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Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Neukundenrabatt » 13.01.2011, 03:51

https://events.ccc.de/congress/2010/Fah ... 01.de.html
http://mirror.fem-net.de/CCC/27C3/mp4-h ... vities.mp4

Sehen, verstehen und offline bleiben, wenn man wirklich Angst vor solchen Dingen hat ;) Jeoren hat sehr klar gemacht, dass die Provider nicht nur die lächerliche Zuordnung von IP zu Kunde speichern, sondern komplette Trafficprofile. "Wenn sich Freitags zum Dienstschluss herausstellt, dass in der Woche ein neuer Wurm/Virus im Netz unterwegs war. Dann will der ISP natürlich wissen welche Teile von seinem Netzwerk betroffen waren, bzw. welche Kunden potentiell gefährdet sind." Das dürfte sinngemäß im Vortrag gesagt worden sein, hab ihn live gesehen. Und wer meint, das könne man alles nicht speichern: "Was kostet denn heute eine 1 TB Festplatte?"
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Moses » 13.01.2011, 11:23

Jeder Provider speichert mindestens die Zuordnung Kunde <=> IP, und das auch für einen längeren Zeitraum. Die Vorratsdatenspeicherung oder deren Verbot haben damit nichts zu tun. Diese Zuordnung muss der Provider speichern um die Sicherheit in seinem eigenen Netz halbwegs aufrecht zu halten. Dazu ist er sogar verpflichtet, soweit ich das weiß.

Die Frage ist nur: An wen darf diese Zuordnung wann heraus gegeben werden und wie sehr kümmert sich dein Provider um diese Frage.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon kayoone » 14.01.2011, 09:42

Wenn man wirklich wert darauf legt im Internet keine Spuren zu hinterlassen sollte man den Rechner aus lassen, ganz einfach.
Die IP wird von Seitenbetreibern sicher nicht als einziges Merkmal genutzt um dich zu identifizieren, das sie bei den allermeisten Kunden eben ständig wechselt und man nicht nur für UM Kunden eine andere Implementierung macht :)
Solche Dinge werden mittels Cookies gespeichert, dann kann man die Daten auch unterschiedlichen Nutzern gleicher Anschlüsse zuweisen. Natürlich gibt es Mittel und Wege um das Schreiben von Cookies zu unterbinden, aber 99% der Kunden tun das nicht (ich auch nicht) und daher bleibt es der beste Weg.

Das man Urheberrechtlich-geschützte Inhalte nicht mehr bei P2P Filesharing laden sollte, sollte mittlerweile ja hinlänglich bekannt sein, da hilft im Fall der Fälle auch eine wechselnde IP nicht.

Leute die so extrem paranoid sind machen sich mit den ganzen Maßnahmen imo nur das Leben schwer, man muss sich mal überlegen was da über mich gespeichert wird und welchen Schaden es anrichtet. Personalisierte Werbung ? Kann auch was gutes sein, vielleicht verdient auch der eigene Arbeitgeber durch sowas mehr Geld und kann weiterhin den eigenen Job bezahlen ?
Daten sammeln ist heute überall dabei, ob im Supermarkt oder der Tankstelle mit tollen Treuepunkt Programmen, diversen Karten die man mit sich rumschleppt oder eben im Internet.

Viel eher würde ich ein Augenmerk auf wirklich Sicherheitsrelevante Dinge legen wie starke und wechselnde Passwörter, über VPN in öffentlichen Wlans, WPA2 im eigenen Wlan mit starkem Key etc. Durch sowas kann unmittelbar schwerer Schaden entstehen (zb. Datenklau) und viele die Angst vor Daten-sammelnden Unternehmen haben nutzen auf der anderen Seite eventuell überall das gleiche relativ schwache PW, WEP Verschlüsselung im Wlan oder ähnliches.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Silencer » 17.01.2011, 20:59

Also, ich hab mal diesbezüglich, als das mit der Vorratsdatenspeicherung gekippt wurde, den Provider Alice angeschrieben und bekam folgende Antwort:
...
Die Verkehrsdaten aus Telefongesprächen werden zum Zwecke der Abrechnung mit den Kunden gespeichert. Die abrechnungsrelevanten Daten werden frühestens 8 Wochen, spätestens 6 Monate nach Rechnungsversand gelöscht. IP-Adressen werden unmittelbar nach Ende einer Internet-Sitzung gelöscht, da deren Speicherung für die Abrechnung nicht erforderlich ist.
...

Ob das jetzt so stimmt? Demnach würde also nichts im Sinne der Netzsicherheit oder so gespeichert.

Vielleicht kann jemand, der bei UM Kunde ist, dort auch einfach mal ne Mail hinschreiben.
Schließlich hat man doch ein Recht darauf, zu erfahren ob, bzw. welche Daten von einem gespeichert werden?!
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Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitragvon conscience » 17.01.2011, 22:46

Hallo.

Die gesamte Diskussion geht hier ins Leere, da sie an den technischen Gegebenheiten des BK - Netzes im Zusammenhang mit seinen Besonderheiten vergessen werden. Die Fokussierung auf eine WAN IP in der gesamten Debatte verstellt den Blick auf fundamentalere technische Möglichkeiten Nutzerdaten zu speichern.


Grüße
Conscience
Zuletzt geändert von conscience am 18.01.2011, 00:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Silencer » 17.01.2011, 23:04

Na ja, die Frage stand ja am Anfang mal im Zusammenhang mit gewissen Downloads/Filesharing, wenn ich mich richtig erinnere.
Und da wäre die Frage, wie kann wer vorgehen? Meines Erachtens (aber ich bin da auch nur Laie) wäre da die IP-Adresse schon von entscheidender Bedeutung oder?
D.h., wenn gestern über eine bestimmte IP-Adresse etwas gezogen wurde und das heute aber kein Mensch mehr rekonstruieren kann, ist die betreffende Person doch aus dem Schneider oder?
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Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitragvon conscience » 17.01.2011, 23:59

In der Theorie schon...

Allerdings glaube ich das nicht, dann wäre ja allem Tür und Tor geöffnet :kafffee:
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Re: Wie riskant ist die dynamische IP von Unitymedia?

Beitragvon Silencer » 18.01.2011, 00:51

conscience hat geschrieben:In der Theorie schon...

Allerdings glaube ich das nicht, dann wäre ja allem Tür und Tor geöffnet :kafffee:


Wenn man sich die ganzen explodierenden Filesharing-Angebote so anschaut, dann würde ich fast sagen, ist das auch so!

Aber, was ich noch erwähnen wollte: Wir reden ja hier nicht von der Überwachung einer terroristischen Zelle. Ich weiß nicht, was es da für Möglichkeiten gibt, u.a. der Versuch, einen Trojaner auf dem Zielrechner einzuschleusen.
Es geht um bisher völlig unbescholtene Bürger, die bisher nicht überwacht wurden und im Nachhinein aufgrund irgendwelcher Beweise (welcher, wenn nicht IP-Adresse?) überführt werden sollen, etwas Illegales herunter geladen zu haben.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Matrix110 » 18.01.2011, 18:33

Filesharing "explodiert" nicht mehr, die (formell) legalen Filehoster, deren gesamtes Geschäftsmodell auf Piracy beruht, werden jedoch immer populärer.
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Re: Wie riskant ist die feste IP von Unitymedia?

Beitragvon Silencer » 18.01.2011, 18:39

Ja, sowas meinte ich auch. Oder so Seiten, wie kino.to (um die ich persönlich lieber einen Bogen mache!).
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