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Satellit statt Kabel - ein Fehler?

In dieses Forum kommen Themen über Unitymedia hinein, die nicht in andere Foren passen.

Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon nicknick » 10.06.2010, 21:33

Hallo,
wusste bis vorhin gar nicht, dass es ein eigenes Forum für unseren Kabelnetzanbieter gibt, und dass hier soooo viele Informationen ausgetauscht werden.

Ich bin Eigentümer in einer relativ großen WEG (ca. 60 Einheiten). Nun habe ich die Einladung zur Eigentümerversammlung bekommen, auf der folgendes beschlossen werden soll:

Der Kabelanschluss-Vertrag mit Unitymedia soll zum nächsten Termin gekündigt werden. Stattdessen soll eine Satellitenanlage angeschafft werden. Damit sich niemand einen neuen Fernseher kaufen muss oder eine Box, soll das Satelliten-Signal als analoges Signal in die bestehende Hausverkabelung eingespeist werden.
Die Kosten für die Sat-Anlage betragen ca. 20.000 EUR, nach drei Jahren ohne Unitymedia-Vertrag hätten wir die Kosten demnach wieder raus.

Auf den ersten Blick natürlich super, nach drei Jahren umsonst fernsehen, und wegen Abschaltung des Analog-Signals muss ich mir keine Gedanken machen.
Jetzt bin ich aber dabei, mir über die Nachteile Gedanken zu machen.

  • Erstens wollte ich in der nächsten Woche sowieso einen neuen Fernseher kaufen, der einen eingebauten DVB-C/S/T-Tuner hat.
  • Auch wird Unitymedia als Internetprovider immer interessanter, mittlerweile 32.000kbs für nur 20 EUR
  • Satellit hat von haus aus vieeel mehr Sender, bei UM müsste ich ja das digitale Paket buchen (was ist eigentlich, wenn es kein analog mehr gibt? muss dann jeder 3,90 EUR extra zahlen???)
  • Was sonst macht das Kabel besser als Satellit? Kann ich bei Unitymedia umsonst HD-Programme empfangen? Oder auch nur gegen Gebühr? Ist ja ganz schön undurchsichtig mit dieser HD-Box für 5 EUR, wie hier schon geschrieben wurde, braucht man die doch gar nicht?

Naja, ich bin mir selbst nicht ganz sicher, was jetzt besser ist. Eine einzige Gegenstimme reicht, um das ganze Vorhaben scheitern zu lassen. Aber wenn das Kabel weg ist, ist es weg und wird wohl so schnell nicht wieder kommen. Könnte die Hausverwaltung evt. mit UM etwas aushandeln, um die Kosten zu senken und vertraglich vereinbaren, das analoge Signal noch länger auszustrahlen?

Ich hoffe, ihr könnt meine Willensbildung positiv beeinflussen. :)
nicknick
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon HariBo » 10.06.2010, 21:52

Tjaaaaa ..

ein heikeles Thema.

Also für 20000 € als Voraussetzung der Sat Anlage würde man die üblichen Sender,so ca 15-20 analog mittels Kopfstation mit Umwandler als wahrscheinlich ansehen müssen, viel mehr ist da nicht drin.
Was soll mit digitalem Empfang passieren?
HD ist natürlich ohne digital auch nicht möglich.
Internet und Telefon ohne Anbindung an das Kabelnetz natürlich auch nicht.

Ein höherer Aufwand der Sat Anlage kann das kompensieren, teilweise im Bereich des TV, allerdings nicht in Bezug auf Internet und Telefon.

