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Sonderbare Werbemethoden

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon qnetz » 09.07.2010, 13:46

Zur Erklärung vorab:
Ich bin weder Kunde von Unitymedia noch war ich es jemals und werde es nach dem, was ich erlebt habe, wohl auch nie werden. Ich fühle mich mit Internet und Telefon von Netcologne gut bedient und zum Fernsehen reicht mir DVBT voll aus. Ich wohne in einer Mietwohnung ohne TV-Kabelanschluss. Es gibt zwar im gleichen Haus 2 Wohnungen, deren Mieter Kunde bei Unitymedia sind, diese sind aber deutlich erkennbar über Aufputz-Verkabelung, die einzeln auf der Rückseite des Hauses hochgeführt und durch das Treppenhaus in diese Wohnungen geht, angeschlossen. Es handelt sich eindeutig nicht um einen Anschluss des gesamten Hauses, sondern nur um Einzelverträge.

Ich habe also persönlich nichts mit Unitymedia zu tun.

Nun fand ich zunächst eine Karte in meinem Briefkasten vor, auf der von Hand geschrieben mein Nachname stand und in der mir angekündigt wurde:
"leider haben wir sie nicht persönlich angetroffen ..."
"Unser Mitarbeiter bittet dringend um Rückruf"
"Da bisher kein Termin ... zustande kam, werden (dieses Wort wurde von Hand über die durchgestrichenen Worte müssen wir heute geschrieben) Ihren Kabelanschluss stilllegen"

Gut, dachte ich, damit habe ich nichts zu tun. Deshalb ignorierte ich die Karte. Könnte ja jeder kommen ...

Nun kommt aber ein Schreiben (ebenfalls ohne Umschlag in den Briefkasten geworfen und handschriftlich mit meinem Nachnamen versehen), in dem mir mit einer Anzeige nach § 265a StGB (Erschleichen von Leistungen) und § 263 (Betrug) gedroht wird, weil ich "keinen Antrag auf Anmeldung eines Kabelanschlusses" gestellt habe. Das Schreiben ist auf offiziellem Briefpapier von Unitymedia mit allen für einen Geschäftsbrief üblichen Angaben. Deshalb ist es mir auch egal, ob es ein Angestellter oder eine Beauftragte Firma ausgefüllt hat. Es ist für mich ein Schreiben der Unitymedia.

Nun könnte man sagen, dass es bestimmt ein Irrtum ist, der mit einem Anruf schnell geklärt ist. Leider bin ich aber nicht alleine betroffen, sondern mehrere Nachbarn in der gleichen Straße werden auf gleiche Art und Weise bedroht. Es geht mir also nicht nur darum, dass ich nicht belästigt werde, sondern dass allgemein diese Bedrohungen unterlassen werden.

Nun meine Frage: Gibt es bei Unitymedia eine Stelle (Postanschrift oder Fax), bei der man sich wirksam über solche Methoden der Mitarbeiter beschweren kann?

Es kann doch nicht sein, dass eine Firma dieser Größe solche Methoden duldet. Ich möchte zunächst den direkten Weg gehen, bevor ich selbst Anzeige erstatte oder mich an andere Stellen wende.

PS: Die ganze Geschichte gab es in ähnlicher Form (aber mit zusätzlichem Telefonterror) schon einmal, als die Firma sich hier noch ish nannte. Es war in der gleichen Wohnung und ging so weit, dass ich einem Mitarbeiter persönlich die Verkabelung zeigte. Nach weiteren belästigenden Anrufen habe ich dann erwirkt, dass meine Daten bei ish gelöscht wurden.
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon addicted » 09.07.2010, 16:29

Normalerweise versuchen diese Menschen, die Provisionen für neu abgeschlossene Verträge zu erzielen. Findet sich bei diesen Zetteln ein Name, eine Telefonnummer, oder irgendetwas anderes, was auf den Provisionshascher rückschließen läßt?

Wenn Du wirklich den Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen willst, solltest Du versuchen, bei einem Besuch dieses Menschen eine Visitenkarte zu ergattern, z.B. könntest Du dich für HDTV interessieren, und ihn wissen lassen, dass Du zu einem späteren Zeitpunkt gerne einen Vertrag abschließen würdest. Dann kannst Du
1) von jedem bereits abgeschlossenen Vertrag zurücktreten und
2) Strafanzeige wegen Nötigung, Betrug oder irgendsowas gegen diesen Menschen stellen

Parallel würde ich UM informieren und den Ausschluß dieses Menschen von den Provisionszahlungen fordern. Ich hab keine Ahnung, an wen man sich genau wenden kann, aber Du kannst ja einfach mal im Head Office anrufen oder dorthin schreiben:

Unitymedia Group
Head Office
Aachender Straße 746-750
50933 Köln

+49-221-37792-0
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon albatros » 09.07.2010, 17:31

qnetz hat geschrieben:
Nun kommt aber ein Schreiben (ebenfalls ohne Umschlag in den Briefkasten geworfen und handschriftlich mit meinem Nachnamen versehen), in dem mir mit einer Anzeige nach § 265a StGB (Erschleichen von Leistungen) und § 263 (Betrug) gedroht wird, weil ich "keinen Antrag auf Anmeldung eines Kabelanschlusses" gestellt habe. Das Schreiben ist auf offiziellem Briefpapier von Unitymedia mit allen für einen Geschäftsbrief üblichen Angaben. Deshalb ist es mir auch egal, ob es ein Angestellter oder eine Beauftragte Firma ausgefüllt hat. Es ist für mich ein Schreiben der Unitymedia.

