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Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon HNIKAR » 09.06.2012, 20:04

1) http://www.op-marburg.de/Lokales/Wirtsc ... rt-Marburg

2) http://www.morgenweb.de/nachrichten/wir ... w-1.602595

3) http://www.dwdl.de/nachrichten/36213/un ... estrichen/

Von mir - ausnahmsweise - ohne Kommentar. :D

Eure Meinung dazu?

Edit:
Eine ältere Meldung aus dem Kabelblog habe ich vorhin ganz vergessen;

http://kabel-blog.de/2012/05/15/kabel-b ... r-dem-aus/
Laut unserer Quelle (Danke, Robin!) hat Kabel BW zum 30.07.2012 allen Service-Partnern gekündigt. Insgesamt handelt es sich dabei um 170 Firmen. Diese Tatsache stützt die Behauptung, dass Unitymedia etwas völlig Neues schaffen möchte und sich auch auf Service-Ebene umorientieren will. Dies könnte sowohl eine Verbesserung als auch eine Verschlechterung der Service-Leistungen bedeuten – aber es bleibt zu hoffen, dass aus der Vergangenheit Lehren gezogen würden und der Bedeutung einer funktionierenden und zuvorkommenden Support- und Serviceabteilung mehr Bedeutung beigemessen wird.
Zuletzt geändert von HNIKAR am 09.06.2012, 21:31, insgesamt 1-mal geändert.
MfG,
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon chrissaso780 » 09.06.2012, 20:33

War zu erwarten.
Ein ganz Normaler Vorgang bei einer Fusion.
Alle doppelten Arbeitsstellen die nicht gebraucht werden werden abgebaut.

Es ist natürlich Traurig für denjenigen der sich umorientiern und eine neue Aufgabe sich suchen muss.
Die Leute gehen ja nicht mit leeren Händen sondern die bekommen eine gute Abfindung und damit kann man sich neuorientieren.

Wir reden hier von Abfindungen in höhe von mindestens 2 Jahresgehälter.
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon HAL9000i » 09.06.2012, 20:42

Angst schüren für die die nicht entlassen werden, um so das Lohndumping besser durchzusetzen. Zudem wird per Outsourcing es noch einfacher satt der Festangestellten die Leiharbeiter voran zutreiben. Keine Bindung an langfristige Mitarbeiter, denn das ist unbequem. Schneller Personalwechsel möglich, da eh fast nie übernommen wird nach 6 Monaten. Einsparung von Personalkosten. Somit ist man neben den Mitarbeitern auch die damit verbundenen Unannehmlichkeiten los und kann sich so von sozialer Verantwortung befreien. Siehe Hermes, DPD, und Co.
Aber Günter Wallraff kann ja dann bald mal wieder über Methoden und Praktiken aufdecken. :D
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon HNIKAR » 09.06.2012, 21:26

HAL9000i hat geschrieben:Angst schüren für die die nicht entlassen werden, um so das Lohndumping besser durchzusetzen. Zudem wird per Outsourcing es noch einfacher satt der Festangestellten die Leiharbeiter voran zutreiben. Keine Bindung an langfristige Mitarbeiter, denn das ist unbequem. Schneller Personalwechsel möglich, da eh fast nie übernommen wird nach 6 Monaten. Einsparung von Personalkosten. Somit ist man neben den Mitarbeitern auch die damit verbundenen Unannehmlichkeiten los und kann sich so von sozialer Verantwortung befreien. Siehe Hermes, DPD, und Co.
Aber Günter Wallraff kann ja dann bald mal wieder über Methoden und Praktiken aufdecken. :D


Bissig, aber leider zutreffend. Das wird sicherlich auch nur der erste Schritt sein. Weitere werden sicherlich noch folgen.
Denn wenn ich die Jonglage (siehe unten), richtig verstanden habe, dann soll sich die Kabel BW Übernahme ja aus der Fusion heraus selbst finanzieren. :kratz:
Ein genialer Kniff des großartigen John M... Fakt ist: Kabel BW steht derzeit jedenfalls mit Milliardenbeträgen in der Kreide!
Die müssen ja irgendwie wieder "reingeholt" werden. Höhere Produktpreise sind vorerst allerdings erst mal nicht zu erwarten...
Bleibt also nur eines...

