diese - je nach Art des Geschäftsbetriebes tatsächlich auch stark auslastet, ist es dann u. U. angebracht über die Preisschiene bei den monatlichen Grundgebühren was draufzuschlagen. Sollte eben nur nicht so viel kosten wie ein "15er-PMX" rechnerisch kostet, denn dann ist der Vorteil dahin. Technisch sowieso. Denn noch sind wir Qualitativ noch nicht so weit, als dass es angemessen wäre, für (parallelisierte) IP-Telefonie via Koaxkabel auch nur den Funken eines Aufpreises zu verlangen. Ehrlich gesagt finde ich es regelrecht dreist, was Kabel BW und Unitymedia für relativ viel Geld derzeit als ISDN-Option an den Endkunden verkloppen, obwohl weder die Volle Qualität, noch alle Features eines ISDN-Vollanschlusses geboten werden. :nein:

Die Telekom-Tochter Congstar macht's hier eindeutig besser. Nur getrauen die sich nicht das aktiv zu vermarkten.
Denn wer hat schon die notwendige Bandbreite dafür beim überwiegend auf T-DSL setzenden Resaler Congstar?
MfG,
HNIKAR

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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon TelTel » 18.06.2012, 17:11

Eigentlich widersprichst Du mir gar nicht (siehe Deinen Passus zur Nutzung von 15 parallelen Leitungen durch eine Firma). Ich bin sogar (überwiegend) bei Dir. :smile: Ich will ja nur deutlich machen, dass ein Anbieter sicherlich anders kalkulieren muss, wenn er jedem Kunden statt EINER Leitung zur ständigen Nutzung 15 zur Verfügung stellt. Wenn die dauerhaft voll ausgenutzt werden, schlägt auch das vergleichsweise lächerliche IC-Entgelt schnell ins Kontor! Technische Machbarkeit hin oder her - den Aspekt der Bezahlbarkeit und damit Realisierbarkeit darf bei einer Betrachtung nicht außen vor bleiben. Alles andere wäre doch utopisch. Und da die meisten Familien keinen Bedarf für 15 Leitungen haben, werden sie sich in den allermeisten Fällen mit der geringeren Zahl zufriedengeben, da bin ich mir sicher. Wer's unbedingt braucht, bucht sich halt noch Sipgate dazu. Oder geht zu Congstar. :zwinker:
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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon webman » 19.06.2012, 08:35

Pauling hat geschrieben:Mal sollte den Test mal genauer betrachten und erkennen, dass praktisch nur in Großstädten und Ballungszentren getestet wurde. Auf dem platten Land würde Tcom sicherlich nicht gewinnen.


mfg


Bei diesen Testergebnissen hat vermutlich auch Einfluss, wieviel Werbung der jeweilige Provider in der Zeitschrift schaltet.

:winken:
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Re: Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon HNIKAR » 19.06.2012, 10:35

TelTel hat geschrieben:Eigentlich widersprichst Du mir gar nicht (siehe Deinen Passus zur Nutzung von 15 parallelen Leitungen durch eine Firma). Ich bin sogar (überwiegend) bei Dir. :smile: Ich will ja nur deutlich machen, dass ein Anbieter sicherlich anders kalkulieren muss, wenn er jedem Kunden statt EINER Leitung zur ständigen Nutzung 15 zur Verfügung stellt. Wenn die dauerhaft voll ausgenutzt werden, schlägt auch das vergleichsweise lächerliche IC-Entgelt schnell ins Kontor! Technische Machbarkeit hin oder her - den Aspekt der Bezahlbarkeit und damit Realisierbarkeit darf bei einer Betrachtung nicht außen vor bleiben. Alles andere wäre doch utopisch. Und da die meisten Familien keinen Bedarf für 15 Leitungen haben, werden sie sich in den allermeisten Fällen mit der geringeren Zahl zufriedengeben, da bin ich mir sicher. Wer's unbedingt braucht, bucht sich halt noch Sipgate dazu. Oder geht zu Congstar. :zwinker:


