- Anzeige -

Unseriöse Vorgehensweise

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon DietmarBrach » 22.07.2011, 12:13

Ich kann jedem der sich für einen Vertrag mit Unitymedia Hessen interessiert nur raten die Finger davon zu lassen. Das Internetprovider allgemein nicht besonders kundenorientiert arbeiten ist ja bekannt, allerdings was sich Unitymedia leistet ist schon extrem. Ich bin seit drei Jahren Kunde bei diesem Unternehmen. Mein Vertrag beinhaltet die Produkte 3Play 32.000, Digital TV Basic mit Video-Recorder, Digital TV Plus (für meinen Sohn), Telefon Plus. Die monatlichen Kosten dafür liegen jeweils zwischen 50 und 60 Euro und werden von Unitymedia pünktlich jeweils zum Monatsende per Lastschrift abgebucht. Es kam niemals zu irgendwelchen Zahlungsrückständen.
Vor ein paar Wochen hat plötzlich mein TV Empfang nicht mehr funktioniert. Nach mehreren Anrufen bei der Hotline wurde mir versprochen, dass mich ein Techniker zurückruft, zwecks Terminvereinbarung. Nachdem dies nicht geschah, habe ich mich nach zwei weiteren Wochen ohne TV Empfang erneut bei der Hotline gemeldet. Nach wieder etlichen Tagen meldete sich dann ein sog. Medienberater bei mir und teilte mir mit, mein Anschluss stehe nicht auf seiner Liste und deshalb habe er eine Sperre für den TV Empfang vorgenommen. Er behauptete, mein Kabelanschluss wäre nicht bezahlt.
Mein Kabelanschluss ist Bestandteil des Mietvertrages und darin expliziert aufgeführt. Bei Vertragsabschluss wurde mir zugesichert, dass damit die Voraussetzungen für den Vertragsabschluss des von Unitymedia angebotenen 3play Angebotes gegeben sei. Unitymedia hat dann festgestellt, dass ein zusätzlicher Verstärker benötigt würde, der von einer Firma im Auftrag von Unitymedia gesetzt wurde. Eine dafür notwendige Elektroinstallation wurde von meinem Vermieter ausgeführt.
Dies alles war vor ca. 3 Jahren. 3 Jahre hat Unitymedia nun sich an den Vertrag gehalten um nun plötzlich die Leistung ohne Ankündigung und ohne Information teilweise (TV-Empfang) einzustellen. Die Entscheidung der Unterbrechung wurde nach meinen Recherchen und nach Auskunft von Unitymedia durch den Medienberater eigenmächtig getroffen. Unitymedia verurteilt zwar in einem Schreiben mit schönen Worten dessen Vorgehen, hält aber an der gesetzten TV-Sperre fest.
Ob mein Vermieter nun zu Recht das Vorhandensein des Kabelanschlusses im Mietvertrag aufführt oder nicht ist mir eigentlich egal. Unitymedia hätte bei Vertragsabschluss prüfen müssen ob ein Kabelanschluss verfügbar ist oder nicht. Das Unternehmen hat sich letztlich verpflichtet das Produkt 3play an mich zu liefern. Hätte es vor Vertragsabschluss darauf hingewiesen, dass kein Kabelanschluss vorhanden ist, hätte ich dies mit meinem Vermieter klären können. Nachdem Unitymedia allerdings inzwischen durch den bestehenden Vertrag fast 1800 Euro Umsatz erwirtschaftet hat, finde ich das Vorgehen sich ohne Ankündigung plötzlich nicht mehr an die getroffenen Vereinbarungen zu halten, nicht akzeptabel.
Ein seriöses Unternehmen hätte sich für seine mangelhafte Arbeitsweise bei Vertragsabschluss entschuldigt und versucht mit dem Kunden eine einvernehmliche Lösung zu finden. Ohne Ankündigung und Information gegenüber dem Kunden eine Manipulation am Kabelanschluss vorzunehmen ist nach dreijähriger Zusammenarbeit eine Unverschämtheit. Wäre die Sachlage tatsächlich so dass Unitymedia bei Vertragsabschluss einen Fehler gemacht hat und derzeit kein Kabelanschluss existiert, wäre sicher eine einvernehmliche Lösung des Problems möglich gewesen.
Da Unitymedia sich allerdings statt eines Kundendialogs lieber zu einem Vertragsbruch entschlossen hat, werde ich nun die Sache auf dem Rechtsweg klären und den jeweiligen Sachstand hier und in weiteren Publikationen veröffentlichen
Ich denke nur Öffentlichkeit und ein damit verbundener Imageschaden kann Firmen wie Unitymedia, die offensichtlich nur der Zahlbetrag des Kunden interresiert, zu einem Überdenken Ihrer mehr als fragwürdigen Geschäftspraxis bringen.
DietmarBrach
Kabelneuling
 
