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Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon AndyO » 22.12.2010, 20:53

piotr hat geschrieben:
AndyO hat geschrieben:... fehlt wohl die ausreichende Backbone-Anbindung (z.B. Burchköbel, da laufen die 25.000er um 20:00 mit gerade mal 1.000).


Das ist auch wieder nur eine Vermutung Deinerseits.

Denn genau dieses Symptom liegt meist nicht an der Backbone-Anbindung.

Wenn es ueber einen laengeren Zeitraum andauert liegt das meist daran, dass die Anzahl der Modems in den betreffenden Gebieten des Kabelnetzes (Cluster) zu hoch geworden sind und die Cluster aufgeteilt werden muessten (Clustersplit).


Was willst du mir damit sagen? Das UM gar nicht alle Kunden im C/D-Bereich anständig mit IP versorgen kann? An so was negatives hab ich noch gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis. Es handelt sich nämlich tatsächlich um ein T-DSL unterversorgtes Gebiet (1024K bis garnicht) mit folglich hohem UM-IP-Kundenanteil.


piotr hat geschrieben:Seit wann hat UM einen 25000er Anschluss?


Stimmt, war ein 20.000er der neu auch schon nicht mehr angeboten wird. Wenn sich die Bandbreitenangebote willkürlich ändern, kommt man schon mal durcheinander. Aber wichtig ist ja, wie mit den 1000 KBit/s um 20:00 umgegangen werden soll? Normale Netzperformance?

P.S.: IP über Sat ist auch nicht mein Ding. Da gibt's nun mal Latenzen.
MfG
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon piotr » 23.12.2010, 00:32

AndyO hat geschrieben:Was willst du mir damit sagen? Das UM gar nicht alle Kunden im C/D-Bereich anständig mit IP versorgen kann? An so was negatives hab ich noch gar nicht gedacht. Danke für den Hinweis. Es handelt sich nämlich tatsächlich um ein T-DSL unterversorgtes Gebiet (1024K bis garnicht) mit folglich hohem UM-IP-Kundenanteil.


Das hat einfach damit zu tun, dass UM zu viele Kunden zu schnell bekommt.
UM baut auch aus, kommt aber bei dem Kundenwachstum nicht hinterher.
Auch geht ein Ausbau v.a. Clustersplits in vielen Faellen nicht von heute auf morgen.
Manchmal dauert soetwas auch viele Monate.

Aber wichtig ist ja, wie mit den 1000 KBit/s um 20:00 umgegangen werden soll? Normale Netzperformance?

Das ist kein normaler Zustand.
Es deutet auf Engpaesse hin, egal wo diese nun sind.
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon AndyO » 23.12.2010, 10:20

piotr hat geschrieben:Auch geht ein Ausbau v.a. Clustersplits in vielen Faellen nicht von heute auf morgen.
Manchmal dauert soetwas auch viele Monate.


Wo genau sitzt ein Clusterspliter? Das Netz ist in der C/D-Ebene ja baumförmig aufgebaut. Ich lese im Zusammenhang von Clustersplitern immer was von Glasfaser (Fibermode). Wie kommt die Glasfaser zum aus Kundensicht ersten Clustersplitter?
MfG
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon piotr » 23.12.2010, 10:37

Ein Clustersplit ist kein Bauteil. Das heisst in einfachen Worten, dass das Kabelnetz weiter aufgeteilt wird -d.h. die erwaehnte Baumstruktur veraendert wird- und aus einem Cluster weitere Cluster entstehen um die Anzahl der Modems pro Cluster zu reduzieren.
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon AndyO » 23.12.2010, 11:09

piotr hat geschrieben:Ein Clustersplit ist kein Bauteil. Das heisst in einfachen Worten, dass das Kabelnetz weiter aufgeteilt wird -d.h. die erwaehnte Baumstruktur veraendert wird- und aus einem Cluster weitere Cluster entstehen um die Anzahl der Modems pro Cluster zu reduzieren.