Nein, wir widersprechen uns nicht wirklich. Mir gehts einfach nur daraum, dass den (Privat)kunden faire und attraktive Angebote bei VoC zur Verfügung stehen. Technisch realierbar und bezahlbar ist definitiv möglich via Koaxkabel.
Die ersten 2 Pseudoamtsleitungen + 3 Rufnummern sollten da eben schon im Paket mit drin sein.
Und zwar ohne einen Aufpreis. Firmen wie Congstar oder Versatel (hier sogar echtes ISDN!) machen es es vor.
Für die nächsten 2 Leitungen + 3 Rufnummern kann man ja dann von mir aus gerne - gestaffelt und abhängig vom gebuchtem Paket - rund 2 € mehr im Monat nehemen.
Die Sache mit Sipgate o. Ä. vergessen wir aber lieber schnell wieder, denn sonst befinden wir uns genau dort, wo ich mit der Telefonie nicht hin will. Was nutzen einem 10 geschenkte Rufnummern und 10 hinterhergeschmissene Leitungen, wenn der QoS nicht stimmt. Mit grottiger Sprachqualität, mäßiger bis saumäßiger Verfügbarkeit und vielen fehlenden Dienstmerkmalen möchte ich mich jedenfalls nie wieder herumschlagen müssen.

Mir geht es nur daraum; Die KNB sind aus meiner Sicht derzeit die Einzigen, die die Entwicklung der VoIP-Telefonie nachhaltig voranbringen können. Sie haben die Mittel, sie haben das Know-How, sie haben das geeignetste Netz und die notwendigen Kapazitäten im TV-Kabel. Ich finde es einfach sehr bedauerlich, dass sich hier nicht wirklich was tut.


@ webman:
Ich glaube nicht, dass das Testergebnis so weit weg von der Wirklichkeit liegt.
Man darf eines nicht vergessen: Auch die Deutsch Telekom drängt - zu meinem Missfallen - mit großer Macht ins NGN.
Der Grund sind die massiven Kosteinsparungen, die man sich davon verspricht.
http://www.wholesale-telekom.de/next-ge ... n-network/
Das Dilemma der Telekom dabei ist, dass man sie stets an der gewohnten Qualität und dem gewohnten Standard messen wird (also PSTN & ISDN). Ich rede hierbei nichtmal großartig von Privatkunden, sondern von den Geschäftskunden.
Die stellen nämlich ganz andere Anforderungen an eine moderne Telekommunikation als ein Privatmann.
Die Telekom kann es sich daher nicht erlauben, ihre VoIP-Telefonie genau so billig wie manche ihrer Konkurrenten zu implementieren.

Was viele nicht wissen - die Tochter Congstar war auch der große Testballon für VoIP/NGN bei der Konzernmutter selbst.
Jahre vor der Telekom gab's hier schon die ersten sog. "ALL-IP-Anschlüsse". Da stellt sich doch die Frage, warum die DTAG erst so spät damit nachgezogen ist. Die grundsätzliche technische Realisierbarkeit war's wohl nicht... :kafffee:
Man brauchte eben Versuchskaninchen (wie mich) um VoIP zu testen, ohne dass es auf die Konzernmutter zurückfällt.
MfG,
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Mal was positives - Unitymedia & KabelBW im Festnetest

Beitragvon conscience » 19.06.2012, 11:10

Ach ich finde die Pakete von Unitymedia für Privatkunden wirklich nicht schlecht. Es gibt immer wieder Berufsnörgler denen dieses und jenes nicht passt. Und warum sollte alles Mögliche inklusive sein? Oder dieses Merkmal oder Leistung für für Lau zu bekommen sein?

Wer Ansprüche hat, also einen Bedarf, der muss auch bereit sein, dafür einen entsprechenden Gegenwert in Form von Euros auf den Ladentisch zu legen.

Meiner Meinung nach geht's im Bereich der Telekommunikation weg von den Billigheimern hin zu mehr Qualität, die ihren Preis hat. Ob dieser Preis am Markt zur Zeit zu erzielen ist, ist eine anderen Frage.
--
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