Beiträge: 1
Registriert: 22.07.2011, 11:22

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon Dinniz » 22.07.2011, 15:04

Bitte mit Absätzen arbeiten .. hab nach 3 Zeilen aufgehört zu lesen.
destroying ne3/4 since 2002
Benutzeravatar
Dinniz
Carrier
 
Beiträge: 10368
Registriert: 21.01.2008, 23:43
Wohnort: NRW

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon Dringi » 22.07.2011, 15:58

Dinniz hat geschrieben:Bitte mit Absätzen arbeiten .. hab nach 3 Zeilen aufgehört zu lesen.


Ich hab' durchgehalten. War aber schwer.
Hier die Zusammenfassung: Vermieter sagt, dass im Mietvertrag der Kabelanschluss enthalten ist. Mieter macht deswegen 3Play. "Medienberater" stellt fest, dass Kabelanschluss nicht im Mietvertrag ist und macht 'nen Filter rein. Mieter ist deswegen sauer und findet, weil UM das erst nach 3 Jahren gemerkt und gesperrt, unseriös weil er scheinbar an sowas wie ein Gewohnheitsrecht glaubt, da er für die anderem UM-Leistungen ja 1800 Euro an UM "erwirtschaftet" hat.
Und da er meint im Recht zu sein, wird das Ganze jetzt auf dem Rechtsweg geklärt.
Bild Bild
Dringi
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1228
Registriert: 16.01.2010, 22:04

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon Dinniz » 22.07.2011, 16:01

Erstmal vielen Dank für's übersetzen.
Also ist der Thread auch wieder nur ein Schuss gegen die Wand :super:
destroying ne3/4 since 2002
Benutzeravatar
Dinniz
Carrier
 
Beiträge: 10368
Registriert: 21.01.2008, 23:43
Wohnort: NRW

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon addicted » 22.07.2011, 16:50

Hallo Dietmar,

willkommen im UM Forum. Lass mich zu Beginn direkt erklären, dass in diesem Forum nicht gekuschelt wird.

DietmarBrach hat geschrieben:Ich kann jedem der sich für einen Vertrag mit Unitymedia Hessen interessiert nur raten die Finger davon zu lassen.

Sowas ist normalerweise Fazit einer langen, gut durchdachten und sauberen Argumentationskette. Als Einleitung für den Leser suggeriert es, dass Deine Meinung durch starke Emotionen hervorgerufen wird. Das schwächt leider alle Argumente, sofern noch welche kommen, ungemein ab.

DietmarBrach hat geschrieben:Nachdem Unitymedia allerdings inzwischen durch den bestehenden Vertrag fast 1800 Euro Umsatz erwirtschaftet hat, finde ich das Vorgehen sich ohne Ankündigung plötzlich nicht mehr an die getroffenen Vereinbarungen zu halten, nicht akzeptabel.

Die Firma hat für die in den letzten drei Jahren erbrachte Leistung die vertraglich vereinbarte Vergütung kassiert. Dies verpflichtet sie in Deinen Augen dazu, einem nicht vertraglich vereinbarten und durch Dich einseitig vorgegebenen Verhaltenscodex zu folgen. Zusätzlich gehst Du davon aus, dass UM mit Dir die Vereinbarung getroffen hat, dass Dir auch ohne die Bezahlung der Kabelgrundgebühr ein vollständiger Kabelanschluss zusteht.

Ich hoffe Du siehst das Problem mit diesem Argument.