HNIKAR hat geschrieben:
(...)

Nein, das nicht. Ich würde sagen es sind einerseits teilweise neu geschaffene organisatorische "Schnittstellen", die - wie bereits
geschrieben - zum einen der weiteren Konzernintegration dienlich sein sollen. Und zum anderen handelt es sich um Verschiebeparklplätze,
die die ganze gigantische Finanzjonglage von Malone kaschieren, kompensieren und ggf. auch steuer- und schuldenoptimieren sollen.

Wenn du sowas noch nicht gesehen hast, dann schau dir mal z. B. das kongeniale Unternehmensgeflecht von Teldafax an... :brüll: :brüll: :brüll:

Falls einige Übernahmefakten zum Kabel BW Deal hier noch nicht bekannt gewesen oder verschütt' gegangen sein sollten,
zitiere ich mich an dieser Stelle gerne kurz selbst aus einem anderen Forum;

(...)Kabel BW macht es sich über die Preisdiskrimierung sehr einfach. Welches Programmbouquet damit am Ende hinten heraus kommt sehen wir ja aktuell.
Die Tendenz zur weiteren Verschlechterung des Angebots im Free-TV wird leider weiter zunehmen.

Und selbst wenn du recht hättest, so wäre Kabel BW so oder so der richtige Adressat für meine Einlassungen, denn wenn Kabel BW diesen Weg tatsächlich gehen wollte,
dann hätte man sich längst damit an Landes- und Bundesregierung gewandt um entsprechende Möglichkeiten zu eröffnen.
Aber wie bereits gesagt - die Möglichkeiten existieren bereits. Am Tätigwerden hapert's. Da kann "die Politik" aber nichts dafür, sondern allein die Entscheider bei KabelBW.
Wobei diese natürlich inzwischen wohl auch nichts mehr zu sagen haben dürften...


Was der nette Mr. Malone bereits öffentlich zur Kabel BW-Übernahme geäußert hat, lässt eigentlich auch keine Fragen mehr offen, wohin die Reise mit dem neuen Eigner letztendlich geht:

Hinter Liberty Global steckt der US-Medientycoon John Malone. Er verspricht sich eine satte Rendite von seinem Engagement in Baden-Württemberg. Dies sei schließlich eine der "wohlhabendsten Regionen in Europa", wie Liberty Global am Montag bei der Bekanntgabe des Deals in einer Mitteilung betonte. In der zweiten Jahreshälfte soll der Verkauf abgeschlossen sein.


Quelle: http://www.heise.de/newsticker/meldung/ ... 12717.html

Wie der Übernahmedeal abgelaufen ist und wie sich das ganze bereits jetzt finanziell auf Kabel BW auswirkt, ist auch schon längst bekannt:

Noch vor dem Vollzug des Verkaufs zieht EQT mindestens 1,15 Milliarden Euro Kapital aus Kabel BW heraus. Das Geld wird ersetzt durch neue Schulden: Liberty finanziert die Übernahme mit einer Hochzinsanleihe über 2,25 Milliarden Euro, die Kabel BW aufgebürdet wird und deren Erlös an EQT fließt. Weitere 900 Millionen Euro gehen an EQT, sobald Liberty - oder ein anderer Käufer - Kabel BW übernimmt. Credit Suisse, die Deutsche Bank und JPMorgan garantieren den Erlös aus der Platzierung der Anleihe. EQT hatte 2006 rund 1,3 Milliarden Euro für Kabel BW bezahlt.


Quelle: http://de.reuters.com/article/companies ... NL20110322



Das dürfte den finanziellen Teil dieses komplexen Konzerngeflechts jedenfalls hinreichend erklären. :hirnbump:


Ja, eigene Zitate an passender Stelle immer wieder neu zu zitieren bereitet mir große Freude. :naughty:
Wozu auch das Rad neu erfinden, wenn schon mal irgendwo das Wesentliche zu seinem Sachverhalt bereits gesagt wurde. :zunge:
MfG,
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon Matrix110 » 09.06.2012, 22:19

Subunternehmer also die Installationsfirmen und Callcenter waren eh schon wie üblich in der Telco outsourced und zumindest die outsourced Callcenter sind eh mit irgendwelchen Affen besetzt, die zwar für die meisten Kunden reichen, aber wenns etwas komplizierter wird keinen Plan mehr haben.

