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Komplizierte Verkabelung

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Komplizierte Verkabelung

Beitragvon Pommes_11 » 10.05.2012, 16:09

Hallo zusammen,

ich hoffe jemand kann mir weiter helfen.
Ich wohne zur miete in einem Reihenmehrfamilienhaus und habe dort auch Kabelanschluss. Nun würde ich gerne auch Internet und Telefon übers Kabelnetz beziehen, aber man sagte mir, dass die Kabel zu marode sind und diese erst saniert werden müssten, was mein Vermieter veranlassen muss. Nun hat er auch schon ein Angebot von UM bekommen, aber wie es scheint, wird er dieses Angebot nicht wahrnehmen......die Gründe sind da etwas konfus. So wie ich das verstanden habe, würde UM das wohl kostenlos machen, aber mein Vermieter müsste für alle Wohnungen eine Kabelvertrag abschließen, was er natürlich nicht machen möchte, da die Hälfte der Mieter kein Kabelanschluss nutzen.
Nun gut, jetzt habe ich die Hoffnung, dass es evtl. nur für mich möglich ist, aber die Verkabelung scheint mir dort ein wenig konfus zu sein. Ich versuch es mal zu erklären.
Also, meinem Vermieter gehören 3 von 4 Reihenmehrfamilienhäuser, die in etwa 20m Abstand parallel zu einander stehen. Haus 1 wäre Nr. 35-39, Haus 2 41-41a und Haus 3 43-43a . Das 4. Haus gehört jemand anderem. Nun habe ich erfahren, dass der Hausübergabepunkt für alle Wohnungen im 4. Haus ist und von dort aus auf die anderen 3 Häuser meines Vermieters verteilt ist. In meinem Haus besteht bereits eine Sternverteilung, wie es in den anderen ausschaut kann ich nicht sagen. Allerdings ist mein Haus auch am weitesten entfernt von Haus Nr.4 . Und nun kommt meine Frage.....kann mir jemand sagen, ob es möglich ist nur in meinem Haus einen Rückkanal zu installieren, so dass ich Internet und Telefon nutzen kann, oder muss man wirklich die ganze Anlage modernisieren. Ich habe im Keller einen Kasten von UM hängen, welchen ich als Laie der ich nun mal bin, fälschlicherweise als Übergabepunkt verstanden hatte.
Ach ja, vllt ist es noch hilfreich zu wissen, dass es sich um etwa 50 Wohnungen in Summe handelt, in allen 4 Häusern.

Mir ist natürlich schon klar, dass es sich um eine komplexe Anlage zu handeln scheint und mir niemand mit Sicherheit eine genau Antwort geben kann, ohne die Begebenheiten vor Ort zu kennen, aber vllt eine Schätzung wagen?!


Gruß
Pommes
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Re: Komplizierte Verkabelung

Beitragvon Matrix110 » 10.05.2012, 16:19

Ich gehe davon aus, dass in jedem Haus mindestens ein Verstärker sitzt von dem das Signal zum nächsten Haus abgeführt wird, also keine eigene Zuleitung von Haus 4 exisiert.

Also:
Haus 4---->Haus 3 ----> Haus 2 ----> Haus 1

Und nicht:
Haus 4 ---------> Haus 3
Haus 4 ------------------->Haus 2
Haus 4 --------------------------------Haus 1

Diese müssten, falls diese nicht Rückkanalfähig sind auch modernisiert werden.

Auch ist es mir nicht bekannt, ob UM auch nur einen Hausverstärker(falls es die 2. Möglichkeit doch war) für >10 Parteien kostenfrei austauscht, wenn nur einer Internet/Telefon will.