DietmarBrach hat geschrieben:Ein seriöses Unternehmen hätte sich für seine mangelhafte Arbeitsweise bei Vertragsabschluss entschuldigt und versucht mit dem Kunden eine einvernehmliche Lösung zu finden.

Ich stimme Dir zu, ein solcher Fehler ist ärgerlich. UM steht sich einer kundenfreundlicheren Lösung in diesen Fällen im Weg, weil man sehr viel an "Medienberater" abgibt und selbst kaum noch Kontrolle behält.


DietmarBrach hat geschrieben:Ohne Ankündigung und Information gegenüber dem Kunden eine Manipulation am Kabelanschluss vorzunehmen ist nach dreijähriger Zusammenarbeit eine Unverschämtheit.

Stellt ein "Versorger" fest, dass ein "Kunde" eine Leistung zu Unrecht bezieht, ist er selbstverständlich zur umgehenden Sperrung berechtigt und kann ggf. sogar Nutzungsgebühren nachfordern, wenn sich nachweisen lässt, dass sich der Kunde die Nutzung erschlichen hat. Ich bin kein Jurist.
Natürlich wäre die Welt ein Stück schöner, wenn wir erstmal alle miteinander reden würden. Allerdings ist es in diesem Fall für Dich am Besten, wenn Du schnell akzeptierst, dass Du keinerlei Anspruch auf den Empfang von Kabelfernsehen hast, wenn Du nicht bezahlst.
Aus Deiner Formulierung der "dreijährige[n] Zusammenarbeit" entnehme ich, dass Du vielleicht Unternehmer bist. In diesem konkreten Fall musst Du Dich als Kunden auffassen. Es besteht keine "Zusammenarbeit" zwischen Dir und Unitymedia oder Dir und dem Medienberater. Du zahlst Gebühren und nimmst dafür eine Leistung in Anspruch, nichts weiter.

DietmarBrach hat geschrieben:Wäre die Sachlage tatsächlich so dass Unitymedia bei Vertragsabschluss einen Fehler gemacht hat und derzeit kein Kabelanschluss existiert, wäre sicher eine einvernehmliche Lösung des Problems möglich gewesen.

Räumst Du ein, dass doch kein Vertrag über die Kabelgrundversorgung mit Deinem Vermieter besteht?
Du sprichst ausserdem erneut von einer "einvernehmlichen" Lösung, aber nicht davon, wie diese Lösung denn aus Deiner Sicht aussehen würde. UM will nämlich, dass Du die Grundversorgung bezahlst, sonst sperren sie Deinen Empfang. Wie sieht das für Dich aus?


DietmarBrach hat geschrieben:Da Unitymedia sich allerdings statt eines Kundendialogs lieber zu einem Vertragsbruch entschlossen hat, werde ich nun die Sache auf dem Rechtsweg klären und den jeweiligen Sachstand hier und in weiteren Publikationen veröffentlichen

In welchem Punkt bricht UM die Verträge mit Dir?
Laut Deinem Beitrag ist Dir bekannt, dass Voraussetzung für 3Play ein vorhandener Vertrag über die Grundversorgung ist. Da diese nicht vorliegt, ist der Vertrag in dieser Form nicht gültig, UM also nicht verpflichtet eine Leistung im Zusammenhang mit dieser Grundversorgung zu erbringen. Ich bin kein Jurist.
Du verklagst nun UM, oder den Medienberater, oder Deinen Vermieter?
Ich persönlich würde sehr gerne wissen, wie die Sache ausgeht, aber bedenke, dass das auch für Dich peinlich enden kann. Ich empfehle Dir dringend, Dich genau über die Sachlage zu informieren.


Ich empfehle Dir zur Klärung der Angelegenheit ohne Anwalt zunächst die Einsicht in die Verträge zwischen Deinem Vermieter und UM. Sofern sich herausstellt, dass der Medienberater einen Fehler gemacht hat, wird sich UM mit einer Entschädigung sicherlich kulant zeigen.
Falls sich jedoch UM bei Vertragsabschluss geirrt hat und es liegt tatsächlich kein Vertrag über die Grundversorgung vor, würde ich mich an Deiner Stelle glücklich schätzen, dass Du 3 Jahre lang kostenlos fernsehen konntest, und umgehend einen Vertrag über die Grundversorgung abschliessen.

