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Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

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Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon captfrag » 27.01.2010, 12:16

Hallo zusammen!

Zunächst mal vielen Dank für das informative Forum hier.
Ich habe seit wenigen Tagen einen 3play Zugang von Unitymedia. Ab nächste Woche ziehe ich auch in die neue Wohnung und überlege aktuell wie ich die vom Techniker installierte Dose am besten verlege oder aber eine weitere dahintersetze.

Der Wohnraum ist recht lang, ca. 6m. Die Dose sitz aktuell an der falschen Raumseite, so müsste ich die 3 Koax für TV, Radio und Daten die komplette Wand lang legen und gleichzeitig 2x Lautsprecherkabel für Sourround hinten ebenfalls dort entlang führen.Das passt nicht mal in 2 Kabelkanäle....

Lieber wäre mir eine Verlegung der Dose oder das setzen einer weiteren. Der Techniker von Connecting Cable hat zur Vorbereitung eine Durchgangsdose gesetzt und diese mit einem Abschlußwiderstand versehen. Das Signal ist wohl stark genug, die weitere Dose zu befeuern. Der Techniker hatte nur keinen Kabelkanal und nicht ausreichend Kabel mehr dabei und hätte es zudem gesondert abrechnen müssen.

Aktuell fehlt mir der Plan, welche Dose wann eingesetzt wird. Kann ich eine weitere Durchgangsdose an die andere Raumseite legen und den Endwiderstand dann dort einsetzen?

Wo bekomme ich ein passende Dose, bzw. welche benötige ich? Hab viele gefunden, die Frage ist welche Dämpfung, welcher Frequenzbereich mindestens usw.

Danke schonmal für eure Gedanken.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon Ary » 27.01.2010, 17:04

Selber sollte man da die Finger von lassen, da die Dose passend zum Pegelwert auf dem Kabel passen muss. Als Laie geht sowas allerdings nicht.
Du kannst natürlich bei connecting cable anrufen und dir einen Techniker bestellen, der dir die Dose verlegt, bzw an deinem Wunschort eine weitere installiert (sollte kein Problem sein, da ja eine Durcjgangsdose mit Abschlusswiderstand installiert worden ist)
Allerdings ist diese ganze Sache kostenpflichtig. Kosten werden anfallen für das Material und die Arbeitszeit. Zudem solltest du eine schriftliche Einverständniserlaubnis deines Vermieters haben für die Verlegung haben. Die Kosten musst du nicht direkt beim Techniker bezahlen. Du füllst ein Kundendatenblatt aus und bekomst dann innerhalb von 7 Werktagen eine REchnung zugestellt.

Die Kosten sollten bei ca 10m Kabelverlegung inkls Dose und Material bei insgesamt 100-110€ liegen.
Die Verlegung kann auch ohne Kanal gemacht werden, wenn der Kunde es ausdrücklich wünscht. Dann werden Dübelschlaufen verwendet. (So mach ich es zumindest)

Ich hoffe ich konnte dir helfen.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon koax » 27.01.2010, 19:20

captfrag hat geschrieben:Aktuell fehlt mir der Plan, welche Dose wann eingesetzt wird. Kann ich eine weitere Durchgangsdose an die andere Raumseite legen und den Endwiderstand dann dort einsetzen?

Ja. Allerdings solltest Du Dir darüber im Klaren sein, dass an der 2. Dose der Pegel sich geringfügig durch die Durchgangsdämpfung der ersten Dose und die Dämpfung des Kabels verringert. Wenn Du dann hinsichtlich der Modemwerte außerhalb der Tolrenatzen landest, kann eine Neueinpegelung erforderlich werden.

Wo bekomme ich ein passende Dose, bzw. welche benötige ich? Hab viele gefunden, die Frage ist welche Dämpfung, welcher Frequenzbereich mindestens usw.

Die beiden Dosen müssen aufeinander abgestimmt sein, damit annähernd gleicher Pegel an beiden Dosen gegeben ist. Dabei hat dann die 1. Dose eine höhere Anschlussdämpfung und eine geringe Durchgangsdämpfung und die 2. Dose eine geringere Anschlussdämpfung.
Wir müssten also wissen, was für eine Dose verbaut wurde. (steht drauf)

Wenn Du die 1. Dose am jetzigen Ort nicht benötigst könntest Du alternativ einfach einfach das Kabel über eine Kupplung verbinden und die Dose am neuen Ort installieren. Die sollte jedoch hochwertig sein und nicht so ein billiges Plastikzeug. Und die Arbeiten (Abisolierung und Verbindung) müssen fachmännisch durchgeführt werden.
Sowas hier:
http://preview.tinyurl.com/yctgek5
Wenn Du nicht etwas Übung hast, solltest Du solche Arbeiten aber einem Fachmann überlassen.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon captfrag » 27.01.2010, 22:20

