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angebliches Vermarktungsverbot

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon mege » 13.01.2012, 11:47

EXDE hat geschrieben:
mege hat geschrieben:Ja die Experten haben auch recht, weil es halt kein Sonderkündigungsrecht bei einem Umzug gibt. Ein Kläger (der Kunde bei T-Com ist) hat den Prozess verloren und muss seinen wunderbaren Vertrag bis zum Ende der Mindestvertragslaufzeit zahlen, obwohl er keine Leistung in der neuen Wohnung erhält.
Also wenn du vorschlägst bei einem Vermarktungsverbot einen Anwalt einzuschalten, dann sieht man dass du von sowas überhaupt keine Ahnung hast.


1. Mit dem 2.Quartal wird das Gesetz geändert und jeder hat bei Umzug ein Sonderkündigungsrecht, wenn am neuen Wohnort die Leistung nicht verfügbar ist.
2. Das BGH-Urteil ist auch UM nicht anwendbar, denn im Urteil wurde festgehalten, dass der Kunde Vergünstigungen erhalten hat, da er einer längeren Laufzeit zustimmte. So etwas gibt es bei UM gar nicht.
3. Wenn UM nicht die Leistung liefern kann, da sie plötzlich nicht mehr die notwendigen Verträge mit dem Vermieter haben, dann kann man doch als Kunde nichts dafür. UM hat eine Leistung versprochen und zwar für eine bestimmte Laufzeit. Vertrag ist Vertrag und wer nicht liefern kann, muss eben Schadensersatz zahlen oder steht in den AGBs irgendwo, dass UM nach Lust und Laune kündigen kann, der Kunde aber nicht. Wäre dies so, stellt sich die Frage, ob so ein Vertrag überhaupt zulässig ist.

P.S.: Ich bin seinerzeit übrigens aus meinen Telekom-Vertrag herausgekommen bei meinem Umzug. ;)
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon albatros » 13.01.2012, 14:41

Die AGBs von Unitymedia in der aktuellen Fassung lassen eine ausserordentliche Kündigung durch beide Vertragspartner zu. Diese kann laut BGB auch nicht eingeschränkt werden. Unter Umständen hat der Vertragspartner Anspruch auf Schadenersatz. Der wäre dann aber ggf. einzuklagen...

Allerdings hat der Threadstarter nichts dazu gesagt, ob die Kündigung durch Unitymedia zum Ende der Vertragslaufzeit erfolgte oder nicht. Er schreibt nur davon, dass er noch einige Zeit Internet und Telefon nutzen konnte, obwohl bereits TV abgeklemmt war.

PS.: Auch bei UM kommt man bei Umzug aus dem Vertrag. Allerdings immer nur mit dem Hinweis, dass die Kündigung auf Kulanz akzeptiert wird. Der Hintergrund ist meines Erachtens, dass man vermeiden möchte, dass ein Kündigungsrecht durch ein verbindliches Gerichtsurteil festgeschreiben wird.
Durch die beabsichtigte Änderung des TKGs würde dieses Urtei unnötig.
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon gordon » 13.01.2012, 14:53

mege hat geschrieben:1. Mit dem 2.Quartal wird das Gesetz geändert und jeder hat bei Umzug ein Sonderkündigungsrecht, wenn am neuen Wohnort die Leistung nicht verfügbar ist.

ist das schon durch? Aber grundsätzlich stellt sich UM da doch auch jetzt nicht quer.

mege hat geschrieben:2. Das BGH-Urteil ist auch UM nicht anwendbar, denn im Urteil wurde festgehalten, dass der Kunde Vergünstigungen erhalten hat, da er einer längeren Laufzeit zustimmte. So etwas gibt es bei UM gar nicht.

es wurde aber auch geurteilt, dass der Umzug in den persönlichen Verantwortungsbereich des Umziehenden fällt. Deshalb wird es ja als Präzedenzfall dafür gesehen, dass ein Umzug bislang per se kein Recht auf eine außerordentliche Kündigung darstellt.

mege hat geschrieben:3. Wenn UM nicht die Leistung liefern kann, da sie plötzlich nicht mehr die notwendigen Verträge mit dem Vermieter haben, dann kann man doch als Kunde nichts dafür. UM hat eine Leistung versprochen und zwar für eine bestimmte Laufzeit. Vertrag ist Vertrag und wer nicht liefern kann, muss eben Schadensersatz zahlen oder steht in den AGBs irgendwo, dass UM nach Lust und Laune kündigen kann, der Kunde aber nicht. Wäre dies so, stellt sich die Frage, ob so ein Vertrag überhaupt zulässig ist.

UM kann natürlich auch kündigen, wenn sie nicht mehr versorgen können. Warum sie jetzt noch schadenersatzpflichtig sein sollen, ist mir schleierhaft. Schließlich hat doch der Vermieter und damit vermutlich der Eigentümer der Hausverkabelung UM die Nutzung dieser Infrastruktur untersagt, so dass UM gezwungen war, den Kunden zu kündigen. Der Vermieter hat also von sich aus einen Eingriff in die Versorgung der Mieter mit Internet und Telefon vorgenommen, ohne diese vorher zu fragen. Wenn man schon einen Anwalt einschalten will, dann sollte man auch mal überlegen, wer dem TE den ganzen Mist erst eingebrockt hat!
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon poempel » 15.01.2012, 22:07

Leidtragender hat geschrieben: Das habe ich ja verstanden. Nur irgendwie ist es für mich auch wie für Jens unlogisch. Außerdem warum kann mir das keiner von UM erklären? Deren Informationspolitk ist ja echt zum :wand:


Du solltest wirklich den Tipp wahrnehmen, der schon zu Beginn gemacht wurde:
Nutze die UM-Twitter-Seite.