Wie gesagt, hier wird nicht gekuschelt.
addicted
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1974
Registriert: 15.03.2010, 03:35
Wohnort: Paderborn

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon conscience » 22.07.2011, 17:02

Anmerkung1:
Es könnte sein, daß in einem Mietvertrag nur aufgeführt, dass ein Kabelanschluss zur Wohnung gehört. Das würde bedeuten, dass der Vermieter (bzw. Eigentümer) nicht unbedingt einen Mehrnutzervertrag (MNV) mit UM haben muß.

Anmerkung2:
Es könnte sein, dass der Vermieter (bzw. Eigentümer) seinen bestehenden MNV mit UM gekündigt hat und das nun ein Einzelnutzervertrag (ENV) erforderlich ist.

Anmerkung3:
Aufschluss könnte ggfs. nur ein Blick in die Nebenkostenabrechnung oder in den Mietvertrag bringen.

:kafffee:
--
Wie immer keine Zeit
conscience
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 3634
Registriert: 24.12.2007, 11:16

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon reset » 22.07.2011, 17:27

Und sollte in der Nebenkostenabrechnung der Posten Kabelanschluss stehen, kläre erst einmal mit Deinem Vermieter, wo denn das Geld geblieben ist.
Da es ja augenscheinlich nicht bei UM angekommen ist. (Wäre im übrigen nicht der erste VM der so etwas macht)

Gruß reset
Benutzeravatar
reset
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1367
Registriert: 10.09.2009, 11:48
Wohnort: Frankfurt am Main (Höchst)

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon gordon » 22.07.2011, 18:42

da der TE ja auch seit drei Jahren UM-Kunde ist und wahrscheinlich auch dort wohnt, wird er ja in der Zeit die eine oder andere Nebenkostenabrechnung erhalten haben. also, ich lese mir die durch.
Viele Vermieter schreiben den Kabelanschluss in den Mietvertrag rein, aber zahlen keine Kabelgebühren. So lange die Kabelgebühren nicht wirklich Bestandteil der NK sind, ist das ja auch noch keine Unterschlagung, sondern einfach nur ärgerlich (oft wird ja ein Standardvertrag genommen, oder der Passus, dass die Versorgung über Kabel stattzufinden hat und der Anschluss vorhanden ist, ist sehr missverständlich formuliert.

klar ist das immer eine unerfreuliche Situation, zumal ein Handelsvertreter immer eine Vorwarnung geben sollte, um die Versorgung nicht zu unterbrechen. Bist du sicher, dass UM das nicht mal gemacht hat, oder du mal eine Karte im Briefkasten hattest?

Das meiste hat addicted schon geschrieben. In drei Jahren Unitymedia hast du somit mehr als 600 Euro gespart. im Gegensatz zur GEZ verlangt UM wohl noch nicht mal ne Nachzahlung, so dass du eine Menge Geld gespart hast. Das ist doch sehr entgegenkommend. Was wäre für dich denn sonst noch "einvernehmlich"?
gordon
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 2417
Registriert: 30.07.2008, 10:09

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon conscience » 22.07.2011, 19:01

Hallo.

@Gordon &. @Addicted

Der Ersteller des Threads hat doch schon geschrieben,
was er will: Publicity.

Nur hier dem Zeitgenossen nicht zu viel Aufmerksamkeit
zu Teil werden lassen.


Gruß
Conscience
--
Wie immer keine Zeit
conscience
Kabelkopfstation
 
Beiträge: 3634
Registriert: 24.12.2007, 11:16

Re: Unseriöse Vorgehensweise

Beitragvon Dringi » 22.07.2011, 19:38

Ich vermute auch mal, dass der nicht wiederkommt...
Höchstwahrscheinlich war das einer dieser "Einfach mal etwas Frust über <Firma des Missfallens hier eintragen> ablassen"-Threads, die er auch so in 20 anderen Foren abgelassen hat.
Bild Bild
Dringi
Glasfaserstrecke
 
Beiträge: 1228
Registriert: 16.01.2010, 22:04

Nächste

Zurück zu Unitymedia allgemein

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 36 Gäste