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Unitymedia und seine "Partner", einfach unfähig..

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Re: Unitymedia und seine "Partner", einfach unfähig..

Beitragvon Andrebj82 » 17.11.2007, 11:37

Die Kabeldose gehört mit zum NE4 bereich !
Habe ne 5 noch nie gehört!

MFG
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Re: Unitymedia und seine "Partner", einfach unfähig..

Beitragvon D-Link » 17.11.2007, 11:58

Offiziel richtig gibt es die auch nicht aber die wird gerne so genannt! Und die Dose ist meines erachtens nach schon die NE5 Das ist der Beginn!
D-Link
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Re: Unitymedia und seine "Partner", einfach unfähig..

Beitragvon Kaffee_Junkie » 17.11.2007, 15:58

zu den Netzebenen:

Ebene 1: Programmproduktion (Sender etc.)
Ebene 2: Betrieb von Kopfstationen (Signalaufbereitung, ggf. Sat-Aufbereitung bei Zusatzpaketen etc.)
Ebene 3: Straßenverteiler (Überlandstrecken, Stadtverteilung)
Ebene 4: Hausverteiler und Verkabelung inkl. der ersten Dose in der Wohnung
Ebene 5: Wohnungsverkabelung ab der ersten Wohnungsdose (oft auch Piratenebene genannt)

Die Verantwortlichkeiten für die Hausverkabelung wird dabei über s.g. Versorgungsvereinbarungen oder auch Gestattungsverträge geregelt, die zwischen dem Signallieferanten und dem Hauseigentümer idR für mehrere Jahre geschlossen werden.

Folgende (grobe) Modelle gibt es:

Signallieferungsvertrag:
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Hauseigentümer. Wartung und Modernisierung obliegen alleine diesem.
Die Kosten für den Betrieb werden idR über die Nebenkosten oder als Grundumlage auf dem Preis pro m² über die Miete umgelegt.
Erweiterungen und Störungen muss der Hauseigentümer selbst beauftragen und bezahlen.
techn. Ansprechpartner: Hauseigentümer

Signallieferungsvertrag mit Wartung:
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Hauseigentümer. Wartung wird durch den Signallieferanten übernommen, eine Modernisierung Reparatur muss der Hauseigentümer beauftragen und selbst bezahlen.
techn. Ansprechpartner: für Modernisierungen der Hauseigentümer; ggf. wird dem Mieter für Störungen eine Hotline-Rufnummer mitgeteilt

Signallieferungsvertrag mit Wartung und Modernisierung:
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Hauseigentümer. Dieser hat in einem solchen Fall idR die Anlage durch einen Kabelnetzbetrieber oder Handwerksbetrieb planen, bauen und in Betrieb nehmen lassen. Erweiterungen und Modernisierungen sind zum Teil vertraglich abgedeckt. Ggf. sind hier Nachverhandlungen für Erweiterungen notwendig.
techn. Ansprechpartner: Hauseigentümer

Grund-Versorgungsvertrag:
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Kabelnetzbetreiber. Allen Mietern werden die öffentlich rechtlichen Programme als Grundversorgung geliefert. Mieter die weitere Programme erhalten wollen, müssen mit dem Kabelnetzbetreiber einen Einzelnutzervertrag (=Endkundenvertrag) abschließen. Die Kosten hierfür wurden zwischen Hauseigentümer und Kabelnetzbetreiber ausgehandelt. Der Preis für den Endkunden wird durch den Kabelnetzbetreiber festgelegt.
techn. Ansprechpartner: Kabelnetzbetreiber

Versorgungsvertrag:
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Kabelnetzbetreiber. Mieter die das Kabelfernsehen nutzen wollen, müssen mit dem Kabelnetzbetreiber einen Einzelnutzervertrag abschließen. Die Kosten hierfür wurden zwischen Hauseigentümer und Kabelnetzbetreiber ausgehandelt.
techn. Ansprechpartner: Kabelnetzbetreiber

Versorgungsvertrag mit Sammelinkasso (auch Zentralinkasso genannt):
Die Verkabelung und der Verstärker im Haus gehören dem Kabelnetzbetreiber. Das Entgelt für die Kabelfernsehnutzung wird über die Miete mit eingezogen. Die Kosten hierfür wurden zwischen Hauseigentümer und Kabelnetzbetreiber ausgehandelt.
techn. Ansprechpartner: Kabelnetzbetreiber

Schwierig wird es wenn der Hauseigentümer eine Gemeinschafts-SAT-Anlage beauftragt hat. In diesem Fall sind die Produkte von Unitymedia überhaupt nicht zu bekommen, da ein Anschluss an das Kabelnetz nicht vorhanden ist. Das heißt aber nicht, dass dann jeder Haushalt einen SAT-Receiver benötigt. Im Normalfall wird das SAT-Signal entsprechend aufbereitet und ähnlich wie Kabelfernsehn auf die einzelnen Programmkanäle verteilt.

Aber:
Speziell im Falle einer Modernisierung ist die Laufzeit der Versorgungsvereinbarung wichtig. Da hier entschieden wird, ob sich eine Modernisierung über die Laufzeit überhaupt finanziell rechnet. Der Kabelnetzbetreiber muss die Kosten für die notwendigen Investitionen am Ende der Laufzeit mit einem Gewinn wieder reinholen, ansonsten rentiert sich ein Betrieb der Kabelanlage nicht.
Besonders problematisch ist die Situation, wenn der Gestattungsvertrag schon längere Laufzeiten hinter sich hat. In einem solchen Fall wird idR eine Neuverhandlung mit dem Gestattungsgeber (Hauseigentümer, Wohnungsbaugesellschaft) notwendig.