Danke schonmal euch beiden.
Konkret nun:

koax hat geschrieben:Die beiden Dosen müssen aufeinander abgestimmt sein, damit annähernd gleicher Pegel an beiden Dosen gegeben ist. Dabei hat dann die 1. Dose eine höhere Anschlussdämpfung und eine geringe Durchgangsdämpfung und die 2. Dose eine geringere Anschlussdämpfung.
Wir müssten also wissen, was für eine Dose verbaut wurde. (steht drauf)


Es ist eine braun teleCom btv 1465 data, im inneren der Dose sind 3x14db als Dämpfung angegeben.
Ist lt. satkabelshop tatsächlich eine Durchgangsdose und dort auch zu bekommen.

koax hat geschrieben:Wenn Du die 1. Dose am jetzigen Ort nicht benötigst könntest Du alternativ einfach einfach das Kabel über eine Kupplung verbinden und die Dose am neuen Ort installieren.[...]
Wenn Du nicht etwas Übung hast, solltest Du solche Arbeiten aber einem Fachmann überlassen.


Danke für den Link. So hochwertige Kupplungen hab ich bisher nicht gesehen und hab daher intern für mich vorher das "anflicken" eigentlich schon abgehakt. Da ich aber wirklich nur eine Dose brauche und nicht ganz unerfahren im Kabelbau bin, werde ich das wahrscheinlich sauber hinbekommen.

Vernünftiges Abisolierwerkzeug ist jedenfalls da, hab ich mal zusammen mit einer Western-Crimpzange für Netzwerkkabel erworben.

Ich denke ich werde einen Verbinder und 120db Kabel kaufen und mich dann mit etwas Zeit mal mit der Dose beschäftigen.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon Dinniz » 28.01.2010, 10:32

In der Regel geht man bei braun telecom-Dosen so vor: 1465 (14dB) dann 1265 (12dB) dann 1165 (11dB).
So kann man den Pegel recht gut gleichhalten.

Für das Verlegung benötigt er auch keine Genehmigung vom Eigentümer - er nagelt es schliesslich nicht über die Aussenfassade.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon Ary » 28.01.2010, 11:04

Dinniz hat geschrieben:...
Für das Verlegung benötigt er auch keine Genehmigung vom Eigentümer - er nagelt es schliesslich nicht über die Aussenfassade.


Ich bin bei sowas immer recht vorsichtig. Manche Hauseigentümer sind da doch ziemlich eigen, was sowas angeht
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon Dinniz » 28.01.2010, 12:12

Innerhalb der Wohnung gibt es da so nie Ärger.
Von Dose des Anlagenbetreibers (dann wohl UMS) würde ich eher die Finger von lassen als Privatperson.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon captfrag » 28.01.2010, 13:46

Also in meiner Wohnung nagel ich soviel Dosen an die Wand wie ich möchte. Das gehört IMHO zum bestimmungsgemäßen Gebrauch. Es geht nicht um öffentlichen Raum, bzw. Gemeinschaftseigentum. Im Zweifel muss ich später in etwa den Ursprungszustand herbeiführen, das war es aber.

Oder glaubst du, ich hole mir auch ne Genehmigung zum Anbringen eines Halters für eine Rolle Schachtpapier in der Toilette, das Aufhängen eines Bilderrahmens oder eine Fensterverdunkelung im Schlafzimmer? :)

Das Anbringen der Erdung an den neugestalteten HÜP hab ich aber heute meinem Vermieter übergeben. Der nette Techniker hat mich ein passendes Schriftstück unterzeichnen lassen und auch ein Warnschild angebracht. Es war 1. keine Erdung da und 2. auch keine "mal eben" herstellbar. Wasserrohre z.B: sind da, aber wer weiss ob da nicht irgendwo Kunststoff verbaut wurde. Das sind für mich relevante Dinge, die der Vermieter zu klären hat.
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Re: Frage zu Kabeldose(n), Kabelverlängerung

Beitragvon Dinniz » 28.01.2010, 13:52

Wir dürfen nur noch direkt an den Hauspotenzialausgleich.
Somit sind Wasserrohre eh ausgeschlossen.

Die Dose selbst gehört aber dem NE4 Betreiber - unfachmännisches amklemmen kann zu Störungen führen. Diese werden dann meist auf Kosten der Kunden wieder beseitigt.
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