Gut, das Koax geht vom HÜP in der Straße, geht zum Straßen"unter"abzweiger von da entlang der Straße zur Kreuzung/Einmündung und dann über einen Abzweiger an das "Längs"koax. An dem "Längs"koax hängen auf dem Land geschätzte 50-200 Haushalte. Das "Längs"koax könnte an einen Kasten gehen oder einer unerirdischen Verstärker haben. Wo genau wird die Infrastruktur nun geändert ?
MfG
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon piotr » 23.12.2010, 11:33

Es gibt viele solcher Verstaerkerpunkte im HFC-Netz (Hybrid Fiber Coax), die dann wiederum an einem Fibernode mit der Glasfaserzufuehrung zur Kopfstelle (CMTS) angebunden sind. Die CMTS hat dann die Backbone-Anbindung.
Im Prinzip wird mit einem Clustersplit die Glasfaserzufuehrung (Fibernode) des betreffenden Gebietes mehr in Richtung User verschoben, meist in Form dass einer oder mehrere der vorhandenen Verstaerkerpunkte eines Fibernodes zu weiteren Fibernodes aufgeruestet werden. Damit entstehen dann mehrere, kleinere Cluster.
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon mischobo » 23.12.2010, 11:58

AndyO hat geschrieben:[...]
Dennoch ist die Sat-Verbreitung kosteneffizienter, da im Download auf der Erde alles in Kundenverantwortung ist. Dadurch braucht man nur einen Bruchteil des Personals, keine Bagger um die Straße aufzureißen, etc..
[...]

... ein Satellit hat aber auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Ein neuer Satellit inkl. Transport in den Orbit ist nicht gerade billig und kostet mehr als Unitymedia jährlich in die Modernisierung des alten Telekom-Kabelnetzes investiert hatte.
Der Netzausbau ist weitestgehenst abgeschlossen. Zum 30.09.2010 hingen 93% der anschliessbaren Haushalte an modernisierten Kabelnetzen.

Bei der Positionierung eines neuen Satelliten ist auch mit nicht unerheblichen Risiken verbunden. So passiert es hin und wieder auch mal, dass die Trägerrakte ihr Ziel nicht erreicht und der Satellit verloren ist. Siehe z.B Astra 1K, der letztendlich in den Pazifik gestürzt ist. Nicht auszudenken, wenn ein Satellit über Land abstürzt, wie das z.B. bei der Raumstation Skylab passiert. Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt oder getötet. Nicht vorzustellen, wenn dabei ein Satellit über einer Großstadt wie Köln oder Frankfurt abstürzt.

Auch technische Probleme bei der Positionierung eines neuen Satelliten können schonmal den Verlust eines Satelliten bedeuten. Einen Ersatzsatelliten zu bauen, dauert seine Zeit. Der Ersatzsatellit für Astra 1K, Astra 1KR, wurde erst 4 Jahre später in den Orbit befördert.
Auch kann es passieren, dass die Lebensdauer den vorgesehen Zeitraum unterschreitet. Das war z.B. bei Astra 5A der Fall.

Mit zunehmenden Alter eines Satelliten werden auch die verfügbaren Bandbreiten weniger. Auf z.B. Astra 1H, sind statt der ursprünglichen 30 Transponder nur noch 15 aktiv. Astra 1H soll in 2011 durch Astra 1N ersetzt werden.

Satelliten-TV ist außerdem eine Verschwendung von wertvollen Rohstoffen, denn wenn ein Satellit ausgedient hat, verbleibt er als Weltraumschrott im Orbit. Im Kabel können dagegen alle Kompenten in in irgendeiner Form recycled werden.
Im Orbit sammelt sich mit der Zeit mehr und mehr Weltraumschrott an. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis auch mal ein Astra-Satellit von Weltraumschrott getroffen wird und nicht mehr funktioniert. Daneben gibt es auch andere Objekte im All die einen Satelliten unbrauchbar machen können. Das müssen noch nicht mal große Obejekte sein. Dazu reichen schon Objekte mit einem Durchmesser von nur 1cm ...