Die Kosten für den Endkunden für den Kableanschluss werden je nach Versorgungsvereinbarung bei NE4 Betreibern durch die erwartete Endkundenanzahl ermittelt. Zusätzliche Dienste wie Internet und Telefon werden extra abgerechnet, obwohl es da auch angebl. etwas neues gibt. So soll ein schmalbandiger Internetanschluss bei manchen Wohnungsbaugesellschaften mit im Grundpreis enthalten sein.
Dies ist u.a. der Grund, warum es bei NE4 Betreibern zu unterschiedlichen Preisen für den Kabel-Anschluss kommen kann.

((Gesamtkosten (Jahr) + Gewinn) / erw. Anzahl der Kunden) / 12 = Monatskosten für den Endkunden

Beispielrechnung:
Gesamtkosten: 8000€
Gewinn: 500€
Kundenanzahl: 100% (Zentralinkasso) = 100 Kunden (Annahme)

((8000 + 500) / 100 / 12 = 7,03€ pro Monat

Bei einer erw. Kundenanzahl von 50% ändert sich das Bild wie folgt:

((8000 + 500) / 50 / 12 = 14,17 € pro Monat

Da der Kabelnetzbetreiber die Kundenanzahl im Vorfeld oft nicht bestimmen kann, wird hier in idR die Kalkulation deutlich komplexer sein als ich es gerade dargestellt habe.

Wie so häufig sehe ich auch in diesem Thread wieder, dass man pauschal einen Sündenbock sucht und einfach draufhaut, obwohl der Ansprechpartner eigentlich jemand ganz anderes ist. Wie sagte noch ein guter Bekannter:
"Wenn ich ein Auto kaufe beschwere ich mich auch nicht beim Hersteller, wenn kein Benzin mehr im Tank ist." :smile:
Gruß
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Re: Unitymedia und seine "Partner", einfach unfähig..

Beitragvon mischobo » 20.11.2007, 21:10

@Kaffe_Junkie

... i.d.R. weiß der Mieter nicht, welchen Vertrag der Hauseigentümer mit dem Kabelnetzbetreiber hat. Der Mieter weiß evtl. wer der Kabelnetzbetreiber ist und im Falle eine Störung ist dann immer der Kabelnetzbetreiber schuld; der Mieter weiß es halt nicht besser. Und wenn er doch mal den Hauseigentümer dann schiebt der die Schuld auch auf den Kabelnetzbetreiber, weil er seine Verträge nicht richtig kennt ...

... davon mal abgesehen kann ich nicht bestätigen, dass Unitymedia und seine Partner einfach unfähig sind. Ich bin Mieter und habe einen Einzelnutzervertrag. Heute gegen ca. 14:45 Uhr ist bei mir das Kabel komplett ausgefallen. Die Störung habe ich der Hotline gemeldet (0180 5 660100). Das Gespräch dauerte inkl. Warteschleife insg. 3 Minuten und 44 Sekunden. Nach ein paar Anläufen war gegen 15:10 h Radio wieder normal empfangbar. Analog-TV war verschneit und Digital TV war gar nicht möglich. Gegen 16:30h hat sich bei mir ein Techniker für 17:00 Uhr angekündigt. Um Punkt 17 Uhr stand der bei mir vor der Tür. Habe ihm das Problem vorgeführt, woraufhin er im Keller den HÜP durchgemessen und dabei festgestellt hat, dass das EIngangssignal zu schwach ist. Dann ist er zum nächsten Verteiler gegangen und hat dort gemessen. Kurz nach 18 Uhr hat er sich dann bei mir nochmal gemeldet und sagte mir, dass es in der Sternenburgstr. an einem Haus Tiefbauarbeiten gegeben habe und morgen früh ein Tiefbautrupp rausrücken wird, der das Loch wieder aufreißen und das Kabel reparieren wird.
Es ist zwar für mich ärgerlich, dass ich bis dahin kein DIgital TV nutzen kann, aber Unitymedia kann man hier keinen Vorwurf machen. Die Reaktionszeiten sind auf jedefall vorbildlich und die Störungssuche wurde auch professionell durchgeführt.

Wahrscheinlich handelt es sich um einen Kabelbruch. Die erwähnten mehrere Anläufe war wohl das Zuschaufeln des Loches, dass das Kabel wieder geradegerückt hat und so noch ein wenn auch schwaches Signal übertragen werden kann, das einwandfreien Radioempfang, verschneiten Analog-TV-Empfang ermöglicht, aber für Digital TV zu schwach ist ...

Kaffee_Junkie hat geschrieben:...
Wie so häufig sehe ich auch in diesem Thread wieder, dass man pauschal einen Sündenbock sucht und einfach draufhaut, obwohl der Ansprechpartner eigentlich jemand ganz anderes ist.
...
... leider müssen das aber auch die ausbaden, die im Kabelnetzbetreiber den richtigen Ansprechpartner gefunden haben, denn in nicht gerade wenigen Fällen wird die Fehlerursache sehr pauschal auf die Hausverteilung geschoben, auch wenn die Umstände recht eindeutig auf eine Zuständigkeit des Kabelnetzbetreibers hindeuten.
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