Die anderen übrig bleibenden Stellen, also "High" Level Support bzw. die Technik und die Verwaltung/Planung etc. kann man nicht so einfach auf Leiharbeit umstellen, da diese Stellen in der Regel viel Erfahrung und Know How Voraussetzen, die man auch nicht mal so bekommt wie die Leiharbeiter oder Leute die man nach 1-4Jahren nichtmehr weiter beschäftigt nach der 3. befristung.

Das doppelte Stellen, bzw hier sogar 3fach Stellen noch aus iesy/ish Zeiten abschafft werden war sowieso klar, das musste jeder dort kommen sehen.
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon HAL9000i » 09.06.2012, 22:30

Matrix110 hat geschrieben:Subunternehmer also die Installationsfirmen und Callcenter waren eh schon wie üblich in der Telco outsourced und zumindest die outsourced Callcenter sind eh mit irgendwelchen Affen besetzt, die zwar für die meisten Kunden reichen, aber wenns etwas komplizierter wird keinen Plan mehr haben.

Die anderen übrig bleibenden Stellen, also "High" Level Support bzw. die Technik und die Verwaltung/Planung etc. kann man nicht so einfach auf Leiharbeit umstellen, da diese Stellen in der Regel viel Erfahrung und Know How Voraussetzen, die man auch nicht mal so bekommt wie die Leiharbeiter oder Leute die man nach 1-4Jahren nichtmehr weiter beschäftigt nach der 3. befristung.

Das doppelte Stellen, bzw hier sogar 3fach Stellen noch aus iesy/ish Zeiten abschafft werden war sowieso klar, das musste jeder dort kommen sehen.



Na das mit dem Affen finde ich ja mal interessant. So könnte man eventuell also in manchen Unternehmen über die Kunden denken. Das gibt doch genau den Aufschluss für so manchen Kunden, was er als Kunde noch Wert ist. Aber das kennt man ja von der Mehrheit der heutigen Unternehmen diese Art der Denkweise. Ganz zu schweigen über die Wertigkeit eines Angestellten oder Beschäftigten. Leider stelle ich immer wieder fest, dass auf die Beschäftigten mit Füßen herumgetrampelt wird. Der Respekt in unserer Gesellschaft gleichen bei den Arbeitsbedingungen ja eher einer Anarchie.
Leider geht es nach dem Motto, der stärkere überlebt. Nur wenige decken auf und hinterfragen.
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon Invisible » 09.06.2012, 22:37

Was die Unternehmen von den Kunden halten sieht man doch allenthalben:

Banken wollen ihre Kunden nur noch an Automaten abfertigen, Online-Kunden bekommen günstigere Tarife und Personal wird nicht mehr geschult.

Hier machen die TelKos keine Ausnahme.
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon Matrix110 » 09.06.2012, 23:08

Das Problem besteht allerdings beim Kunden.

Für geschätzte 90% der Supportanfragen reichen diese "Affen" aus, da diese Anfragen allesamt komplett vermeidbar sind würde man ETWAS eigeninitiative an den Tag legen.

Als Unternehmen muss oder naja eher sollte man solchen Kunden auch helfen, es macht aber keinerlei Sinn für die restlichen 9,9% der Supportanfragen die etwas Grips benötigen und die 0,1% die Top Support Leute benötigen, da eine Masse an Top ausgebildete Callcenter Agenten hinzusetzen, die natürlich nicht für einen Hungerlohn Arbeiten, weil diese eben auch etwas besseres machen könnten.

Das gleiche hat man in jedem Mediamarkt oder Saturn, die Verkäufer haben in 99,99% der Fälle absolut keinen Plan, trotzdem fühlen sich die in den meisten Fällen falsch beratenen Kunden am Ende gut beraten, aber niemand der genug Ahnung von der jeweiligen Materie hat wird für den Lohn bei Media Markt oder Saturn arbeiten.
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon Loktarogar » 09.06.2012, 23:26

Ist das das Ende der selbstständigen "Medienberater" die einem furchtbar auf die Eier gehen ?
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Re: Fusionsfolgen für "Unitymedia Kabel BW"

Beitragvon ernstdo » 09.06.2012, 23:51

Nö ...
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