Eine Einladung des zuständigen Kundenmanagers zu der ETG Versammlung wäre meiner Meinung nach das sinnvollste.
HariBo
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon Porky1 » 10.06.2010, 22:25

Tja.Schwierig die Sache.Also wenn man Um behalten will kann ja schnelles Internet haben.
bis zu 128 Mbit.Ansonsten bis 32 Mbit.(Wenn 3 Play verfügbar ist) dort bei euch)Ich weis ja nicht was sonst maximal dort über T-Com und co anbieten.
Das sollte man vor Augen halten.Super schnelles Internet oder TV über Sat.In den 80 er Jahre wäre die Entscheidung auf Sat für mich gefallen.2010 für mich UM.
Und HD ist auch über Sat nicht kostenlos.Siehe RTL und Co.Auch Sky.Vielleicht ist es ja möglich nur 2 Play bekommen.Internet und Telefon.TV ein Sperrfilter setzen.
Weis natürlich nicht ob das möglich ist.

Mfg Porky1
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon Riplex » 11.06.2010, 01:53

Falls VDSL möglich ist würde ich ganz klar SAT bevorzugen. Wenn aber nichts anderes schnelles an Breitbandinternet verfügbar wäre,
würde ich auf Kabel setzen.
Das Team kann leider keine Support-Anfragen per PN oder Mail beantworten. Solche Nachrichten werden von uns kommentarlos gelöscht!
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon Radiot » 11.06.2010, 02:27

Hi,
wenn wir mal von 30 analogen Kanälen ausgehen und zzgl. ca. 250 digitalen Kanälen die von QPSK auf Pal bzw. Qam umgesetzt werden sollen, damit es in der TV- Versorgung nicht hapert, kostet die Kopfstation ein wenig mehr als 20000 Taler,

Es ist ja auch nicht nur der Umsetzer, sondern du brauchst auch die Empfangsanlagen, mit 15- 20 analogen Sendern geben sich selbst Rentner nicht ab wenn da z.B. Mdr fehlt.

Ich betreue 2 Wohnobjekte mit Umsetzanlagen, die Mieter heulen mir immer einen vor warum kein Eins Extra, kein BR alpha...
Nun gut, öffentlicher Wohnungsbau...

Bei 60 WE würd ich für ne komplette Anlage, Leerrohre vorrausgesetzt ohne die Anlage gesehen zu haben 50000 - 60000 veranschlagen, alles raus, alles neu, und Ruhe.

Gruss.
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon Vollmilchtrinker » 11.06.2010, 10:55

Moin.

60 Teilnehmer und dann ohne sternförmige Verteilung eines digitalen SAT-Signales? Nein, dann Finger weg davon, wenn nicht mehr investiert werden soll. Dann lieber Kabelanschluss von UM behalten und in Einzelfällen den Mietern separaten SAT-Empfang genehmigen.
Gruß vom Vollmitri (Vollmichtrinker) alias Ganter Ingo™

Echte ISDN-Telefonie mit der Telekom - VDSL 50 mit der Telekom - Mediareceiver 303 - UM Digital Highlights mit Festplattenreceiver Echostar HD 601 - FritzBox 7390 - Sipgate, Blue Sip, Axxesso, alle Prepaid, so nebenbei
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon nicknick » 11.06.2010, 11:15

Hi,
vielen Dank schonmal für die hilfreichen Antworten. Dadurch kenne ich jetzt den Fachbegriff "Kanalaufbereitung" und konnte etwas danach googeln. Die HV selbst schreibt, dass sie erst auf der Eigentümerversammlung, auf der das ganze ja beschlossen werden soll, weitere Informationen gibt.

Ich habe jetzt gelesen, dass es Blödsinn ist von digital nach PAL zu wandeln ("Die Re-Analogisierung digitaler Signale ist perverser Quatsch"). Hier wohnen halt überwiegend "ältere" Menschen, die keinen neuen Fernseher kaufen wollen oder Digital-Receiver.

Weiter weiß ich jetzt, dass die Kanalaufbereitung so funktioniert, dass für jeden Sender ein eigener Receiver irgendwo aufgestellt werden muss (Kopfstation?). Die gesamte Anzahl an einspeisbaren Kanälen ist begrenzt, je mehr analoge Kanäle geschaltet werden, desto weniger digitale Sender werden zu empfangen sein (also Preisfrage -> größere Kopfstation mit mehr Receivern in der Kassette?)