Vielleicht hilft den Technikern hier im Forum auch ein Bild des Verstärkers weiter.
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Re: Komplizierte Verkabelung

Beitragvon Dinniz » 10.05.2012, 18:22

Unitymedia würd schon was ausgeben um die Kunden "zu bekommen".
Allerdings wird dort viel mehr Aufwand nötig sein (ggf neue Querverkabelung etc pp).
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Re: Komplizierte Verkabelung

Beitragvon Bastler » 10.05.2012, 19:41

In kleinen / mittleren Linienanlagen ist es eigentlich ziemlich selten, dass auf der Strecke von einem Kunden bis zum ÜP mehr als 2 Verstärker zuständig sind. Auch wenn bedeutend mehr Verstärker in der Anlage vorkommen, z.B in jedem Haus einer (TC-Anlagen ausgenommen :zwinker: ). Diese zwei Verstärker zu tauschen sollte nicht so das Problem sein, das ist eigentlich eine Standardinstallation.

Es muss also ein anderes Problem geben, warum nicht installiert werden kann. Du schreibst von "maroden Kabeln". Die Frage ist jetzt, ob das nur die Zuleitungen zu den Wohnungen sind (das lässt sich in der Regel auch unkompliziert lösen wenn das Gebäude ein "Standardhaus nach dem Schema Das-ist-das-Haus-vom-Ni-ko-laus" ist :zwinker: , zumal dann ja nur deine eine Leitung erneuert werden müsste).

Das wird es aber wohl nicht sein, denn dann hätte man einfach einen neuen Termin mit etwas Zusatzaufwand gemacht und alles wäre gut (man muss ja nicht zwangsläufig einen Komplettumbau durch UM machen lassen, das schlagen die nur den Eigentümern in solchen Fällen gerne vor...).

Wenn natürlich Erdkabel zwischen den Häusern veraltet oder defekt sind, oder Querverkabelungen in den Kellern, dann wird es mit den Mitteln einer normalen HSI-Installation fast unmöglich zu installieren. ich vermute fast, dass das der Fall ist...
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Re: Komplizierte Verkabelung

Beitragvon Pommes_11 » 11.05.2012, 17:54

Vielen Dank für die Antworten. Nun kann ich mir schon eher einen Überblick über die Anlage machen. Irgendwie kam mir das spanisch vor, aber so wie es sich anhört scheinen solche Verkabelungen ja nicht selten zu sein.
Einen Techniker schickt mir UM die nächsten Tage vorbei um sich ein Bild vor Ort zu machen.
Ein Angebot für meinen Vermieter hat es auch schon gegeben. Er spricht davon, dass UM die Anlage kostenlos anpassen würde für alle Häuser, allerdings soll er dann auch für alle Wohnungen einen Kabelanschluss bezahlen, sprich in Vorkasse gehen, egal ob eine Wohnung vermietet ist oder nicht!!! Das kann ich mir irgendwie so rein garnicht vorstellen. Sicherlich will UM auch Verträge abschließen und Kunden gewinnen nach einer Sanierung, bzw. Umrüstung, aber so ein Knebelvertrag für den Eigentümer kann ich mir nicht vorstellen, wer würde denn sowas freiwillig eingehen?? Kennt sich jemand hier mit der üblichen Handlungsweise Seitens UM aus? Ich vermute mal, dass er da was falsch verstanden hat. Kann es sein, dass sich nur bei alten Verträgen, wo z.B. der Kabelanschluss über die Nebenkosten abgerechnet wird, was ändern würde......also eine Erhöhung der Nebenkosten um einen gewissen Betrag und wenn jeder Haushalt seinen Anschluss selber vertraglich mit UM abrechnet sich eigentlich nichts ändern würde? Das klingt irgendwie plausibler für mich, denn was kann ein Eigentümer/Vermieter dafür, wenn er Mieter hat die den von UM zur Verfügung gestellten Anschluss nutzen wollen, oder eben halt nicht? Er selber nutzt in den Objekten ja keinen Anschluss, sondern die Mieter!! Das wäre ja in etwa so, als wenn die GEZ von jeden Eigentümer einer Wohnung Gebühren verlangen würde und nicht vom Mieter!!


Gruß
Pommes
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