In jedem Unternehmen gibt es unterschiedlich gute Mitarbeiter, also solche, die die Standardfälle ordentlich, solide und gut abarbeiten, und eben auch die alten Hasen, die schon fast alles erlebt haben und somit auch komplizierte oder gar irreführende Sachverhalte problemlos lösen können.

Twitter ist ein öffentliches Medium. Jede Fehlauskunft kriegt jeder mit.
Kundenbetreuung via Twitter ist also wenn man so will die Visitenkarte oder das Aushängeschild eines jeden Unternehmens.
Und jedes Unternehmen wird dafür sorgen, dass dort die anzahl alter Hasen möglichst hoch ist.

Dort solltes du mit deiner nicht alltäglichen Problemlage gut aufgehoben sein.
poempel
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon Leidtragender » 16.01.2012, 11:10

poempel hat geschrieben:
Leidtragender hat geschrieben: Das habe ich ja verstanden. Nur irgendwie ist es für mich auch wie für Jens unlogisch. Außerdem warum kann mir das keiner von UM erklären? Deren Informationspolitk ist ja echt zum :wand:


Du solltest wirklich den Tipp wahrnehmen, der schon zu Beginn gemacht wurde:
Nutze die UM-Twitter-Seite.


In jedem Unternehmen gibt es unterschiedlich gute Mitarbeiter, also solche, die die Standardfälle ordentlich, solide und gut abarbeiten, und eben auch die alten Hasen, die schon fast alles erlebt haben und somit auch komplizierte oder gar irreführende Sachverhalte problemlos lösen können.

Twitter ist ein öffentliches Medium. Jede Fehlauskunft kriegt jeder mit.
Kundenbetreuung via Twitter ist also wenn man so will die Visitenkarte oder das Aushängeschild eines jeden Unternehmens.
Und jedes Unternehmen wird dafür sorgen, dass dort die anzahl alter Hasen möglichst hoch ist.

Dort solltes du mit deiner nicht alltäglichen Problemlage gut aufgehoben sein.



Danke für den Tipp. Da werde ich es als Nächstes versuchen. :super:
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon EXDE » 21.01.2012, 12:12

[quote="albatros"]Die AGBs von Unitymedia in der aktuellen Fassung lassen eine ausserordentliche Kündigung durch beide Vertragspartner zu. Diese kann laut BGB auch nicht eingeschränkt werden. Unter Umständen hat der Vertragspartner Anspruch auf Schadenersatz. Der wäre dann aber ggf. einzuklagen...
quote]

Nö, in den AGB´s steht nicht dass durch nen Umzug eine außerordentliche Kündigung zugelassen wird, da liegste falsch...
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon Leidtragender » 24.01.2012, 14:05

Kurze Aktualisierung der Situation:

Nach Absprache mit einem UM-Mitarbeiter, erfuhr ich, dass es doch nicht nötig sein müsste eine generelle Vermarktungsfreigabe an UM zu erteilen. Darauf bat ich den Vermieter um eine erneute Erlaubnis für 1und 2PlayProdukte, die er auch schriftlich an UM schickte.
Zitat:
"Vermarktungsfreigabe
Serviceadresse xxxx, 33335 Gütersloh


Sehr geehrte Damen und Herren,

unser Mieter xxxx, xxxx, 33335 Gütersloh, möchte mit Ihnen einen 2play-Vertrag schließen.
Als Eigentümerin der Liegenschaft xxxx in Gütersloh erteilen wir Ihnen hiermit eine

Vermarktungsfreigabe

für den entsprechenden Internet- und Telefonanschluss.
Die nötige Infrastruktur ist seit dem Übergang von der damaligen Kabelanschlussversorgung auf SAT-Versorgung in dem Haus verblieben und kann von Ihnen genutzt werden.

Mit freundlichen Grüßen



Nun meine Frage an alle Experten, die sich vielleicht damit auskennen: Reicht so eine Vermarktungsfreigabe aus? Denn bisher habe ich und der Vermieter von UM nichts gehört und der Status der Verfügbarkeit auf der Homepage wurde auch noch nicht geändert.
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon Dinniz » 24.01.2012, 16:42

Bsi sowas spezielles im System ist kann es schonmal einige Zeit dauern.
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Re: angebliches Vermarktungsverbot

Beitragvon Leidtragender » 24.01.2012, 17:04

Dinniz hat geschrieben:Bsi sowas spezielles im System ist kann es schonmal einige Zeit dauern.


Aber im Prinzip könnte/müsste es doch ausreichen, wenn sogar der UM-Mitarbeiter meinte, dass eine vollständige Vermarktung nicht unbedingt nötig wäre (was aber einige hier im Forum behauptet haben). Ich weiß natürlich nicht wie kompetent der Mitarbeiter ist.
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