Nun könnte man sagen, dass es bestimmt ein Irrtum ist, der mit einem Anruf schnell geklärt ist. Leider bin ich aber nicht alleine betroffen, sondern mehrere Nachbarn in der gleichen Straße werden auf gleiche Art und Weise bedroht. Es geht mir also nicht nur darum, dass ich nicht belästigt werde, sondern dass allgemein diese Bedrohungen unterlassen werden.

Nun meine Frage: Gibt es bei Unitymedia eine Stelle (Postanschrift oder Fax), bei der man sich wirksam über solche Methoden der Mitarbeiter beschweren kann?

Prinzipiell kannst Du die Angelegenheit aussitzen - höchstwahrscheinlich sind es nur leere Drohungen, aber: wenn Du Stress vermeiden willst, Einschreiben an UM mit der Mitteillung, dass Du keinen Kabelanschluss hast und keine Leistungen von UM beziehst.
Weitergehend: Klären, ob die Schreiben schon den Tatbestand der Nötigung erfüllen und lokale Presse informieren. ( Besonders wenn mehrere Nachbarn bedroht werden.)
Oder Dein Anliegen per twitter kommunizieren. Dort scheint die Pressestelle von UM aktiv zu sein, die sollten an negativer Presse kein Interesse haben: http://www.unitymediaforum.de/viewtopic.php?f=10&t=12231
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon qnetz » 09.07.2010, 19:54

Zunächst besten Dank für die Tipps, ich hatte garnicht erwartet in diesem Forum auf ein kritisches Posting konstruktive Antworten zu bekommen.

addicted hat geschrieben:Normalerweise versuchen diese Menschen, die Provisionen für neu abgeschlossene Verträge zu erzielen. Findet sich bei diesen Zetteln ein Name, eine Telefonnummer, oder irgendetwas anderes, was auf den Provisionshascher rückschließen läßt?


Natürlich standen Name und Handynummer in Rot sowohl auf der Karte als auch auf dem Schreiben. Die Handynummer ist aus dem O2-Netz (0176), der Anfang des Names ist Martin B., ansonsten gibt es keine Kontaktmöglichkeit (keine Anschrift, kein Festnetztelefon, keine E-Mail). Mehr möchte ich in einem öffentlichen Forum nicht zur Person des "Besuchers" posten, um mich nicht selbst angreifbar zu machen. Google bringt weder beim Namen noch bei der Telefonnummer etwas brauchbares hervor.
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon Matrix110 » 09.07.2010, 20:35

Ich würde das durch ignorieren bis der vors Gericht geht was er eh nicht macht, da er dann selbst zahlen darf. :P
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon ernstdo » 09.07.2010, 20:36

Wäre ich in dieser Situation, natürlich vorausgesetzt das ich wirklich keine Kabel TV Anschlussmöglichkeit in meiner Wohnung habe, würde ich das Geld für einen Anruf auf seinem Handy investieren und Ihm unmissverständlich klar machen, ohne eine Diskussion aufkommen zu lassen, dass wenn er mich weiterhin belästigen würde es für Ihn Konsequenzen hätte, gerade wenn ich Ihn persönlich im oder am Haus erwischen würde :D
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon FrankDN » 09.07.2010, 21:04

Warum machst Du dir so unnötigen Stress wegen so eines Schreibens ?

Wir haben bei uns im Treppenhaus unten im Eingangsflur einen Karton installiert, in dem wir allen Papierkram schmeissen, der in den Briefkästen liegt, und Werbung ist etc. Dort würden auch solche Drohschreiben landen, das sollte auch Dich absolut kalt lassen.

Wenn Du keine Leistung beziehst, dann bist Du doch fein raus..

Ignorier' es einfach.
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon addicted » 10.07.2010, 03:23

qnetz hat geschrieben:Natürlich standen Name und Handynummer in Rot sowohl auf der Karte als auch auf dem Schreiben.

Ja, das ist doch perfekt.

1) Unitymedia selbst würde Dich an eine 0180-Nummer verweisen, nicht an irgendein Handy einer einzelnen Person. Es handelt sich also in der Tat um einen Provisionshascher.
2) Mit Name und Handynummer zusammen mit Deinem Wohngebiet (Postleitzahl, etc.) sollte UM schnell in der Lage sein, den Typen ausfindig zu machen. Ob sie Dir seine Adresse geben oder nicht, ist dabei ja nichtmal wichtig, solange er keine Provision mehr erhält :)

Wenn Du es mal wirklich durchziehen willst - auch wenn die anderen hier die Zeit nicht investieren würden - schlage ich vor, Strafanzeige gegen den Mann zu stellen, idealerweise natürlich unter Nennung weiterer "angeschriebener" Personen/Nachbarn. Wer weiß, vielleicht schließt sich UM ja zivilrechtlich an und fordert daraufhin Rückzahlung der Provisionen und Schadensersatz für die ungültigen Verträge :)
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Re: Sonderbare Werbemethoden

Beitragvon kju » 14.07.2010, 11:08

Interessant. Die selbe Person ist gestern bei uns aufgeschlagen und hat sich ziemlich unmöglich verhalten, siehe meine Schilderung hier: viewtopic.php?f=10&t=12332#p120037

Da hat wohl die Erziehung versagt. Am tollsten finde ich, daß dieser Typ dann stattdessen anderen vorwirft, sich unmöglich zu verhalten. Selbstreflektion = Null.
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