VDSL ist hier nicht möglich. UM mein Provider der Wahl, momentan bin ich noch bei Alice. In diesem Sinne ist meine Entscheidung schon gegen die SAT-Anlage, fürs Kabel gefallen.

Könnt ihr mir vielleicht noch ein paar technische Argumente geben? Möchte die Entscheidung natürlich begründen können, damit die anderen es auch einsehen.

Zum Beispiel Vollmilchtrinker: Wir haben hier drei Eingänge, also je 20 Wohnungen. Soweit ich weiß, ist es eben keine Sternverkabelung. Was spricht in unserem Fall technisch gegen das digitale Sat-Signal?

@chaosschiffer: ich werde die HV mal anrufen, und nachfragen, wieviele Sender und vor allem welche, eingespeist werden sollen.
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon std » 11.06.2010, 14:53

Hi

Re-Analogisierung jetzt wo alles auf Digital umstellt und HDTV sich langsam verbreitet?

Gaaaaaanz großer Quatsch!!!!

Entweder ne digitale Anlage oder beim Kabel bleiben.
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon Matrix110 » 11.06.2010, 15:04

Da braucht man keine großartigen Technischen Argumente... das ganze ist einfach nur Unsinn....
Wenn man auf Sat wechseln möchte dann richtig(also dass man auch alles digital per Receiver empfangen kann) und nicht so ne Grundversorgungsnummer die absolut Unsinnig ist und NUR rausgeschmissenes Geld ist.
Selbst wenn die Mitbewohner ältere Leute sind macht es keinen Sinn, alte Leute sind ja auch irgendwann einmal weg und in spätestens 5-10Jahren geht auch der Röhrenfernseher kaputt und bis dahin hat eh jeder LCD/Plasma alle Digital Tuner drinne...außerdem sind 20.000€ sind ja schon ne Stange Geld, da sollte das ganze ja wenigstens einmal zukunftsorientiert gebaut werden und nicht schon beim Aufbau veraltet sein...


Was bei einer solchen Reanalogisierung direkt flöten geht:
ARD HD
ZDF HD
Arte HD
Servus TV HD
Anixe HD
Pro7 HD (innerhalb von HD+)
Sat1 HD(innerhalb von HD+)
Kabel1 HD (innerhalb von HD+)
RTL HD (innerhalb von HD+)
Vox HD (innerhalb von HD+)
Die 7 Sky HD Channels (mit Sky Abo)
und ca. ~200-600 anderweitige SD Kanäle aus allen möglichen nahliegenden Ländern (insbesondere für die ausländischen Mitbürger oft sehr wichtig)

Und allein schon weil VDSL nicht möglich ist ist es Unsinnig den Leuten die einzig finanzierbare Möglichkeit zu nehmen an schnelles Internet zu kommen.
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Re: Satellit statt Kabel - ein Fehler?

Beitragvon gordon » 11.06.2010, 16:55

Nicht zu vergessen, dass, falls in der Anlage schon Internet-Kunden bei Unity sind, diese alle gekündigt werden und man sich deren Ärger auch noch zuziehen würde.
Hier wird eigentlich ohne Not eine rückwärtsgewandte Art der Übertragung vorgeschlagen - denn Kabel bietet in dem Falle ja nicht nur Kosten, sondern auch Mehrwerte. Und auch Opa Müller möchte, wenn er sich irgendwann nen >40"-Fernseher kauft, da vernünftige Qualität haben. Ich bin ja dafür, dass man ältere Menschen nicht zwingt, jegliche neue Technologie mitzunutzen, die sie nicht wollen. Aber so ein Vorschlag würde das Ganze ad absurdum führen.

Vielleicht ladet ihr wirklich mal einen Unity-Vertreter ein. Da gibt es vielleicht auch noch interessante Angebote wie den digitalen Multimediaanschluss, der auch für jede Wohnung eine Smartcard und einen Receiver beinhaltet, dazu einen Basis-Internetzugang und eine Modernisierung der Hausverteilung. Einfach mal nachfragen.
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