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technische Frage wegen Antennendose

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Re: technische Frage wegen Antennendose

Beitragvon Bugsbennyy » 02.03.2010, 11:22

Okay, bleibt die Frage, was für eine Dose muss ich besorgen und worauf muss ich bei der Installation achten bzw. wie schließe ich diese an?!?
Bugsbennyy
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Re: technische Frage wegen Antennendose

Beitragvon koax » 02.03.2010, 13:03

Bugsbennyy hat geschrieben:Okay, bleibt die Frage, was für eine Dose muss ich besorgen und worauf muss ich bei der Installation achten bzw. wie schließe ich diese an?!?

Die Frage ist schwer zu beantworten.
Wenn die Anlage korrekt aufgebaut ist, haben die Dosen in ihrer Reihenfolge absteigende Anschlussdämpfungswerte und damit ansteigende Durchgangsdämpfungswerte. Damit wird gewährleistet, dass Pegelverluste durch Dosen und Kabel aufgefangen werden.

Beispiel:
1. Dose: 15 dB Anschlussdämpfung, 1,5 dB Durchgangsdämpfung
2. Dose: 12 db Anschlussdämpfung, 3 db Durchgangsdämpfung
3. Dose: 10 dB Anschlussdämpfung, 4 db Durchgangsdämpfung

Was Du brauchst ist also eine Multimedia-BK-Durchgangsdose, die sich dieser Struktur anpasst. Im Prinzip wäre es also ganz einfach, wenn Du Dir die Werte der vorhandenen Dose anschaust und die in den Werten passende MM-Dose installierst. Dann sollte sich im wesentlichen nichts ändern.

Leider sind aber Installationen nicht immer so vorschriftsmäßig aufgebaut, weil sie oftmals von Laien zurechtgeschustert wurden oder "Fachleuten", die auch nicht so viel Ahnung haben. Wenn nun der UM Techniker kommt, sieht er es meistens als seine Hauptaufgabe an, die neu installierte MM-Dose nach den Vorgaben von UM lauffähig zu bekommen. Dabei kümmert er sich (nach meiner Erfahrung) recht wenig um die übrigen Dosen, die auch noch im Betrieb sind.
Fazit: Du kannst Dir nicht sicher sein, dass beim Austausch einer wertegleichen Dose durch eine MM-Dose korrekte Modemwerte an dieser Dose gewährleistet sind. Du kannst Dir auch nicht sicher sein, dass der UM-Techniker beim Einbau der MM-Dose ein diesem o.a. Schema entsprechendes Modell gewählt hat.

Einfach beantwortet sich die Frage in Deinem Fall wie folgt:
Du holst die infrage kommende Dose aus der Wand, schaust was drauf steht, identifizierst die Dose mit ihren Werten, kaufst eine BK-Durchgangsdose mit annähernd gleichen Werten und ersetzt die vorhandene. Das Signal wird durchgeschleift, also an einem Ende der Dose rein, am anderen Ende raus. Die letzte Dose erhält einen Abschlusswiderstand, aber den dürfte die bereits installierte MM-Dose ja als letzte Dose haben.

Komplizierter betrachtet kann Dir passieren:
Die zu ersetzende Dose hat bereits jetzt die falschen Werte und dies macht sich negativ bei den Modemwerten bemerkbar.

Pragmatisch betrachtet:
Verfahre nach dem Schema "Einfach" und schau Dir die Modemwerte an dieser Dose an. Wenn sie nicht in Ordnung sind, kannst Du immer noch einen Techniker bestellen. Die Investition kostet Dich dann je nach Dosenmodell 8-15 Euro. Wenn die Modemwerte nicht schon jetzt ohnehin im Grenzbereich liegen, hast Du auch meistens genug Toleranz um kleinere Werteverschiebungen zu verkraften.
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