Im Gegensatz zu Unitymedia leistet Astra keinen Endkunden-Support. Unitymedia beschäftigt allein im Kundenservicecenter in Bochum etwa 500 Angestellte, die bezahlt werden wollen. Daneben gibt es für die hessischen Unitymedia-Kunden noch das Kundenservuicecenter in Marburg, wo natürlich auch noch Leute arbeiten, die bezahlt werden wollen.
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon AndyO » 23.12.2010, 16:01

piotr hat geschrieben:Es gibt viele solcher Verstaerkerpunkte im HFC-Netz (Hybrid Fiber Coax), die dann wiederum an einem Fibernode mit der Glasfaserzufuehrung zur Kopfstelle (CMTS) angebunden sind. Die CMTS hat dann die Backbone-Anbindung.
Im Prinzip wird mit einem Clustersplit die Glasfaserzufuehrung (Fibernode) des betreffenden Gebietes mehr in Richtung User verschoben, meist in Form dass einer oder mehrere der vorhandenen Verstaerkerpunkte eines Fibernodes zu weiteren Fibernodes aufgeruestet werden. Damit entstehen dann mehrere, kleinere Cluster.


:super: Super Erklärung! Da in meinem Ort (5Km von der BK-Kopfstation in Limburg entfernt) noch gar nix an Glas liegt, scheiterts, wie auch bei der Telekom schon daran, dass keiner als Erster das Glas vebudeln will.
MfG
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon AndyO » 23.12.2010, 16:10

mischobo hat geschrieben:
AndyO hat geschrieben:[...]
Dennoch ist die Sat-Verbreitung kosteneffizienter, da im Download auf der Erde alles in Kundenverantwortung ist. Dadurch braucht man nur einen Bruchteil des Personals, keine Bagger um die Straße aufzureißen, etc..
[...]

... ein Satellit hat aber auch nur eine begrenzte Lebensdauer. Ein neuer Satellit inkl. Transport in den Orbit ist nicht gerade billig und kostet mehr als Unitymedia jährlich in die Modernisierung des alten Telekom-Kabelnetzes investiert hatte.
Der Netzausbau ist weitestgehenst abgeschlossen. Zum 30.09.2010 hingen 93% der anschliessbaren Haushalte an modernisierten Kabelnetzen.


Nur Aufgrund der Tatsache, das Arena 5 EUR Sat-Bereitstellungs-Gebühr für BuLi gezogen hat, folge ich deiner Darstellung nicht. Arena und Eutelsat sind selbstfinanzierte private Unternehmen. Rekatenstarts sind in der Regel versichert. Die Kabelunternehmen sind von ihrer Finanzstruktur her marode bis zum geht nicht mehr und wären auch kurzfristig substituierbar.
Ich kann dir auch versichern, dass das Kabel häufiger gestört ist, wie der Satellit. Zumal die Kopfstationen ihre Programm überwiegend vom Sat beziehen. Nur braucht man bei einer Massenstörung da nicht anzurufen, weil man dann nicht durchkommt....
Zur Verfügbarkeit: Ersatztransponder werden beim Sat in Minuten geschaltet. Von solchen Reaktionszeiten kann das Kabel im C/D-Segment nur träumen.
MfG
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Re: Was passiert am 30 April 2012 bei UM ?

Beitragvon mischobo » 23.12.2010, 16:58

... was hat denn arena mit dem Thema zu tun ?

Afaik versichert Astra die Beförderung von Satelliten ins All nicht, weil die Kosten dafür zu hoch Sinn. Es ist preiswerter in seltenen Fällen mal einen Sat zu verlieren, als jeden Satelliten zu versichern.

Und natürlich gibt es auch Backup-Kapazitäten, auf die kurzzfristig umgeschaltet werden kann. Aber derzeit hat Astra wohl nicht mehr allzuviele Reserven. Aber wenn nächstes Jahr Astra 1N mit 50 Ku-Band-Transponder in Betrieb genommen wird, sieht es wieder gut aus.

BTT: meine Nachbarn und ich haben heute Post von Unitymedia erhalten. Demnach können wir Digital TV BASIC ohne monatliche Zusatzkosten nutzen. Receiver und Smartcard kann jeder telefonisch bei Unitymedia anfordern. Es wird lediglich ein Aktivierungsentgelt i.H.v. 19,95 € berechnet.
Da werde ich mal gleich eine zusätzliche Smartcard mit Receiver besorgen :love:
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